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  #1 (Permalink)
Alt 01.12.2018, 22:30
Mencey
 
Registriert seit: 24.01.2010
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Feuchte Wände - was hilft?

Hallo zusammen,

wir sind derzeit auf Haussuche, und das einzige Haus, das nach einigen Besichtigungen überhaupt in Frage kommt (der Rest passt nahezu perfekt, Größe, Lage, usw.), hat im unteren Stockwerk ringsherum feuchte Wände im Sockelbereich.

Hat man überhaupt eine Chance das richtig trocken zu bekommen? Worin liegt die Ursache, dass viele Häuser auf der Insel das Problem haben?

Und - weiß mir jemand einen Experten? Gerne einen Einheimischen. Das Haus ist im Norden, Puntillo del Sol.

Ich freue mich über jede Antwort, die weiterhilft!

Elke
ElkeS ist offline  
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  #2 (Permalink)
Alt 01.12.2018, 23:26
Mencey
 
Benutzerbild von zauberin60
 
Registriert seit: 20.03.2007
Ort: Guargacho
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Es gibt einen Deutschen, der sich darauf spezialisiert hat, im Norden.
Der Namer der Firma hat 3 Buchstaben B, wie Bruck, dann BSG oder SCR.. Oder so.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen:
Wände abstützen, eine nach der anderen unten abreißen, gute Isolierschicht und neu aufbauen.
Dann ist Ruhe.

Ich such mal nach der Firma.
https://scr-bau.eu/

Alles Gute

Über Google findest du noch meh4 Firmen.
Später hilft dann die Heizung der Feuermaus.
__________________
Nur wer mit Denken auf das Leben reagiert, kapiert Zusammenhänge.

Geändert von zauberin60 (01.12.2018 um 23:34 Uhr)
zauberin60 ist offline  
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ElkeS (02.12.2018)
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  #3 (Permalink)
Alt 02.12.2018, 09:04
Mencey
 
Registriert seit: 13.07.2013
Ort: Asturias
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Germol in La Camella, macht Kunststoff Injektionen, damit soll es wohl auch gut funktionieren.
Angehängte Grafiken
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__________________
Die Vorweihnachtszeit ist so schön:
Gestern sah ich auf der Straße, wie ein Mann sein Portemonnaie, die Armbanduhr und sein Handy einem anderen schenkte, der nur ein Messer hatte.
Man spürt schon den Geist von Weihnacht!!!

Geändert von Achined (02.12.2018 um 09:08 Uhr)
Achined ist offline  
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ElkeS (02.12.2018), Kaleika (06.12.2018)
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  #4 (Permalink)
Alt 07.12.2018, 02:19
Mencey
 
Benutzerbild von heinz1965
 
Registriert seit: 15.01.2013
Ort: Adeje
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Feuchte Waende einfach getrocknet

Die Ursache von feuchten Waenden kann aufsteigende Feuchtigkeit sein. Dann helfen das Einbringen einer Sperrschicht mittels Mauerwerk aufsaegen oder das verengen oder verstopfen der Kapilaren im Mauerwek durch Injektionen.
Teilweise ist es aber auch die Raumluftfeuchtigkeit die sich an den kältesten Stellen der Waende niederschlägt. Die untersten Steinlagen einer Wand werden von Laien oftmals aus besonders stabilen, druckfesten und damit waermeleitfaehigen Steinen gemauert.
Hier helfen weder Sperrschicht noch Injektionen..
Zur zeitwertgerechten Altbausanierung kann man unabhaengig von der Ursache eine Zentralheizung einbauen und die Heizungsrohre unisoliert im Sockelbereich Aufputz entlang der feuchten Waende verlegen. Die Waermestrahlung der Heizungsrohre trocknet die Waende aus, wodurch sich auch deren Waerme Isolierwirkung erhöht. Professioneller vermarktet wird das ganze inzwischen auch als Sockelleisten Heizung angeboten.
Ich habe das in der BRD bei einigen meiner Häuser gemacht und mir damit jedliche Mauerwerkssanierung erspart.

Richtig tückisch wird es erst, wenn die Feuchtigkeit durch die Bodenplatte des Hauses aufsteigt. Dann bleibt das Haus ein Feuchtbiotop bis der Fussboden herausgerissen und neu isoliert aufgebaut wird. Durch den Boden aufsteigende Feuchigkeit dringt auch in das Mauerwerk ein und wird daher oftmals falsch zugeordnet.
__________________
Wer glaubt ein Volksvertreter wuerde das Volk vertreten, vermutet auch einen Hund im Hotdog.

Die menschliche Dummheit berechnet sich aus der Multiplikation der Fernsehbildschirmgrösse mit der Einschaltdauer
heinz1965 ist offline  
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ElkeS (08.12.2018), tallymann (07.12.2018)
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  #5 (Permalink)
Alt 07.12.2018, 10:44
Mencey
 
Benutzerbild von gerardo
 
Registriert seit: 21.02.2012
Ort: La Orotava
Beiträge: 866
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Erhielt 1,117 Danke für 487 Beiträge
Zitat:
Ich freue mich über jede Antwort, die weiterhilft!
Vielleich hilft euch diese Antwort:
Wenn ihr euch das alles antun wollt, was schon gesagt wurde, dann ja.
Ansonsten: Finger weg von so einem Haus. Ihr werdet Jahre lang Arbeit haben und viel Geld investieren müssen.
gerardo ist offline  
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ElkeS (08.12.2018)
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  #6 (Permalink)
Alt 07.12.2018, 14:49
Mencey
 
Registriert seit: 27.12.2014
Beiträge: 443
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Erhielt 432 Danke für 194 Beiträge
Ich wüsste jetzt auch nicht, warum man sich Arbeit kaufen sollte - es sei denn, der Kaufpreis des Objekts berücksichtigt den für die Sanierung notwendigen Aufwand.

Was gegen die feuchten Wände hilft, kommt darauf an, woher die Feuchtigkeit kommt. Steigt sie von unten auf, hilft eine horizontale Sperrschicht. Dringt sie von aussen ein, darfst Du das Haus rundum aufbaggern und eine Sperrschicht mit Drainage einbringen.

Möglich wäre natürlich auch, dass das Wasser oberirdisch ans Haus angetragen wird und dann über schlecht / gar nicht isolierte Wände in die tieferen Wände einsickert.

Alles denkbar. Hint: Bevor Du dich auf so ein Abenteuer einlässt, würde ich mal einen qualifizierten Bausachverständigen hinzuziehen. Natürlich: Das kostet Geld. Aber lieber am Anfang mal ein paar Euro mehr in die Hand genommen als hinterher Katzenjammer am Bein zu haben. Der kann Dir die Kosten für die Sanierung beziffern - und die kannst Du dann in die Preisverhandlungen über das Objekt mit einfliessen lassen. Bei ernsthaftem Interesse lässt sich mit dem Verkäufer vielleicht auch über die Übernahme der Sachverständigen-Kosten reden. Denn wann immer ich selbst ein Objekt verkauft habe, war ich auch immer froh, zu wissen, WAS ich da verkaufe. Ich wollte immer über die Mängel einer von mir zu verkaufenden Immobilie Bescheid wissen.

Die bessere Alternative ist zweifellos die von Gerardo genannte: Finger weg von so einem Objekt.
__________________
* * *

Wenn Du ein Problem mit mir hast, darfst Du es gerne behalten.

Es ist ja deins.
J-Man ist offline  
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  #7 (Permalink)
Alt 07.12.2018, 15:20
Mencey
 
Registriert seit: 13.07.2013
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Wir hatten uns hier in Asturien auch einige Objekte online angeschaut, da konnte man schon auf den Fotos erkennen, was für Tropfsteinhöhlen das sind, die Garage stümperhaft gefliest, damit man das Elend nicht auf den ersten Blick sieht.
Unser Haus, was wir dann gekauft haben, ist aufwändig mit Stelzen gebaut, mit Sperrschicht und aufwändiger Drainage rundum, druch einen Schacht kann man praktisch unter das Haus schauen, alles staubtrocken darunter.

Ein Risiko mit dem Kauf eines Hauses mit einem offensichtlichen Feuchtigkeitsproblem würde ich mir auch gut überlegen, entweder sehr günstiger Kaufpreis oder unter Umständen ein Fass ohne Boden...
Gerade die Kanarische Bauweise bekleckert sich ja nicht mit Ruhm bezüglich besonderer Qualität oder gar Isolierung. Hohlblocksteine, ein Klecks Zement und schiefe Wände, die dann mit Zentimeter-dicken Gipsschichten ins Lot gebracht werden.
__________________
Die Vorweihnachtszeit ist so schön:
Gestern sah ich auf der Straße, wie ein Mann sein Portemonnaie, die Armbanduhr und sein Handy einem anderen schenkte, der nur ein Messer hatte.
Man spürt schon den Geist von Weihnacht!!!
Achined ist offline  
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  #8 (Permalink)
Alt 08.12.2018, 19:42
Mencey
 
Registriert seit: 24.01.2010
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Erhielt 285 Danke für 135 Beiträge
Danke für alle Antworten.

Wir werden das Haus kaufen, am Montag wird der Vorvertrag unterschrieben. Wir konnten es noch deutlich herunterhandeln, die Schäden sind mit einkalkuliert. Einen Experten hatten wir bei der Besichtigung dabei. Uns ist bewusst, dass es ordentlich Geld, Zeit und Nerven kosten wird. Das halten wir aus.

Ich habe monatelang sämtliche Portale durchgesehen, ein Haus für relativ kleines Geld in dieser Lage mit ordentlich Abstand zu den Nachbarn gibt es sonst nicht. Ich habe Probleme mit Rauch (Kamin, Grill, Zigaretten) Duftstoffen (Nachbars weichgespülte Wäsche, Putzmittel, Parfüm), Spritzmittel. Holzdecken gehen auch nicht, da fallen hier auf der Insel schon mal viele Häuser durch.

Das Haus wird tatsächlich meterweise unten freigelegt, eine Horizontalsperre verlegt, und teilweise auch eine Drainage (Injektionsverfahren funktionieren nicht, da Hohlblocksteine verbaut worden sind). Betonsanierung am Dach und an den Balkonen ist auch nötig, und sonst auch noch so manches.

Es wird schon werden. Mit eurer Hilfe.
ElkeS ist offline  
Folgender Benutzer sagt Danke zu ElkeS für den nützlichen Beitrag:
Neandertaler (08.12.2018)
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  #9 (Permalink)
Alt 08.12.2018, 22:04
Mencey
 
Registriert seit: 20.03.2008
Beiträge: 1,866
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Erhielt 1,700 Danke für 839 Beiträge
Wir sind alle schon sehr gespannt auf ein HWHTLTB (Handwerkerhaustrockenlegtagebuch)...Viel Erfolg
SanLorenzo4 ist offline  
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ElkeS (08.12.2018)
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