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Yucca 22.06.2019 11:37

Hab mal wieder das leidige Thema.....
 
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:Fahne:Katzen. Ich betreue seit Jahren eine Kolonie von Straßenkatzen hier oben in Cuevecitas. Habe auch schon etliche sterilisieren lassen, nur zwei Muttertiere sind mir bisher ausgekommen. Nun gibt es vier Kleine. Eine ist schon 5 Monate und mit das Herzigste, was mir seit langem untergekommen ist. Total handzahm und ein richtiges Kasperl. Ich würde sie so gerne vermitteln, nenne sie Chonchita. Ihr müsst euch mal das Gesicht ansehen, da muss man schon lachen. Hat jemand ein Plätzchen mit Garten oder Finca? 678230903 W.A.

windus1947 22.06.2019 16:14

Danke Evelin für Deine uneigennützige Empathie.
Viel Glück und pass auf das Dir noch was zum leben übrigbleibt.

Yucca 22.06.2019 17:20

Ach Günter. Wenn die Leute nur ETWAS solidarischer wären, wäre es für uns (und es gibt schon noch ein paar von meiner Sorte...) nicht so schwer. Die Leute, auch Nachbarn hier oder Bekannte ringsum, sind im Vergleich zu mir wohlhabend, und jder weiß, was ich mache, aber KEINER hat einen Cent übrig. Ich werde es nie verstehen, wieso man nicht mehr gemeinschaftlich denkt, jeder lässt nur die Jalousien runter- "ist ja nicht meine Sache!". Und ich sage, DOCH, es wäre unser aller Sache, ob es das Klima oder den Tierschutz betrifft! Wir könnten uns keinen Egoismus und kein Schulterzucken mehr erlauben! Ich verstehe diese Kurzsichtigkeit auch nicht, man muss doch nicht sonderlich intelligent sein, um die Zusammenhänge zu sehen, oder? Und das mit den Katzen oder Hunden hier ist eben ein winziger Teil dessen. So lastet das auf meinen und ein paar anderen Schultern, übrig geblieben ist mir in den ganzen letzten Jahren kein Euro. Doch wetten, dass auch hier wieder einige Kommentare kommen wie: "Bist doch selber schuld! Zwingt dich doch keiner!" Doch! Mich zwingt die Notwendigkeit und das Leiden anderer, (nicht nur der Tiere, bin auch bei Acción contra la Hambre ect.). Mein Lebensstandard ist damit ungenügend, aber mein Gewissen ist sauber. Mir tut jeder Leid, der nur an sich und "seine Brut" denkt!

TheSence 23.06.2019 12:35

Kann dich gut verstehen. Meine Freundin und ich kümmern und hier auch um Katzenkolonien (über 100 Katzen), behandeln und sterilisieren soweit es geht, füttern natürlich und versuchen auch welche zu vermitteln aber hier mag man leider die Katzen nicht so sehr was ziemlich armseelig und traurig ist.

In den 2 1/2 Jahren haben wir schon so viel grausames gesehen und auch so ziemlich alle Krankheiten durchlebt und viel viel Geld "verloren" (5 stelliger Betrag), weil wir alles aus privater Tasche zahlten. Als man im größeren Stil unsere große Kolonie vergiftet hat, haben wir mal einen Spendenaufruf probiert weil wir viele im Krankenhaus hatten weil wir versuchten zu retten was geht aber da kam dann natürlich auch nichts großartiges zusammen, Freunde & Familie spendeten etwas aber das war natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bei dem aktuellen Stand von etwa 8-10 kg Trockenfutter täglich + Nassfutter, Wasser und Arztkosten kann man sich das denken.

Bekamen etwas Hilfe von Cats Welfare wo wir in Los Cristianos paar Katzen kostenlos sterilisieren konnten und vor paar Monaten wurde ein Programm im Rathaus bewilligt wo wir Straßenkatzen auf Kosten des Rathauses behandeln und sterilisieren konnten. Wir haben 8 Katzen sterilisiert und dann wurde das ganze nach etwa 2 Monaten wieder auf Eis gelegt weil ja wieder Neuwahlen waren und jetzt muss man schauen ob es nochmal wieiter geht oder nicht da eben wieder Gespräche geführt werden müssen.

Meiner Meinung nach sollte jede Gemeinde die Kosten für die Sterilisationen von Katzen übernehmen, es ist ein Problem das immer größer wird das vergiften alle paar Jahre löst das Problem auch nicht. Natürlich wird das nur Nachts und inoffiziell gemacht...

Es wird nicht nur weg geguckt sondern teils auch noch gepöbelt das man Katzen hilft. Auch werden immer wieder Katzen dort ausgesetzt, teils totkranke die vor Ort dann sterben oder sogar Krankheiten haben (Panleukopenia, Aids usw.) und die dann andere gesunde anstecken und die dann mitsterben. Also wirklich sehr sehr viele verantwortungslose Leute unterwegs.

Ich bin übrigens im Güimar Bereich garnicht so weit weg, aber mach dich mal schlau bezüglich sterilisationen und medizinische Hilfe da dein Ort glaub ich zu Candelaria gehört? Und Candelaria hat soweit ich weiß im Programm das man Katzen kostenlos sterilisieren kann und auch kontrollierte Fütterungsstationen in Kolonien.

Mit dem adoptieren wird es hier immer eine schwierige Situation bleiben, wir haben in den 2 1/2 Jahren etwa 4-5 Katzen vermitteln können. Leider gibts da aber auch schwarze Schaafe darunter... wir haben erst kürzlich ein schwarzes Kitten von 6 Wochen an eine Familie abgegeben in Los Gigantes, wirkten sehr nett und wir hatten ein gutes Gefühl. Wir haben gesagt sie ist von der Straße aber sie kennt keine Straßen und Autos, sie soll sie also bitte in der Wohnung lassen bzw. aufpassen das sie nicht auf die Straße kann. 2 Wochen später hat sie ihn rausgelassen und er wurde natürlich auf der Straße überrollt... Sowas macht dann sauer und wir nahmen damals auch alle Anzeigen raus aber im Endeffekt muss man sie dann doch wieder rein stellen weil man versuchen muss eben dem ein oder anderen ein normales Leben zu ermöglichen.

Da bei uns auch immer wieder mal vergiftet wird und Katzen verschwinden und sterben versuchen wir momentan auf einem gemieteten Gelände fernab von Straßen Katzengehege/Häuser zu bauen wo wir dann welche drin und auch raus lassen können, dort können sie sich dann frei bewegen und auch mal Mäuse/Ratten fangen wenn sie mal Lust auf anderes Futter haben. Natürlich alles teuer und zeitintensiv aber wir sind für jede Katze froh die wir aus den Kolonien unten weg kriegen.

Vor allem hoffen wir das dieses Sterilisationsprogramm wieder in Gänge kommt weil man das ganze einfach finanziell auf Dauer nicht stemmen kann. Das ersparte und verdiente geht größtenteils auf die Katzen drauf und selbst versucht man auf so viel zu verzichten wie es geht.

Es gibt auch eine Facebook Gruppe von Cats Welfare wo man seine Katzen reinstellen kann zum vermitteln (https://www.facebook.com/groups/1151214795042258/). Aber leider sind da noch nicht so viel drin und wir haben hier auch noch unzählige Kitten zu Hause die wir nicht wirklich vermittelt bekommen.

Aber vielleicht hast du Glück, biete dort deine Kätzchen einfach mal an und erkundige dich wie gesagt mal beim Rathaus oder vielleicht beim Tierschutzverein Addanca ob dieses Programm noch existiert. Am besten beim Rathaus selbst da ich bei Addanca auch mal um Hilfe fragte da aber leider nur Preise für Sterilisationen geschickt bekam statt wirkliche Hilfe zu bekommen...

Yucca 23.06.2019 13:20

Ja, das kenne ich alles auch. Ich bin halt leider alleine und 70, da rennt man nicht mehr über steiniges Gelände einer Katze hinterher. Alles, was ich an dem selbstgemachten Unterstand "meiner" Kolonie zwecks Fangen stehen hatte, (Falle, angekettet, mit Hinweis, dass dies Eigentum des Ayuntamiento sei) wurde geklaut, Kette mit Bolzenschneider durchgeschnitten etc. Ich hatte die Katzen teils IN der Falle gefüttert, um ihnen die Angst zu nehmen. Es wird einem eben nicht geholfen, im Gegenteil- man wird durch die Bauern und "nette Nachbarn" behindert, wo es nur geht. Addanca fällt inzwischen aus, Hintergründe will ich hier besser nicht ausbreiten. (Und mir hat Addanca noch nie geholfen, in all den Jahrzehnten nicht einmal.) Gemeinde Candelaria hat EINE Person, die Sterilisationen bezahlt, doch die letzte war letztes Jahr und ist bis heute nicht beglichen (sagte mir der Vet, der sich darüber natürlich auch ärgert). Man erreicht diese Frau nie, wenn man sie braucht, sie geht auch nicht ans Telefon, im Amt ist sie auch nie, angeblich immer unterwegs. Kann alles sein, aber auf diese Weise kann man das Katzenproblem nicht in den Griff bekommen. Das hat alles kein System, wie so häufig auf den Inseln. So schön es hier auch sein mag, hätte ich nochmal die Wahl, ich würde NIE mehr hierhergehen. Die Hauptsache sind die Fiestas, die hölzernen Heiligen und die unsinnigen Feuerwerke, dafür ist immer Geld da. :mad:

TheSence 23.06.2019 13:45

Ja Fallen werden gerne geklaut, deshalb sind wir immer dabei und haben die Fallen im Blick, wenn sie nicht rein geht nehmen wir sie wieder mit und versuchen es am nächsten Tag.

Verschont blieben wir aber trotzdem nicht, unter anderem wurden schon Näpfe geklaut, eine Futterstation kaputt gemacht und von einem Wasserspender der Behälter geklaut und das unterteil dann ins Gebüsch geworfen.

Ja mit zunehmenden Alter wirds schwer da hast du recht, wir sind glücklicherweise noch in einem Alter wo wir Hänge usw. bewältigen können. Das mit den Vets nicht bezahlen kenne ich auch, ich weiß bisher von 3 Kliniken die das Rathaus irgendwann nicht mehr bezahlte und damit die Zusammenarbeit beendet wurde. Das in Candelaria das nur eine Person macht wundert mich schon da die ja auch mehrere Futterstationen haben vom Rathaus, das sollte dann normal auch mehrere Personen aufgeteilt sind die dort Futter legen? Da der Sinn hinter diesen Futterstationen ist, das nur die zugeteilte Person dort füttert und nicht ahnungslose dort Katzen füttern mit Sachen die eher schlecht als recht für die Katzen sind.

Addanca hab ich leider auch keine Hilfe bekommen wie geschrieben, ich bekam nur den Hinweis das die in meiner Ecke sind und ich bei denen mal anfragen sollte bezüglich Hilfe weil die Kolonien ausser Kontrolle geraten das man eben mit dem fangen und sterilisieren hilft, bekam dann als Antwort erstmal vielsversprechendes das man was tun muss und helfen wird. 2-3 Wochen später kann man nochmal die Nachricht ob ich noch Hilfe brauche und als ich ja sagte bekam ich die Adresse von einer Einrichtung wo die neu aufmachten und die Preise von 50 bzw. 60 Euro fürs sterilisieren... Das war nicht die Hilfe die ich benötigt hätte... Mein einziger Kontakt mit denen besteht nur im Lidl wo die 1x im Monat futter spenden sammeln und dann hol ich dann drin etwas Futter aus Mitleid weil ich immer sehe das die Hundefutter Seite voll ist und auf der Katzenfutter Seite fast nichts geholt wurde.

Die haben sicherlich mehr ressourcen durch die Spenden und Helfern aber ja so ist das wenn man an die Tiere denkt, man versucht was geht und holt dann doch was.

Gibt noch 4 Animales in Arico die sterilisieren auch in der gleichen Klinik wie Cats Welfare, habe dort auch mal 2 Katzen zum sterilisieren gegeben, eine davon lag mir sehr am Herzen weil ich sie von klein auf dort aufzog, die wollte ich eigentlich wieder zurück aber sie wollten sie vermitteln und als ich dann paar Wochen später wieder fragte war sie tot. Deshalb hab ich da einen faden Beigeschmack. Die sind glaub auch eher auf Hunde ausgerichtet.

Naja es ist ein schwieriges Thema und wird es leider auch noch lange bleiben. Ansonsten sehe ich es auch so wie du, für viel Unsinn ist Geld da, die wirklichen Probleme behebt man aber nicht.

conny 23.06.2019 19:08

Eine warmherzige, beispielhafte Idee...
 
https://www.derstoryteller.de/bewohn...lLvV4OBjBTQL1o


https://nur-positive-nachrichten.de/...tter-kw25-2019


quelle : www. derstoryteller // nur positive Nachrichten.de

herzliche Grüße zur Insel :)

Kaleika 24.06.2019 15:28

Ich finde man darf das alles nicht zu engstirnig sehen und vor allem wie meist- bitte nicht verallgemeinern. Vorwuerfe ueber zu wenig Hilfe bei Katzenelend durch baeuerliche Nachbarn o.Ae. gibt es ja nun in jedem Land. Ausser Katzen gibt es dazu viele andere notleidenede Tiere, um die sich mancher statt dessen kuemmert.
Mir wurde mal vorgeworfen, warum ich denn die zugelaufenen Katzen woanders unter bringen moechte, sie kosten doch nur einen Sack Futter im Monat- bei Lidl ca 10.-
Das ist schon mal Hirnverbrannt! Sterilisation kommt dazu; regenfeste Unterbringung; Tierarztbesuche bei anfallenden Seuchen; das Billigfutter im Supermarkt ist so schlecht, dass ich es nicht mal an die Streuner verfuettern moechte und so weiter.
Habe inzwischen 5 Katzen in der Finca, die ich alle nicht wollte. Ihr Unterhalt kostet Geld- das Geld, das ich gerne in einem dringenden Urlaub investiert haette.
Jeder kann doch fuer sich entscheiden, wem er hilft- ohne generell angelegte Vorwuerfe lesen zu muessen. Gar Obdachlosen... ? Was waere das fuer eine absurde Idee?? Weisenkindern? Greenpeace? Hunden? Dem aussterbenden Naseboem?

xluz 24.06.2019 23:50

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es ist nicht einfach wenn du 3 ausgesetzte babies am Strand findest weiterzughen.
da waren es 2 +3
es ist nicht einfach ein klägliches miauen aus eine Betonröhre zu ignorieren vom einem Hemdentaschen grossen etwas
da waren es 2+4
es ist nicht einfach wenn die Nachbarn dich solange bereden bis du nachgibst und innerhalb von einem Jahr wird aus 1kg katz 6.5 kg katz
da waren es 2+5
zur Stammbesatzung von 2 manchmal 3 Hunden,
es war manchmal wie im Zoo.
Aber das 10kg Katzenfutter von Merkadonna (Salmon oder Rind) ist gut und Katz und Hund liebten es und für 10 Euro ist es gutes Futter zu gutem Preis.

Tierarzt? zum sterilisieren wenn es eine Person ist die Preise für Strassentiere macht sonst Antibiatica wenn nötig mit der Milchspritze, hat bisher immer geklappt. Wenn ein zu grosses Loch im Tier ist (5 Markstück), die passende Salbe und verbadmull, wenn nötig Ducktape.
Was ich seit neuestem neme ist Abklebeband. Hält wie Leukoplast, und ist einfach zu lösen.

Wenn du anfängst mehr mit deinen Tieren zu reden als mit Menschen ist es Zeit etwas zu ändern.


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