wahre Aussagen im Corona Zeitalter

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X

wahre Aussagen im Corona Zeitalter

Einklappen
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Schriftgröße
    #2641
    DIE VERDREHUNG DER WERTE IN CORONA-ZEITEN:

    *
    KRITIKER sind jetzt Leugner
    *
    GESUNDE sind jetzt symptomlos
    * SOLIDARITÄT ist jetzt Gehorsamkeit
    * EIGENVERANTWORTUNG ist jetzt Egoismus
    * WAHRHEIT ist jetzt Verschwörungstheorie
    * REALISTEN sind jetzt die Verweigerer
    * ZENSUR ist jetzt Faktencheck
    * SELBST ZU DENKEN bedeutet jetzt unsolidarisch sein
    * LOBBYISTEN sind jetzt Experten
    * HINTERFRAGEN bedeutet jetzt asoziales Verhalten
    * DENUNZIANTEN sind jetzt Beschützer
    * GRUNDRECHTE sind jetzt Privilegien

    https://uncutnews.ch/die-gesundheits...aere-fuehrung/
    Gefällt mir

    Kommentar


    • Schriftgröße
      #2642
      • Die Forschung zeigt, dass der Anstieg der COVID-19-Fälle in 68 Ländern weltweit und in 2947 Bezirken in den USA völlig unabhängig von der Impfquote ist.
      • Die Daten aus den US-Bezirken zeigten ähnliche Tendenzen: Die Zahl der neuen COVID-19-Fälle pro 100.000 Einwohner war unabhängig von der Impfquote „weitgehend ähnlich“.
      • Von den fünf US-Bezirken mit den höchsten Impfraten – die zwischen 84,3 % und 99,9 % liegen – stehen vier auf der Liste der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention für eine hohe Durchimpfungsrate, während 26,3 % der 57 Bezirke mit niedriger Durchimpfungsrate eine Impfrate von unter 20 % aufweisen.
      • In Island und Portugal, wo jeweils mehr als 75 % der Bevölkerung vollständig geimpft sind, gibt es mehr COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner als in Vietnam und Südafrika, wo nur etwa 10 % der Bevölkerung vollständig geimpft sind.
      • Die CDC-Daten zeigen, dass die Rate der Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Erkrankungen bei den vollständig Geimpften von 0,01 % im Januar 2021 auf 9 % im Mai 2021 gestiegen ist, und die Zahl der Todesfälle von 0 % auf 15,1 %. Wenn die Impfungen tatsächlich gewirkt hätten, hätten diese Raten nahe Null bleiben müssen.
      ....... Falls es noch irgendwelche Zweifel an der Notwendigkeit gab, die weltweite Massenimpfkampagne ernsthaft in Frage zu stellen, so sollte diese Tatsache sie ausräumen: In Island und Portugal, wo jeweils mehr als 75 % der Bevölkerung vollständig geimpft sind, gibt es mehr COVID-19-Fälle pro 1 Million Einwohner als in Vietnam und Südafrika, wo nur etwa 10 % der Bevölkerung vollständig geimpft sind......

      https://uncutnews.ch/covid-impfstoff...die-infektion/

      sehr umfangreiche Infos, lesen lohnt sich!

      Kommentar


      • Rosa Rugosa
        Rosa Rugosa kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Wieder mal eine Schwurblerquelle, die rein nur Unsinn behauptet. Blödfug.
        Was mancher auch wohl erst noch kapieren muss: Covidfall ist nicht gleich Kranker. Fast alle Infektionen bei Geimpften führen erst gar nicht zur Krankheit. Bei gleichen Inzidenzen ist die Hospitalisierungsrate im Moment bei 4,8. - vor einem Jahr lag sie bei niedrigerer Inzidenz bei 15,8. Das ist der Effekt der Impfung. Bei der momentanen Zahl der Neuinfektionen müsste sie ja noch viel höher sein.
        Die hohen Inzidenzen sind i. M. stark durch Kinder und Jugendliche getrieben, da ist die astronomisch hoch. Zum anderen sorgt der nachlassende Impfschutz bei den Älteren und Alten für Durchbrüche.
        Die notwendigen Booster wurden systematisch verschlafen, als ob man es nicht schon in Israel und UK gesehen hätte, dass es kommen wird.
        Israel hat daraufhin ab Spätsommer konsequent auf Boostern gesetzt und die Zahlen sind danach auch deutlich zurück gegangen. Die Inzidenz lag vor 2 Monaten noch bei über 500 - nun ist sie unter 50. DAS ist der Erfolg des Boosterns .
        Gefällt mir

      • Rosa Rugosa
        Rosa Rugosa kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Kannst du hier nachlesen: https://www.tagesschau.de/ausland/as...ungen-101.html

      • Rosa Rugosa
        Rosa Rugosa kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        In Island wurde die ganze Zeit hauptsächlich J&J verimpft. Das ist bei Delta nur unzureichend wirksam. Auch in Island wird daher sehr fleißig geboostert.

    • Schriftgröße
      #2643
      SCHON AB MONTAG

      Lockdown für Ungeimpfte kommt in ganz Österreich!

      Österreich steht vor dem nächsten Lockdown - aber erstmals vor einem, der nicht die gesamte Bevölkerung betrifft. Diesmal sollen Ausgangssperren nur für Ungeimpfte gelten, dies aber in ganz Österreich.

      Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) kündigte Freitagmittag bei einer Pressekonferenz in Tirol „grünes Licht“ für den Ungeimpften-Lockdown an. Am Wochenende werde eine Landeshauptleutekonferenz stattfinden, am Sonntag soll der Ungeimpften-Lockdown dann im Hauptausschuss des Nationalrats abgesegnet werden.

      Schallenberg: „Kein Lockdown der Geimpften“
      Schallenberg hatte bereits am Vortag davon gesprochen, dass der Lockdown für Ungeimpfte nur noch wenige Tage entfernt sei. Das wolle man zwar nicht, aber es sei auch keine Option, einen Lockdown für alle auszurufen. „Für mich ist klar: Es soll keinen Lockdown der Geimpften aus Solidarität mit den Ungeimpften geben.“ Die Ungeimpften dürften die Verantwortung nicht auf den Geimpften abladen, auch sehe er „demokratiepolitisch“ nicht ein, warum sich die Mehrheit von der Minderheit „in Geiselhaft“ nehmen lassen sollte.

      https://www.google.de/amp/s/www.kron...554216%3famp=1
      Gefällt mir

      Kommentar


      • Schriftgröße
        #2644
        Umfrage zur Bundestagswahl
        Ungeimpfte wählen vor allem AfD und »Die Basis«


        Rund 15 Millionen Erwachsene in Deutschland sind nicht gegen Covid-19 immunisiert. Die meisten von ihnen neigen laut einer Forsa-Erhebung offenbar dem politisch rechten Spektrum zu.

        Etwa zwei Drittel aller erwachsenen ungeimpften Wählerinnen und Wähler in Deutschland votieren laut einer Umfrage des Forsa-Instituts für Parteien aus dem rechten politischen Spektrum.

        Demnach haben 50 Prozent der ungeimpften Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl im September ihr Kreuz bei der AfD gemacht. Das ist laut Forsa das Ergebnis einer Analyse von soziodemografischen Angaben der insgesamt 3.048 Menschen, die für die Umfrage zwischen Ende September und Mitte Oktober
        Der Stimmenanteil der in Teilen rechtsextremen Partei unter den Ungeimpften wäre damit fast fünfmal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung: Bei der Wahl erreichte die AfD 10,3 Prozent der Zweitstimmen.

        Weitere 15 Prozent der Befragten votierten demzufolge für die sogenannte »Querdenker«-Partei »Die Basis«. Diese Neugründung, deren Vertreter unter anderem durch antisemitische Äußerungen auffielen, hatte bei der Bundestagswahl insgesamt nur 1,4 Prozent aller Stimmen gewonnen.

        Beauftragt wurde die Studie ursprünglich vom Bundesgesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU). Das Ministerium hatte die Ergebnisse schon vor Wochen veröffentlicht – allerdings ohne Angaben zur Parteienpräferenz der Nicht-Geimpften. Denn diese war, wie Spahns Haus betont, nicht Teil des Auftrags. Forsa führte diesen Teil der Studie auf eigene Veranlassung durch, wie das Meinungsforschungsinstitut bestätigte.

        Demnach werden auch die Freien Wähler von Nicht-Immunisierten öfter gewählt als im Bundesdurchschnitt: 4 Prozent gegenüber dem Wahlergebnis von 2,4 Prozent.

        Dagegen sind die drei größten Fraktionen im Bundestag unter Ungeimpften extrem unbeliebt. Für die SPD votierten laut der Befragung nur 5 Prozent der Ungeimpften; sie hatte die Wahl mit 25,7 Prozent aller Stimmen gewonnen. Die Union kam bei Forsa unter den Nicht-Immunisierten auf 6 Prozent; das war weit unter dem Wahlergebnis von 24,1 Prozent. Für die Grünen votierten ganze 3 Prozent der Umfrageteilnehmer; bei der Bundestagswahl hatte die Partei insgesamt 14,8 Prozent erhalten.

        Etwas schwächer als bei der Wahl schnitten in der Ungeimpften-Befragung die FDP und die Linke ab. Die Liberalen, die sich immer wieder für lockerere Corona-Maßnahmen stark machen, kamen hier auf 10 Prozent, die Linkspartei auf 4 Prozent.

        https://www.spiegel.de/politik/deuts...a-9f6bb35ee918
        Gefällt mir

        Kommentar


        • Schriftgröße
          #2645
          Covid-Fall ist nicht gleich Kranker, galt auch schon vor den Spritzen. Fast alle Infektionen führen bei den allermeisten Menschen nicht zur Krankheit.

          Was sollen eigentlich Anti-Impf-Mainstream-Medien sein?

          Die meisten von Rosa zitierten Medien haben ja auch bis zum Schluss die Verbrechen in Afghanistan und im Irak verteidigt, dabei hätte man nur Scholl-Latour lesen brauchen, anstatt seine Zeit mit Tagesschau etc. zu verschwenden.
          Gefällt mir

          Kommentar


          • wicki49
            wicki49 kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Gefällt mir war ein Versehen. Lies den kommentierten Beitrag! Wenn es Pro-Impf-Mainstream-Medien geben sollte, dann sicher auch Anti....

        • Schriftgröße
          #2646
          Die Infektionszahlen in den Niederlanden nähern sich derzeit ihren Höchstwerten des vorigen Winters. Und das, obwohl bereits etwa 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind! Die Sieben-Tage-Inzidenz lag hier zuletzt bei 426.
          Im Herbst stört mich weniger das kältere Wetter.
          Vielmehr ist es die Angst, dass jeden Moment "Last Christmas" irgendwo zu hören sein könnte.

          Kommentar


          • Schriftgröße
            #2647
            ACHTUNG SATIRE:

            10 plausible Gründe, warum Bundesländer mit hoher Impfquote besser durch die Pandemie kommen als Bundesländer mit niedriger


            Der Trend scheint eindeutig: Je höher die Impfquote in den Bundesländern, desto niedriger sind die Inzidenzen sowie die Zahl der Krankenhauseinweisungen und der Todesfälle. Doch woran könnte das liegen? Der Postillon stellt 10 plausible Erklärungsansätze vor:

            1. Purer Zufall

            Muss denn immer alles einen Grund haben? Wenn bei Roulette die rote 9 fällt, fragt doch auch keiner, warum

            denn jetzt ausgerechnet diese Zahl gefallen ist. Wann sind wir so schlechte Verlierer geworden, dass wir immer den Grund für Niederlagen suchen?


            2. Hexerei

            Hat schon mal wer die Bundesländer mit den meisten Coronafällen auf ihre Hexendichte überprüft? Vielleicht gibt es in Sachsen, Bayern und Thüringen einfach nur ungewöhnlich viele alte Vetteln, die schwarze Magie praktizieren und die Bevölkerung verfluchen. Verbrennt Sie!!!!


            3. Im Herbst erkältet man sich leichter bei Querdenker-Demos

            Bei dem miesen Herbstwetter ist es doch selbstverständlich, dass man sich eher mal einen Husten einfängt, wenn man draußen gegen die Coronadiktatur protestiert. Nur deswegen haben es in Gegenden mit größerer Impfgegnerschaft gerade auch mehr Leute mit der Lunge.

            4. Bill Gates

            Jeder weiß: Hohe Impfquoten sind im Interesse von Bill Gates (Verchippung, Gedankenkontrolle, Käsekuchen!!!). Wer garantiert uns denn, dass der Microsoft-Gründer (Mikrochips!!!) nicht in weniger gut geimpften Bundesländern nachts um die Häuser schleicht und Menschen per Chip(!!!)-Fernsteuerung (5G?? Cui Bono???) krank macht?


            5. Tun sie gar nicht. Fake News!

            Immer diese Lügenmedien! Es stimmt einfach nicht was die sagen! Und wenn das auf Fakten beruht, dann stimmen eben die Fakten nicht! Fake News!


            6. Wegen der Zeitverschiebung

            Im Osten Deutschlands geht die Sonne aufgrund der geografischen Lage etwas früher auf als im Westen der Republik. Deshalb sind dort auch mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert, das ein klassischer Frühaufsteher ist. Für das etwas besser geimpfte Mecklenburg-Vorpommern gilt das nicht, weil es am Meer liegt und daher andere Gezeiten hat.


            7. Äääh... Sehen Sie mal da hinten!

            Da steht ein dreibeiniger Elch mit Clownsnase! Nicht? Naja, Themenwechsel.

            8. AfD

            Muss man immer alles Impfgegnern in die Schuhe schieben? Warum wird hier nicht erwähnt, dass in den Ländern mit niedriger Impfquote auch die AfD (+ Freie Wähler in Bayern) besonders stark ist. Vielleicht würde es schon reichen, wenn man die einfach nicht mehr wählt. Schachmatt!



            9. Schweden

            Schweden. Haben Sie darüber mal nachgedacht? Weil das ist ein Sonderweg und da sterben wegen der Bevölkerungsdichte und der vielen Wälder auch mehr Menschen oder weniger oder so. Schweden jedenfalls! Schweden!


            10. DIE IMPFUNG SCHÜTZT HALT EINFACH, VERFICKT NOCHMAL!!!!!!!!!

            Das hätte man auch freundlicher sagen können. Jetzt lasse ich mich erst recht nicht impfen. Das ist doch Zwang hier! Scheiß von der Regierung gekaufter Postillon!

            https://www.der-postillon.com/2021/11/impfquote.html
            Gefällt mir

            Kommentar


            • Schriftgröße
              #2648
              C. J. Hopkins ist ein preisgekrönter Dramatiker, Romanautor und politischer Satiriker/Kommentator mit Sitz in Berlin. Seine Stücke wurden international an Theatern und Festivals produziert. Seine politischen Satiren und Kommentare werden von Consent Factory, RT.com, OffGuardian, ZeroHedge, ColdType, Dissident Voice und anderen Publikationen veröffentlicht. Sein dystopischer Science-Fiction-Roman „Zone 23“ wurde 2017 bei Snoggsworthy, Swaine & Cormorant veröffentlicht.

              Die neue Normalität nimmt eine Art Frühjahresputz in Angriff

              P.S.: Gruber meint, die Politik mache es zunehmend schwerer als Kabarettistin: „Wenn ich morgens die Zeitung aufschlage und lese, dass es jetzt nicht mehr Muttermilch sondern Menschenmilch heißen muss, dann frage ich mich immer: Wie soll ich das noch satirisch überhöhen? Das ist ja alles schon Realsatire."

              Für die Satiriker/innen 👍👍👍

              Kommentar


              • Schriftgröße
                #2649
                Impfdurchbrüche
                Geimpft und trotzdem krank

                Obwohl die Corona-Impfstoffe einen guten Schutz vor einer schweren Erkrankung bieten – das zeigen zahlreiche Studien – haben Anzahl und Anteil der Geimpften auf den Intensivstationen zuletzt deutlich zugenommen, auf inzwischen mehr als ein Viertel der Covid-Intensivpatienten. Wie kann das sein? Vor allem drei Phänomene spielen eine Rolle.

                Zunächst ist da der rein mathematische Effekt: Da die Mehrheit der Bevölkerung geimpft ist, summieren sich selbst seltene Impfdurchbrüche zu nennenswerten Zahlen auf. Zwei Drittel der Bevölkerung sind geimpft, das entspricht etwa 56 Millionen Menschen. Unter ihnen kam es dann in den vergangenen vier Wochen zu mindestens 90.000 registrierten Impfdurchbrüchen. Grundsätzlich schützt die Impfung dennoch zu mehr als 90 Prozent vor einem schweren Verlauf.

                Das zweite Phänomen hat mit dem Virus zu tun. Das Risiko, dass eine Corona-Infektion einen schwerwiegenden Verlauf nimmt, hängt ganz stark vom Alter ab. Dieser Alterseffekt ist stärker als der Impfeffekt – eine vollständig Geimpfte 80-Jährige hat daher immer noch ein höheres Risiko als eine ungeimpfte 30-Jährige, unter Männern ist es genauso. Dementsprechend gibt es unter den jüngeren Intensivpatienten viel weniger geimpfte als unter den älteren.

                Das dritte Phänomen hat mit den Impfstoffen zu tun. Deren Wirkung lässt mit der Zeit nach. So lässt sich erklären, dass die Zahl der Impfdurchbrüche derzeit Woche für Woche ansteigt. Der eben erwähnte Alterseffekt wird so nochmals verstärkt: Ältere Menschen wurden zu Beginn der Impfkampagne priorisiert, daher lässt der Schutz bei ihnen nun auch als erstes nach – bei einem altersbedingt erhöhten Grundrisiko.

                Viel stärker als der Schutz vor einer heftigen Erkrankung nimmt jedoch der Schutz vor einer Ansteckung mit der Zeit ab. Doch übertragen Geimpfte, wenn sie nicht mehr ganz so frisch geimpft sind, das Virus genauso rasch wie Ungeimpfte? Haben wir es, wenn man sich die Fallzahlen ansieht, also längst mit einer Pandemie der Geimpften zu tun?

                Ganz so einfach ist es nicht. Das zeigen unter anderem die Daten zu Impfdurchbrüchen, also der symptomatischen Infektionen trotz Impfung. Die werden über die Monate zwar häufiger (zum Beispiel NEJM:Goldberg et al., 2021). Trotzdem besteht auch nach Monaten noch ein messbarer Schutz. Eine Studie aus den USA schätzt die Effektivität gegen die derzeit in Deutschland dominante Delta-Variante auf ungefähr 50 Prozent nach fünf Monaten (The Lancet: Tartof et al., 2021). All jene, die sich diesen Sommer haben impfen lassen, können sich zwar gegenwärtig mit Corona anstecken, sie tun es aber (bei gleichem Verhalten) deutlich seltener als Ungeimpfte.

                Das zeigen auch Studien, die auf Kontaktnachverfolgung beruhen. In einer britischen Studie etwa steckten sich Haushaltsmitglieder von Corona-Infizierten seltener an, wenn sie geimpft waren (The Lancet Infectious Diseases: Singanayagam et al., 2021).

                Allerdings lag die Impfung in diesen Fällen im Schnitt nur 74 Tage zurück.

                Wenn es darum geht, wie stark Geimpfte das Infektionsgeschehen ankurbeln, muss man zudem berücksichtigen, wie oft sie das Virus weitergeben, wenn sie sich einmal angesteckt haben. Auch hier deuten Studien eindeutig darauf hin, dass sie weniger stark zum Infektionsgeschehen beitragen als ungeimpfte Menschen. So verhindert laut Berechnungen einer Vorveröffentlichung eine vollständige Impfung zu 63 Prozent Ansteckungen durch den geimpften Infizierten (MedRxiv: de Gier et al., 2021). Allerdings war auch hier die Effektivität geringer, wenn die Impfung länger zurücklag.

                Mögliche Gründe dafür, dass Geimpfte das Virus seltener weitergeben, beschrieb vor Kurzem die Yale-Immunologin Akiko Iwasaki (The Lancet Infectious Diseases:Mostaghimi et al., 2021). Einerseits scheint es so zu sein, dass Geimpfte, die sich infizieren, weniger Virus ausscheiden. Zwar zeigen auch sie zu Beginn der Infektion einen starken Anstieg an Viren, dann aber fällt die Konzentration der Erreger schneller ab (Zum Beispiel MedRxiv: Chia et al., 2021 und The Lancet Infectious Diseases: Singanayagam et al., 2021). Andererseits gibt es Hinweise darauf, dass die Viren, die Geimpfte aushusten oder ausatmen, nicht so ansteckend sind wie die Viren, die Ungeimpfte ausscheiden. Das zeigen erste noch nicht abschließend geprüfte Studien: So sind die Viren, die geimpfte Personen weitergeben können, vermutlich seltener auch im Labor in einer Zellkultur anzüchtbar (MedRxiv: Shamier et al., 2021).

                Das ist auch logisch, wenn man bedenkt, dass das Immunsystem Geimpfter das Virus bereits kennt und deshalb schneller beginnen kann, es zu bekämpfen, also mit Antikörpern reagiert und versucht, es zu zerstören. Zudem könnte auch eine Rolle spielen, dass Geimpfte, wenn sie sich angesteckt haben, weniger Symptome wie Husten haben, mutmaßen die Yale-Forschenden. Auch das könnte dazu führen, dass sie das Virus weniger oft weitergeben.

                All diese Effekte – das sich seltener Anstecken, die geringere Viruslast und das möglicherweise weniger ansteckende Virus, das Geimpfte ausscheiden – addieren sich. Geimpfte Menschen, das muss man daraus schließen, spielen im Moment für das Infektionsgeschehen, genauso wie für die Belastung des Gesundheitssystems, eine deutlich geringere Rolle als Ungeimpfte.

                https://www.zeit.de/gesundheit/2021-...lle-impfeffekt
                Gefällt mir

                Kommentar


                • Schriftgröße
                  #2650
                  Vierte Corona-Welle: Charité ruft mit emotionalem Video zum Impfen auf

                  Die Berliner Charité ist mitten in der vierten Pandemie-Welle. Alle planbaren Operationen wurden bereits abgesagt. Eine Situation, die vermeidbar wäre. Jetzt wirbt das Krankenhaus mit einem eindringlichen Appell für das Impfen.

                  Die Berliner Charité ist mitten in der vierten Pandemie-Welle. Alle planbaren Operationen wurden bereits abgesagt. Eine Situation, die vermeidbar wäre. Jetzt hat die Charité einen Kurzfilm veröffentlicht, der eindringlich die Realität auf den Intensivstationen schildern und auf die Überlastung des medizinischen Personals aufmerksam machen möchte.

                  https://m.focus.de/panorama/vierte-w..._24422114.html

                  Aber was wissen die denn schon, haben sicherlich nur zu wenig auf Youtube „geforscht“ oder nicht genügend „wissenschaftliche Abhandelungen“ auf Telegram gelesen.
                  Gefällt mir

                  Kommentar


                  • Achined
                    Achined kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Das liegt ja wohl eindeutig nicht an den Ungeimpften, sondern an der Politik und der Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser, Bettenabbau und zu wenig Personal, aber ok, das auf die Ungeimpften zu schieben, ist bei Deinem begrenzten Horizont halt einfacher.
                    Gefällt mir

                • Schriftgröße
                  #2651
                  Na, ist das auch wieder Schuld der bösen Ungeimpften?


                  FEEGXGdWUAI1iS3.jpeg

                  Im Herbst stört mich weniger das kältere Wetter.
                  Vielmehr ist es die Angst, dass jeden Moment "Last Christmas" irgendwo zu hören sein könnte.

                  Kommentar


                  • Schriftgröße
                    #2652
                    Zitat von Achined Beitrag anzeigen
                    Na, ist das auch wieder Schuld der bösen Ungeimpften?


                    FEEGXGdWUAI1iS3.jpeg
                    Sehr deutlich zu erkennen, dass die Zahl der verfügbaren Betten zurückgeschraubt wurde, womit man trotz geringerer Belegung eine prozentuell höhere Auslastung erschwindeln kann. Betrug !!!

                    Kommentar


                    • Rosa Rugosa
                      Rosa Rugosa kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Schon davon gehört, dass das Personal fehlt, die Betten zu betreiben, deshalb wurden viele abgebaut. Da von „erschwindeln“ zu reden, grenzt für mich an groben Unfug.

                  • Schriftgröße
                    #2653
                    Interessant welchen Schwachsinn manche Dummköpfe verbreiten.
                    Wo doch fest steht, daß es ohne Impfungen der Vergangenheit heute noch die Kinderlähmung und viele andere tödlichen Seuchen gäbe.
                    Aber weil Meinungsfreiheit dürfen auch die Fehlgeleiten jeder Art an Unsinn kundtun!

                    Kommentar


                    • Rosa Rugosa
                      Rosa Rugosa kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Genau !!! Das unterschlagen sie immer. Der geballte Unsinn der Impfschisser wird aber durch deren lautstarkes Rausposaunen nicht wahrer. Muss schon blöd sein, wenn einem Corona jetzt über den Winter näher und näher kommt und man dem dann schutzlos ausgeliefert ist. Bei vielen geht es gut aus, bei einigen aber eben leider nicht. Aber natürlich kann man sich noch weiter komplett zuhause verbarrikadieren, macht sicherlich jede Menge Spaß.

                  • Schriftgröße
                    #2654
                    ACHTUNG SATIRE

                    Zum Glück nur ein Albtraum!" – Ungeimpfter auf Intensivstation träumte, er habe sich impfen lassen



                    Leipzig (dpo) - Was für eine Erleichterung! Ein ungeimpfter Covid-19-Patient (63) auf der Intensivstation des Leipziger St.-Georg-Klinikums ist soeben schweißgebadet aus einem schlimmen Albtraum erwacht, in dem er sich hat impfen lassen.

                    Puh! Zum Glück war das alles nicht echt", röchelt Konrad Kneblitz. "Ich hab wirklich geträumt, dass ich in ein Impfzentrum gegangen bin und mich hab impfen lassen. Wie furchtbar! Mit diesem schlimmen Genzeug! Das hat sich total real angefühlt."

                    Er blickt nervös auf seinen Oberarm und stellt beruhigt fest, dass darin nur vier Kanülen mit starken Medikamenten stecken, aber kein Impfpflaster zu sehen ist. "Sehr gut. An mir wird die Pharmamafia kein Geld verdienen", denkt er dabei zufrieden.

                    Der Blick zur Seite scheint Kneblitz jedoch zu viel Kraft gekostet zu haben. Kurz darauf versinkt er wieder in Bewusstlosigkeit und wird von einem weiteren Albtraum geplagt. Diesmal trägt er freiwillig eine Maske so, dass sie auch seine Nase bedeckt.

                    https://www.der-postillon.com/2021/11/albtraum.html

                    Gefällt mir

                    Kommentar


                    • Schriftgröße
                      #2655
                      Der geballte Unsinn der Impf-Freaks wird aber durch deren lautstarkes Rausposaunen nicht wahrer
                      So stimmt es dann auch......
                      Im Herbst stört mich weniger das kältere Wetter.
                      Vielmehr ist es die Angst, dass jeden Moment "Last Christmas" irgendwo zu hören sein könnte.

                      Kommentar


                      • Rosa Rugosa
                        Rosa Rugosa kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Die „Impf-Freaks“, das sind fast ausnahmslos ALLE Virologen und Epidemiologen. 99% der Ärzte unterstützen das Impfen ebenfalls. Es sind dagegen nur exotische Randerscheinungen, die ed ablehnen. Ein versprengtes Häufchen Irrer.
                        Gefällt mir

                    • Schriftgröße
                      #2656
                      Rottal-Inn ist derzeit Deutschlands größter Corona-Hotspot. In dem Landkreis südwestlich von Passau liegt die Inzidenz bei dramatisch hohen 1156. Doch warum ist ausgerechnet dieser Kreis so stark betroffen? Was ist dort anders? FOCUS Online hat sich vor Ort auf Spurensuche begeben.

                      Wenn sie ein Auto reparieren wollen, gehen sie auch nicht zum Bäcker oder Metzger. Warum gehen sie dann bei Gesundheitsfragen auf Instagram?", fragt Dr. Ulrich Thibaut.

                      Begonnen hatte das Gespräch unseres Reporters mit dem Apotheker und pharmazeutischen Chemiker in der Stadtapotheke Pfarrkirchen mit der Frage nach der Nutzung von kostenpflichtigen PCR-Tests. Doch als das Gespräch auf die Hintergründe der kritischen Corona-Lage im Landkreis Rottal-Inn kommt, platzt es aus dem 61-Jährigen heraus.

                      Apotheker wütend auf Impfverweigerer: "Ganz viele informieren sich auch falsch"

                      "Viele Menschen sind sehr kritisch, aber ganz viele informieren sich auch falsch", sagt er zu Skepitkern der Corona-Schutzimpfung und gibt eine düstere Prognose ab. "Die Ungeimpften sind die Treiber der Pandemie. Wenn wir so weitermachen, wird uns diese Pandemie noch über Jahre im Griff haben."

                      Bei 1156,0 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag im Landkreis Rottal-Inn - höher als im Rest Deutschlands und höher als je in einem deutschen Landkreis gemessen. Ein größeres Ausbruchsgeschehen etwa eine Veranstaltung, die zum Corona-Spreader-Event wurde, ist dabei nicht bekannt. Auffällig ist in diesem Zusammenhang aber die lokale Impfquote, die im Landkreis Rottal-Inn mit 53,8 Prozent deutlich unter dem Schnitt in Bayern und Deutschland liegt.

                      Mathias Kempf, Pressesprecher des Landratsamts Rottal-Inn, sieht eine potentielle Ursache in der Zersiedelung des Landkreises. Viele Einsiedlerhöfe und kleine Orte würden den Menschen ein subjektives aber trügerisches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Dr. Thibaut blickt in eine andere Richtung.

                      Die Bildung und das Interesse an gesundheitsrelevanten Themen sind hier leider nicht sehr weit verbreitet, das Internet aber schon", sagt er und wirkt dabei etwas resigniert.

                      https://m.focus.de/gesundheit/corona..._24420322.html

                      Gefällt mir

                      Kommentar


                      • SanLorenzo4
                        SanLorenzo4 kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Bezahlt eigentlich mal wieder der alte Schorch für Deine Propaganda? ;-)
                        Gefällt mir

                    • Schriftgröße
                      #2657

                      Münchner Intensivstation am Belastungslimit»
                      Wir laufen voll, es ist eine Katastrophe«


                      Auf einer Münchener Intensivstation sind die Betten für die Notbeatmung belegt und die Ärzte frustriert über den gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie.

                      Ihre derzeitigen Patienten seien ausschließlich Ungeimpfte.


                      https://www.spiegel.de/gesundheit/mu...c-e49778a5d42d
                      Gefällt mir

                      Kommentar


                      • Schriftgröße
                        #2658
                        Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (73, CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden – trotz Booster-Impfung.

                        Das bestätigte am Samstagabend eine Ministeriumssprecherin. Demnach sei der 73-Jährige doppelt geimpft und geboostert. Heißt im Klartext: Bouillon hat bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.



                        Im Herbst stört mich weniger das kältere Wetter.
                        Vielmehr ist es die Angst, dass jeden Moment "Last Christmas" irgendwo zu hören sein könnte.

                        Kommentar


                        • Schriftgröße
                          #2659
                          Corona-DrittimpfungenParadebeispiel Israel?

                          Vor etwa zwei Monaten hatte Israel noch extrem viele Neuinfektionen. Jetzt liegt die Inzidenz unter 50. Tendenz: fallend. Hängt das mit den Booster-Impfungen zusammen, auf die die Regierung seit dem Sommer setzt?
                          Von Benjamin Hammer, ARD-Studio Tel Aviv
                          Im Corona-Testzentrum auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv herrscht gähnende Leere. Nur ein paar Leute stehen im riesigen Zelt für einen PCR-Test an. Vor etwa zwei Monaten warteten die Menschen hier noch stundenlang. Israel hatte damals eine der höchsten Infektionsraten der Welt. Mittlerweile liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Tendenz: Weiter sinkend.

                          Ran Balicer leitet die Forschungsabteilung der israelischen Krankenkasse Clalit. Er ist davon überzeugt, dass die vielen Drittimpfungen zu einem Rückgang der Infektionsrate geführt haben. "Israel war der erste Staat, der mit ganzer Wucht die Folgen der nachlassenden Schutzwirkung nur fünf Monate nach der Impfung zu spüren bekam", sagt er. "Parallel dazu trat die sehr ansteckende Delta-Variante auf. Und so wurde Israel zum ersten Staat, der Auffrischungsimpfungen breit durchführte, um die Bevölkerung zu schützen.

                          Etwa zehn Tage, nachdem die sogenannten Booster-Impfungen in einer Altersgruppe verfügbar waren, sei in diesen Gruppen auch die Zahl der Infektionen gesunken. Das geht aus einer Studie hervor, an der der Forscher beteiligt war. Auch diese Zahl soll den Sinn der Drittimpfungen belegen: Nur sieben Prozent aller Patienten mit schweren Verläufen hatten bereits eine dritte Impfdosis bekommen. Alle anderen waren nicht oder seltener geimpft.

                          Auch Roni Gamzu ist vom Erfolg der Auffrischungsimpfungen überzeugt. Er leitet das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv und ist früherer Corona-Beauftragter der israelischen Regierung. "Zu 100 Prozent" hätten die Booster-Impfungen gewirkt, sagt er. Er empfiehlt die Impfung vor allem Menschen ab 40 Jahren. Weil er auch bei jüngeren Patienten schwere Verläufe beobachte. Mittlerweile haben vier von neun Millionen Israelis eine dritte Impfung bekommen. Darunter auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

                          So ganz freiwillig ließen sich nicht alle impfen: Israel entzieht allen Bürgern den sogenannten Grünen Pass, deren letzte Dosis mehr als sechs Monate zurückliegt. Wer also weiterhin zum Beispiel ein Konzert besuchen will, braucht in vielen Fällen die dritte Dosis. Trotzdem ist Israel im internationalen Vergleich mitnichten noch ein "Impfweltmeister". Ein relativ großer Teil der Bevölkerung hat noch keine Drittimpfung erhalten. Andere sind komplett ungeimpft.

                          Das bereitet Eran Segal, Forscher am Weizman Institut in Rehovot, Sorgen: "Momentan sollte es noch immer unsere zentrale Aufgabe sein, die Menschen besser zu erreichen", sagte er dem Portal Ynet. "Also 650.000 Menschen, die sich noch gar nicht haben impfen lassen. Außerdem 1,5 Millionen, die eine Booster-Impfung erhalten sollten. Die Anzahl der Impfverweigerer ist eigentlich sehr klein." Segal sagt, er denke, dass der Hauptfehler zu Beginn der vierten Welle darin bestand, "dass es zu lange dauerte, bis sich die Menschen mit der Auffrischung haben impfen lassen."

                          https://www.tagesschau.de/ausland/as...ungen-101.html
                          Gefällt mir

                          Kommentar


                          • Schriftgröße
                            #2660
                            Coronalage in Deutschland

                            Warum Fachleute auf schnelleres Impfen und Boostern drängen


                            Noch nie gab es in Deutschland so viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie derzeit. Kliniken kommen an ihre Belastungsgrenze. Wie kommen wir da raus? Fachleute haben ein Strategiepapier vorgelegt

                            Mit mehr als 50.000 Infektionen hat das Robert Koch-Institut am Donnerstag so viele Neuansteckungen an einem Tag gemeldet wie seit Beginn der Coronapandemie nicht. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist mit 249,1 derzeit so hoch wie nie zuvor. In den Krankenhäusern spitzt sich die Lage zu, immer mehr Menschen müssen auf Intensivstationen betreut werden. Am kommenden Donnerstag wollen Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zu beraten.


                            Fachleute haben jetzt ein Papiervorgelegt, in welchem sie die Gründe für die aktuelle Situation darstellen und Strategien im Kampf gegen die Pandemie aufzeigen. Zu den Verfasserinnen und Verfassern gehören unter anderem die Physikerin und Modelliererin Viola Priesemann, die Epidemiologin Eva Grill, der Virologe und Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko) Klaus Überla sowie der Intensivmediziner und wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters Christian Karagiannidis und der Impfstoffexperte Leif Erik Sander. Modellierungen verschiedener Gruppen flossen ein. Einige der Expertinnen und Experten haben die zentralen Aussagen des Papiers am Donnerstag außerdem in einem Pressetermin des Science Media Centerserläutert.

                            Saisonalität, Delta und nachlassende Impfwirkung

                            Der aktuell schnelle Anstieg der Inzidenzen hat nach Angaben der Fachleute mehrere Gründe. So spiele einerseits die kältere Jahreszeit, in der sich das Virus leichter verbreiten kann, eine Rolle. Hinzu komme, dass die auch in Deutschland vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus deutlich ansteckender sei als die Varianten, die noch im letzten Herbst und Winter dominant waren. Und auch der Impfschutz lasse mit der Zeit kontinuierlich nach, wenn die Menschen keine dritte Impfung erhalten. »Nach fünf Monaten sinkt der Schutz gegen Ansteckung von einem Faktor zehn auf einen Faktor zwei bis drei«, schreiben die Autorinnen und Autoren des Papiers. Dadurch trügen derzeit nicht nur ungeimpfte Menschen zur Ausbreitung des Virus bei, sondern auch geimpfte, deren Impfung schon länger zurückliegt.

                            Als »wirksamste Methode, um die aktuelle Welle bald zu brechen und das Pandemiegeschehen nachhaltig zu kontrollieren«, nennen die Fachleute das schnelle und umfassende Impfen und Boostern. »Mit jeder Verbesserung des Impfschutzes kann ich verzögern, dass sich das Virus ausbreitet, aber ich kann damit auch die Wahrscheinlichkeit des schweren Verlaufs reduzieren«, erklärte die Epidemiologin Eva Grill in dem Pressegespräch. Die Booster-Impfungen würden die Schutzwirkung der zweiten Impfung übertreffen und damit die Dynamik aus dem Geschehen nehmen.
                            Sinnvoll wäre dem Papier zufolge ein Impftempo wie im Frühsommer, als circa sieben Prozent der Bevölkerung pro Woche ihre zweite Impfung erhalten haben. Simulationen zeigten, dass eine Auffrischimpfkampagne mit dieser Geschwindigkeit nach einem Monat erste Wirkung zeigen würde. In Deutschland schreite das Impfen und Boostern derzeit aber zu langsam voran, sagte die Physikerin Viola Priesemann.

                            Die Stiko empfiehlt den sogenannten Booster derzeit nur für Menschen ab 70 Jahren und einige andere Gruppen, etwa Menschen mit einer Immunschwäche, teilte aber kürzlich mit, sie halte es für sinnvoll, den Booster »mittelfristig« für alle anzubieten. Stiko-Mitglied Klaus Überla erklärte in dem Pressegespräch, es sei jetzt eine akute Entlastung der Intensivstationen nötig. Deshalb müssten die Gruppen zuerst geimpft werden, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben; entsprechend habe die Stiko die aktuell geltende Empfehlung ausgesprochen. »In dem Moment, wo wir genügend Impfkapazitäten hätten, würde eine generelle Auffrischungsempfehlung für über 18-Jährige sicherlich sehr sinnvoll sein.«
                            Solange nicht ein ausreichender Teil der Bevölkerung geimpft oder geboostert sei, seien weitere Maßnahmen wie die bekannten Abstand- und Hygieneregeln und Testkonzepte nötig, schreiben die Fachleute in dem Papier. Das seien aber nur Überbrückungsmaßnahmen. »Eine vermehrte Testung als alleinige Maßnahme wird zur Durchbrechung der beginnenden Winterwelle wohl nicht reichen.« Auch die Verhaltensregeln und die 2G/3G-Beschränkungen werden als allein nicht ausreichend beschrieben.
                            Not-Schutzschalter zur Entlastung

                            Falls dennoch Kontaktbeschränkungen notwendig werden sollten, um das Gesundheitssystem zu entlasten, empfehlen die Fachleute in dem Strategiepapier ein Bündel von Maßnahmen, das sie als Not-Schutzschalter bezeichnen. Dazu gehören Homeoffice und engmaschige Testpflicht am Arbeitsplatz, verkleinerte Gruppen in Kindergärten und Schulen, (Teil-)Schließung von Geschäften, Restaurants, Dienstleistungen und Veranstaltungen, generell deutliches Reduzieren von Kontakten in der Arbeitswelt, der Öffentlichkeit und im Privaten. Schulschließungen dürften aber nur ein letzter Schritt zur Entlastung der Kinder- und Jugendmedizin sein, da sie hohe negative Folgen für Kinder und Jugendliche hätten und Eltern, insbesondere Mütter, stark belaste.

                            Es sei wichtig, einen solchen Not-Schutzschalter frühzeitig zu planen und »so stark wie möglich durchzuführen, damit sich der Aufwand überproportional auszahlt«, heißt es im Papier. Halbherziges Vorgehen habe nicht den erwünschten Effekt. Der Lockdown light im vorigen Winter etwa sei weder effektiv noch zielführend gewesen.
                            Priesemann sagte in dem Pressegespräch, dass man mit einer solchen Maßnahme, etwa über zwei Wochen, den Intensivstationen wieder Luft verschaffen könne. Dafür eigneten sich auch Schulferien. »Es ist unklar, ob ein Not-Schutzschalter notwendig wird. Aber es wäre trotzdem hilfreich, schon jetzt einen klaren Plan zu entwickeln, ihn frühzeitig anzukündigen und mögliche Kollateralschäden präventiv abzufangen«, heißt es dazu im Papier. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler raten, solche Maßnahmen vorab verfassungsrechtlich und ethisch prüfen zu lassen






                            https://www.spiegel.de/gesundheit/co...5-8c6e58d55479

                            Gefällt mir

                            Kommentar

                            Lädt...
                            X