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  #1 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 19:50
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Benutzerbild von agiundbobbi
 
Registriert seit: 13.12.2007
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Ärztliche Versorgung auf Teneriffa

Diese Nachricht ist für alle wichtig, welche längere Zeit in Teneriffa weilen und sich ärztlich gut versorgt fühlen.

Vor einem Jahr ist meinem Mann (61 jahre )folgendes passiert:
Er musste eines Abends im Dezember 2006 mit Verdacht auf Schlaganfall in die Klinik Bellevue in Puerto eingeliefert werden.

Er wurde dort eingehend untersucht:
2x CT, 1 MRT, sämtliche Blutuntersuchungen. Natürlich wurde auch die Carotis ( Halsschlagader) mittels Doppleruntersuchung angeschaut.

Nach 3 Tagen sagte der Neurologe, es bestehe kein Grund zur Besorgnis, er leide - wörtlich - unter der "Sabado-Domingo-Krankheit".

Mein Mann schaute ihn erstaunt an und dann wurde er aufgeklärt:
Wenn man zum Beispiel, so sprach der Herr Neurologe, am Samstag mit einem Mädchen in eine Disco geht, sie dann mit nachhause nimmt und mit ihr eine Nacht verbringt und das Mädchen schläft auf dem Arm ein, dann hat man am nächsten Morgen so ein Kribbeln im Arm, wie es eben bei ihm auch der Fall war. Weitere Behandlungen seien nicht erforderlich (!)

Nun gut, er wurde am 5. Tag entlassen, wir zahlten 3000 euro und fuhren wieder in unsere Wohnung in Santa Ursula....natürlich waren die Beschwerden (defekte Feinmotorik in der rechten Hand) nicht vergangen.

Mitte April wieder in Wien, suchte mein Mann dann doch noch einen Neurologen auf und dieser erklärte ihm, er würde sein Diplom verwetten, wenn das kein Schlaganfall gewesen wäre.

Er wurde nochmal genauso untersucht mit dem Ergebnis, dass eine Halsschlagader zu 80% verstopft war und aufgrund eines "weichen Plaques" aktute Gefahr bestand, dass sich wieder (wie schon im Dezember) Partikelchen von dort ablösten und einen weiteren Schlaganfall verursachen würden.

Er hatte also unglaubliches Glück gehabt, da bei Patienten mit dieser Diagnose eine große Wahrscheinlichkeit besteht (1:3) , dass nach so einem leichten Schlaganfall innerhalb von 14 Tagen ein schwerer Anfall folgt.

Der geneigte Leser möge sich nun selbst ein Bild davon machen, wie es um die ärztliche Versorgung auf der Insel des ewigen Frühlings steht.

Weiterer Kommentar überflüssig.
agiundbobbi ist offline  
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  #2 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 20:27
olbi
Gast
 
Beiträge: n/a
leider hast du einen grundlegenden Fehler gemacht,bei solch einer Sache geht man in die Uniklinik nach la la guna oder nach Santa Cruz in die candelaria,ich spreche da aus Erfahrung ich hatte ähnliche Probleme aber in einer deutschen klinik,und hier auf der Insel wurde mir zum Glück geholfen.
 
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Gomera (13.12.2007)
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  #3 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 20:41
Administrator
 
Benutzerbild von Stefan
 
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Also, da ich ja im Sommer ca. 8 Wochen Fieber hatte, kann ich bei dem Thema jetzt auch mitreden.

Zuerst mal ist es natürlich ausgesprochen bedauerlich, daß hier eine solche Fehldiagnose gestellt wurde, gar keine Frage. Von einer Fehldiagnose aber auf die ärztliche Versorgungsqualität Teneriffas zu schließen, halte ich jedoch für schlichtweg einfach schon vom Ansatz her falsch. Gute und schlechte Ärzte gibt es auf Teneriffa mit Sicherheit genauso wie in Deutschland und Österreich.

Jetzt kommt die Ironie bei der Geschichte, da agiundbobbi ja aus Österreich kommt. Ich war zuerst mit meiner Fiebererkrankung bei einem österreichischen Arzt in Behandlung, nämlich beim Herrn Dr. Rudenko. Er diagnostizierte bei mir eine Lebensmittelvergiftung. Ich wurde mit entsprechend dafür vorgesehenen Medikamenten behandelt, es trat aber keinerlei Besserung ein. Am Schluß landete ich dann in der Uni Klinik in La Laguna. Der kanarische Arzt bekam bei der Diagnose des österreichischen Arzt ein breites Grinsen ins Gesicht. Und das ist jetzt kein Witz, oder gar erfunden, was ich hier erzähle. Die Diagnose Lebensmittelvergiftung konnte gar nicht stimmen!

Ich gehe aber jetzt nicht her und sage: Alle österreichischen Ärzte sind schlecht. Warum auch? Eine Fehldiagnose kann halt mal passieren.

Schlimm ist es natürlich, wenn ein Fehler den Tod zur Folge haben kann. Das passiert aber halt leider auch überall auf der Welt. Auch Ärzte sind nur Menschen.
Stefan ist offline  
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  #4 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 21:27
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danke für deine prompte antwort, nur st man um 23 uhr in panik und geht da in die nächste klinik.
agiundbobbi ist offline  
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  #5 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 21:32
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Benutzerbild von agiundbobbi
 
Registriert seit: 13.12.2007
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hallo und guten abend nach teneriffa,
dazu kann ich aus eigener erfahrung sagen, daß ausländische ärzte meist nichts taugen. denn sonst hätten sie ja in ihrer heimat bleiben können.
außerdem ist dr.rudenko ein ukrainer und nicht österreicher. aber macht nichts. natürlich gibts überall gute und schlechte ärzte.
ich war viele jahre in malaga und dort gab es tatsächlich sehr gute kliniken und spitzen ärzte. allerdings nur spanische.
alles liebe aus wien
agiundbobbi ist offline  
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  #6 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 22:33
Mencey
 
Benutzerbild von Gomera
 
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Zitat:
Zitat von agiundbobbi Beitrag anzeigen
hallo und guten abend nach teneriffa,
dazu kann ich aus eigener erfahrung sagen, daß ausländische ärzte meist nichts taugen. denn sonst hätten sie ja in ihrer heimat bleiben können.
Soll das jetzt heissen, dass gute Ärzte oder andere Menschen, die gut und verantwortungsvoll ihren Beruf ausüben, nicht ins Ausland gehen???
Diese Schlussfolgerung kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Schaut Euch z.B. mal die "Medicos del mundo" an, da sind Spitzenärzte darunter, die trotzdem ins Ausland gehen. Sind wir alle hier Versager? Ich glaube kaum!

Und die árztlich Versorgung auf den Inseln ist nicht nur schlecht, sondern auch oft hervoragend! Grade in den der Uniklinik und im Candelaria, ebenso das Herzzentrum auf Gran Canaria!
__________________
Gomera ist offline  
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  #7 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 23:14
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wir sind halt hier in wien sehr verwöhnt , was ärztliche versorgung anlangt.
gottseidank!
__________________
agiundbobbi ist offline  
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  #8 (Permalink)
Alt 13.12.2007, 23:54
Mencey
 
Benutzerbild von zauberin60
 
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Zitat:
dazu kann ich aus eigener erfahrung sagen, daß ausländische ärzte meist nichts taugen. denn sonst hätten sie ja in ihrer heimat bleiben können.
Ich fass es nicht!
Vielleicht wollen auch Ärzte ab und an die Sonne sehen, und wandern deswegen aus?

Wie gut, das es hier auch ein paar nette WienerInnen im Forum gibt, ich könnte ja wirklich nach der Häufung ein falsches Bild bekommen, oder?
zauberin60 ist offline  
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schwabe (28.11.2010)
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  #9 (Permalink)
Alt 14.12.2007, 06:30
Mencey
 
Benutzerbild von Mayerhofer
 
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Also, wenn mir einmal mehr fehlen sollte, gehe ich in die Tierklinik von Puerto.
Wir waren vor Jahren mit einem Yorkshire in Teneriffa, der hatte Gebährmutterkrebs und lag in der Früh schon halbtot vor unserem Bett. Wir brachten ihn in die Tierklinik und mussten ihn bis Abend dort lassren. Er wurde operiert (Gebährmütter heraus, ein Hund hat offensichtlich 2) der Bauch war verschlossen, man sah keine Naht, und der Hund lief uns freudig entgegen, wie wenn er nichts gehabt hätte. Da dachte ich mir, wenn ich so was hätte, würde ich auch dorthin gehen. Kostete damals 250 DM
Mayerhofer ist offline  
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  #10 (Permalink)
Alt 14.12.2007, 07:14
Mencey
 
Benutzerbild von birgit_österreich
 
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Guten Morgen,
ich muss sagen, dass auch ich viel Schlechtes über das Bellevue gehört habe, ABER:
Ihr kennt das ja - wenn jemand zufrieden ist, erzählt er es nur 3 Personen, Unzufriedenheit jedoch wird über 20 Personen mitgeteilt.
Und dann muss ich auch sagen, dass eine meiner Freundinnen, gebürtige Wienerin, die über 20 Jahre in Mittelamerika gelebt hat und nun seiteinigen Jahren wieder in Wien ist, sich permanent über die dortigen Ärzte beschwert: Wie Stefan schon sagte - schlechte Ärzte gibt es überall.

Ich freue mich für Euch, agiundbobbi, dass die ganze Geschichte ein gute Ende für Euch genommen hat !!!!

Herzliche Grüße,
Birgit
birgit_österreich ist offline  
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