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Alt 25.09.2010, 13:17
Mencey
 
Benutzerbild von LaTorre
 
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Ausrufezeichen Wandern und Leichtsinn

Die Mühlen der Rechtsprechung mahlen langsam, noch mehr hier auf den Kanaren.

So dauert eine Untersuchung eines bedauernswerten Unfalles oft jahrelang, was oft zum Verlust wertvoller Beobachtungen oder Erkenntnisse, und zum gewollten "Vergessen" der zur Zeit des Geschehens herrschenden "Zuständigkeiten" führt.

6 Tote, bei nur 1 "Ausflug", Wanderung, die 2007 in eine "Galerie" des hiesigen Wassernetzes führte. Unwissende Urlauber, die einem ebenso unwissenden "Anführer" in die giftigen Dämpfe und Sauerstoffmangel der "Höhle" folgten.

Hier der "umschreibende" Bericht der Untersuchungen, nur auf Spanisch:

http://www.laopinion.es/secciones/no...asen-operativo

Deshalb immer wieder die Warnung: Nur bekannte, erprobte Excursionen angehen, gut ausgerüstet mit aller Sicherheit und besser mit erfahrenem Wander-Führer.

Und nicht überall hineinklettern wollen, weil es so "exotisch interessant" erscheint.
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  #2 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 14:32
toyka
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo,

finde das Thema wichtig - weil hier ja ein regelrechter "Wild-Wander-Wuchs" herrscht. Verantwortungsbewusste werden wohl bestimmte Wanderungen nur unter professioneller Führung machen. Aber was heisst hier "professionell"? Nur so, weil es mich interessiert hat, habe ich mal von allen erreichbaren deutschen Wander-Anbietern die flyer mitgenommen: Nicht ein einziges Unternehmen war dabei, bei dem nicht "alles auf eigene Gefahr" war - für mich als Laie heisst das Haftungsausschluss - und das finde ich nicht in Ordnung. Wahrscheinlich sind die betroffenen Wanderführer noch nicht mal entsprechend versichert, denke ich mir.
Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Ich selbst habe mit dem Sektor nichts zu tun, kann auch nicht mehr wandern.
Gruß
Iris
 
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  #3 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 14:46
Mencey
 
Benutzerbild von bayernfranz
 
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Pfeil Versicherung

Hallo Iris,

bei uns in Bayern ist es mit der Versicherung auch nicht anders, jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich und ist doch auch mit einer Kranken - bzw. Haftpflichtversicherung versichert. Dass es immer wieder Unfälle und Unglücke geben wird >> nicht nur auf Teneriffa << lässt sich auch nicht durch den besten Wanderführer vermeiden. Das Hauptproblem bei Wanderungen liegt an der sehr hohen Eigenüberschätzung der Teilnehmer.
Zu Deiner Frage: Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Das ist doch kein Thema : oder kennst Du genügend spanische Wanderführer auf den Kanarien, die die vielen Wanderer auch sprachlich führen können ???

Franz

Zitat:
Zitat von toyka Beitrag anzeigen
Hallo,

finde das Thema wichtig - weil hier ja ein regelrechter "Wild-Wander-Wuchs" herrscht. Verantwortungsbewusste werden wohl bestimmte Wanderungen nur unter professioneller Führung machen. Aber was heisst hier "professionell"? Nur so, weil es mich interessiert hat, habe ich mal von allen erreichbaren deutschen Wander-Anbietern die flyer mitgenommen: Nicht ein einziges Unternehmen war dabei, bei dem nicht "alles auf eigene Gefahr" war - für mich als Laie heisst das Haftungsausschluss - und das finde ich nicht in Ordnung. Wahrscheinlich sind die betroffenen Wanderführer noch nicht mal entsprechend versichert, denke ich mir.
Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Ich selbst habe mit dem Sektor nichts zu tun, kann auch nicht mehr wandern.
Gruß
Iris
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bayernfranz ist offline  
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bugsi (30.09.2010)
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  #4 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 15:39
Neu im Forum
 
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Hallo Iris,

bei uns in Tirol gibt es Engländer, Deutsche, Italiener und viele mehr die Wanderungen, Schikurse, Raftingtouren usw. anbieten. Das ist normal und stört mitlerweile auch niemanden mehr. Wieso soll das in Spanien nicht auch möglich sein. EU ist EU.

lg
Lois
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bugsi (30.09.2010)
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  #5 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 15:39
toyka
Gast
 
Beiträge: n/a
[quote=bayernfranz;112427]....
bei uns in Bayern ist es mit der Versicherung auch nicht anders, jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich und ist doch auch mit einer Kranken - bzw. Haftpflichtversicherung versichert. Dass es immer wieder Unfälle und Unglücke geben wird >> nicht nur auf Teneriffa << lässt sich auch nicht durch den besten Wanderführer vermeiden...QUOTE]

Hallo bayernfranz,
ja klar, Unfälle lassen sich nicht vermeiden.
Wenn hier auf den flyern steht "Teilnahme auf eigene Gefahr" - dann gehe ich davon aus, dass der Wanderführer nicht versichert ist.
Ich denke mal, dass das hier ohnehin ganz anders ist, als wir das aus Deutschland kennen. Hier gibt es ja Wandergruppen, die sind einziges Mitglied, im von ihnen selbst betriebenen Verband - macht sich hat eben gut so ein logo.
Ich halte das meiste hier für ziemlichen Wildwuchs!
Gruß
Iris
 
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  #6 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 15:47
Mencey
 
Benutzerbild von LaTorre
 
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Spätestens, wenn man auf einer Bahre liegt, die, hoffentlich, nicht erst nach 4 Stunden zur Verfügung steht, weiss man, ob die Organisation GUT war !

Nicht überall haben die Handies Flächendeckung - wenn zufällig alle bei der Telefonica sind, kann dies genauso fatal resultieren, als alle bei Vodaphone.

Eine gut geführte Excursión hat auch noch ein Funkgerät dabei, das setzt auch noch eine ( zumindest ) Basis-Station voraus.

Unsere letzte Suchaktion erforderte 8 Stunden und 64 freiwillige Helfer, neben den offiziellen Gremien.
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  #7 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 15:51
Teneriffa Conquistador
 
Benutzerbild von Sarazene
 
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Zitat:
Zitat von LaTorre Beitrag anzeigen
Spätestens, wenn man auf einer Bahre liegt, die, hoffentlich, nicht erst nach 4 Stunden zur Verfügung steht, weiss man, ob die Organisation GUT war !
Wenn Du auf der Bahre liegst - wetten ? - ist Dir alles egal.
Auf einer Trage kannst Du aber darüber nachdenken.
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  #8 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 16:00
Mencey
 
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Wo ist denn die Goldwaage?

Ob Trage, Bahre, Lattenrost oder Gerüstbrett ist doch völlig wurscht,
beim erfassen eine Themas ist die falsche Wortwahl doch ziemlich
unerheblich, Hauptsache man hat die Kernaussage begriffen.

PS: Ich denke mal sowohl bayernfranz als auch LaTorre sind verantwortungsbewußte User.
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Am Anfang war der Gedanke - dann rattern die Neuronen. © bugsi

Geändert von bugsi (25.09.2010 um 16:02 Uhr)
bugsi ist offline  
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LaTorre (25.09.2010)
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  #9 (Permalink)
Alt 25.09.2010, 16:13
Mencey
 
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Zu solchen Wahnsinns-Aktionen wird dabei die GC gezwungen:

Die haben dann eine "Bahre" an Bord.

http://www.youtube.com/watch?v=xj-dN...eature=related

Dieser Anflug bezieht sich auf meinen 1. Bericht, der 6 Opfer im Galeria-Unfall.
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bugsi (26.09.2010)
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  #10 (Permalink)
Alt 26.09.2010, 13:59
Fast-Canario
 
Registriert seit: 19.12.2006
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Danke LaTorre für diesen Thread.
Da 'wandern' geführte Gruppen jeden Tag zum Beispiel von Masca aus hinunter zum Meer.
Ein Teil der Wanderer hat Badeschlappen an und sie werden (wegen des Geldes?) trotzdem mitgenommen. Bei jedem kleineren Hindernis müssen sie von den Führern fast getragen werden.
Da hat einer einen Herzinfarkt mitten in der Schlucht, wo nicht einmal ein Hubschrauber landen kann und muß auf einer Bahre stundenlang hinunter zum Meer transportiert werden, wo der Hubschrauber gerade noch landen kann.
Da kann ein alter Mann (den man wirklich nicht auf diese Tour mitnehmen sollte), nicht mehr mit der Gruppe mithalten, und wird einfach zurückgelassen.
und und und...

Noch ein anderer Fall. Da stehe ich auf dem Gipfel des Guajara und sehe ein Pärchen (angetan mit Sandalen) den Versuch machen, den westlichen Weg (sehr schwierig) abzusteigen. Waren den östlichen (einfachen) Weg zum Gipfel gestiegen. Beide waren schon kurz nach dem Gipfel vom Weg abgekommen und auf dem direkten Weg zum Abgrund. Von oben habe ich sie zum Weg 'zurückdirigiert', wieder nach oben geholt und ihnen dringend geraten, bei ihrer 'Ausrüstung' denselben Weg zurückzunehmen, den sie gekommen waren.

Kenne diese und ähnliche Fälle aus eigener Erfahrung und aufgrund von Logs in einem meiner Caches in der Masca Bucht. Ich behaupte nicht, daß solche Fälle 'normal' sind, aber wie überall gibt es verantwortliche und unverantwortliche Menschen.

Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, daß viele Urlauber die Schwierigkeit der Wanderwege auf der Insel völlig unterschätzen. Das ist eben nicht mit einer Wanderung z.Bsp. im Schwarzwald zu vergleichen.

Noch ein Wort zu den Galerías. Ich bin (natürlich nie allein) auch schon einige offenen Galerías durchwandert. Ich kann nur jedem empfehlen unter anderem eine natürlich angezündete Karbidlampe mitzuführen, auch wenn die Galería als 'sicher' angesehen wird. Ich weiß, daß sich auch in 'sicheren' Galerías von Zeit zu Zeit gefährliche Gase entwickeln.
lacruz ist offline  
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Bajuware (26.09.2010), bugsi (26.09.2010), Don Rudolfo (14.05.2011), kati (26.09.2010), lagarto66 (13.05.2011), LaTorre (26.09.2010)
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