Inspiriert durch die ökologischen Grundsätze des ITER Technology Park Granadilla (
iter.es) entstand inmitten einer Vulkanlandschaft das erste Bioklimatische Dorf der Welt. Ein von externen Energiezulieferern unabhängiger und vollkommen autarker Komplex, ausgestattet mit vielen Freiflächen und Besucherzentren. Die Häuser kommen allesamt mit minimaler Energiezufuhr aus, versorgen sich aus Wind- und Sonnenenergie selbst und wurden ausschließlich aus „heimischen” Werkstoffen hergestellt. Über den Bau des Bioklimatischen Dorfes haben bereits verschiedene Sender/Medien in der Vergangenheit berichtet (z. B. das ZDF).
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Doku über die Eröffnung mit interessanten Interviews:
- Ricardo Melchior (
Präsident
Teneriffa’s)
- Prof. Dr. Wolfgang Palz (
Präsident WCRE)
- Prinzessin Alexia von Griechenland & Carlos Morales Quintana (Architekt)
- Anna Mathilde Petri (Architektin, Dänemark)
- Carlos Alonso (Cabildo de Tenerife)
- Bouna Sémou d’louf (Botschafter Senegal)
Wissenschaftler vom spanischen Institut ITER und er forschen seit 20 Jahren mitten in einem Hightech-Areal in der Gemeinde Granadilla für die Zukunft Teneriffas.
Ein kürzlich eröffnetes
Besucherzentrum und ein technologischen Lehrpfad zeigen Ergebnisse. Rund 15 Megawatt Windenergie sind bereits installiert und über 20 Megawatt Fotovoltaik. „Geforscht wird aber auch zur Nutzung von Wasserstoff und Erdwärme,“ berichtet Miriam Iliarte von ITER. ITER sei das spanische Spitzeninstitut auf diesen Gebieten, sagt sie.
Viele Besucher kommen an den Fuß des Vulkans
Teide, wegen des bioklimatischen Dorfes. 25 unterschiedliche Appartement Häuser mit direktem Zugang zum Meer, alle Ergebnis eines weltweiten Architektwettbewerbs können begutachtet werden. Manche ragen nur kurz aus der Erdoberfläche, die Dächer sind mit Gras bewachsen. „Die Steine der Häuser und die Erde bieten einen guten Temperaturspeicher, der tagsüber kühlt und Wärme aufnimmt und sie nachts wieder abstrahlt. Eine gut geplante Durchlüftung sorgt für angenehmes Raumklima“, erklärt Illiarte. Andere Häuser stehen auf einem Hügel. Die Fensterfront muss soviel wie möglich Sonne, Wärme und Licht einfangen. Hier muss mehr auf Kühlung als auf Heizung geachtet werden. Ein kleiner Bach, der sich durch das Hausinnere schlängelt, soll für angenehme Luftfeuchtigkeit sorgen.
Nachdem ITER etwa 10 Millionen Euro in das Projekt investiert hat, wird jetzt geprüft, ob die Häuser den Erwartungen entsprechen. Architekten, Wissenschaftler, alle interessierten Besucher können Probewohnen und Daten sammeln. Sensoren kontrollieren Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung. Die Ergebnisse werden zentral registriert und verarbeitet. Ziel ist es herauszufinden, ob die angestrebten Vorzüge des Wohnklimas realisiert werden, was allerdings erst nach längeren Studien beurteilt werden kann. Der Übernachtungspreis wird ungefähr 200 Euro sein, sagt Illiarte. Wer das ökologische Ambiente testen möchte, kann sich beim Fremdenverkehrsamt oder ITER weitere Informationen einholen. Wer sich nur einen allgemeinen Überblick über das Dorf verschaffen möchte, der hat die Gelegenheit zu einer Besichtigung dieses wegweisenden Projektes im ITER, dem Institut der Zukunftstechnologie, von dem die meisten bisher kaum mehr gesehen haben als die Windräder in der Nähe der Autobahn.