Die Mühlen der Rechtsprechung mahlen langsam, noch mehr hier auf den Kanaren.
So dauert eine Untersuchung eines bedauernswerten Unfalles oft jahrelang, was oft zum Verlust wertvoller Beobachtungen oder Erkenntnisse, und zum gewollten "Vergessen" der zur Zeit des Geschehens herrschenden "Zuständigkeiten" führt.
6 Tote, bei nur 1 "Ausflug", Wanderung, die 2007 in eine "Galerie" des hiesigen Wassernetzes führte. Unwissende Urlauber, die einem ebenso unwissenden "Anführer" in die giftigen Dämpfe und Sauerstoffmangel der "Höhle" folgten.
Hier der "umschreibende" Bericht der Untersuchungen, nur auf Spanisch:
Deshalb immer wieder die Warnung: Nur bekannte, erprobte Excursionen angehen, gut ausgerüstet mit aller Sicherheit und besser mit erfahrenem Wander-Führer.
Und nicht überall hineinklettern wollen, weil es so "exotisch interessant" erscheint.
Toleranz ist die Voraussetzung für jegliches Zusammenleben !
¡ El listo más listo, tendrá que reconocer que siempre habrá otro aún más listo !
Try to take it easy ! Make the best of your situation !
Folgende 9 Benutzer sagen Danke zu LaTorre für den nützlichen Beitrag:
finde das Thema wichtig - weil hier ja ein regelrechter "Wild-Wander-Wuchs" herrscht. Verantwortungsbewusste werden wohl bestimmte Wanderungen nur unter professioneller Führung machen. Aber was heisst hier "professionell"? Nur so, weil es mich interessiert hat, habe ich mal von allen erreichbaren deutschen Wander-Anbietern die flyer mitgenommen: Nicht ein einziges Unternehmen war dabei, bei dem nicht "alles auf eigene Gefahr" war - für mich als Laie heisst das Haftungsausschluss - und das finde ich nicht in Ordnung. Wahrscheinlich sind die betroffenen Wanderführer noch nicht mal entsprechend versichert, denke ich mir.
Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Ich selbst habe mit dem Sektor nichts zu tun, kann auch nicht mehr wandern.
Gruß
Iris
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Versicherung
Hallo Iris,
bei uns in Bayern ist es mit der Versicherung auch nicht anders, jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich und ist doch auch mit einer Kranken - bzw. Haftpflichtversicherung versichert. Dass es immer wieder Unfälle und Unglücke geben wird >> nicht nur auf Teneriffa << lässt sich auch nicht durch den besten Wanderführer vermeiden. Das Hauptproblem bei Wanderungen liegt an der sehr hohen Eigenüberschätzung der Teilnehmer.
Zu Deiner Frage: Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Das ist doch kein Thema : oder kennst Du genügend spanische Wanderführer auf den Kanarien, die die vielen Wanderer auch sprachlich führen können ???
Franz
Zitat:
Zitat von toyka
Hallo,
finde das Thema wichtig - weil hier ja ein regelrechter "Wild-Wander-Wuchs" herrscht. Verantwortungsbewusste werden wohl bestimmte Wanderungen nur unter professioneller Führung machen. Aber was heisst hier "professionell"? Nur so, weil es mich interessiert hat, habe ich mal von allen erreichbaren deutschen Wander-Anbietern die flyer mitgenommen: Nicht ein einziges Unternehmen war dabei, bei dem nicht "alles auf eigene Gefahr" war - für mich als Laie heisst das Haftungsausschluss - und das finde ich nicht in Ordnung. Wahrscheinlich sind die betroffenen Wanderführer noch nicht mal entsprechend versichert, denke ich mir.
Mal komplett abgesehen von diesem Problem: Was würden eigentlich die Bayern sagen, wenn dort Spanier oder Engländer, Wander- und Bergtouren anbieten würden?
Ich selbst habe mit dem Sektor nichts zu tun, kann auch nicht mehr wandern.
Gruß
Iris
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Folgender Benutzer sagt Danke zu bayernfranz für den nützlichen Beitrag:
bei uns in Tirol gibt es Engländer, Deutsche, Italiener und viele mehr die Wanderungen, Schikurse, Raftingtouren usw. anbieten. Das ist normal und stört mitlerweile auch niemanden mehr. Wieso soll das in Spanien nicht auch möglich sein. EU ist EU.
lg
Lois
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[quote=bayernfranz;112427]....
bei uns in Bayern ist es mit der Versicherung auch nicht anders, jeder Teilnehmer ist für sich selbst verantwortlich und ist doch auch mit einer Kranken - bzw. Haftpflichtversicherung versichert. Dass es immer wieder Unfälle und Unglücke geben wird >> nicht nur auf Teneriffa << lässt sich auch nicht durch den besten Wanderführer vermeiden...QUOTE]
Hallo bayernfranz,
ja klar, Unfälle lassen sich nicht vermeiden.
Wenn hier auf den flyern steht "Teilnahme auf eigene Gefahr" - dann gehe ich davon aus, dass der Wanderführer nicht versichert ist.
Ich denke mal, dass das hier ohnehin ganz anders ist, als wir das aus Deutschland kennen. Hier gibt es ja Wandergruppen, die sind einziges Mitglied, im von ihnen selbst betriebenen Verband - macht sich hat eben gut so ein logo.
Ich halte das meiste hier für ziemlichen Wildwuchs!
Gruß
Iris
Spätestens, wenn man auf einer Bahre liegt, die, hoffentlich, nicht erst nach 4 Stunden zur Verfügung steht, weiss man, ob die Organisation GUT war !
Nicht überall haben die Handies Flächendeckung - wenn zufällig alle bei der Telefonica sind, kann dies genauso fatal resultieren, als alle bei Vodaphone.
Eine gut geführte Excursión hat auch noch ein Funkgerät dabei, das setzt auch noch eine ( zumindest ) Basis-Station voraus.
Unsere letzte Suchaktion erforderte 8 Stunden und 64 freiwillige Helfer, neben den offiziellen Gremien.
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Folgender Benutzer sagt Danke zu LaTorre für den nützlichen Beitrag:
Ob Trage, Bahre, Lattenrost oder Gerüstbrett ist doch völlig wurscht,
beim erfassen eine Themas ist die falsche Wortwahl doch ziemlich
unerheblich, Hauptsache man hat die Kernaussage begriffen.
PS: Ich denke mal sowohl bayernfranz als auch LaTorre sind verantwortungsbewußte User.
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Folgender Benutzer sagt Danke zu LaTorre für den nützlichen Beitrag:
Danke LaTorre für diesen Thread.
Da 'wandern' geführte Gruppen jeden Tag zum Beispiel von Masca aus hinunter zum Meer.
Ein Teil der Wanderer hat Badeschlappen an und sie werden (wegen des Geldes?) trotzdem mitgenommen. Bei jedem kleineren Hindernis müssen sie von den Führern fast getragen werden.
Da hat einer einen Herzinfarkt mitten in der Schlucht, wo nicht einmal ein Hubschrauber landen kann und muß auf einer Bahre stundenlang hinunter zum Meer transportiert werden, wo der Hubschrauber gerade noch landen kann.
Da kann ein alter Mann (den man wirklich nicht auf diese Tour mitnehmen sollte), nicht mehr mit der Gruppe mithalten, und wird einfach zurückgelassen.
und und und...
Noch ein anderer Fall. Da stehe ich auf dem Gipfel des Guajara und sehe ein Pärchen (angetan mit Sandalen) den Versuch machen, den westlichen Weg (sehr schwierig) abzusteigen. Waren den östlichen (einfachen) Weg zum Gipfel gestiegen. Beide waren schon kurz nach dem Gipfel vom Weg abgekommen und auf dem direkten Weg zum Abgrund. Von oben habe ich sie zum Weg 'zurückdirigiert', wieder nach oben geholt und ihnen dringend geraten, bei ihrer 'Ausrüstung' denselben Weg zurückzunehmen, den sie gekommen waren.
Kenne diese und ähnliche Fälle aus eigener Erfahrung und aufgrund von Logs in einem meiner Caches in der Masca Bucht. Ich behaupte nicht, daß solche Fälle 'normal' sind, aber wie überall gibt es verantwortliche und unverantwortliche Menschen.
Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, daß viele Urlauber die Schwierigkeit der Wanderwege auf der Insel völlig unterschätzen. Das ist eben nicht mit einer Wanderung z.Bsp. im Schwarzwald zu vergleichen.
Noch ein Wort zu den Galerías. Ich bin (natürlich nie allein) auch schon einige offenen Galerías durchwandert. Ich kann nur jedem empfehlen unter anderem eine natürlich angezündete Karbidlampe mitzuführen, auch wenn die Galería als 'sicher' angesehen wird. Ich weiß, daß sich auch in 'sicheren' Galerías von Zeit zu Zeit gefährliche Gase entwickeln.
Folgende 6 Benutzer sagen Danke zu lacruz für den nützlichen Beitrag: