@legarto66: Danke für deine ausführliche Beschreibung, habe die Eishöhle nun endlich gefunden und bin hinein geklettert. Ein paar vereinzelte Eiszapfen gab es tatsächlich zu sehen, ansonsten war die Höhle eher unspektakulär, hat mich ein wenig an die Höhlen auf Lanzarote erinnert, wenn sie auch viel viel kleiner ist.
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@legarto66: Danke für deine ausführliche Beschreibung, habe die Eishöhle nun endlich gefunden und bin hinein geklettert. Ein paar vereinzelte Eiszapfen gab es tatsächlich zu sehen, ansonsten war die Höhle eher unspektakulär, hat mich ein wenig an die Höhlen auf Lanzarote erinnert, wenn sie auch viel viel kleiner ist.
Der Name "Cueva del Hielo" ist auch etwas missverständlich. Im Winter sammelt sich darin der Schnee, der sich allmählich zu Firn und etwas Eis umstrukturiert. Im April kann man dort noch Eisreste finden. Später gibt es nur ein paar Wasserpfützen, aber kein gefrorenes Wasser. Das Wasser ist allerdings wirklich eiskalt. Insofern ist das verglichen mit manchen alpinen Höhlen keine Eishöhle. Im November / Dezember ist es schon wieder kalt genug für ein paar Eiszapfen in der Höhle. Bemerkenswert ist dabei, dass nur wenige hundert Meter entfernt der Teide Wasserdampf aus seinen Fumarolen abgibt. Beständige Erdwärme und anhaltende Kälte sind hier also nah beieinander.
Bevor das Refugio von der Gipfelstation der Seilbahn aus mit einer Wasserleitung erschlossen wurde, hat man aus der Höhle das "Eis" geholt und auf der Hütte geschmolzen. Wenn es kein Eis mehr gab, wurde Wasser in Kanistern auf die Montaña Blanca gefahren und von dort mit Maultieren zum Refugio transportiert. Nach dem Bau der Seilbahn wurde diese Versorgung eingestellt.
Ich besteige nun alle paar Jahre regelmäßig den Teide, zuletzt jetzt gerade Ende November. Vielleicht ist das jetzt nur mein subjektiver Eindruck, doch ich habe das Gefühl, dass der Berg mit der Zeit immer ein wenig aktiver geworden ist: Meine erste Besteigung war 1996, da roch es oben ein wenig nach verbranntem Schwefel. Ein paar Jahre später roch es schon strenger. Dann gab wurden plötzlich Meßgeräte installiert, an einigen Stellen dampft es. Vor wenigen Tagen nun - bei meinem letzten Besuch - habe ich mehrere Spalten entdeckt, aus denen heißer Wasserdampf aufsteigt. Die waren mir zuvor nie aufgefallen. Ist das jetzt alles nur Zufall und ich war immer an Tagen dort, wo ein wenig mehr Aktivitäten herrschten oder hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?
Diesen subjektiven Eindruck habe ich auch, wage aber nicht aus meinen paar Beobachtungen einen Trend zu definieren. Letzten Sommer konnte ich vom Pico Viejo aus deutliche Dampfwolken über dem Gipfel fotografieren. Das war mir in den vorhergehenden Jahren nicht möglich, könnte aber auch mit den an diesem Tag herrschenden Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchte) zusammengehangen haben. Allerdings erschienen mir die Ausdünstungen am Gipfel auch deutlich stärker gewesen zu sein. Einen Zusammenhang mit den Ereignissen bei El Hierro sollte man aber aufgrund dieser Beobachtungen nicht konstruieren, selbst wenn die Möglichkeit eines solchen bestünde.
Mit Hierro möchte ich das jetzt auch nicht in Verbindung bringen. Mich interessieren nur die Beobachtungen und Meinungen derjenigen, die häufiger mal den Teide besteigen.
Die Cueva del Hielo soll nicht mehr betreten werden, obwohl sie nach wie vor zugänglich ist. Da gab es ein zu großes Verschmutzungsproblem. Seitdem ist das Schild ca. 100 Höhenmeter oberhalb der Hütte entfernt worden und der Höhleneingang mit einer "symbolischen" Kette abgesperrt. Die Eisenleiter steht aber nach wie vor. Der ausgebaute Weg dorthin ist nur an seinem Beginn unkenntlich gemacht. Wenn man vom Refugio kommt gelangt man nach ein paar Minuten an einen Felsriegel, der den Weg auf der rechten Seite begrenzt. Dort wo der Weg in einem kurzer Rechtsschwenk auf diesen Riegel hinaufführt, erreicht man auch den Zugang zur Höhle. Der Gipfelweg führt dort nach links weiter und man selbst muss ein paar Schritte zwischen den Klippen geradeaus (=nordwärts) gehen, dann findet man den Zugangsweg.
GPS ist in dem stark zerklüfteten Malpais dort oben nur eine mögliche Orientierungshilfe. Man sollte besser an der angegebenen Stelle nach dem Weg suchen, sonst wird es sehr unbequem.
Danke fuer die Beschreibung, versuche am Sonntag den Weg zur Hoehle zu finden.
__________________ Edgar
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„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ Charlie Chaplin
ich bin seit 1984 alle paar Jahre auf dem Gipfel, damals konnte man noch in den Krater hineingehen, da dampfte ordentlich Schwefel aus den Löchern, dann nahm (meinem Gefühl nach) die Aktivität bis 1998 ab, um 2002 wieder ordentlich aktiv zu werden, und bis heute wieder abzunehmen.
Wasserdampf steigt vermehrt hoch, wenn es Niederschläge gibt, dieses Wasser verdampft, hat mit Aktivität nichts zu tun.
Der Viejo ist seit langem schon inaktiv, das war wahrscheinlich auch verdampftes Wasser, weil sich im etwa 50m tiefen Krater die Sonnenwärme staut.
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