Teneriffa, eine Insel voll von Geschichte(n)?

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    #141
    Hola,
    ich hatte mich ja schon (1 Seite zuvor) für eine finanzielle Teilnahme eingesetzt, leider jedoch fast ohne Resonanz - bleibt zu hoffen, dass sich der Teilnehmerkreis noch deutlich erweitern wird. ! Das sollte uns die Sache wirklich
    wert sein !

    Logisch, dass sich Teneri-Fee beteiligen wird. Sie packt gerade Koffer, da sie mal wieder für 14 Tage nach D fliegt.

    Ein schönes Wochende wünschen
    Robby & Teneri-Fee

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      #142
      Liebe Irene,

      ich wollte eine Anmerkung machen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Baumann im Teil 1 mit der LTU auf TFS angekommen. Im drittenTeil nimmt er aber einen Imbiss in der AirBerlin zu sich.

      Dann noch ein Vorschlag:

      Man könnte evtl. den Waldbrand im August 2007 einfließen lassen. Masca war ja ganz schön betroffen.
      Durch Zufall besucht Baumann das Bergdorf an dem Tag, an dem eine Messe mit Prozession durch das Dorf und anschließender Fiesta (wie wir im Oktober erlebt haben) stattfindet. Dort erfährt er mehr über den Brand und als Dank, das der Großteil des Dorfes verschont wurde findet dieses Fest statt.

      Gruß von KIKI.
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        #143
        Zitat von baumgartner Beitrag anzeigen
        weiteres Puzzeleteil - Fischer am Fischerhafen von Puerto

        Gustav Baumann parkte seinen Fiat Punto auf dem Parkplatz am Fischerhafen. Die Parkplätze in vorderster Front zum Plaza del Charco sind die beliebtesten. Dort trifft man, wie an viel Parkplätzen auf der Insel auf ?inoffizielle? Parkplatzanweiser, die Ihre Haushaltskasse aufbessern wollen. Als Gustav den vom Parkplatzanweiser gezeigten Parkplatz eingenommen hatte, war er natürlich gerne bereit dem alten Mann, der auch mal einen Besuch beim Zahnarzt notwendig gehabt hätte, da seine Zähne diesen bestimmt schon Jahre nicht gesehen haben, einen kleinen Obolus zu entrichten.
        Gustav dachte sich, daß das Gesundheitssystem immer noch nicht besser geworden ist, als vor einigen Jahren.

        Gustav sah sich um und schaute ein wenig den Joggern auf der Mole von Puerto zu, wie Sie auf dem vom Meersalz aufgefressenen Beton umherliefen. Hoffentlich bricht Sie da niemand den Fuß, da sollte die Stadt auch mal eine Sanierung vornehmen.

        Er ging vom Parkplatz Richtung Plaza del Charco. Als Gustav dann am Fischerhafen angelangt war, beschloss er sich auf das kleine Mäuerchen am Hafen zu setzen und den Leute zuzuschauen.
        An der kleinen Badebucht waren auch schon ein paar Frauen dabei, schwimmen zu gehen.

        Dann sah er, daß weiter draußen am Kran, mit dem die Fischerboot aus dem Wasser geholt werden, gerade ein Boot wie an einer Angel hing. Er wollte sehen, was der Fischer gefangen hatte. Also ging er in Richtung des Bootes, um das sich inzwischen schon eine kleine Menschentraube gebildet hatte. Es war eine Mischung aus Einheimischen, die den frischen Fisch kaufen wollten und aus Touristen, für die es eine Attraktion war, zu sehen wie das Boot aus dem Wasser geholt wurde.

        Gustav kämpfte sich etwas nach vorne um zu sehen, wie groß der Fang war. Als er in den Eimer des Fischers blickte sah er nur ein paar Doraden und Pulpos. Er dachte sich, wenn das jeden Tag so ist, dann ist das Überleben als Fischer nicht gerade einfach. Der Fischer ludt den Kübel aus und begann die Fische zu schuppen. Später brachte er seinen Fang nach vorne zu den Ständen an denen die Frauen der Fischer, den Fang verkaufen.

        Gustav setzte sich wieder auf die Mauer auf Fischerhafen, wo er vorher schon saß. Als nächsten fielen Ihm die Renter auf, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite saßen und Ihr Pläuschen hielten. An einem Tisch hockten 4 Männer die Domino spielten. Etwas weiter links, an der Ecke zum Plaza del Charco war ein kleiner Schrein, mit dem Schutzheiligen der Fischer. Eine Frau war gerade dabei die Blumen auszutauschen und eine neue Kerze aufzustellen.

        Gustav saß noch eine Weile so da, bis er sich entschied in einer Bar einen Kaffee zu trinken.
        Ich hab aus meinem Archiv noch ein paar Bilder dazu rausgesucht:
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        Servus
        Baumgartner

        "Bayern grüsst Teneriffa!"

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          #144
          Ein paar Gedanken

          Liebe Irene,

          ich wollte eine Anmerkung machen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Baumann im Teil 1 mit der LTU auf TFS angekommen. Im drittenTeil nimmt er aber einen Imbiss in der AirBerlin zu sich.
          Liebe Kiki - danke für den Hinweis, das gehört natürlich geändert. Ich bin auch sicher, dass noch einige solcher Ungereimheiten auftauchen werden, doch Gott sei Dank gibt es aufmerksame Leser wie Dich.
          Dazu gleich eine weitere Frage- Emmi hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man, vom Monasterio aus, den Esperanza-Wald nicht sehen kann. Habe diese Information aus dem Netz geholt, bin mir aber nicht sicher ob es stimmt.

          Hola,
          ich hatte mich ja schon (1 Seite zuvor) für eine finanzielle Teilnahme eingesetzt, leider jedoch fast ohne Resonanz - bleibt zu hoffen, dass sich der Teilnehmerkreis noch deutlich erweitern wird. ! Das sollte uns die Sache wirklich
          wert sein !

          Logisch, dass sich Teneri-Fee beteiligen wird. Sie packt gerade Koffer, da sie mal wieder für 14 Tage nach D fliegt.

          Ein schönes Wochende wünschen
          Robby & Teneri-Fee
          Lieber Robby, liebe Teneri-Fee!
          Wir sind bis jetzt sechs! Das ist, zugegeben wesentlich weniger als ich gehofft hatte, doch ich hoffe, dass wir mit dem Voranschreiten der Geschichte weitere Forumianer finden die sich beteiligen. Ich jedenfalls glaube an die Sache und mache weiter.
          Danke jedenfalls für Deine Anteilnahme.

          Man könnte evtl. den Waldbrand im August 2007 einfließen lassen. Masca war ja ganz schön betroffen.
          Durch Zufall besucht Baumann das Bergdorf an dem Tag, an dem eine Messe mit Prozession durch das Dorf und anschließender Fiesta (wie wir im Oktober erlebt haben) stattfindet. Dort erfährt er mehr über den Brand und als Dank, das der Großteil des Dorfes verschont wurde findet dieses Fest statt.
          Die Idee von Parrot gefällt mir sehr gut. War jemand auf dem Fest und könnte darüber ein paar Eindrücke schildern?
          Nachfolgend findet Ihr noch ein paar Themen die ich gerne einbringen würde:
          Herstellung von alten Dachziegeln
          Ziegenhirten, Käseverarbeitung
          Kostümschneiderei für Carneval, Trachten
          Fischen, Wale watching,
          das Observatorium
          das Opernhaus
          Besuch La Lagunas, Candelarias, Santa Cruz
          die Föhren und ihre Wirkung auf die Vegetation
          usw und so fort ..........

          Das Wichtigste habe ich mir jedoch für den Schluß aufgehoben - wir brauchen einen Lektor, jemanden der nicht nur der Deutschen Sprache mächtig ist, sondern auch auf so Dinge wie den Esperanza-Wald oder die Fluglinie schaut. Ich bin da ganz ehrlich, dass ich leider meine eigenen Texte nicht korregieren kann.

          Und wir brauchen, aber das ist noch ein langer Weg bis dahin - jemanden der sich zutraut die ganze Geschichte ins spanische zu übersetzen.

          Wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag
          Eure Wienerin
          Irene-Christine Graf
          Die Wienerin
          Irene-Christine Graf

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            #145
            Liebe Baumgartner,
            Habe den Beitrag schon gespeichert - vielen Dank.
            Zuletzt geändert von Die Wienerin; 24.08.2008, 11:54. Grund: Anrede fehlte
            Die Wienerin
            Irene-Christine Graf

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              #146
              @Die Wienerin

              Ich habe auch "Ungereimtheiten" entdeckt.

              Diese, klarerweise, resultieren aus der erklärlichen Unkenntnis der beteiligten Mit-Autoren, das ist zwangsläufig unumgänglich.

              Wer Ortsangaben macht und nie dort war, oder die hiesige Sprache versucht einzuflechten, ohne sie zu beherrschen, wird demjenigen, der später das "Buch" zu lesen bekommt, den Genuss nicht sehr leicht machen, denn, da der Name der Insel im Buchtitel vorkommt, wird das "kaufende" Publikum auf den Kanarischen Inseln zu finden sein. Und dieses Publikum wird sich hinterher über das "sachkundige" Buch auslassen.

              So ist es schwierig, hier damit zu rechnen, daß einem ein Dorfpolizist in perfektem Deutsch abfragt und wieder antwortet. Das ist schon in Deutschland heutzutage sehr schwer. Noch undenkbarer ist das bei Verkehrs-Polizisten.

              Auch hat sich Herr Baumann bis jetzt "nicht ernsthaft" um die Aufffindung seiner Tochter bemüht.

              Er war noch nicht bei der Ausländerpolizei in "Santa Cruz", oder beim "Honorar-Konsul", auch in "Santa Cruz".

              Dafür hat er aber schon massenhaft andere Abenteuer, so erwarte ich ihn bald bei einer Guanchen-Höhlen-Expedition.

              Das Ganze muss ein bisschen mehr extraktiert werden, und, so wie es unsere "Wienerin" sagt, von einem Lektor überarbeitet werden.

              Das ist schwierig, am besten wäre es, dass dieser es gleich ins spanische kopieren könnte.

              Und das ist, wie man sich denken kann, noch schwieriger.
              ******************************************

              ?

              Nein, nichts Neues !

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                #147
                Zitat von Die Wienerin Beitrag anzeigen
                Dazu gleich eine weitere Frage- Emmi hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man, vom Monasterio aus, den Esperanza-Wald nicht sehen kann. Habe diese Information aus dem Netz geholt, bin mir aber nicht sicher ob es stimmt.
                Hallo Wienerin,

                ich habe zwei Fotos rausgesucht, die beide von einer Terasse des Monasterio aufgenommen sind. Die ersten Ausläufer des Esperanzawaldes sind vor dort aus zu sehen.
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                Servus
                Baumgartner

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                  #148
                  Hallo,

                  ich habe eine Internetseite einer Familie gefunden, die ein altes Kanarisches Haus restauriert haben.

                  Dort werden auch die Besonderheiten der Kanarischen Dachziegel erklärt.

                  Vielleicht hilft das ja ein bißchen weiter.

                  http://www.artlandya.com/texte/erstes_gebaeude2.shtml
                  Servus
                  Baumgartner

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                    #149
                    Kleine Lektion in kanarischem Denken

                    Hab mal versucht, eine kleine Lektion in kanarischem Denken, die ich kürzlich bekam, umzusetzen. Wie immer zur freien Verfügung, ich hoffe, es gefällt

                    Die Frage mit den deutsch-/spanischsprachigen Dialogen wird sicherlich noch klug gelöst

                    ----------snip----------

                    Baumann stand mit Erich Matthes in der Abendsonne vor dessen Haus. Matthes erzählte ihm gerade von einer der vielen Begebenheiten, die er in seinen Jahren auf Teneriffa erlebt hatte, als Antonio über die Straße zu ihnen trat. Von Matthes hatte Baumann schon gehört, dass die beiden gut befreundet waren und Antonio sich von dem findigen Handwerker gern bei diesem und jenen Problem helfen ließ. Baumann verstand zwar noch nicht jedes Wort, das zwischen den beiden gewechselt wurde, doch nach und nach konnte er inzwischen zumindest dem Sinn nach dem Gesprächsinhalt folgen.

                    ?Hör mal, Erik? begann Antonio, der dessen deutschen Namen Erich kurzerhand hispanisiert hatte, ?ich hätte da einen Balken, der gesägt werden muss. Du hast doch diese gute Kreissäge. Kannst Du das nicht für mich machen?? ?Aber sicher, Antonio, mein Freund?, erwiderte Matthes gutgelaunt, ?wie wäre es, wenn ich morgen früh zu Dir rüberkomme und wir sehen uns die Sache mal an.? Antonio sog an seiner abenteuerlichen Pfeife und nickte zufrieden. ?Gut, morgen früh. Bring doch Deinen Freund hier einfach mit. Dann trinken wir einen Kaffee.? Matthes blickte Baumann an. ?Gute Idee, wie sieht?s aus, Baumann? Kommen Sie morgen mit?? Baumann war der alte Landarbeiter sympathisch und neugierig, einmal dessen Behausung zu sehen, sagte er kurz entschlossen zu.

                    Pünktlich zur vereinbarten Zeit fand sich Baumann am nächsten Morgen erneut bei Matthes ein und die beiden gingen die wenigen Meter zu Antonios einfachem Haus. Antonio saß auf einem Stuhl im Hauseingang und paffte an seiner Pfeife. ?Hola, Antonio, wie geht?s??, rief Matthes beim Näherkommen. ?Hola, Erik, gut gut, und Dir? Kommt herein, nur herein.? Baumann grüßte ebenfalls, so gut es ihm sein Spanisch erlaubte und zusammen betraten sie Antonios Haus. Sofort fiel Baumann die Diskrepanz zwischen Antonios kleinen, bescheidenen Räumlichkeiten und den großzügigen Appartments und Villen auf, die er bisher während seines Aufenthaltes zu sehen bekommen hatte. Eigentlich bestand Antonios ebenerdiges Haus nur aus drei winzig kleinen Zimmern. Durch die kleine Eingangstür betrat man einen Vorraum, der mit zwei Personen schon überfüllt schien und von einem kleinen, aber überraschend neuen Fernseher beherrscht wurde. Links ging ein weiteres Zimmer ab, das mit dem kleinen Tisch, zwei Stühlen und einem alten Sofa wohl die Wohnstube bildete. Das Zimmer rechts schien Antonios Schlafstube zu sein.

                    Der kleine Rundgang hatte keine zwei Minuten gedauert. Während Antonio sich um den Kaffee kümmerte, ließen sich Baumann und Matthes auf einer Bank vor dem Haus nieder. Matthes sagte mit einem feixenden Grinsen auf deutsch zu Baumann: ?Na, dann wollen wir mal sehen, was der Gute wirklich will.? Baumann schaute ihn verständnislos an, denn soweit er das Gespräch am Vortag verstanden hatte, schien Antonios Anliegen doch klar formuliert gewesen zu sein. ?Ich sehe schon, was Sie denken?, kam ihm Matthes zuvor, ?aber warten Sie mal ab. Vielleicht haben Sie heute Gelegenheit, ein wenig kanarische Denkweise kennen zu lernen.? Mit diesen Worten wandte sich Matthes Antonio zu, der mit dem Kaffee aus dem Haus trat.

                    ?Also, Antonio, mein Guter, was kann ich für Dich tun??, fragte Matthes. ?Ach, Erik, diese Moskitos bringen mich ewig um meinen Schlaf. Es wird immer schlimmer und diesen Sommer haben wir mehr als je zuvor. Ich bin es leid und da habe ich mir gedacht, dass ich einfach hier aus ein paar Balken eine Tür mit Fliegengaze vor meiner Haustür anbringe.? Mit diesen Worten nahm er ein riesiges Stück Kantholz, das neben seiner Haustür lehnte, in die Hand.

                    ?Aber, Antonio?, rief Matthes, ?was willst Du mit diesem Mordsbalken? Damit kannst Du ja eine Brücke bauen, aber doch keine Fliegentür!? ?Ja ja, schon, Erik, aber Du hast doch diese gute Kreissäge, und ich habe mir gedacht, Du sägst da einfach ein paar Latten von diesem Holz und dann passt das schon.? ?Sicher, das würde schon gehen, aber zeig mir mal das Holz?, antworte Matthes fröhlich und nahm den Riesenbalken in die Hand. ?Schau mal, Antonio, hier sind überall Äste und rissig ist dieses alte Holz auch. Das taugt nicht mehr zum Bauen. Weißt Du was? Ich werde mal schauen, ob ich nicht besseres Holz auftreiben kann. Vielleicht finde ich da was und dann sprechen wir noch mal darüber. Vielleicht morgen, was meinst Du, Antonio?? Antonio nickte zustimmend: ?Du hast sicher recht, Erik. Vielleicht sollten wir morgen noch einmal über die Sache sprechen. Wie ist es? Trinkt Ihr beiden ein Bier mit mir?? Ohne eine Antwort abzuwarten, schlurfte der Alte wieder ins Haus und kehrte mit drei Dosen Bier zurück.

                    Nachdem sie eine Weile über dieses und jenes gesprochen hatten, brachen Matthes und Baumann ? nachdem Antonio sie überaus herzlich verabschiedet hatte - schließlich auf. Dem Gespräch, dem Baumann mit einiger Mühe gefolgt war, nachsinnend schaute er Matthes von der Seite an. ?Und? Meinten Sie das jetzt mit kanarischem Denken? Dass es ursprünglich um das kurze Absägen eines Holzstückes ging und Sie jetzt gleich eine ganze Tür bauen sollen??

                    Matthes lachte. ?Ja ja, da haben Sie schon einen Teil des Ganzen mitbekommen. Gut aufgepasst!? ?Na, dann nutzt der Alte Ihre Hilfsbereitschaft aber ganz schön aus?, erwiderte Baumann stirnrunzelnd. ?Keineswegs, mein Guter?, grinste Matthes, ?denn diese Tür werde ich ganz sicher nicht bauen.?

                    ?Aber Sie haben das doch versprochen?, empörte sich nun Baumann, ?wollen Sie mir jetzt erzählen, dass man hier seine Versprechen nicht einhält?? ?Keineswegs, natürlich werde ich in der nächsten Zeit nicht nur einmal, sondern sicherlich noch oft mit Antonio über diese Tür sprechen. Sehen Sie, die Sache ist in Wirklichkeit so: Antonio lamentiert schon immer über Moskitos. Kürzlich hat ihm seine Nichte einen hervorragenden Fliegenvorhang für seine Haustür mitgebracht und auch gleich aufgehangen. Haben Sie den Vorhang gesehen?? Baumann überlegt kurz, konnte sich aber an keinen Fliegenvorhang erinnern. ?Kein Wunder?, rief Matthes, ?der Vorhang hing dort keinen halben Tag. Sie erinnern sich, als wir dort vorhin ankamen?? Baumann nickte verständnislos.

                    Matthes grinste noch immer. ?Und Antonio saß dort, wo er fast immer sitzt. Na?? Baumann wusste noch immer nicht, worauf Matthes hinaus wollte. ?Ist doch ganz einfach. Antonios Stammplatz ist auf dem Stuhl in seiner Haustür. Natürlich war ihm der Fliegenvorhang dort im Weg und er hat ihn kurzerhand wieder abgehangen. In Wahrheit ist ihm sein Stammplatz viel wichtiger als die Moskitos. Nun dürfen Sie dreimal raten, was mit einer Fliegentür passieren würde.? ?Nun ja, er würde sie wahrscheinlich aufstehen lassen, wenn er dort sitzt?, schaltete Baumann nun. ?Richtig?, Matthes klopfte ihm anerkennend auf die Schulter, ?und wenn diese vermaledeite Tür also dort in Zukunft offen steht, wird sie Antonios engen Hausflur versperren und zugleich werden ihn die Moskitos weiterhin nerven. Mit der Tür würde ich in Wirklichkeit Antonio am Ende keinen Gefallen tun, sondern im Gegenteil ein neues Ärgernis schaffen. Und das will ich meinem Freund nicht antun.?

                    ?Gut und schön?, Baumann überlegte, ?aber warum sagen Sie Ihrem Freund das nicht? Stattdessen haben Sie ihm doch versprochen, dass Sie die Tür bauen werden. Das erscheint mir nicht sehr freundschaftlich.? ?Habe ich das?? Matthes schaute ihn fragend an. ?Nun ja, zumindest haben Sie das für morgen zugesagt.? ?Richtig?, bestätigte Matthes, ?und zugleich falsch. Wir haben vereinbart, dass wir morgen noch einmal über die Sache sprechen. Damit gibt?s die Tür noch lange nicht. Die Sache ist nämlich einfach die: mein Freund bittet mich um einen Gefallen. Nun sehe ich aber, dass sich das gar nicht zufriedenstellend realisieren lässt. Ein glattes Nein ist aber nun mal nicht kanarisch. Und da ist es für unsere Freundschaft viel besser, die komplizierte Angelegenheit erstmal auf morgen zu vertagen. Denn ?morgen? heißt zunächst mal, dass die Sache offen bleibt.?

                    Baumann begann zu verstehen. ?Das heißt, Sie schlagen ihm die Bitte also nicht einfach ab?? ?Genau! Wir werden noch oft über diese Tür sprechen und sicher irgendwann, vielleicht morgen, vielleicht in zwei Monaten zu einem besseren Ergebnis kommen. Oder auch nicht.? Matthes lachte erneut. ?Wichtig ist vielmehr, dass wir unsere Freundschaft pflegen. Und da haben wir heute mit dem netten Besuch, einem gemeinsamen Bier und dem kurzen Gespräch genau das Richtige getan.? Baumann schüttelte lächelnd den Kopf: ?Ich sehe schon, ich werde hier noch einiges neu lernen müssen. Mir geht da an der Sache zwar noch einiges gegen den Strich, wenn ich an meinen eigenen Arbeitsethos denke. Aber wenn ich an das zufriedene Gesicht von Antonio bei unserem Abschied denke, könnten Sie recht haben.? ?So ist es recht, mein Guter?, meinte Matthes, ?Sie lernen schnell. Nun wissen Sie, warum das Wort ?Manana? hier gelegentlich so eine wichtige Rolle spielt.?

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                      #150
                      Erweiterung meines Beitrages Nr. 146 von heute Mittag:

                      wurde aus Zeitmangel unterbrochen:

                      Zitat von LaTorre Beitrag anzeigen
                      Teilzitat:

                      Wer Ortsangaben macht und nie dort war, oder die hiesige Sprache versucht einzuflechten, ohne sie zu beherrschen, wird demjenigen, der später das "Buch" zu lesen bekommt, den Genuss nicht sehr leicht machen, denn, da der Name der Insel im Buchtitel vorkommt, wird das "kaufende" Publikum auf den Kanarischen Inseln zu finden sein. Und dieses Publikum wird sich hinterher über das "sachkundige" Buch auslassen.
                      Ich habe hier auf Teneriffa im Jahre 2005 auf dem ZDF ( Zweites Deutsches Fernsehen ) den netten Film "Ferienarzt auf Teneriffa" sehen können.

                      Natürlich wurde dieser Film auch auf Basis eines Buches erstellt, und die Regie hat natürlich die malerischsten Orte gezeigt und alle Darsteller wohnten in genauso malerischen Bungalows und "Chalets", inmitten von Blumen und tropischen Pflanzen.

                      Da war da der jugendliche Sohn der Familie, die in "Los Realejos" ( glaube ich ) wohnte, und er fuhr jeden Tag leidenschaftlich gern zum "Surfen", "eben mal" für 'ne 1,5 Stunden "Surftour" nach "El Medano".

                      Tja, man weiss doch, das die echten "Surfer" stundenlang ausserhalb der Brandung auf DIE WELLE warten. Deshalb sind sie auch so braungebrannt, jajajaja !

                      Tja, und für so eine "Surftour" ist meistens der ganze Tag einzuplanen. Da ist nichts mit 1,5 Stunden hin, 1,5 Stunden surfen und 1,5 Stunden zurück. Echter Blödsinn.

                      Und da waren noch mehr solche "Blender" in dem Film, zuviel, das hier auszubreiten.

                      Wenn solche Stoffe das Interesse des Publikums treffen, dann sollte da Wahres gezeigt werden, sodass, wenn es da auch zu einer Verfilmung kommt, die daraufhin anreisenden Urlauber sich nicht betrogen fühlen und alles so vorfinden, wie es "ihr" Traum wäre.

                      Das ist doch auch der Fall in der Telenovela "Sturm der Liebe" im ARD.

                      Da gibt es Tausende, die in diesem Hotel "Fürstenhof" einkehren wollen. Das gibt es aber nicht, es ist nur eine enorme, private Villa/Schlösschen, das für diese Serie extra hergerichtet wurde ( liegt irgenwo am Chiemsee ).

                      Stellt Euch mal vor, da stehen dann Tausende beim "Olbi" an der Gartenmauer und wollen rein ! Da darf er ( bloß ) NICHT im Buch erscheinen !

                      Und, nochmals, alle bereits eingestellten Teile gut durchlesen, bevor Ihr weiterschreibt !

                      Daß, damit alles gut zusammenpasst.

                      LG

                      LaTorre
                      ******************************************

                      ?

                      Nein, nichts Neues !

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                        #151
                        Teneriffa, eine Insel voll von Geschichte(n) ?

                        Naja ............aber hier im Dialog Spanisch - Deutsch dies alles wiedergeben zu wollen..........das ist aber langweilig für den zukünftigen Leser. Natürlich so denke ich werden die Unterhaltungen auf spanisch geführt. Wer spricht schon deutsch ??????????

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                          #152
                          Teil 8

                          Noch vor wenigen Jahren war Poris de Abona dem Begriff, ein verschlafenes kleines Fischerdörfchen an der Ostküste Teneriffas zu sein, noch gerecht geworden, doch der überall auf der Insel herrschende Bauboom hatte auch hier Einzug gehalten und unzählige neue Häuser und Appartements entstehen lassen. Doch der Reiz dieser idyllischen Bucht war geblieben und vor allem waren die Preise ein Haus zu mieten um vieles billiger als in dem, nur rund 25 Kilometer entfernten Touristenhochburgen wie Los Cristianos oder Playa de las Americas.

                          Nur zaghaft zwängten sich die Strahlen der bereits hoch am Himmel stehenden Sonne durch die zugezogenen Vorhänge des sonst noch im Dunklen liegenden Raumes und genüsslich streckte sich Claudia auf dem geräumigen Bett aus. Noch mit Schaudern dachte sie an das, den spanischen Normmaßen von 180 x 80 cm entsprechenden Bett, das Teil des Mobiliars war, als sie das Haus gemietet hatte und beglückwünschte sich wieder einmal von einem ihrer Bekannten dieses Himmelbett zu einem sagenhaft günstigen Preis erworben zu haben.
                          „Manchmal finden auch blinde Hühner ein Korn“ schmunzelte sie jetzt und hob genießerisch ihre Nase als sie den verführerischen Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee wahrnahm.
                          „Und Celina ist mein zweiter Glücksfall“ dachte sie, warf einen kurzen Blick auf die Kommode, ob das Päckchen noch dort lag und grub ihren Kopf noch einmal tief in das Kissen.

                          Es war heute, vor zwei Jahren gewesen, als sie, auf der Suche nach einer geeigneten Bleibe in ein Maklerbüro gegangen war und an Se?orita Celina verwiesen wurde, die sich mit so kümmerlichen Aufträgen wie Vermietungen beschäftigte.


                          Das ist der Beginn des 8. Teils unserer Geschichte.
                          Den kompletten Text sende ich per Email an Baumgartner, Flowerpower, Güthner, Joschi und Teneri-Fee.

                          Wünsche Euch allen noch einen schönen Abend
                          Eure Wienerin
                          Irene-Christine Graf
                          Die Wienerin
                          Irene-Christine Graf

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                            #153
                            Vielen Dank liebe Wienerin für den 8.Teil der Geschichte.

                            Das Buch wird bestimmt ein tolles Werk, da bin ich mir ganz sicher.

                            Es wäre auch schön, wenn sich ein paar Mitschreiber oder einfach nur Mitglieder finden, die sich an unserem Projekt beteiligen wollen.

                            Zum Thema Ziegenhirten und Käseverarbeitung habe ich ein paar Informationen für Euch zusammengetragen:

                            http://www.tenerife.es/wps/portal/!u...E02D662TMJ2KL1

                            Zur Käseherstellung und Ziegenhirten habe ich noch zwei Links gefunden:
                            http://www.teneriffa-nachrichten.com...t=48&idart=515

                            http://www.webtenerife.de/PortalTene...ng=de&sig=true


                            Ein paar persönliche Erfahrungen und Beobachtungen von Ziegenhirten und Ziegen.

                            Die alten Routen der Ziegenherden werden immer weniger, weil die Zivilisation immer mehr Land verbraucht. So konnte man vor ein paar Jahren in Puerto in der Nähe des Marktes in einem unbebauten Barranco noch einen Ziegenhirten mit seinen Tieren beobachten. Heute kann man dort keine Ziegenherde mehr sehen, sondern ein Wohngebiet mit einer Straße, die jetzt das Buschland von damals überdeckt.

                            Bei uns in Los Realejos gibt es noch einige Hirten, die mit Ihren Ziegen durch die Barrancos laufen und Ihre Tiere das zum Teil im Herbst total vertrocknete Gras, Zuckerrohr und auch ein paar Feigen von wild wachsenden Bäumen fressen lassen. Es gibt auch viele verfallenen Bananenplantagen auf deren Gelände die Ziegen weiden können. Die Löcher in den Mauern um die Plantagen werden jedoch immer wieder zugemauert, so daß die Hirten immer wieder neue Wege suchen müssen um mit den Tieren voranzukommen.

                            Wir ein paar Jahren haben wir bei uns um die Ecke mal einen Hirten mit seinen Ziegen auf der Straße gesehen. Eine Ziege hatte gerade mitten auf der Straße Ihre Zwillinge geboren. Da ein Auto durchfahren wollte, packte der Hirte die kleinen Zicklein am Fuß und schleifte Sie einfach mit. Die Tiere sind zwar sehr robust, aber das war schon ein wenig befremdlich für uns. Aber das Leben ist halt manchmal hart, die kleinen Ziegen haben das dann gleich mal nach der Geburt zu spüren bekommen.

                            Der Beruf eines Hirten ist sicherlich nicht nur mit Wildromantik, sondern auch mit sehr vielen Problemen behaftet. Die alten Hirtenwege sind heute oft von Straßen und Wohngebieten unterbrochen. Ich stelle es mir schwierig vor, mit einer Ziegenherde eine viel befahrene Straße zu überqueren.

                            Auf der anderen Seite sind die Hirten für die Ruhe und die Zeit zum Nachdenken zu beneiden. Hier meine ich die Hirten die z.B. in Teno Alto oder im Anagagebirge anzutreffen sind. Die haben wenigstens nicht mit Autolärm zu kämpfen. Reich wird man mit den Beruf sicher nicht. Man muß dazu berufen sein, um Hirte zu werden. Jeder hält die Stille und Einsamkeit nicht aus.

                            Vor einigen Jahren als wir eine Wanderung zur Playa de Tamadite im Anagagebirge gemacht haben, sind wir auf halben Weg einem Hirten mit seinen 3 Hunden und den Ziegen begegnet. Man merkte förmlich, wie er sich gefreut hat, Menschen zu begegnen. Wir konnten uns zwar nicht mit Ihm unterhalten, dafür ist unser Spanisch zu schlecht, doch manchmal sagt ein Blick mehr als tausend Worte.

                            Der Hirte war mit dem typischen Hirtenumhang und einem Stock ausgerüstet, der Ihm im unwegsamen Gelände Halt gibt.

                            In Teno Alto gibt es z.B. zwei Käsereien, wo vor Ort der Ziegenkäse hergestellt und auch vermarktet wird. Der Käse von dort schmeckt bestimmt viel besser als der Käse von Ziegen in Puerto, da die Ziegen dort viele Kräuter zu fressen bekommen.

                            Bei unseren Wanderungen im Anaga haben wir schon oft nur die Glöckchen der Ziegen bimmeln gehört aber zu sehen waren Sie nicht. Das ist aber auch kein Wunder, bei den Schluchten dort.

                            Zum Schluß habe ich aus meinem Fotoarchiv meine Lieblingsziegenbilder rausgesucht.

                            Ziegen.jpg
                            Ziegenherde in Los Realejos.

                            Ziegen1.jpg
                            Ziegen an der Bushaltestelle.

                            Ziegen2.jpg
                            Die wollen wohl alle gleichzeitig durch das Loch im Zaun.

                            Gruss und hoffentlich habt Ihr jetzt keinen Hunger bekommen
                            bei soviel Gerede über den leckeren queso de cabra.
                            Servus
                            Baumgartner

                            "Bayern grüsst Teneriffa!"

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                              #154
                              Vielen, vielen Dank für den tollen Beitrag
                              Die Wienerin
                              Die Wienerin
                              Irene-Christine Graf

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                                #155
                                Zu Masca...

                                möchte ich meine Eindrücke schildern.

                                Sonntag, 07. Oktober 2007 - schon auf dem Weg nach Masca, in Santiago del Teide, stellten wir fest, dass hier die Brände ordentlich wüteten. Die Hügel um die Stadt verbrannt - wir waren tief betroffen.

                                In Masca angekommen war kaum ein Parkplatz zu bekommen. Der letzte gehörte uns.

                                Das Dorf wirkte nach so einem Brand sehr aufgeräumt. Die Palmen waren zurückgeschnitten und trieben neu aus, die Häuser zum größten Teil wieder frisch gestrichen. Viele Kakteen am Dorfrand waren durch die große Hitze nahezu geschmolzen, was ihnen scheinbar nichts ausmachte. Die angelegten Terrassen/Steinwälle direkt am Dorf waren zerstört. Ein leichter Brandgeruch lag in der Luft. Für einen Durchfahrenden waren all diese Dinge nicht erkennbar.

                                An der Straße, auf der Höhe der Kirche standen viele Männer an einem Getränkestand. Um 17.00 Uhr ging es dann los. Auf dem Platz vor der Kirche wurde der Gottesdienst abgehalten. Der Platz war mit bunten Flatterbändern und Girlanden geschmückt, Fahnen waren gehisst. Der Pfarrer sprach durch ein Mikrofon, so hörte man ihn durch das ganze Dorf.

                                Wir saßen in dem, an diesem Tag einzig geöffenten Restaurant und schrieben unsere Urlaubskarten. Um uns herum waren gerade zwei Tische mit Wanderern besetzt. Die Dörfler waren so gut wie unter sich. Nach dem Gottesdienst setzte sich die Gemeinde zur Prozession durch das Dorf in Bewegung. Die Stimmung war sehr feierlich. Auf der einen Seite der Gottedienst und die Prozession, zum Teil sehr still, auf der anderen Seite die fröhliche Musik. Eine Live-Band spielte von einer Bühne aus wunderschöne Lieder. Die Frauen und Männer waren in Trachten gekleidet. Nach dem Gang durch das Dorf versammelte sich die Gemeinde wieder auf dem Dorfplatz und feierte weiter. Die Musikgruppe wurde ab und zu durch Musik vom Band unterstützt. Alle saßen unter dem Baum und unterhielten sich oder saßen auf der Mauer und auf aufgestellten Stühlen und blickten ins Tal, die Kinder liefen umher und spielten fangen.

                                Ich kann natürlich nicht sagen, ob diese Feierlichkeiten dem Dank an die überstandenden Brände dienten. Aber, mir kam sofort der Gedanke. Und es war sehr schön, diesem Fest aus einer zurückgezogenen Postion zu begegnen. Nach 2 Stunden verließen wir Masca.

                                Unseren Gustav Baumann könnte man genausogut mitten in das Geschehen schreiben, um dem Leser die Nähe dieses Ereignisses und die Gastfreundlichkeit der Insel zu vermitteln.

                                Gruß von KIKI.

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                                  #156
                                  So könnte es auf spanisch ausschauen:

                                  Kann das mal jemand korrigieren ?
                                  Angehängte Dateien
                                  ******************************************

                                  ?

                                  Nein, nichts Neues !

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                                    #157
                                    Bin zu Tränen gerührt - Danke La Torre
                                    Deine sprachlose Wienerin
                                    Die Wienerin
                                    Irene-Christine Graf

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                                      #158
                                      Ach, hallo, Irene !

                                      Ja ja, macht doch Spaß, obwohl sauber übersetzen ist fast so doll wie selbst schreiben.

                                      Lad Dir doch mal aus dem Internet "Park Avenue.ttf" auf das "Fonts"-Archiv Deines Computers, dann sieht die Überschrift besser aus !
                                      ******************************************

                                      ?

                                      Nein, nichts Neues !

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                                        #159
                                        Hier ein paar Links zur Kanarischen Kiefer:

                                        http://de.wikipedia.org/wiki/Kanarische_Kiefer

                                        http://www.teneriffa-nachrichten.com...t=52&idart=148



                                        Die Kanarischen Kiefern sind ein wichtiger Bestandteil der Wassergewinnung auf den Inseln. Ohne diese bemerkenswerten Bäume, wäre es im Norden der Insel nicht so grün. Die Kiefern haben bis zu 30 cm lange Nadeln. Mit diesen Nadeln ?melken? die Kiefern die Passatwolken. Das so gewonnene Wasser dient nicht nur dem Baum, sondern der ganzen Flora und Fauna auf der Insel.

                                        Die Bäume sind sehr robust und überstehen ohne weiteres Waldbrände. Die Rinde ist nach einem Brand zwar verkohlt. Aber nach kurzer Zeit kommt wieder frisches Grün nach. Dieses Phänomen ist derzeit in der Gegend um Santiago del Teide usw. zu bebachten. Die Gegeneden, in denen letztes Jahr der Waldbrand, der in Campeches in Los Realejos ausgebrochen ist, gewütet hat. Ganz nach dem Motto: ?Das Leben findet einen Weg.?

                                        Weil wir schon von den Nadeln sprechen. Die abgefallenen Nadeln werden z.B. von Bauern zum Stall einstreuen verwendet. Von einem Nachbarn habe ich mir erzählen lassen, daß früher die Nadeln als Verpackungsmaterial für die Bananen verwendet wurden.

                                        Jeder, der schon mal im Wald auf der Insel unterwegs war, hat bestimmt schon mal die total überladenen Lastwagen mit den Kiefernnadeln gesehen. Dieses Jahr haben wir bei einer Radtour, in der Nähe des Grillplatzes Chanachiga, einen riesen Schrecken bekommen. Wir fuhren so dahin und plötzlich hörte ich im Unterholz etwas knacken und eine Gestalt hinter einem Baum verschwinden. Kurz darauf sah ich ein Muli im Wald stehen. Als wir näher kamen sahen wir einen alten Canario der auf sein Muli Kiefernnadeln auflud.

                                        In den 1950er Jahren wurde der Wald auch mal durch andere Kiefernarten aus Kanada aufgeforstet. Man stellte jedoch fest, daß diese die Wolken nicht melken können und auch nicht so resistent gegen Wind sind. Derzeit werden diese Kiefern z.B. an der Auffahrt zum Teide wieder gefällt.

                                        Aber nicht nur die Kiefern sind wichtig für die Wasserversorgung der Insel. Die Frage ist auch: Wie funktioniert die Wasserversorgung auf der Insel?

                                        Das Wasser das durch Regen im Boden versickert ist und das Wasser, das die Kiefern aus den Passatwolken gemolken haben und nicht selbst sofort verbrauchen wird in tiefen Stollen, die in den Berg getrieben werden wieder aufgefangen.

                                        Im Norden der Insel gibt es viele Wassergalerien. Mit Loren wird das Gestein, das durch Verlängerung der Stollen aus dem Fels geschlagen wird, ins Freie transportiert. Vor den Galerien sieht man oft riesige Abraumhalden. In den Stollen tröpfelt das Wasser von der Decke und wir aufgefangen. Über ein ausgeklügeltes Leitungssystem wird das Wasser auf der ganzen Insel verteilt. Manche Wasserkanäle sind offen und manche mit Beton verschlossen. Auf diese Weise geht natürlich weniger Wasser durch Verdunstung verloren.

                                        Dem Kanalsystem hat Teneriffa auch ein großes Waldwegenetz beschert. Wenn man in den Wäldern wandert, dann hört man oft ein Getöse. Das Rätsel löst sich sehr schnell auf, woher der Lärm kommt. Man befindet sich ganz einfach in der Nähe einer Wasserleitung. Das Wasser rauscht in hoher Geschwindigkeit durch die Leitung.

                                        Blick vom Esperanzawald ins Orotavatel.jpg
                                        Blick vom Esperanzawald auf das Orotavatal.
                                        Hier kann man die ausgendehnten Waldgebiete des Norden gut sehen.

                                        Kiefern am Vulkan Negro.jpg
                                        Kiefernwald beim Vulkan Negro.

                                        Schönen Abend wünscht Euch
                                        Anita Baumgartner
                                        Servus
                                        Baumgartner

                                        "Bayern grüsst Teneriffa!"

                                        sigpic

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                                          #160
                                          Teil 9

                                          „Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab“ hatte Domingo Rodriguez, jener liebenswürdige ältere Mann, mit dem Gustav Baumann diese Nacht im Spital verbracht hatte, gesagt und ihm zum Abschied mit seiner kräftigen Hand auf die Schulter geklopft.
                                          „Meine Gedanken kennen derzeit nur ein Ziel und zwar mit einem kräftigen Schluck Bier den schalen Geschmack von Kamillentee hinunter zu spülen“ hatte er lachend geantwortet und misstrauisch das, seine Schläfe zierende, Pflaster im Spiegel betrachtet.

                                          Er hatte es plötzlich eilig, wollte weg von hier und fühlte sich trotz des pochenden Schmerzes in seinem Kopf tatendurstig und stark. Es war keine Gehirnerschütterung gewesen, hatte die Ärztin ihm gesagt, nur eine leichte Ohnmacht und seine Frage, wer ihn denn gefunden hätte, hatte sie ihm nur den Hinweis, dass es ein Ziegenhirte namens Antonio war, geben können. Er solle sich auch nicht der prallen Sonne aussetzen hatte sie gesagt und er spürte, da er, auf eines der zahlreich vor dem Spital stehenden Taxis verzichtet hatte, wie sich Schweiß auf seinem Körper ausbreitete.
                                          „Es ist nicht weit bis ins Zentrum“ hatte ihm Domingo erklärt „nur 20 Minuten zu Fuß und die werden Dir gut tun.“

                                          Den Rest der Geschichte schicke ich wieder per Email weiter
                                          Schönes Wochenende wünscht Euch
                                          Eure Wienerin
                                          Die Wienerin
                                          Irene-Christine Graf

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