Fachärztliche Behandlung - Kardiologie

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    #1

    Fachärztliche Behandlung - Kardiologie

    Mal hier ein paar Eindrücke zu meinem abgeschlossenen 12-Tages-Aufenthalt geben:

    Soweit ich das beurteilen kann, ist die kardiologische Abteilung vom Candelaria-KH technologisch auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Fachärzte bilden ein kompetentes Team aus Ärzten verschiedener Altersklassen, wobei auch die Atmosphäre im Team bei den Eingriffen positiv auffällt. Etwas störend sind die ständig wechselnden Ansprechpartner.

    Die Hi-Tech-Ausstattung in Sachen Medizintechnik steht dabei in einem gewissen Kontrast zu den Räumlichkeiten, da muss offenbar viel mit vorhandenen Rahmenbedingungen gearbeitet werden, teilweise abenteuerliche Katakomben, in denen Du da hin- und hergeschoben wirst.

    Beeindruckend, auf 4x2 = 8 Flachbildschirmen beobachten zu können, wie sie Dir da über Leiste bzw. Arm Katheder in RIchtung Herz schieben um die Optionen auszuloten. Auch sehr ehrliche Kommunikation in Richtung Patient, wenn es darum geht, die Optionen gegeneinander abzuwägen. Ohne Spanischkenntnisse bist Du allerdings verloren, ich bin ganz gut zurechtgekommen. Fragen werden geduldig beantwortet, auch zur Medikamentation.

    Einige Abstriche mache ich beim Thema Enfermeria, wobei meine Erfahrungen da sehr personenspezfisch sind, da gibt es solche und solche, volle Range.

    Top-Note für die Verpflegung: 4 Mahlzeiten am Tag, Desayuno, Almuerzo, Merienda und Cena, zu denen auch die Medikamente verabreicht werden. Frühstück etwas spärlich, aber Mittags und Abends sehr üppig und abwechlsungsreich (immer Gemüsesuppe, Fleisch und auch viel Fisch, wie Seeteufel und Thunfischfilet, volle Punktzahl, da können viele 4-Sterne-Kästen nicht mithalten).

    Nur als schrecklich zu bezeichnen ist das Thema Nachtruhe. Ich rede hier von der Normalabteilung, nicht von Intensiv.

    Nach der 4. oder 5. Nacht ohne Schlaf bist Du kurz vorm Durchdrehen und bekommst psychische Probleme. Sicher nicht ideal zur Erholung. Weiß nicht, wie lange man ohne Schlaf überleben kann, aber das war grenzwertig. Das hat sich jetzt zu Hause recht schnell verbessert.

    So, das eine oder andere Anekdötchen hau ich noch raus, wenn ich noch kann :-)


    Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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    #2
    Ja, stimmt, wenn alles in Gang gesetzt ist, läuft es wie geschmiert und die Gerätschaften in den staatlichen Krankenhäusern ist wirklich top, kein alter Ramsch, sondern oftmals wirklich High End.

    Meine Frau hatte vor ein paar Monaten eine Ablacion, war auch sehr beeindruckt, dass sie auf dem Monitor Live mit ansehen konnte, wie die das Team da gerade mit dem "Lötkolben" in ihrem Herz zugange war und Nerven weg gebrutzelt hat.
    Zuvor waren hier schon vier mal Cardioversionen angesagt.
    Aber jetzt mit dem verlöteten Herz scheint Ruhe zu sein.
    Wir sind dann hier immer ins staatliche Krankenhaus in Aviles zur Urgencias gefahren, zum Glück nur ein paar Minuten mit dem Auto, bis da eine Ambulanz hier zu uns finden würde, hinter den Sieben Bergen, bei den Sieben Zwergen, haben wir die Strecke schon 2x per Auto geschafft.
    Und da läuft dann direkt die Maschinerie auf Hochtouren an, sofort umfangreiche Behandlung ohne Wartezeit, da können wir echt nicht klagen.

    Vorgestern waren wir in der Uniklinik in Oviedo, ein riesiger Komplex, fast schon beängstigend, was da für ein Durchmarsch stattfindet, allein vier Parkhäuser für die einzelnen Abteilungen, und selbst für die Consultas Externas und Urgencias ein eigenes Parkhaus.
    SanLorenzo4 elfevonbergen Gefällt mir
    Gibt es eigentlich etwas Unwürdigeres, als mit heruntergelassener Hose und in Trippelschritten neues Klopapier holen zu müssen, weil man vergessen hat rechtzeitig nachzufüllen? Zum Glück ist der Supermarkt nur 300 Meter von mir entfernt.

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      #3
      Ja, Parkplätze, auch kein unwichtiges Thema bei Selbstfahrern. Damit könnte es besser bestellt sein, was kombiniert mit der schwierigen Anfahrt auch für den Fahrer zur Nervensache werden kann. Für Besucher das übliche Spiel mit den "Parkwächtern", kennt man, geht ok.

      Nicht gespart wird nicht nur bei der gerätetechnischen Ausstattug, auch die verbauten Komponenten werden keineswegs beim Chino gekauft. Platin/Iridium-Legierung, die Medikamente abgibt, um ein Wiederzusetzen des Stent zu verhindern.

      A propos Medikamente, da hatte ich ja eine ausführliche Frage/Antwort-Session noch im KH, wo absolut freundlich und geduldig auf mich obernervigen Quälgeist eingegangen wurde. Die Heimmedikamentation wurde leicht modifziert, weil ich den Eindruck hatte, dass sie etwas über das Ziel herausschießt. Zwar ist mein Blutdruckmessgerät erstmals seit Kauf vor 5 Jahren bei JEDER Messung zufrieden, aber ich sehe das etwas anders,weil es gegen "never change a running system" verstößt und wenn in der Birne mangels Druck nicht ausreichend von der roten Suppe ankommt, steigert das nicht gerade das Wohlbefinden. Hatte mir von der freundlichen Kardiologin noch individuelle Bandbreiten für syst. und diast. Druck wie auch für den Puls mitgeben lassen. Aber genau jetzt fehlt das, was mich auch in D stets genervt hat, nämlich ein fachlich qualifzierter 7x24 h Ansprechpartner mit Zugriff auf Deine Daten. Hab ja auch keine Lust, auf eigene Faust die Dosierung anzupassen.

      In Sachen Nebenwirkungen natürlich das volle Spektrum und bei nem halben Dutzend Pillchen auch garantiert was dabei. Mal sehen, ob man das im Laufe der Zeit etwas reduzieren kann, obwohl die sich schon was dabei gedacht haben und das kein 0815-Zeug ist, was man da verschrieben bekommt. Hab eigentlich nen toleranten Magen, aber trotz Magenschutz-Pillchen protestiert er. Eher als lustig zu bezeichnen sind die Phosphene, die der über den "funny-channel" agierende Drehzahlbegrenzer auslöst. Ne Art LSD-Trip für Arme. Bin gespannt, was die Medica Cabecera sagt, wenn ich in 2 Wochen frage, ob es die Lichttrips auch in besserer Farbqualität gibt.

      Langweilig wird es mir jedenfalls nicht werden, denn bis ich den Abschlussbericht verstehe, muss ich noch viel lernen, aber das ist ja mein Metier, da gerne tief einzusteigen. ;-)

      So, noch ein kleines Schmankerl: Nachts, es mag kurz nach Mitternacht gewesen sein, endlich mal eingeschlafen und tief und fest am Schlummern. Da dröhnt mir ein "Tooooooomas" entgegen, "quieres algo para dormirrrrr?" Hat mich an den Wernerfilm erinnert.

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      Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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      • windus1947
        windus1947 kommentierte
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        Sogar "Aurora" (Claudia E.) vom anderen Forum hat das mitbekommen und wünscht dir Gute Besserung
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      #4
      Haha, hatte meine Frau auch vor Ewigkeiten in der Candelaria, nachdem der Dauerlärm der Besucher (bis weit nach 23 Uhr Party im Krankenzimmer) endlich vorbei war und sie schlief, wurde sie zu unchristlicher Zeit von einer Schwester geweckt mit der Frage, ob sie noch einen Manzanilla möchte....
      Gibt es eigentlich etwas Unwürdigeres, als mit heruntergelassener Hose und in Trippelschritten neues Klopapier holen zu müssen, weil man vergessen hat rechtzeitig nachzufüllen? Zum Glück ist der Supermarkt nur 300 Meter von mir entfernt.

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        #5
        Zitat von SanLorenzo4 Beitrag anzeigen

        So, noch ein kleines Schmankerl: Nachts, es mag kurz nach Mitternacht gewesen sein, endlich mal eingeschlafen und tief und fest am Schlummern. Da dröhnt mir ein "Tooooooomas" entgegen, "quieres algo para dormirrrrr?" Hat mich an den Wernerfilm erinnert.
        liegt immer obenauf in meinem Urgenciabeutel : (Beutel ist besser als Tasche, liegt besser auf der schmalen Trage ) Ohropax und Salzstreuer.😎

        Ich danke allen, die nichts zur Sache zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben!
        ---
        La enfermedad del ignorante es ignorar su propia ignorancia.

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        • SanLorenzo4
          SanLorenzo4 kommentierte
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          Salzstreuer in der Kardiologie?

        • Wolfgang
          Wolfgang kommentierte
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          Klar kennste das nicht?

          Der Party-Klassiker: Tequila trinken mit Salz und Zitrone

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        #6
        Salzstreuer in der Kardiologie?

        ja, vor allem die Suppen sind extrem wenig gesalzen.
        mein Cardio sagt eine gewissen Menge an Salz ist auch für den Herzpatienten nicht schädlich und bevor man gar nichts essen mag dann lieber etwas nachsalzen, vor allem wenn man eh schon sehr schlank ist.

        Ich danke allen, die nichts zur Sache zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben!
        ---
        La enfermedad del ignorante es ignorar su propia ignorancia.

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        • monweva
          monweva kommentierte
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          Ich lag im letzten Jahr in 3 Kliniken, La Orotava, La Laguna und im Bellevue. Das Essen war überall nicht gewürzt, von Salz keine Spur. Kam wohl alles aus einer Großküche…habe jedenfalls keinen Unterschied bemerkt. Wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Also unbedingt Salzstreuer mitbringen

        • Wolfgang
          Wolfgang kommentierte
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          Salz in die Klinik: ihr habt Probleme...
          Ich nehm immer Kondome mit.

          Und die blauen Pillen...die man übers Internet bestellt....
          Ihr wisst schon...
          die fürs Gedächtnis...

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        #7
        Noch eine ganz aktuelle Erfahrung, die gerade zum Thema "DIgitalisierung" erwähnenswert ist:

        Nachdem die Medikamentation mit meiner Entlassung leicht modifiziert worden ist, habe ich nach 2-3 Tagen ein paar Punkte wahrgenommen, die mich zweifeln ließen, ob ich damit bis zum nächsten Regeltermin warten kann. Nach einigen Fehlversuchen konnte ich dann mit einer Ärztin der Kardiologie verbunden werden und ihr die Problematik schildern (mit Unterstützung, allein hätte ich das nicht geschafft). Diese diskutierte das während des Gesprächs mit ihren Kollegen und nahm direkt eine Änderung vor. Das Ergebnis ging quasi in Echtzeit ins Patientendatensystem und war sofort in der örtlichen Apotheke verfügbar. Wow. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich....
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        Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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        • Wolfgang
          Wolfgang kommentierte
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          Hat dich scotty mit dem tricorder gescannt und den chip gefunden😁?

        • Achined
          Achined kommentierte
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          Das ist in Spanien ganz normal, auch jeder Arzt der Sanidad kann deine Kranken / Behandlungsakte einsehen.
          Hat viele Vorteile, wäre aber für den deutschen Michel undenkbar, Mimimimi Datenschutz usw.

        • Wolfgang
          Wolfgang kommentierte
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          Naja, Informationen können nicht zurück geholt werden, daher lieber restriktiv als zu offen.
          Erlauben kann ich immer noch...

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        #8
        Das können die KIS in dtschen Kliniken nicht...
        An welcher Stelle der Studie ist D? 16 von 17?
        https://www.bertelsmann-stiftung.de/...inkt-hinterher

        Respekt und wir haben sogar eine Digitalministerin Fr Bär von der CSU auf Bundesebene!
        Was hat die Frau studiert? Informatik oder Nachrichtentechnik oder vielleicht doch Politikwissenschaften 😠🤪?!
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          #9
          Vielleicht solltest du dir die Medis gleich zufaxen oder beamen lassen 😁🤔

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            #10
            Der Bürger wird hier ja nicht gefragt. ob er dem zustimmt, sprich, Du hast eh keine Wahlmöglichkeiten.

            Selbstverständlich kann man sich nun ewig mit der Frage beschäftigen, ob sowas ausreichend gegen Datenmissbrauch und unbefugten Zugriff abgesichert werden kann.

            Ich war heute ganz froh, dass das so gut funktioniert hat. Kann ohne allzuviel Phantasie über Leben oder Tod entscheiden, wenns hart auf hart kommt.
            Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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            • Wolfgang
              Wolfgang kommentierte
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              Das wär ja noch schöner den Bürger zu fragen, der hat nur die Konsequenz zu tragen und die Rechnung zu bezahlen, finanziell und im übertragenen Sinn

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            #11
            Wolfgang
            Was nutzt Dir "restriktiv", wenn Du unterwegs bist, und keiner weiß, warum Du gerade umgekippt bist?
            Hier in Spanien guckt der Arzt vom Centro de Salud im kleinsten Dorf in den Computer und weiß es.
            Braucht also nicht wie in Deutschland auf eine Brieftaube zu warten.

            Aber Deutschland ist ja in vielen Bereichen weit abgeschlagen, der "Vorsprung durch Technik" oder der Stolz auf den Standort Deutschland lange Geschichte.
            "Internet ist Neuland für uns alle"


            Allein schon beim Anblick der verpixelten VIP-Slum Häuser auf Google Street View, wenn es dann überhaupt Street View gibt, in 99 % von Deutschland offensichtlich ja nicht.
            Wunderbare Gelegenheit, die Hysterie der Deutschen zu betrachten.
            Bloß nicht mein Haus auf Street View, aber auf FB alles bis ins letzte Detail rausposaunen.

            FCpFUUCWUAkpH1e.jpeg
            Gibt es eigentlich etwas Unwürdigeres, als mit heruntergelassener Hose und in Trippelschritten neues Klopapier holen zu müssen, weil man vergessen hat rechtzeitig nachzufüllen? Zum Glück ist der Supermarkt nur 300 Meter von mir entfernt.

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            • Wolfgang
              Wolfgang kommentierte
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              Ich geb dir völlig Recht, D ist in cielen Bereichen abgeschlagen, nicht nur digitale Infraktur, auch Strassen, Brücken, Bildungssystem in desolatem stilllegenswertem Zustand!
              Seit Jahren/ Jahzententen systematisch nicht weiterentwickelt sondern an die Wand gefahren.
              Ausser uns selber auf die Schulter klopfen und sagen " sind wir gut" funktioniert wenig.
              Die Ämter haben sich seit Coro noch mehr eingemauert.
              Die Frage zum Zugriff auf med. Daten sollte differenzierter betrachtet werden.
              Es gibt Krankheiten, da bist du gesellschaftlich erledigt, wenn die bekannt werden,
              bei Jobbewerbungen ist allzu grosse Offenheit auch nicht so toll...
              Wenn du umkippst geb ich dir recht, wobei gute Arzte erst mal nach dir, dann nach deiner Akte gucken...

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            #12
            Zitat von Achined Beitrag anzeigen
            Wolfgang
            Was nutzt Dir "restriktiv", wenn Du unterwegs bist, und keiner weiß, warum Du gerade umgekippt bist?
            Hier in Spanien guckt der Arzt vom Centro de Salud im kleinsten Dorf in den Computer und weiß es.
            Braucht also nicht wie in Deutschland auf eine Brieftaube zu warten.

            Aber Deutschland ist ja in vielen Bereichen weit abgeschlagen, der "Vorsprung durch Technik" oder der Stolz auf den Standort Deutschland lange Geschichte.
            "Internet ist Neuland für uns alle"


            Allein schon beim Anblick der verpixelten VIP-Slum Häuser auf Google Street View, wenn es dann überhaupt Street View gibt, in 99 % von Deutschland offensichtlich ja nicht.
            Wunderbare Gelegenheit, die Hysterie der Deutschen zu betrachten.
            Bloß nicht mein Haus auf Street View, aber auf FB alles bis ins letzte Detail rausposaunen.

            FCpFUUCWUAkpH1e.jpeg
            Bezüglich deiner Bilder hast du dir selbst ins Knie geschossen. Oder weißt du nicht, worum es sich beim unteren Bild handelt?
            Und mehr als 30 Kilometer haben die Chinesen bisher auch nicht geschafft...

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              #13
              Wie viel haben denn die Deutschen geschafft?
              Null Kilometer

              Seit 1969 wurde in Deutschland am Transrapid entwickelt. Die Magnetschwebebahn galt lange Zeit als Zug der Zukunft, der mit Reisegeschwindigkeiten von über 400 km/h ein Bindeglied zwischen der Bahn, damals um 100 km/h schnell, und Flugzeugen das Verkehrsnetz in Deutschland und Europa ergänzen sollte. Daraus ist bis heute nichts geworden.

              In China fährt der auf dem deutschen Transrapid basierende Magnetschwebezug seit 31. Dezember 2002 im Regelbetrieb. Eine 30 Kilometer lange Strecke verbindet die Stadt Shanghai mit dem Flughafen Pudong. Auch auf dieser kurzen Fahrt beschleunigt der Zug auf 430 km/h.

              Vorsprung durch Technik.....


              Aber schade, dass das mit dem Transrapid auf Teneriffa nicht geklappt hat......
              Gibt es eigentlich etwas Unwürdigeres, als mit heruntergelassener Hose und in Trippelschritten neues Klopapier holen zu müssen, weil man vergessen hat rechtzeitig nachzufüllen? Zum Glück ist der Supermarkt nur 300 Meter von mir entfernt.

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                #14
                du hast völlig recht: Made in Germany ist mittlerweile kein Qualtätssiegel mehr, sondern eher eine Warnung. Angeblich wars auch nach dem 2.WK so gedacht: auf Kisten gedruckt als Warnung, achtung kommt aus Deutschland...obs stimmt weiss ich nicht, aber denkbar.
                Auch Beispiele wie der Streetscooter von der Post selber entwickelt, nachdem Autofirmen erklärt haben, das sei nicht möglich: hat funktioniert, ist im Einsatz und ist jetzt aufgegeben und verkauft...wir wirtschaften uns herunter

                Ein leuchtendes Beispiel gibts allerdings auch auf EU-Ebene: Oettinger (CDU) in der damals neuen EU-Kommission die Zuständigkeit für Digitalwirtschaft, Aussage von ihm " wenn ich was über Computer nicht weiss geh ich zu meinem 16jährigen Sohn" ohne Worte!

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                  #15
                  Bin gerade mal wieder geflasht von der Kardiologie im Candelaria, diesmal in Sachen Medikamentation. Hat etwas gedauert, bis ich mich da eingegraben habe, zum Glück hat mir eine deutsche Verwandte Ärztin geholfen, das nachzuvollziehen.

                  Offenbar orientiert man sich an den aktuellsten Erkenntnissen und Studienergebnissen bei gleichzeitig hoher individueller Anpassung. Hätte mal erwartet, man bekommt nen Verdünner, nen 0815 Blutdrucksenker und gut is. Nee, die haben sich da offenbar einiges bei gedacht.

                  Reha gibt es ja nicht so wie in D, aber man hat monatliche Treffen, derzeit nur im Candelaria, geplant ist aber auch, das demnächst im Hospital del Sur einzurichten. Wäre praktisch.
                  Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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                    #16
                    Sehr lesenswerter Bericht einer Herzpatientin:

                    https://tkp.at/2021/11/04/geheimnis-herz/
                    ​​​​

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                      #17
                      In dem Artikel geht es um das Medikament Strophanthin - jahrzehntelang von Ärzten verschrieben und sehr erfolgreich in seiner Anwendung, für die Pharmaindustrie jedoch nicht lukrativ, da der Patentschutz ausgelaufen war.

                      So wurden neue Medikamente erfunden und eingesetzt - bis heute - und Strophanthin verbannt.

                      Entscheidend dafür war eine Fachtagung von Ärzten Ende der 90er Jahre, auf welcher das Medikament von einem Teil der Ärzte lächerlich gemacht wurde.
                      Die Tagung ist als „Heidelberger Tribunal“ bekannt geworden.

                      Es gab auch eine Petition, der vom Deutschen Bundestag auch entsprochen wurde, die jedoch erfolglos war. Im Netz noch abrufbar, hier:

                      https://www.openpetition.de/petition...f-strophanthin

                      und hier noch eine zusammenfassende Einschätzung des Medikaments aus Naturheilkundesicht:

                      https://www.zentrum-der-gesundheit.d...l/strophanthin

                      Alles in allem macht der „Vorgang“ Strophanthin sehr deutlich, welch immensen Einfluss die Pharmalobby hat, heute um ein Vielfaches höher als in den 90ern.

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                        #18
                        Man ist ja, schon auf Grund der Häufigkeit, immer wieder mal mit Fällen von Herzinfarkten im näheren und weiteren Bekanntenkreis (auch mein Vater starb daran) konfrontiert.
                        Mich hat dabei immer schon die Frage nach der eigenen Schuld (ungesunde Lebensweise usw.) beschäftigt. Da bleibt nach Jahrzehnten der Beobachtung als Resümee über, dass der Einfluss unserer Gene dabei die Hauptrolle spielt, alles andere ist peripher.
                        Deshalb ist meine Philosophie dazu: den ungünstigen, unabänderlichen Einfluss mancher unserer Gene möglichst hinauszuzögern, sei es mit gesundem Leben, gesunder, starker Psyche, oder auch ein bisschen mit Mittelchen, an die man glaubt (Placebo?).
                        Was ich als besonders schädlich erkannt habe: Angst zu haben, denn (meiner Lebenserfahrung nach):
                        Angst zieht das an, wovor man sie hat.....

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                          #19
                          Strophantin ist sicher kein Einzelfall, aber ein gutes Beispiel für den Einfluss der Pharmaindustrie. Immerhin konnte sich in der Ärzteschaft ein kleiner Anteil halten, der diese Mittel kennt und sie auch verschreibt. Die aktuellen Vorkommnisse um das C-Thema haben mein Vertrauen in Politik und Big-Pharma endgültig zutiefst erschüttert.

                          Ja, Ängste sind sicher kontraproduktiv, kontinuierlicher Stress auch. Also gilt es, Angstmacher soweit möglich aus dem Leben zu verbannen oder sie ad absurdum zu führen. Lauterbach macht mir keine Angst, er ist für mich eine lächerliche Figur. Was mich aber stresst, ist die Tatsache, dass er so ein breites Forum bekommt.

                          Was mich auch stresst, ist die Tatsache, dass bis in unbedeutende Foren hinein, Figuren wie RR, Loni, die Sonnengöttin und einige mehr ihre Posts einstellen. Angst macht mir das zwar nicht, aber es stresst.
                          Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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                            #20
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                            Positiv ist zu erwähnen, dass es neben der Notfallversorgung nun auch eine laufende Betreuung von Patienten mit Herzschwäche im Hospital del Sur gibt, und man nicht unbedingt hoch ins Nstra Sra de Candelaria nach Santa Cruz fahren muss. Damit verbunden ist auch die Parkplatzsituation, die am Candelaria-KH wirklich übel ist.

                            Die Sprechstunde im Süden wird durch Ärzte (Kardiologen) aus dem Candelaria-KH durchgeführt und damit komme ich nun auch zu einem Punkt, der sich nicht gerade zum Positiven entwickelt hat, nämlich die dauernd wechselnde Ärzteschaft, die einen betreut. Das gilt hier sowohl für den lokalen hausärztlichen Bereich wie auch leider in Sachen fachärztliche Betreuung. Seit Oktober hab ich inzwischen mit der dritten medico cabezera wie auch mit dem dritten Cardiologo zu tun. Ein erheblicher Teil der verfügbaren Zeit geht so jedesmal dafür drauf, den jeweiligen Arzt auf den Stand der Dinge zu bringen (Entwicklung des Befindens, Medikamentation nebst Unverträglichkeiten, Interpretation der Ergebnisse von Labor und Untersuchungen). Und das, obwohl durchaus jede Menge dokumentiert wird. Vorteilhaft ist dabei durchaus, dass hier und da mal unterschiedliche Meinungen einfließen, aber alles in allem sollte man doch in der Lage sein,, gerade bei ernsteren Sachen, einen Ansprechpartner des Vertrauens zu haben.

                            Inzwischen überlege ich, ob nicht eine Privatversicherung mit freier Arztwahl die bessere Alternative gewesen wäre, aber zur Notfallversorgung und zur stationären Behandlung in der Candelaria-Klinik kann ich fast nur Positives sagen (s.o.).

                            Welche Erfahrungen habt Ihr denn so mit der Konstanz der ärztlichen Betreuung? Sicher haben wochenlange Ausfälle durch C-19 auch eine Rolle gespielt, aber auch die Vertretungsregelungen erscheinen mir etwas "subopimal". ist das eher eine lokale Ausnahme oder die Regel?
                            Lügen gewinnen den Sprint, die Wahrheit den Marathon.

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