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Die Freitagskolumne

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  • Die Freitagskolumne

    Meistens, wenn wir das Wort Maske oder Maskierung verwenden, wollen wir damit die äußerliche Veränderung des Erscheinungsbildes eines Menschen ausdrücken. Unvergesslich, die Filmmaske Christopher Lees als Graf Dracula, Anthony Hopkins als Hannibal Lecter oder Leonard Nimoy als Offizier Spock. Natürlich gibt es auch verschiedene Berufsgruppen die mit diesem Ausdruck spezifische Arbeiten beschreiben. Die Maskierung als kryptographisches Verfahren zur Verschleierung von Bildinhalten, den Maskierungseffekt bei der Akustik der die Verdeckung leiserer Töne durch lautere Maskierungszeichen hervorhebt, oder in der Informationsdarstellung die Umschreibung eines Zeichens. Aber immer bedeutet des die Verschleierung des wahren Ursprungs.
    Die Wurzel dieser Art das eigene Ich den Blicken der Öffentlichkeit zu entziehen finden wir bereits in der frühesten Menschheitsgeschichte. Masken wurden benutzt um Götter zu besänftigen oder böse Geister abzuschrecken, oder, so wie im alten Ägypten, die Unsterblichkeit der gottähnlichen Pharaonen zu dokumentieren. In der griechischen Antike benutzen die Schauspieler typisierte Masken um die Emotion ihrer Rolle besser zum Ausdruck zu bringen und in den Chinesischen oder japanischen Theatermasken können wir eher die Symbolhaftigkeit erkennen. Aber noch heute können wir in manchen alpenländischen Gegenden das im 16. Jahrhunderts aufgekommen Brauchtum des Perchtenlaufes bewundern und nicht vergessen darf man jene unglückseligen Mitmenschen die sich eine einfache Wollmütze oder Latexmaske über den Kopf ziehen um Banken auszurauben oder andere Überfälle verüben. Sie alle, ob die Schamanen, die Schauspieler, die Träger einer Perchtenmaske oder auch der Bankräuber verbergen sich und beginnen mit dem Anlegen der Maske eine Rolle zu spielen.
    Nur jene, vorher aufgezählte Menschengruppe? Tragen wir nicht alle Masken, die dem Betrachter etwas vermitteln sollen?
    In der heutigen Zeit wurden die kunstvoll aus Holz, Leder oder Gold gefertigten Masken von Symbolen ersetzt. Und - wir sehen doch nur, was wir sehen sollen.
    Der Banker im eleganten, maßgeschneiderten Geschäftsanzug und genagelten Schuhen, der übrig gebliebene Hippie aus den 60er Jahren, der noch immer mit zerrissenen Jeans, Hawaiihemd und wallendem Haar präsentiert wollen uns doch ihre Lebenseinstellung vermitteln.
    Und wir?
    Wir lassen unsere Haut bräunen um Gesundheit und Lebensfreude zu demonstrieren, wie schneiden das Haar kurz um sportlich zu wirken, oder lassen es wachsen um Weiblichkeit oder bei Männern Unabhängigkeit auszustrahlen. Wir tragen Garderobe um unseren Reichtum und Exklusivität zur Schau zu tragen oder laufen, als Zeichen einer neu gewonnen Freiheit, im Schlabberlook herum. Wir Damen schminken uns, um, manchmal schon verloren gegangene, jugendliche Frische zu zeigen und Männer lassen sich den berühmten Dreitagebart stehen ganz einfach um „In“ zu sein.
    Die Welt ist eine Bühne und wir alle agieren als Darsteller unserer eigenen Phantasie. Manche jedoch, die sich eine Lebensrolle ausgesucht haben, werden ihr nicht gerecht und zerbrechen an den Vorbildern denen sie nacheifern. Das wahre Gesicht zu zeigen, sich zu Gefühlen zu bekennen und die selbst zugedachte Rolle abzustreifen bringt im Leben oft mehr Erfolg als der Applaus eines anonymen Publikums.
    Das meint
    Zuletzt geändert von Die Wienerin; 16.10.2009, 12:07. Grund: War natürlich Hannibal Lecter und nicht Phil Spector

    • miércoles
      #1
      miércoles kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      In welcher Produktion kann man Anthony Hopkins als Phil Spector sehen? Den Film (?) würde ich gerne sehen. Eine Google-Suche ergibt leider nichts.

    • Die Wienerin
      #2
      Die Wienerin kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Du hast natürlich Recht miércoles. Das kommt davon wenn man nach zuvielen Beispielen sucht.
      Danke für den Hinweis

    • miércoles
      #3
      miércoles kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Zitat von Die Wienerin Beitrag anzeigen
      Du hast natürlich Recht miércoles.
      Ach, schade! Die Frage war eine ganz ehrliche. Hatte tatsächlich gedacht ich hätte was verpasst. Den Lecter kenn ich ja schon.
      Der Film mit Spector wird aber sicherlich noch demnächst erscheinen; mit oder ohne Anthony Hopkins.

    • steve
      #4
      steve kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Vielen Dank für den Beitrag.

      Habe gerade mal bei wiki geschaut.
      Hier ein Foto von Phil Spector, kann mal mit Hannibal Lecter verwechseln, sieht auch gruselig aus. (Keine Kritik, nur Spaß!)

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