war ich bis jetzt mit meinen hdr-fotos nicht besonders glücklich, macht es die neue Version vo Photomatix zum Vergnügen. Flaue Farben im Gegenlicht werden zu schönen Fotos.links unterbelichtet, mitte überbelichtet,rechts das Ergebnis
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Mayerhofer für den nützlichen Beitrag:
Mir ist noch unklar, wie du 2 Fotos in so schneller Folge als Reihenbelichtung machen konntest, dass sich keine Bildunterschiede ergeben.
Oder hast du aus einem RAW zwei Versionen erzeugt?
Grundsätzlich macht die HDR-bearbeitung nur Sinn bei großen Helligkeitsunterschieden, wie z.B. bei Nachtaufnahmen oder bei Sonnenschein mit dunklen Schatten.
Dabei hast du 2 Möglichkeiten:
Ich besitze eine Olympus E510, mit der kannn man eine
1. Belichtungsreihe mit max. -1Blende, richtige Belichtung, und +1 Blende (innerhalb 1 Sec.) Aus der Hand ist das nicht zu machen, ich suche mir entweder einen Felsen, einen Baum, oder nehme die Kamera zwischen meine Bergstöcke (wenn es wirklich nicht anders geht), Stativ wäre natürlich das Beste, aber das nehme ich zum Wandern nicht mit.
das ist die beste Variante.
2. du nimmst ein normal belichtetes Bild (es müssen aber noch Zeichnungen im hellsten Bereich vorhanden sein) und machst davon ein überbelichtetes Bild (33% im Photoshop entspricht 1 Blende) und ein unterbelichtetes Bild. Das hat den Vorteil, dass du selbst entscheiden kannst, wie stark du aufhellen, bzw. abdunkeln willst, hat aber den Nachteil, dass in den unterbelichteten Teilen des Originalbildes beim Aufhellen starkes Rauschen entsteht und die Farbe nicht stimmt (meistens stark blaustichig), diesen Teil des Bildes musst du dann Farbkorrigieren.
Nach Erstellen des HDR-Bildes (um etwa 2 Blenden größerer Kontrastumfang) musst du noch das Rauschen reduzieren. Viel Arbeit für ein Aha-erlebnis, aber es zahlt sich aus. RAW nehme ich nicht her, bei meiner Olympus ist der Unterschied zu JPEG nicht zu sehen (JPEG hat ca. 7MB, RAW ca. 10 MB)
hier ein Bild mit Helligkeitsänderung, links das Originalbild, rechts das Ergebnis
du siehst schon an der Dateigröße, dass das HDR-bild bei gleicher Komprimierung fast doppelt so groß wird.
Danke für deine ausfühliche Antwort!
Die Verfahrensweise bei HDR bzw. DRI ist mir schon bekannt. Mich interessierte vor allem ob das Bild im ersten Posting eine Reihenbeichtung oder ein "Pseudo DRI" aus einem Foto ist.
Trotz des geringen Dateigrößenunterschieds bietet das RAW-Format doch einen deutlich höheren Blendenumpfang als JPEG.
Normalerweise sind es so um die 2 Blendenstufen Unterschied.
Das macht sich bei angesprochenem Photomatrix in der pro-Version deutlich bemerkbar....weil es direkt die RAW-Dateien verarbeiten kann. Also ohne Umweg über 2 erzeugte JPEGs.
Du bist nicht zufällig z.Zt. auf Teneriffa?
Da könnte ich mir abendfüllende Gespräche vorstellen......
Dank und Gruß
Michael
Folgender Benutzer sagt Danke zu Michi17 für den nützlichen Beitrag:
mal grundsaetzlich an dieser Stelle ein "Danke" fuer die gelegentlichen Photoexkursionen hier im Forum... so lernt man zumindest am Rande interessante Techniken kennen, die man sonst nur von Buchcovern kennt und mit denen man sich - obwohl man ggf. sehr gerne wuerde - aus Zeitmangel (oder anderen Gruenden) dann doch nicht beschaeftigt... so hat man aber zumindest schonmal einen kleinen Einblick, der auch viel tiefer sitzt, weil die Motive bekannt/angenehm sind (sprich TF-Motive) ... das wirkt irgendwie ganz anders als beliebige Beispiele in Buechern, bei denen man zum Motiv keinen Bezug hat!
Folgender Benutzer sagt Danke zu Michael für den nützlichen Beitrag:
Hallo Michael,
es wird wahrscheinlich Oktober, bis ich wieder nach Teneriffa fliege. 2008 war ich im Mai und November,
Im Mai hatte ich das erste mal die Olympus im Gebrauch, und Raw habe ich erst in letzter Zeit gründlich ausprobiert und keinen Unterschied feststellen können.
Photomatrix erstellt das Ergebnis in TIFF-qualität mit 36 Bit Farbtiefe her, die dann beim Erstellen einer JPEG-datei nur in 8 Bit ausgegeben werden, daher ist es nicht notwendig, RAW zu benützen. (meine Meinung!)
Das hochladen der Bilder hat funktioniert, ich probiere es noch einmal
Und das Rauschen in den dunklen Bereichen ist bei RAW sichtbar gröber wie bei JPEG (das kommt wahrscheinlich vom größeren Dynamikumfang bei RAW)
hier noch ein Bild mit Belichtungsreihe (beim Aufstieg auf den Guajara)
ich bin bei meiner beschäftigung mit GIMP (ein kostenfreies open-source-programm zur Bildbearbeitung - sozusagen das kostenlose Photoshop ) über ein Skript gestolpert, das genau diesen HDR-Effekt aus solchen Bildreihen versucht herauszuholen. Das Ergebnis in diesem Fall:
man sieht im ergebnis die wellen rechts unten vor dem Felsen im Meer (so wie auf dem helleren bild), aber auch die strukturen der Wolke oben rechts (so wie auf dem dunkleren bild. ausserdem wird der dunsteffekt des aufsteigenden wassernebels verstärkt.
Man kann das irgendwie feintunen - jedoch habe ich mich damit nie länger beschäftigt ...
Ja, das ist ein interessantes Thema!
Für die Nichtfreaks zur Erklärung, warum wir uns damit beschäftigen:
Das menschliche Auge hat einen Blendenumfang von ca. 30 Blenden, kann also Details in dunklen und in hellen Bereichen des Blickfeldes ganz gut erkennen.
Sehr sehr gute digitale Kameras können 11 Blenden. Da fehlt also bei hohen Kontrasten (zb. bei Sonnenschein um die Mittagszeit) immer ganz schön was an Bildinformationen.
Das fällt den meisten Leuten auf, wenn sie Tante Emma im Gegenlicht knipsen.
Die hat statt einem Gesicht nur eine dunkle Schattierung.
Mit dem kleinen Trick der Mehrfachbelichtung bekommt Tante Emma wieder ein Gesicht.
Irgendwo hab ich mal gelesen, ein Falke kann 100 Blenden... tsss