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Habiba1009 21.04.2019 18:03

Umzug von Fuerteventura nach Teneriffa Süd
 
Hallo liebes Forum :k15:
ich habe mich mal hier eingelockt, weil mein Mann und ich überlegen nach Teneriffa in den Süden zu ziehen. Wir leben beide seit 6 Jahren auf Fuerteventura. Jetzt waren wir einige Tage auf Teneriffa und es hat uns sehr gut gefallen. Ein Zufall hatte uns damals nach Fuerteventura gebracht und so sind wir hier hängen geblieben.
Aber auf Dauer ist die Insel sehr trist und man ist doch sehr eingeschränkt in den Freitzeitaktivitäten.

Wir sind beide hier selbstständig. Mein Mann ist Schreiner und ich arbeite im Bereich Naturheilkunde, Massagen, Kosmetik und med. Fußpflege. Sicherlich sagt jetzt der ein odere andere, wir hätten hier ja schon etwas aufgebaut und es wäre dumm von hier wegzugehen. Aber auf Dauer ist man hier irgendwie fehl am Platz. Schon allein die Einkäufe, die mein Mann für seine Kunde zu erledigen hat, sind mit ganz viel Arbeit verbunden, da es vieles hier nicht gibt. Als er auf Teneriffa die großen Baumärkte sah, war er fasziniert.
Aber wir unternehmen auch gerne etwas in unsere Freizeit , sporteln gerne und auch da ist es hier eher bescheiden.
Kurzum wir überlegen die Insel zu wechseln. Wir haben keine Eile, ich weiss ja auch nicht, wie es beruflich für uns dort aussehen würde.
Vielleicht kann mir der ein odere andere hier aus dem Forum etwas sagen. Und wie sind denn die Mietpreise im Süden der Insel?
Ich bedanke mich für eure Antworten und wünsche allen noch einen schönen Ostersonntagabend, Grüße von Fuerte Habiba1009:Fahne:

SanLorenzo4 21.04.2019 19:44

Alles ist relativ. Wenn Ihr schon einige Jahre auf Fuerteventura lebt, dann kann ein Umzug nach TF sicher auch bedeuten, dass es dort ein Mehr an Freizeitaktivitäten gibt.

Sicher sind Eure Tätigkeitsbereiche nicht die Schlechtesten, aber gerade im handwerklichen Bereich wird Dein Mann sich sein Klientel sehr mühsam aufbauen müssen, da ist der Süden vielleicht auch nicht gerade prädestiniert, denn mehr Deutsche wohnen wohl eher im Norden und die einheimische Konkurrenz wird Euch das Leben nicht unbedingt einfach machen.

Was die Höhe der Mieten in Teneriffas Süden angeht, da werdet Ihr vermutlich erschrecken, könnt ja mal in milanuncios oder idealista (dort sehr schöne Filtermöglichkeiten nach Eingabe entsprechender Kriterien und Anzeige der gefundenen Objekte auf der ganzen Insel) recherchieren. So ab Los Abrigos aufwärts wird es dann wieder günstiger, dahin kann man ziehen, wenn man zum arbeiten nicht täglich nach Los Cristianos oder Adeje fahren muss. Oder noch etwas nördlicher, so ab San Miguel de Tajao, Abades, Poris etc., wenn es denn der Süden sein soll.

Terminator 22.04.2019 08:12

Schaut euch mal im Raum Abades /Poris um. Da gibt eine Fußpflege gerade ihren Laden auf wegen Erkrankung. Dann sind die Häuser in Abades noch mit viel Holz gebaut , so das es da auch Arbeit für den Mann gibt.

Habiba1009 22.04.2019 08:34

Vielen lieben Dank für die bisherigen Antworten. Ich schaue mir gleich mal die genannten Orte an. Ich denke einfach wird es nicht, wieder von vorne anzufanagen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das hier auf Fuerteventura die Zeit abgelaufen ist. Wie sind denn die Menschen untereinander, bzw die Deutschen? Hier kämpft jeder für sich selbst und in den 6 Jahren gab es auch keine Möglichkeit Freundschaften oder Bekanntschaften zu schließen. Da wir keine Kinder haben, ist es natürlich schwer auch Einheimische näher kennen zu lernen. Vieles läuft hier über die Kinder und die Schule. Man fühlt sich teilweise hier isoliert und trauen sollte man niemandem. Da habe ich in den Jahren so viel seltsames erlebt, da könnte ich einen kleinen Roman schreiben. Wie ist es denn bei euch? Seid ihr vollkommen integriert und habt ein gutes soziales Umfeld?
Viele Grüße von Fuerte, Habiba 1009

Terminator 22.04.2019 09:45

In Abades bei der Fußpflege sind alle vertreten auch Spanier. Kontakte muss man mit den Einheimischen haben, ob mit oder ohne Kinder.

LaTorre 22.04.2019 10:56

Hallo, Habiba1009

ein kleiner Tip: lege Dich von Anfang an nicht zu sehr auf Abades und Umgebung fest !

Da kommt Ihr von Fuerteventura-Ambiente in ein gleichartiges Millieu herüber, mit Pardón an die hier schon Lebenden !!!

Ich war in 2002 beinahe dabei, von TF nach FV überzusiedeln, aus professionellen Gründen. Habe dies noch rechtzeitig abhaken können, nachdem ein tiefgründiges Studium der Lebensmöglichkeiten auf FV, mit negativem Ergebnis, für uns dies klarmachte.
Genau wie bei Euch, die gleichen Gründe, und der auf FV herrschenden Bevölkerungsform geschuldet, vom ständigen, schwitzigen Sahara-Klima mal abzusehen.

Nehmt Euch ruhig auch den Norden von TF ins Interesse, mehr Bevölkerungsdichte, grünere Natur, und zwar weniger Meeranbindung, was Wassersport und Freizeit betrifft, aber dies zertstreut sich sowieso, wenn man hier Dauerresident mit arbeiten müssen ist und nicht Tourist.

Ein eigenes Urteil sich zu bilden, und am Ende keine Schuld auf Andere laden zu müssen, weil man vielleicht irgenwohin verladen wurde,ist sehr, sehr wichtig !!!

Viel Glück für diesen neuen Schritt !

Habiba1009 22.04.2019 13:46

Mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen, wäre von unserer Seite nicht das Problem. Wir sprechen zwar nicht perfekt spanisch,aber doch genügend um klar zu kommen. Aber wenn die halt nicht wollen, aufdrängen werde ich mich nicht. Vielleicht liegt das an der Mentalität der Einheimischen hier auf der Insel. Vielleicht auch an uns? Ich weiss es nicht. Mal schauen, was so möglich ist.
Ich danke euch auf jeden Fall für die Antworden, Grüße aus Fuerteventura :Fahne:

Achined 22.04.2019 15:31

Die deutschen Ghettos meiden, La Paz, Miraverde, Teile von PalmMar und Las Americas, sonst besteht die Gefahr, sich gar keine Mühe zu machen, bezüglich Integration, deutscher Friseur, deutscher Supermarkt, deutsche Kneipe usw.

Wir sind da schon einen Schritt weiter, nach gut 30 Jahren weg von den Kanaren, ins komplett "deutsche-Freie" Asturien und wohnen nun schon fast ein Jahr hier, Kontakte zu ausschließlich Einheimischen inzwischen jede Menge, meine Frau kennt praktisch das ganze Dorf, weil sie zweimal die Woche zu Pilates geht, was hier von der Gemeinde angeboten wurde, hängt also nicht davon ab, ob man Kinder hat oder nicht, um Kontakte zu knüpfen.

Einfach offen sein....
Wir sind zum Beispiel einige Wochen nach unserer Ankunft gleich aufs Dorffest gegangen und wurden super nett empfangen.

Habiba1009 22.04.2019 16:34

Ich glaube es ist hier falsch rüber gekommen. Ich denke nicht, das es an uns liegt, das so wenig Kontakt zu den Einheimischen ist. Ich habe seit 4 Jahren eine Praxis hier auf Fuerteventura und da biete ich auch 2 mal in der Woche Sportkurse an. Aber glaubt mal nicht, das die Einheimischen kommen. Auch wenn ich es ihnen anbiete, das ich es eben zweisprachig gestalte, da ich vor allem Deutsche Residenten im Kurs habe. Nichts, sie wollen einfach nicht, hin und wieder habe ich spanische Patienten, wo sich das Gespräch natürlich nur um die Therapie handelt. Also es ist einfach so, das man hier nicht integriert wird. Eine Freundin von mit ist mit einem Spanier zusammen, wenn beide auf der Straße sind, wird sie begrüßt. Ist sie nur alleine unterwegs, sagt der Einheimische nichts zu ihr. Also es liegt nicht daran, das man nur mit Deutschen zusammen ist. Wir gehen auch auf Volkdfeste, wenn hier welche sind. Aber wir gehen hin und wieder nach Hause. Man sagt hola und das wars. Obwohl ich die Praxis im Ort einige Jahre habe. Also stimmt was mit der Mentalität der Menschen hier nicht, oder wir sind ihnen ein Dorn im Auge.

Alles sehr seltsam hier, Grüße Habiba 1009

SanLorenzo4 22.04.2019 19:40

Ich kann Deine Gedanken aus eigener Erfahrung ziemlich gut nachvollziehen, allerdings muss man das etwas differenziert sehen:

Eine etwas größere, sagen wir "Weltoffenheit", findet man besonders bei solchen Einheimischen, die schon mal für länger als einen Urlaub im Ausland gelebt haben. Außerdem gibt es Gegenden, wo viele Nationalitäten zusammen leben. In kleinen Ortschaften kann man aber auch auf unsichtbare Mauern stoßen, warum auch immer. Teilweise sind da alte, verfestigte Strukturen und Seilschaften vorhanden. Schnell tun sich da unsichtbare Mauern auf, gerade wenn Du selbstständig tätig bist und evtl. den Platzhirschen Konkurrenz machst.

Meine besten Freunde hier sind auch eher andere Ausländer, denen es nicht wesentlich anders ergeht. Sehr gute Erfahrungen hab ich mit diversen südamerikanischen Nationalitäten gemacht, auch viele Residente Engländer sind nette Leute. So richtige Freundschaften mit Canarios hab ich außerhalb der Familie nicht wirklich schließen können. Und das geht nicht nur mir so. Und frag mal Spanier vom Festland, da ist das auch nicht anders, eher im Gegenteil.

Ein wenig verstehen kann ich diese Form von Protektionismus schon, aber ich finde es auch sehr schade, denn eigentlich könnte man gegenseitig voneinander lernen.


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