Kann man eigentlich davon ausgehen, dass auf Teneriffa aus allen Wasserhähnen einwandfreies Trinkwasser kommt, oder sollte man als Nordeuropäer lieber Wasser aus Flaschen benutzen?
Danke
hpp
Danke für die schnelle, kurze, präzise Antwort - die mich allerdings maßlos erstaunt.
Eigentlich hatte ich mit irgendwelchen süffisanten Bemerkungen gerechnet, dass Teneriffa schließlich zur EU gehört und nicht zu Afrika etc.
Ich hatte die Frage auch nur gestellt, weil meine (überängstliche) bessere Hälfte das Thema aufbrachte - ich selbst war überzeugt, dass das heute auch in Spanien kein Thema mehr sei.
Ich habe auch in keinem Reiseführer etwas derartiges gelesen.
Muss ich wohl Abbitte leisten - und Wasser kaufen...
Gruss
hpp
man kann da sicher nichts verallgemeinern, theoretisch sollte das trinkwasser zwar überall die relevanten gesetze erfüllen (die von denen in d-land allerdings abweichen, z.b. bzgl. des zulässigen chlorgehalts = faktor 3), aber praktisch kann man darauf nicht vertrauen. in einigen orten ist das wasser geschmacklich zumindest einwandfrei und uns hat es auch noch nicht umgebracht. aber in anderen gegenden würde ich es nicht unbedingt genießen.
Folgender Benutzer sagt Danke zu SanLorenzo4 für den nützlichen Beitrag:
Danke für die schnelle, kurze, präzise Antwort - die mich allerdings maßlos erstaunt.
Eigentlich hatte ich mit irgendwelchen süffisanten Bemerkungen gerechnet, dass Teneriffa schließlich zur EU gehört und nicht zu Afrika etc.
Ich hatte die Frage auch nur gestellt, weil meine (überängstliche) bessere Hälfte das Thema aufbrachte - ich selbst war überzeugt, dass das heute auch in Spanien kein Thema mehr sei.
Das ganze faengt ja schon damit an dass es auf TF kein "standardisiertes" Leitungsnetz gibt. Bei jedem Wasserhahn muss man sich aufs neue fragen "von wo genau kommt das Wasser jetzt und welchen Weg hat es bis hier hin genommen". Chlor und aehnliches sind da noch die geringsten Uebel.
Wie man konkret damit umgeht, ist wiederum unterschiedlich. Auch abhaengig davon wie die konkrete Wasserqualitaet beim heimischen Anschluss ist. Ich kenne Leute, die sogar das Wasser aus dem Wasserhahn (in der Wohnung) als Trinkwasser trinken, andere die es zumindest zum Kaffee-/Teekochen verwenden. Wir selbst nehmen dazu auch gekauftes Wasser aus 5L-Kanistern.
Ohne genaue Pruefung ist man mit der Kanistervariante auf jeden Fall auf der sicheren Seite, von daher ist das unbedingt zu empfehlen. Preislich bringt einen das auch nicht um. Im Angebot gibts regelmaessig die 8L-Kanister zum Preis der 5L-Kanister, also so fuer nen Euro ca.
Folgender Benutzer sagt Danke zu Michael für den nützlichen Beitrag:
heute z.b. habe ich auch auf das duschen verzichtet.
aus den wasserhähnen kommt nämlich nur eine braune brühe,
von der ich garnicht wissen will, was alles darin herumschwimmt.
nach den starken regenfällen von gestern und der vergangenen nacht
sind mal wieder die leitungen aus undefinierbaren quellen überschwemmt
worden. und keiner kann mir ezählen, dass diese verunreinigungen nur
nach besonders starken regenfällen erfolgen.
vielliecht sind sie sonst nicht unbedingt mit dem auge erkennbar,
aber eine undichte leitung ist eine undichte leitung.
wir wohnen übrigens nicht irgendwo auf dem lande
sondern in puerto de la cruz.
diese sind (im prinzip) natürlich von den wasserlieferanten einzuhalten. deren verantwortlichkeit hört allerdings am hausanschluss auf. wasseranalysen kann man bei labors erstellen lassen und kosten nicht die welt.
aufgrund eigener erfahrungen mit der gesundheitsbehörde kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass man dort mit diesem thema nachlässig umgeht.
Das hört sich ja teilweise grauslich an. Meine Einschätzung, dass Teneriffa zur EU gehört und nicht zu Afrika muss ich wohl teilweise revidieren.
Ist schon erstaunlich. Einerseits diskutiert man hier über Handynutzung, Internetzugang und andere zivilisatorische "Errungenschaften" - aber es gibt noch nicht mal vernünftige Wasserversorgung.
Ich war nicht oft in Spanien, ich reise aber sonst oft nach Portugal, das ja immer einen gewissen Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem grossen Nachbarn pflegt. Aber in dieser Beziehung scheint Portugal weit voraus zu sein!
Danke an alle für die Informationen.
Gruß
hpp