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    #1

    Private Zusatz-Krankenversicherung

    Hallo,

    sicherlich schon x mal thematisiert hier.
    Aber trotz allem noch mal gefragt.
    Wir haben bisher die Hanse Merkur und wollen nicht meckern.
    Jetzt ist die Altersgrenze bei den Beitragssatz erreicht und das wird dann happig.

    Kennt Ihr eine Alternative Private Zusatz-Krankenversicherung.

    65 Jahre aufwärts und Langzeiturlaub 6 Monate 2 Personen.

    Danke

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    #2
    https://www.adac.de/produkte/versich...nversicherung/

    In aller Regel sehr kulant. Mit 65 Jahren ist der Beitrag noch relativ günstig, ab 66 wird´s deutlich teurer. Die Frage ist: braucht man die private Zusatzversicherung hier wirklich ? Wir sind ja nicht in den USA oder Kanada. Die Seguridad social, auf die Ihr Anspruch habt, leistet im Prinzip das Gleiche wie deutsche Krankenkassen (Zahnbehandlung ausgenommen). Und es ist oft auch ein wenig komplizierter und langwieriger, größere Krankenhäuser gibt es nur in Santa Cruz/La Laguna (blöd für Besuche, wenn einer mal stationär behandelt wird), dafür aber fast immer sehr freundliche und hilfsbereite Betreuung vom Pflegepersonal. Die Ärzte sind oft noch der Meinung, sie seien etwas Besonderes, und dulden kaum Diskussionen oder Nachfragen, abweichende Meinungen schon gar nicht. Aber da sind die meisten privat behandelnden Ärzte auch nicht anders. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

    Kommentar


    • manolo
      manolo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Danke erst mal für die Antwort.
      So richtig hat mich das nicht weiter gebracht.
      Als Langzeiturlauber auf Tenne wollte ich eigentlich nicht in das Spanische Gesundheitssystem.
      Aber das klingt aber verlockend, muss man denn dann auch Resident werden?
      Jetzt haben wir die DAK und als Zusatzabsicherung die Hanse Merkur.
      Die ist jetzt unverschämt teuer für uns zwei geworden da wir die letzte Altersstufe erreicht haben.
      Das Problem ist das die Versicherungen nicht zeitgenau abgeschlossen werden können, sondern immer für ein Jahr.

    • SanLorenzo4
      SanLorenzo4 kommentierte
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      Mal Chatti gefragt:
      darf ein deutscher teneriffa-langzeiturlauber in die seguridad social eintreten?

      Antwort:
      Kurz gesagt: Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein deutscher Langzeiturlauber auf Teneriffa kann nicht einfach freiwillig in die Seguridad Social eintreten – das System ist an Wohnsitz, Erwerbstätigkeit oder bestimmte Sonderregelungen gebunden.

      Die relevanten Szenarien
      1. Aufenthalt als „reiner Langzeiturlauber“

      Wenn du dich einfach länger auf Teneriffa aufhältst (ohne Arbeit, ohne offizielle Anmeldung):

      ❌ Kein Zugang zur regulären Seguridad Social
      ✔️ Du nutzt stattdessen deine deutsche Absicherung:
      gesetzliche Krankenversicherung → mit EHIC für notwendige Behandlungen
      oder private Auslandskrankenversicherung
      2. Wohnsitz in Spanien (Empadronamiento + NIE)

      Wenn du dich offiziell anmeldest:

      Allein der Wohnsitz reicht nicht automatisch für die Seguridad Social
      Du brauchst zusätzlich eine Grundlage (siehe unten)
      3. Zugang über Arbeit oder Selbstständigkeit

      Sobald du in Spanien:

      angestellt bist oder
      selbstständig arbeitest (autónomo)

      → wirst du automatisch Teil der Seguridad Social (Beitragspflicht)

      4. Freiwilliger Zugang („Convenio Especial“)

      Es gibt eine Art freiwillige Versicherung:

      Convenio Especial
      Voraussetzungen:
      legaler Wohnsitz in Spanien
      meist vorherige Versicherung in Spanien oder EU-System
      Kosten: ca. 60–160 €/Monat (je nach Alter)

      → Das ist die einzige echte „freiwillige Eintrittsoption“

      5. Sonderfall Rentner

      Als deutscher Rentner:

      kannst du über Formular S1 (früher E121) in Spanien behandelt werden
      Kosten trägt Deutschland
      Zugang zur spanischen Gesundheitsversorgung wie Einheimische
      Fazit

      Ein „Langzeiturlauber“ ohne Wohnsitz oder Erwerbstätigkeit kann nicht einfach in die Seguridad Social eintreten.
      Sobald du aber:

      offiziell in Spanien lebst und
      arbeitest oder den „Convenio Especial“ nutzt,

      → dann ist ein Zugang möglich.

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    #3
    Super Beitrag, SanLorenzo4.

    wenn ich das richtig interpretiere dann brauche ich als Rentner das Formular S1, ausfüllen und dann bin ich in der Seguridad Social .
    Das ist ja einfach, oder gibt es da an irgend einer Stelle einen versteckten Haken, sei es in Deutschland oder in Teneriffa.

    Kommentar


    • SanLorenzo4
      SanLorenzo4 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Was ist das S1-Formular?

      Das S1 (früher E121) ist ein Nachweis deiner deutschen Krankenversicherung für den Wohnsitz im EU-Ausland.

      👉 Ausgestellt wird es von deiner deutschen Krankenkasse (z. B. Techniker Krankenkasse oder AOK).

      👉 Es bestätigt:

      Du bist in Deutschland krankenversichert
      Deutschland übernimmt die Kosten deiner medizinischen Versorgung in Spanien
      🧾 Schritt-für-Schritt-Prozess
      S1 bei deutscher Krankenkasse beantragen
      In Spanien registrieren bei der Seguridad Social
      Danach erhältst du Zugang zum spanischen Gesundheitssystem
      Zusätzlich beantragst du die Gesundheitskarte (Tarjeta Sanitaria)
      🏥 Was bekommst du damit in Spanien?

      Mit registriertem S1:

      ✔ Voller Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem
      ✔ Behandlung wie ein spanischer Versicherter
      ✔ Hausarzt + Fachärzte
      ✔ Krankenhäuser, Notfallversorgung
      ✔ Medikamente (mit üblichen Zuzahlungen)

      👉 Wichtig: Du bist kein Beitragszahler in Spanien – die Kosten werden zwischen Spanien und Deutschland verrechnet.

      💰 Wer zahlt was?
      Du zahlst weiterhin deine Krankenversicherung in Deutschland
      Spanien stellt die Leistungen bereit
      Deutschland erstattet Spanien die Kosten

      👉 Für dich ändert sich finanziell meist nichts (außer ggf. spanische Medikamentenzuzahlungen)

      📍 Voraussetzungen im Detail

      Du brauchst:

      ✔ Deutsche gesetzliche Rente
      ✔ Wohnsitz in Spanien (Empadronamiento)
      ✔ NIE-Nummer (Ausländer-Identifikationsnummer)

      Ohne offiziellen Wohnsitz funktioniert das Ganze nicht.

      ⚠️ Wichtige Einschränkungen
      ❗ Gilt primär für gesetzlich Versicherte
      ❗ Private deutsche Krankenversicherung → andere Regeln (oft deutlich komplizierter)
      ❗ EHIC reicht nicht für Daueraufenthalt – nur für vorübergehende Aufenthalte

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    #4
    Danke...
    besser geht die Erklärung nicht.

    Nun stellt sich mich ernsthaft die Frage ob ich eine zusätzliche private Krankenversicherung brauche.
    wie ist Deine Meinung ob es Sinn macht, nur das ich zu deutschen Ärzten gehen kann und gegebenenfalls ins Quiron oder etc. gehe.

    Kommentar


    • SanLorenzo4
      SanLorenzo4 kommentierte
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      Das ist ein bisschen "Geschmacksache". Bei akuten Notfällen wie Infarkt, Schlaganfall oder bei Unfällen macht das keinen großen Unterschied, da landet man vermutlich sowieso im HUNSC oder HUC oder - je nach Standort - auch mal in einem privaten KH. Große Unterschiede gibt´s aber bei der Notwendigkeit von Facharztbesuchen, ohne Notfallsituation kann das auch gerne mal Monate dauern (von D höre ich das allerdings auch zunehmend) und freie Arztwahl ist sowieso nicht. Je nach Standort kann es auch passieren, dass der "Hausarzt" alle paar Monate wechselt und damit seine Funktion so ziemlich verloren geht. Die Entscheidung, ob Du ne private Zusatzversicherung brauchst, würde ich also von der Gesundheitssituation und den persönlichen Präferenzen abhängig machen. Die privaten hier haben im allgemeinen auch eine gewisse Beschränkung, die Vertragsärzte findet man auf den Internetseiten der Versicherer, aber da ich selbst keine hab, kenne ich mich da auch nicht wirklich gut aus, da können vielleicht andere was dazu sagen. Ob Dich ne hiesige private überhaupt aufnimmt als Langzeiturlauber, weiß ich nicht, da würd ich mal bei den einschlägig bekannten - teilweise hier im Forum auch schon erwähnt - nachfragen.

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    #5
    Nur mal so am Rande zum Nachdenken, wir kennen einen Fall, der das Dilemma mit der Seguridad Social und dem Geiz sich zusätzlich privat abzusichern ganz gut beschreibt.

    Deutscher Resident, 93 Jahre alt, eigentlich noch ganz gut drauf, aber starke Herzinsuffizienz braucht dringend einen Termin beim Kardiologen. Sein Centro de Salud besorgt ihm einen Termin im November 2026!
    Voraussetzung war, er dürfe nur die Medikamente nehmen, die das Centro verschreibt. Diese sind laut Check eines deutschen Arztes völlig daneben und teils unterdosiert. Einen Arztbrief vom deutschen Arzt schaut sich das Centro gar nicht erst an und verweist auf die eigene Vorgehensweise und weicht keinen Millimeter davon ab.

    Ich, privat versichert bei der ASSSA, habe Nackenschmerzen und kribbeln im Arm und entscheide, ich brauche einen Termin beim Neurochirurgen. Meine Versicherung vermittelt mir diesen binnen einer Woche. Nach der Konsultation brauche ich ein MRT, was für Seguridad Social Versicherte ebenfalls Monate dauert. Meine Versicherung besorgt mir diesen für eine Woche darauf. Der "Spass" kostet mich 156€ im Monat, aber das ist es allemal Wert. Zuzahlung 0€. Es geht auch günstiger, aber ich habe mir den besten Tarif gezogen.

    Wenn man noch fit ist und denkt, man spart sich das, rächt es sich sobald man älter wird und die ersten Zipperlein kommen.
    Du kannst es nie allen Recht machen. Selbst wenn du über’s Wasser laufen kannst, kommt sicher einer und fragt, ob du zu blöd zum Schwimmen bist

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