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    #1

    Kreditkarte geklont?

    Weil ich bei meiner Bank in Dorf mit meiner Kreditkarte nur kleinere Beträge abheben kann, wollte ich mal in Los Cristianos vergleichen und hab die Karte in zwei atm's beim McDonald nahe beim Strand gesteckt. Der eine kam mir zwar suspekt vor, da man sich durch die Kleiderständer des Mini Marktes zwängen musste, um an den atm zu kommen, aber es sind ja offizielle atm's. Die angedrohten Wechselkurse CHF/EUR waren aber jenseits (1.13 statt 1.01), so dass ich kein Geld abhob. Auf dem Kreditkartenauszug sehe ich nun, dass zwei Stunden später, als wir auf dem Hügel gegen Palm Mar am wandern waren, der Maximalbetrag von 500€ an einer "Cash Zone Los Cristianos" abgehoben wurde (ich sehe nicht, an welchem Automaten genau). Die einzige Erklärung, die mir einfällt, ist die, dass die Karte wohl geklont geworden sein muss. Vorher hab ich sie einen Monat lang nicht benutzt, muss also wohl dort passiert sein. Die Kreditkartenfirma sagt, ich solle einen Polizeirapport erstellen lassen. Das mach ich dann wohl bei der Policia Local?

    Zwar hatte ich auch schon Betrugsversuche nach Online-Bestellungen, aber nach einem atm-Besuch ist mir neu. Ich decke den pin eigentlich immer ab beim Eingeben (jedenfalls nach oben). Rätselhaft. Hab jetzt auch nicht gelesen, dass das auf Teneriffa speziell ein bekanntes Risiko sei. Wohl einfach Pech. Ist das auch schon mal jemandem passiert?

    Bei Online-Betrügereien hab ich das Geld stets erstattet bekommen (meist wurde die Karte sogar gesperrt, bevor ich es selbst bemerkt hatte). Aber wie soll ich beweisen, dass ich das Geld nicht selbst abgehoben hab?

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    #2
    Normalerweise wird man doch gefilmt, bzw. fotografiert, wenn man an einem Automaten abhebt. Somit ist doch erkennbar, wer die 500€ abgehoben hat, meine ich?

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      #3
      Kann sein, muss aber nicht sein. Das handhabt jeder Automatenbetreiber anders.

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        #4
        Mir ist im San Juan Hospital in La Laguna ähnliches passiert.
        Im Krankenhaus direkt neben dem "Empfang" ein Automat, Geld gezogen.
        Am nächsten Tag über 1000 Euro vom Konto geräumt. Autofelgen in den USA, Casino in Malta usw.
        Direkt zur Guardia Civil und Anzeige erstattet. Die KK ist mit Versicherung gegen Betrug und Diebstahl und wurde natürlich sofort von der ING gesperrt, die auch eine Nachricht geschickt hatte, "nicht Ihrem Profil entsprechende Käufe, ist das ok?"
        Dauerte dann ein paar Tage und das Geld wurde zurückgebucht von der Versicherung.
        Da war also definitiv das Lesegerät manipuliert und vielleicht sogar eine Minikamera installiert, um die Tastatur zu filmen /Folie über der Tastatur

        Bei einem Freund von uns wurde nach Diebstahl des gesamten Portemonnaies auf dem Rastro in Guaza direkt danach das Konto an einem Automaten in Las Galletas geplündert, wie das ging, k.A. wie das ging, da er behauptete, die PIN nicht irgendwo im Portemonnaies notiert zu haben.
        Die Brieftasche fand sich dann in einem Briefkasten einer Autowerkstatt wieder, immerhin.....

        In Las Americas gab es ja früher bei einigen Geschäften eine Abmachung mit KK-Dieben, die dort einkauften, obwohl die Karte geklaut war.
        Damals musste die Karte ja noch durch so ein "Ritsch-Ratschgerät" gezogen werden, komplett offline, da musste der Käufer dann den Zettel unterschreiben.
        Zu viel Sex kann Gedächtnisverlust verursachen.
        Das habe ich mal gelesen in einem medizinischen Journal auf Seite 26 im zweiten Abschnitt direkt unter dem Bild von einer kleinen Entzündung.
        Es war im Sommer 2013, ein sonniger Nachmittag und es hatte 28 Grad.

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          #5
          Zitat von Achined Beitrag anzeigen
          Direkt zur Guardia Civil und Anzeige erstattet.
          Danke. Mittlerweile haben wir unseren Polizeirapport. Von der Policia Local über Guardia Civil zur Policia Nacional hochgearbeitet.

          Diesmal war da kein breitbeiniger Bodyguard, der uns abgewimmelt hätte wie damals für die NIE (zuerst: rein kommt Ihr nur mit Cita. Und dann, als es online mit Cita nicht ging, weil nicht auf unsere ausländische ID-Nummer ausgelegt, es sei jetzt zu, obwohl der Aushang "atencion al cliente" anderes verhiess).

          Also es nun ohne Hindernis bis zum Schalter geschafft. Einen Zettel mit einer Nummer erhalten. Erst mit der Zeit haben wir dann verstanden, wie das Prinzip funktioniert. Zwar hat jeder einen Zettel mit seiner Nummer drauf. Aber wenn ein Büro frei war, also nach entsprechender Erholungszeit nach dessen letztem Besucher, kam der Polizist raus und rief "siguiente". Wer dann subjektiv das Gefühl hatte, dran zu sein, stand sogleich auf. Tendenziell warteten Einheimische weniger lange. Manchmal blickte der Polizist auch auf eine bestimmte Person. Die mag zwar erst frisch angekommen sein, war aber definitiv jünger, blonder und hübscher als wir. Nach zwei Stunden und der Hochrechnung, dass es bei diesem Tempo bis zum Feierabend wohl nichts mehr werden würde, wieder abgezottelt, auch weil wir noch etwas anderes dringend erledigen mussten. Aus Neugier vor der Heimfahrt nochmal reingeschaut. Obwohl Stunden nach Ende der "atencion al cliente" problemlos (über den Ausgang) reingekommen und gefragt, welche Nummer dran wäre. Ok, vier Stunden hätten also doch gereicht. Wir wollten aber nicht so frech sein, uns mit unserer tiefen Nummer wieder reinzudrücken.

          Beim nächsten Mal hab ich zuerst gleich die Frau abgeladen, um die Nummer zu ziehen während ich nochmal zum Automaten gefahren bin, um dort Fotos zu machen und nach Spuren zu suchen. Sie solle einfach sagen, ich sei schnell im baño (sie haben ja keins, man geht darum in die Siam Mall), falls ein Wunder geschehe. Das Geschah tatsächlich, wohl weil ihre Taktik, am Schalter zu sagen, es gebe etwa drei Stunden Wartezeit, dazu geführt hatte, dass alle mit einer Ausrede ("desayuno" und so) wieder verschwanden und meine Frau nach kurzer Zeit plötzlich allein im Warteraum sass. Der Polizist tat dann verägert, dass er nun nichts zu tun habe, und schloss sich wieder ein.

          Als ich zurück war, wieder gewartet. Inzwischen waren neue Leute (mit höheren Nummern) eingetroffen. Zwischendurch kam mal ein Beamter raus und sagte, es funktioniere nur ein einziger PC, man müsse entweder lange warten oder solle am nächsten Tag nochmal kommen. Das hat ihm aber nichts genützt, die Leute sind geblieben.

          Wir kamen relativ schnell rein, aber der Beamte meinte, mit den Transaktionsdaten, die in der Visa One App ersichtlich sind, fange er schon mal gar nichts an, er bräuchte einen schriftlichen Transaktionsbeleg per Post von der Bank, offiziell mit Stempel. Trotz Protest also nach einer Minute wieder vor der Tür gewesen. Eine halbe Stunde mit der Visa Security telefoniert. Sie meinten ungläubig, das sei jetzt nicht gerade der übliche Prozess. Wir sollen insistieren, wir hätten ein Recht auf eine Anzeige. Darum am Schalter nach dem Namen und der Direktwahl des Beamten gefragt, damit die Visa ihn direkt kontaktieren könne. Gab er uns zwar nicht, ging sich aber in dessen Büro mit ihm absprechen. Wir sollten warten. Also direkt vor dessen Tür postiert. Nach einer Weile der Sammlung kam er tatsächlich aus seinem leeren Büro raus, und obwohl er bemüht an uns vorbei jemand anderen fixierte, haben wir ihn forsch abgeblockt und "nosotros" gesagt. Also wieder reingekommen. Und siehe da, nun meinte er, selbstverständlich ginge es auch per Email, habe er doch gesagt. Also wieder raus, erneutes längeres Telefon mit Visa. Sie schickten uns ein mail mit den Transaktionen, also dasselbe wie in der App steht.

          Wieder rein, und diesmal öffnete der andere Kollege. Nun mal bei ihm versucht, und siehe da, der war ganz anders, sehr nett und hilfsbereit. Anstandslos die Email ausgedruckt. Es dauerte dann zwar lange, bis alles haarklein eingetippt war. Aber wir gingen triumphierend mit einer denuncia in den Händen raus. Für spanische Verhältnisse ging das doch relativ glatt.

          Ob die Polizei tatsächlich aktiv wird, und den Automaten untersucht, bezweifeln wir zwar. Aber wenigstens kann die Viseca nun aktiv werden und die Videoaufnahmen anfordern.
          Zwar haben wir keine explizite Versicherung dafür, aber die Chancen stehen vermutlich nicht schlecht, dass wir das betrogene Geld zurückgebucht bekommen.


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