Wenn über dem Tal die Sterne erscheinen
Nach Sonnenuntergang verändert sich die Atmosphäre am Aussichtspunkt. Die Lichter der tiefer gelegenen Orte treten in den Hintergrund und der Blick richtet sich automatisch nach oben. Gerade an klaren Nächten kann es reizvoll sein, hier etwas Zeit für die Beobachtung des Sternenhimmels einzuplanen.
Teneriffa gehört aufgrund seiner geografischen Lage, der Transparenz der Atmosphäre und der vergleichsweise günstigen Bedingungen zu den bekannten Zielen für astronomische Beobachtungen. Die Insel verfügt zudem über das Observatorium des Instituto de Astrofísica de Canarias auf den Höhen des Teide.
Chipeque als Ausgangspunkt
Der Mirador de Cumbres del Norte, auch Chipeque genannt, befindet sich an der TF-24 bei Kilometer 26 im Gemeindegebiet von Santa Úrsula. Ein Parkplatz ist vorhanden. Der Aussichtspunkt ist damit auch ohne längere Wanderung erreichbar.
Für die Sternenbeobachtung sollte man möglichst eine Nacht mit wenig Bewölkung und möglichst wenig störendem Mondlicht wählen. Wer eine Taschenlampe benutzt, sollte möglichst rotes Licht verwenden, damit sich die Augen besser an die Dunkelheit gewöhnen können. Auch ein Fernglas kann bereits interessante Beobachtungen ermöglichen.
Warm anziehen und Zeit mitbringen
Auch wenn die Temperaturen tagsüber angenehm sind, können die Nächte in den höheren Lagen deutlich kühler werden. Eine warme Jacke und gegebenenfalls eine Decke gehören deshalb ins Gepäck. Wer länger bleiben möchte, kann außerdem ein Heißgetränk mitnehmen.
Für eine gute Beobachtung ist vor allem Geduld wichtig. Nach dem Ausschalten oder Vermeiden heller Lichtquellen brauchen die Augen Zeit, um sich an die Dunkelheit anzupassen. Etwa 15 bis 30 Minuten können dabei hilfreich sein. Auch Abstand zu starken Lichtquellen und stark befahrenen Straßen verbessert die Beobachtungsbedingungen.
Ein ruhiger Abend über dem Valle de la Orotava
Der besondere Reiz von Chipeque liegt nicht allein im Sternenhimmel. Der Aussichtspunkt verbindet den Blick auf das Valle de la Orotava mit der Möglichkeit, bei geeigneten Bedingungen den Nachthimmel zu erleben. Wer also einen ruhigen Abend abseits der Küste verbringen möchte, kann den Mirador in seine persönliche Liste für Beobachtungsplätze aufnehmen.
Dabei sollte man beachten, dass Wetter, Bewölkung und Mondphase entscheidend dafür sind, wie gut der Sternenhimmel tatsächlich zu sehen ist. Bei ungünstigen Bedingungen lohnt es sich, die Beobachtung auf eine andere Nacht zu verschieben.

