Teneriffa Forum

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gerardo 02.09.2019 22:49

Zitat:

nach 20 Jahren mal, wenn überhaupt, ein "una cerveza" rausbringen
¡Ño! SO schnell geht das nicht! Nach 20 Jahren ist das noch "un seaveeesa".

Mayerhofer 03.09.2019 09:20

ich war schon über 30 mal in Puerto und kann immer noch nicht spanisch und komme damit ganz gut zurecht.
Und am 1. Urlaubstag werde ich meist freudig begrüßt, ohne Spanischkenntnisse.

bugsi 03.09.2019 09:23

- schon vor über 20 Jahren wurde mir von einer freundlichen Bedienung,
nachdem ich "una grande cerveza" bestellt hatte, erklärt, das ein grosses
Bier vom Fass "una jarra" genannt wird, und ein kleines Bier "una cana" (tilde
lass ich weg da es von der Forensoftware nicht akzeptiert wird), und wenn
ich eine Flasche Bier möchte bestelle ich una botella + die Marke die vor Ort
angeboten wird.

luigi 03.09.2019 14:15

Zitat:

Zitat von zauberin60 (Beitrag 318940)
Hab ich gerade gelesen, kenne den Mensch nicht und bek9mme keine Provision:

Hallo, wollen Sie schnell Spanisch lernen? 🙂

Ich unterrichte alle Stufen online (Skype), auf Teneriffa, Santa Cruz/La Laguna ist auch Präsenzunterricht möglich.
Ebenso biete ich Konversationskurse an.

Ein Kurs beinhaltet die gesamte Stufe (A1, A2...) und nur 4 Monate, 2 Stunden pro Woche, anstatt 9 Monate an einer Sprachschule.

:D Ich denke ehr nicht das ich zu blöd bin jemanden zu finden der gegen Einwurf von Münzen bereit wäre mich so lange zu unterrichten bis mein Geld alle ist. Ich habe jemanden der eigentlich richtig gut ist.

maxxx 03.09.2019 14:26

Zitat:

Zitat von luigi (Beitrag 318905)
.... Nördlich von Celle erzählt man sich komplette Lebensgeschichten mit "ja", "ne" und "hm".

Das gibt es in Spanien auch ;)

Sogar mit nur 2 Wörtern.

Diese sind

Si

und

Claro

Aber zu früh gefreut :D Je nachdem wie lange das Wort gedehnt ausgesprochen wird bzw beide Wörter kombiniert werden gibt es auch eine differente Aussage/Übersetzung(?)

Nützt jetzt Dir, Luigi, auch nicht wirklich weiter ! Wollte Es nur mal gesagt haben :)

/ Sorry4OT! /

ElkeS 03.09.2019 14:37

Zitat:

Zitat von Mayerhofer (Beitrag 318948)
ich war schon über 30 mal in Puerto und kann immer noch nicht spanisch und komme damit ganz gut zurecht.
Und am 1. Urlaubstag werde ich meist freudig begrüßt, ohne Spanischkenntnisse.

Es ist aber auch ein Unterschied ob du im Hotel urlaubst, oder ob du regelmäßig überwinterst (oder gar ganzjährig auf der Insel bist). Wenn du dich aus dem Touristengebiet nicht hinauswagst, und dir ein Essen in der Tiroler Alm und Vergleichbarem ausreicht, brauchst du die Landessprache nicht unbedingt. Beim Wandern reicht eine Begüßungsfloskel aus.

Überwintern oder ganzjährig irgendwo zu leben, wo man sich mit den Einheimischen nicht verständigen kann, finde ich persönlich richtig schlimm.

Ich muss die Sprache auch noch besser lernen, und mir fällt es auch nicht leicht. Aber das wird schon noch!

rayfaro 03.09.2019 19:50

Fremdsprachen...
 
Meine erste gesprochene Fremdsprache war Latein, in der kath. Kirche als Ministrant in der heute abgeschafften lateinische Messe. Habe das aber nur auswendig gelernt, ohne ein Wort zu verstehen. Hätte ich können, in dem Gebetbuch war der Text auch in deutsch. Aber so altertümlich, dass es auch unverständlich war. Mindestens wusste ich ungefähr worum es geht.
In den 50ern habe ich mit einer kath. Jugendgruppe am Bodensee gezeltet. Unterhalb des Klosters Birnau, auf einer Wiese beim Schloss Maurach, dem Gutshof des Klosters. Die Klosterbrüder die dort das Vieh versorgten, haben uns Milch verkauft. Sie sprachen eine für uns völlig unverständliche Sprache. Habe mehrmals Tramp-Touren um den Bodensee gemacht, mit der gleichen Erfahrung in der Schweiz & Vorarlberg. Die beste Erklärung dafür habe ich hier in einem der Foren gefunden. Unser Teilnehmer Macnetz hat mal geschrieben, seine Muttersprache ist Alemannisch & die erste Fremdsprache Deutsch. Der Spruch aus Baden-Würtemberg "Wir sprechen alles außer Hochdeutsch" ist dagegen ein Armutszeugnis. In Stuttgart gibt es Sprachschulen, wo man sich den Dialekt abgewöhnen lassen kann.
Die kath. Gemeinde in West-Berlin in der ich gewesen bin, war geprägt von Flüchtlingen aus Oberschlesien. Fast jeder von meinen Kumpels hatte eine Oma die besser polnisch als Deutsch sprach. In der Schule gab es eine kleine Gruppe für kath. Religionsunterricht, zu dem ein Kaplan in die Schule kam. Ein Mädchen - Christa Grabowski - hat mal mit mir gemeckert, weil ich nach ihrer Meinung zu brutal Berlinert habe. Eigentlich hatte ich das nicht von zu Hause, weil meine Mutter von der Mosel & mein Vater aus Sachsen kam. Da fing ich an ein bisschen darauf zu achten. In der Schulklasse konnte man nicht mehr feststellen woher jemand kam. Unser Jahrgang 1944 war bis auf ein Mädchen nicht in Berlin geboren. Ich bin während der Evakuierung meiner Mutter im Warthegau in Polen geboren. Durch meine Mutter katholisch, wie die Kinder aus Oberschlesien. Ansonsten von Ost- & Westpreußen, Pommern & DDR rauf und runter alles vertreten. An der Sprache konnte man die Herkunft nicht festmachen, bis auf die Tatsache das starkes Berlinern als proletenhaft galt. Das kam ins allgemeine Bewusstsein, durch das Musical "My fair Lady" 1961 im Theater des Westens & natürlich durch den Film mit Audrey Hephurn. Die Vorlage, das englische Stück Pygmalion, das sich mit dem Unterschied Cokney - zu Queens-English beschäftigt. Der Versuch mit Berlinern & Hochdeutsch hat hervorragend funktioniert, obwohl die deutsche Hauptdarstellerin Karin Hübner nicht Berlinern konnte. Übrigens soll es auch eine Wiener Version gegeben haben. Das war nach dem Mauerbau, als sich die West-Berliner ihrer Sprache bewusst wurden. Tonfall geht gerade noch, Berlinern ist proletenhaft. Die große Überraschung kam nach dem Mauerfall mit den Leuten aus Ost-Berlin die hemmungslos Dialekt sprechen. Eine Schauspielerin aus Ost-Berlin hat letztens im Radio erzählt, wie groß ihre Überraschung war, über die unterschiedliche Entwicklung. Um das komplett zu machen, man kann Ossis nicht nur allgemein, sondern auch Berliner an der Sprache erkennen.
Ab der 5. Klasse gab es Englisch in der Schule. Die Lehrerin war deshalb prädestiniert weil sie vor dem Krieg mal Ferien in England gemacht hat. Das Verb become, werden & nicht bekommen, ist das einzige was ich davon noch weiß, weil sie erzählt hat, dass sie es in England falsch gemacht hat. Naja, an das Schulbuch kann ich mich erinnern "Peter Pim and Billy Ball - Touring England". Von meinen späteren Lehrern sprach keiner Englisch, obwohl sie es unterrichten mussten. Von meiner Alterskohorte hat auch keiner Englisch in der Schule gelernt. Ein befreundetes Lehrerehepaar aus Sachsen-Anhalt hat mir bestätigt, dass es am Anfang mit Russisch genau so war. "Wir waren immer genau 1 Kapitel aus dem Lehrbuch vor der Klasse". Was ich an Englisch mal konnte, habe ich 1977 in einem Intensivkurs bei BERLITZ in San Francisco USA gelernt. Ein Lehrer - ein Schüler. Mein Lehrer war Englisch-Prof. in Berkeley.
Auf meinen Reisen ab 1966 mit meiner EX war ich immer derjenige der mit Radebrechen & drauf losquatschen dafür gesorgt hat, dass wir nicht verhungern. Ob Italienisch, Serbokroatisch ein paar Brocken gehen immer. Bei Englisch hat sie mir hinterher immer gesagt wie es richtig gewesen wäre. Ein Abend in Athen war mal wirklich peinlich. Da standen wir am Hadrians-Tor am Eingang der Altstadt Plaka wo unser Hotel war & haben ein Taxi genommen, weil wir die Straßenschilder nicht lesen konnten. Der Taxi-Fahrer hat sich sehr amüsiert über die Fahrt von 3 Minuten um 2 Ecken.
Ab 1983 Frankreich, Spanien & Portugal ohne Probleme. Wenn man seine drei Brocken anbringt freuen sich die Leute. Das einzige Mal, wo ich wegen der Sprache angepöbelt wurde war im Elsaß & ich wusste, dass sie mein Deutsch verstanden hatte. In Spanien konnte man in Zeit sowieso nicht verhungern, weil es überall - ges. vorgeschrieben - ein Touristen-Menü Angebot in drei Sprachen gab.
Ende der 80er wurde Spanisch immer wichtiger 1984/85 & ab 1987 war ich im Winter immer auf den Kanaren. Seit 1992 Ständig auf Teneriffa. Bin dann 1986 zur Volkshochschule in einen Sprachkurs gegangen. Da gab es ein Lehrbuch "Eso es". Eine deutsche Lehrerin & mindestens 40 Schüler. Ein Idiot fing schon in der ersten Stunde an, mit der Lehrerin über spanische Grammatik zu diskutieren. Grammatik habe ich schon in Deutsch nicht kapiert, merkt nur keiner wenn man nicht zuviel falsch macht. Jedenfalls habe ich den Kurs abgebrochen. Hier auf Teneriffa habe ich dann mal einen Lehrer engagiert, der sich sehr bemüht hat. Der hat Kindern normalerweise Nachhilfeunterricht gegeben, hatte aber kein Konzept einem Ausländer was beizubringen. War dann ziemlich brotlose Kunst. Dann kam das einzig Richtige. Die Kanarische Freundin & Partnerin die mir aus der Zeitung vorliest & erklärt, nur spanisches Fernsehen & 95% spanische Kunden im Geschäft. Nach einiger Zeit habe ich mir das Lehrbuch aus der Volkshochschule vorgenommen & festgestellt, dass ich es doch irgendwie gelernt habe. Mein Rezept bleibt aber drauflos quatschen. Als Ausländer braucht hier keiner perfekt zu sein. Die Leute freuen sich wenn man es probiert.

emsfee 04.09.2019 13:37

Ein großes Anfangsproblem war für mich der canarische Dialekt. Obwohl ich recht gut spanisch verstehe, klappte das mit den Einheimischen zuerst kaum. Inzwischen ist es etwas besser geworden nach 11 Überwinterungen, aber auch nur etwas.
Aufgefallen sind mir die Unterschiede zum „castellano“ im canarischen TV, wenn Einheimische sprechen (egal ob Politiker oder Bauern), da wird oft spanisch untertitelt, damit es verstanden wird, besonders bei Straßeninterviews...
Die Nachrichtensprecher wiederum verstehe ich ziemlich gut.

bugsi 05.09.2019 09:59

@emsfee

- unterhalten sich im tiefsten Ostfriesland ältere Personen in der
dort üblichen Mundart versteht ONV wenig bis gar nichts, das gleiche
gilt für andere deutsche Landesteile, Sachsen, Bayern, Hessen usw.


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