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Alt 01.01.2011, 16:51
Mencey
 
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2.1.11 Das Geheimnis der Wale

Das Geheimnis der Wale - Die Dokumentation - Abenteuer Wissen extra mit Karsten Schwanke


ZDFneo

So, 02.01.2011 | 19:30 - 20:15 Uhr Deutsche Zeit


Hilflos liegen Wale am Strand, schlagen verzweifelt mit ihren Fluken und drohen unter ihrem eigenen Gewicht zerquetscht zu werden. Die Sonne trocknet die Haut aus, die normalerweise von kühlendem Wasser umgeben ist. Das flache Ufer - eine tödliche Falle. Bilder solcher Massenstrandungen erschüttern immer wieder. So starben im Januar 2009 auf einer Sandbank vor der Perkins-Insel 48 Pottwale. Aber auch auf der Nordhalbkugel sind Verirrungen von Walen bekannt: Pottwale, die an Deutschlands Strände schwimmen, oder grosse Tümmler, die zu Hunderten auf den Kanaren an Land gespült werden. Trotz intensiver Forschungen in den vergangenen Jahrzehnten gibt dieses grausame Naturschauspiel den Wissenschaftlern auch heute noch viele Rätsel auf. Wieso finden Wale nicht mehr ihre vertrauten Wege? Warum sind es so viele auf einmal? Und vor allem: Welchen Einfluss hat der Mensch? Immer klarer wird: Es sind vom Menschen gemachte Faktoren, die eine enorme Rolle spielen. Sie führen dazu, dass einzelne Wale von ihren Zugrouten abkommen und sich verirren. Schiffe, Ölbohrinseln oder auch militärische Sonare stören massiv das empfindliche Gehör der sanften Riesen. So hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten der Hintergrundschall im Meer jeweils verdoppelt. Der Lärm erschreckt die Tiere. Sie geraten in Panik und tauchen überstürzt viel zu schnell auf. Dadurch entstehen Gasblasen, die zu Verletzungen in lebenswichtigen Organen führen - vergleichbar mit den Folgen eines schweren Tauchunfalls beim Menschen. Das traurige Resultat: Die Wale stranden. 2002 verendeten an der Küste Fuerteventuras mehr als 15 Schnabelwale, nachdem das Militär bei einem NATO-Seemanöver Sonargeräte eingesetzt hatte. Ähnliche Folgen können auch Unterwasseraktivitäten zur Suche nach Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten haben. Die Schallwellen, die von Luftdruck-Kanonen zur Analyse der Bodenschichten eingesetzt werden, stören ebenfalls den Orientierungssinn der Meeressäuger. Solch intensive Lärmquellen sind für Wale noch über mehrere tausend Kilometer weit zu hören - der Menschen spürt von alldem nichts. Doch für die Tiere bedeutet es vor allem eins: Es wird immer schwerer, die Störgeräusche von natürlichen Klängen aus ihrer Umgebung zu unterscheiden und damit die Orientierung zu behalten. Wie empfindlich der Orientierungssinn der Wale auf Störungen reagiert, untersuchen Wissenschaftler der Universität Kiel. Sie konnten zeigen, dass die Strandung von Pottwalen in der Nordsee seit jeher schon durch Schwankungen im Magnetfeld der Erde ausgelöst werden konnte. Und Forscher in Australien betrachten nährreiche Meeresströmungen als mögliche Ursache für Fehlleitungen. Doch wie viel drastischer sind dagegen die menschgemachten Störungen. Welche Faktoren letztlich dazu führen, dass Wale ihre Orientierung verlieren und kollektiv dem sicheren Tod im Flachwasser entgegen schwimmen, das muss die Wissenschaft noch klären. Bis jedoch die letzte Lücke in der Beweiskette geschlossen ist, werden wohl noch viele Wale kläglich verenden. Der Gesang der Meeressäuger könnte verstummen, bevor man seine Bedeutung richtig verstanden hat. In dieser Sonderausgabe von Abenteuer Wissen begibt sich Karsten Schwanke auf Spurensuche und fragt nach: Was macht die sagenumwobenen Meeressäuger so orientierungslos? Neue Erkenntnisse dazu liefern Forschungsprojekte in Neuseeland, auf den Azoren und auch an der Nord- und Ostsee.
__________________
Ich verliere nie die Gelassenheit,
ich kann sie nur nicht immer sofort finden!
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Sabine (01.01.2011), schwabe (01.01.2011)
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