Vermutlich werden in den nachstehend genannten Sendungen
Teneriffa und die Kanarischen Inseln allenfalls am Rande vorkommen. Südlich/ südöstlich von
Puerto de la Cruz erinnert der Humboldtblick an den Geografen und Naturforscher Alexander von Humboldt, der sich im Alter von knapp 30 Jahren Mitte Juni des Jahres 1799 auf seiner Forschungsreise nach Südamerika für eine Woche auf
Teneriffa aufhielt und seine Eindrücke schriftlich festhielt.
Um diese Reise geht es in den folgenden Sendungen.
(1)
Titel der Sendung:
Planet Wissen: Humboldts sagenhafte Reisen - Forscher, Humanist und Weltenbummler
Sendetermine:
WDR Fernsehen &
SWR Fernsehen, Mittwoch,
02.03.11, 15:00 - 16:00 MEZ
EinsPlus, Mittwoch,
02.03.11, 17:45 - 18:45 MEZ
BR-alpha, Mittwoch,
02.03.11, 21:45 - 22:45 MEZ
Bayerisches Fernsehen, Donnerstag,
03.03.11, 12:30 - 13:30 MEZ
rbb Fernsehen, Donnerstag,
03.03.11, 14:15 – 15:15 MEZ
Begleittext:
Alexander von Humboldt gilt als einer der letzten Universalgelehrten der Neuzeit. Der Adelsspross, geboren 1769 in Berlin, interessierte sich schon früh für Geologie und Mineralogie, studierte an der Bergakademie Freiberg und wurde Bergmeister.
Als er dank eines großen Erbes finanziell unabhängig wurde, widmete er sich ganz seinen Leidenschaften. Ihn interessierte das Zusammenspiel der Naturkräfte. Er wollte die Natur in all ihren Facetten erforschen.
Seine Forschungsreisen führten ihn nach Südamerika, Russland und China. Er wurde zum Experten in vielen Disziplinen.
Er fasste seine Erkenntnisse im "Kosmos", einem fünfbändigen Werk über die wissenschaftliche Welterforschung, zusammen. Noch heute ist er in Südamerika der wohl bekannteste Deutsche - nicht zuletzt, weil er sich als Humanist und Weltbürger sah und für die Rechte und Interessen der
Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas eintrat.
Studiogast ist heute Prof. Ottmar Ette von der Universität Potsdam. Er widmete einen Großteil seiner Forschungszeit dem Wirken und Leben Alexander von Humboldts. In seinem Buch "Alexander von Humboldt und die Globalisierung" beschreibt er Humboldts Leben, seine wissenschaftliche Leistungen, aber auch seine Bedeutung als Vordenker der Globalisierung. In "Planet Wissen" berichtet er über den Weltbürger, seine Ideen und Bildungsideale.
(2)
Titel der Sendung:
Expedition Humboldt - Ein deutsches Genie in Lateinamerika (Teil 1)
Sendetermin:
Phoenix, Mittwoch,
02.03.11, 20:15 - 21:00 MEZ
Begleittext:
Alexander von Humboldt war ein Superstar seiner Zeit: Forschungsreisender, Universalgelehrter, vernetzter Denker, Technikfreak. In Amerika ist er berühmt wie sonst nur Kolumbus. Am 16. Juli 1799 begann er in Cumaná, Venezuela, eine fünfjährige epochale Forschungsreise durch Süd- und Mittelamerika.
Titel der Sendung:
Expedition Humboldt - Ein deutsches Genie in Lateinamerika (Teil 2)
Sendetermin:
Phoenix, Mittwoch,
02.03.11, 21:00 – 21:45 MEZ
Begleittext:
Am 23. Juni 1802 besteigen Humboldt und Aimé Bonpland den Vulkan Chimborazo in Ecuador. Er galt damals mit 6319 Metern als der höchste Berg der Welt. Auf Humboldts Spuren klettert das ARD-Team hinauf, einmal mit Balthazar, dem letzten "Hielero", einem Eismann, der auf 4.500 Metern Eis hackt und es ins Tal bringt. Wieder auf Meereshöhe folgt die Expedition Fischern und Meeresforschern vor Perus Hauptstadt Lima in den Humboldt-Strom, dessen Ökosystem durch die gewaltige Fischfangflotte zerstört wird. Alexander von Humboldt hatte die ersten Überlegungen angestellt, wie das Klima durch Eingriffe des Menschen verändert wird.
(3)
Titel der Sendung:
Die amerikanische Reise des Alexander v. Humboldt (Teil 1): Flussauf ins Unbekannte
Sendetermin:
rbb Fernsehen, Dienstag,
15.03.11, 00:50 - 01:35 MEZ
Begleittext:
Am 5. Juni 1799 begann die abenteuerliche Reise eines preußischen Adligen, der auszog, die Neue Welt jenseits des Atlantiks zu erforschen.
Alexander von Humboldt verließ Berlin, um in Paris die Expedition vorzubereiten, die fast fünf Jahre dauern sollte.
Gemeinsam mit dem
französischen Arzt und Botaniker Aimé Bonpland erreichte er nach sechswöchiger Seereise die Küste des heutigen Venezuelas.
Ausgerechnet zur Regenzeit wagten die beiden Forscher ihre Reise in die tropischen Wälder am Orinoko. Myriaden von Insekten machten ihnen das Leben zur Hölle, ließen sie mehrmals schwer an Malaria erkranken. Trotzdem gelang ihnen bei dieser Reise flussauf ins Unbekannte eine sensationelle Entdeckung: Humboldt fand die damals von vielen Experten bezweifelte Verbindung zwischen den großen Flusssystemen des Orinokos und des Amazonas. Der Name Humboldt ist seit dieser wichtigsten Forschungsreise der Neuzeit häufiger auf der Weltkarte zu finden als der irgendeines anderen Menschen. Pflanzen, Tiere, Berge, sogar eine Meeresströmung und ein Krater auf dem Mond sind nach ihm benannt.
Titel der Sendung:
Die amerikanische Reise des Alexander v. Humboldt (Teil 2): Expedition über den Wolken
Sendetermin:
rbb Fernsehen, Mittwoch,
16.03.11, 00:15 - 01:00 MEZ
Begleittext:
Die tropischen Wälder des Orinoko liegen weit hinter ihnen, als Alexander von Humboldt und der
französische Arzt und Botaniker Aimé Bonpland beginnen, die vulkanische Bergkette der Anden an der Westküste Südamerikas zu erkunden.
Der 6.310 Meter hohe Chimborazo galt damals als höchster Berg der Erde. Ihn zu besteigen, war das erklärte Ziel der beiden Forscher. Es wurde ein Aufstieg in Stulpenstiefeln und den üblichen Hosen, wie sie auch in den Städten jener Zeit getragen wurden. Etwa 400 Meter unterhalb des Gipfels mussten sie die lebensgefährliche Expedition im tiefen Schnee abbrechen. Trotzdem dürften sie die ersten Europäer gewesen sein, die sich bis in diese Höhe vorgewagt hatten.
Alexander von Humboldt kam als Forscher und Geograph nach Amerika, seine Reisen waren abenteuerlich, aber er war kein Abenteurer. Ihn interessierten nicht nur Landschaften und Natur, sondern auch die Menschen. Er achtete sie, unabhängig von Herkunft und Stand. Mit seiner Kritik an den Europäern, die sich als Herren dieses Erdteils aufspielten, schuf er sich nicht nur Freunde. Simón Bolívar, der spätere Befreier Südamerikas, schätzte ihn gerade deswegen ganz besonders und sagte über ihn: "Er ist der eigentliche Entdecker der Neuen Welt. Seine Weisheit hat Amerika mehr gegeben als alle Conquistadoren."
Ich halte es für möglich, dass die Sendungen „Expedition Humboldt – Ein deutsches Genie in Südamerika“ (Phoenix, 02.03.2011) und „Die amerikanische Reise des Alexander v. Humboldt“ (rbb, 15. Und 16.03.2011) inhaltsgleich sind.
Gruß
Rolf