Ein interessanter und aufschlussreicher Beitrag. Vielen Dank für den Hinweis.
Der all inclusive Tourismus ist fatal für unsere Inseln.
Entstanden ist diese Reiseform doch wohl dort, wo aufgrund der Gefährdung des Urlaubers außerhalb der Hotelanlagen keine Sicherheit geboten werden kann.
Davon kann auf den Kanaren keine Rede sein - Gott sei Dank!
Aber solch ein Reisepaket Familien mit Kindern zu empfehlen, halte ich magentechnisch gesehen nicht gerade für eine gute Idee.
Wer billigst bucht bekommt auch billigstes geboten - meine Meinung.
Ganz so krass würde ich das nicht sehen.
Ich kann mich dabei auf verschiedene Dinge berufen.
Die ersten Jahr war ich mit HP und hatte somit den ganzen Tag Spielraum. Das Hotel Bellavista bot allerdings auch keine AI an. AI ist für uns damals aufgrund der Bindung ans Hotel nicht in Frage gekommen.
Dann waren wir mit dem Kinde auf der Insel, und wie im Beitrag beschrieben, ist das einfach nur bequemer, für das Kind und auch für die Eltern. Die Bindung ans Hotel war dabei nicht anders, wir waren viel unterwegs.
Auch in diesem Sommerurlaub hatten wir nochmals AI, und wie schon beschrieben - man geht an den Tresen wenn man will, ob das Käffchen zur Zigarette nach dem Frühstück, ob das Cerveza zwischendurch oder der Ron Miel am Abend - nicht gucken - nur zugreifen.
Wir waren aber trotzdem viel unterwegs und fast täglich auch auswärts...
UND! Ab sofort, da ohne Kind, werden wir nur mit Frühstück nehmen ...
Ich bin der Meinung, dass die Touris auch trotz AI genug Geld auf der Insel lassen. Ich möchte auch nicht recherchieren, ob es eine Vielzahl von Touristen gäbe, die sich eine andere Insel suchen würden, weil AI für sie am wichtigsten ist.
Entstanden vielleicht aus Sicherheitsgründen ist es mittlerweile wohl wirklich eher die Bequemlichkeit.
Das Problem an All inklusive ist, dass die Leute nicht mehr in die Bars gehen. Wer geht schon noch abends raus um für einen Drink zu bezahlen wenn er ihn im Hotel umsonst bekommt.
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Gus Myers für den nützlichen Beitrag:
also bei AI gibt es nichts umsonst,alles ist halt schon im preis eingerechnet,ich mag es auch,fahre im märz mit "mein schiff"alles inkludiert,da bleibt der urlaub einfach überschaubar.
Folgender Benutzer sagt Danke zu olbi für den nützlichen Beitrag:
es gibt auch AI-gaeste die abends mal auswaerts essen gehen. sie gehen nur nicht immer dahin, wo andere sie gerne sehen wuerden. nach einem schoenen urlaubstag - sei es am strand oder unterwegs auf auffluegen etc - ist ein besucher oft nicht mehr so wild darauf loszuziehen. das kann ich aus frueheren urlaubszeiten auch gut nachvollziehen.
bluebird
was einem in so manchen restaurants rund um die ai-burgen so angeboten wird, ist jedenfalls qualitativ häufig schlechter als das essen im ai-hotel. das kann nicht ernsthaft eine alternative sein.
ich fand halbpension eigentlich immer ganz angenehm mit wahlmöglichkeit, mittag oder abend. da kann man tagsüber am strand verweilen und nen imbiss zu sich nehmen oder ausflüge machen.
nun ja, die unterschiedlichen zielgruppen verlangen nach unterschiedlichen angeboten. kompliziert wirds, wenn ein hotel verschiedensten zielgruppen gleichermaßen gerecht werden will, da kann ich enrique talg gut verstehen. weder würden sich seniorenurlauber mit kleinen kindern sehr wohl fühlen, noch umgekehrt. das hat nichts mit kinderfeindlichkeit zu tun.
Naja, die meisten AI's werden sich wohl in Hotelnähe aufhalten, aber eben nicht nur. Wir sind auch ausgiebig aus gewesen - das können einige der Stammtisch-Besucher bestätigen - eine Gruß an alle, die es betrifft.
Aber die Masse haben wir eben im Hotel verkonsumiert - weil bequem und kostet nüscht extra, das stimmt schon. In wie weit, dieses von uns ja schon in Deutschland ausgegeben Geld in der Insel ankommt, bleibt immer im Unklaren.
AI ist der tod jedweder gastronomischer infrastruktur. Touris wie die Bambams sind da eher die seltene ausnahme. Der normale Ai-tourist nimmt mit, was nur geht, denn es ist ja schliesslich schon bezahlt.
Klar ist auch, dass darunter die qualitaet der umliegenden restaurants leidet. Welcher inhaber kauft schon taeglich frisch ein, um es am naechsten tag in den muell zu schmeissen.
Die anfaenge des AI-tourismus waren einleuchtend. Es entstand dort, wo es ausserhalb der hotels kaum infrastruktur gab und die hotels die sicherste moeglichkeit gaben, alle mahlzeiten abzudecken, ohne dass der touri weit fahren musste (gutes beispiel die anfaenge in der dominikanischen republik).
Aber da beisst sich die katze in den schwanz! AI in den hotels, weil es draussen nichts oder wenig gibt - auf der anderen seite entsteht und haelt sich nichts draussen, wenn die touris nicht ausgehen - fatal.
Auf jeden fall empfinde ich AI auf teneriffa mit seinem doch recht guten gastronomischen angebot fuer nicht angebracht. Aber wie schon vorher an anderer stelle geschrieben: der gast verlangt´s und somit wirds auch angeboten.
... Touris wie die Bambams sind da eher die seltene ausnahme ....
Daran seid aber auch Ihr schuld, denn immerhin haben wir uns ja mit und bei Euch wohlgefühlt, ... bis auf das kleine Finale ... da "mussten" wir die bar im h10 geplündern
Das H10 hat sich übrigens erst im Frühjahr zum AI entschieden, haben eine Menge Leute vom Teidemar übernommen. In unserem Beisein haben die dann schon das AI eingeschränkt, nach uns soll die Einschränkung noch größer gewesen sein. Im Bericht die Qualität ist auch nicht zu unterschätzen - auf der einen Seite schön, weil ohne warten, auf der anderen Seite oft auch nicht gern gesehen - SELBSTBEDIENUNG.
Nach unseren Wanderungen habe ich die Chancen des AI aber genossen und der Barmensch hatte mich im Blick und das Bierglas schon in der Hand. Meistens ist der erste Halbe schon im Ansatz verdunstet
Aber, wie schon erwähnt, beim nächsten Mal wird alles anders.