Es begab sich am Freitag dem 13., als dieser unpäßliche Felsen vor der Insel Giglio die Costa Concordia unsanft aus ihren Kreuzfahrt-Träumen riß und auf den Bauch legte. Das traurige Schauspiel hat wohl jeder mitbekommen.
Die nächste Kreuzfahrt dieser Linie fand jetzt planmäßig mit dem baugleichen Schwesterschiff Costa Serena statt, führte nahe an der havarierten Costa Concordia vorbei durch das Mittelmeer bis auf die Kanaren. Und heute lag sie nun fast ausgebucht im Hafen von Santa Cruz de Tenerife und man wollte sich nicht vorstellen, wie es wohl aussehen mag, wenn so ein Monstrum fast waagerecht im Wasser liegt.
Im Hafen lagen gleich 3 Luxus-Liner friedlich hintereinander :
Rechts "Mein Schiff 1" von TUI, und links die MSC Fantasia
In der Mitte die Costa Serena : ____________________ Costa Serena 01.jpg
28. Dezember 2011 - Der NABU verleiht Deutschlands peinlichsten Umweltpreis in diesem Jahr an die Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises. „Ihre angeblich ‚Weißen Flotten‘ sind in Wahrheit dreckige Rußschleudern, denn die Kreuzfahrtschiffe fahren auf hoher See immer noch mit giftigem Schweröl“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. „Damit stößt ein einziger Ozeanriese auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf der gleichen Strecke. Die Gefahren für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen ließen sich leicht vermeiden, aber aus Profitgier verweigern die deutschen Reeder bislang die Verwendung von Schiffsdiesel und den Einbau von Abgastechnik wie etwa Rußpartikelfilter.“
Stellvertretend für die gesamte Hochseeschifffahrt verleiht der NABU den „Dinosaurier des Jahres 2011“ an Michael Thamm, Präsident AIDA Cruises, und Richard J. Vogel, Vorsitzender TUI Cruises. „Sie sind die Speerspitze der überaus lukrativen deutschen Kreuzschifffahrt. Sie dekorieren ihre Schiffe mit schönen Schlagworten wie Wohlfühlen, Fahrtwind und Seeluft – aber aus den Schornsteinen ihrer Luxusliner kommen enorme Mengen giftiger Schadstoffe. Von wegen Seeluft und Traumschiff! Für Küsten- und Hafenbewohner und die Umwelt sind sie der reinste Albtraum“, betont der NABU-Präsident. Tatsächlich ließen sich die bedrohlichen Emissionen eines Schiffs sehr leicht durch die Umstellung von Schweröl auf schwefelarmen Schiffsdiesel und eine geringere Fahrtgeschwindigkeit verbessern: „So lassen sich Schwefeldioxid und Feinstaub um bis zu 90 Prozent reduzieren, und der Ausstoß von klimaschädlichen Rußpartikeln verringert sich um mehr als 40 Prozent“, erläutert Dietmar Oeliger, Leiter der NABU-Verkehrspolitik.
„AIDA und TUI übertrumpfen sich mit aufwendigster Unterhaltung an Bord, nichts ist zu teuer für Restaurants, Wellness und Casinos – aber für einen Rußpartikelfilter ist angeblich kein Geld da. Das ist Heuchelei!“, kritisiert NABU-Präsident Tschimpke. „Es ist völlig unverständlich, wie die Veranstalter von Kreuzfahrten derart mutwillig ihr größtes Kapital, nämlich eine intakte Natur aufs Spiel setzen.“ Mit der Kampagne „Mir stinkt’s! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“, will der NABU Kreuzfahrt-Kunden aufklären und die Reeder zur Einhaltung von Umweltstandards verpflichten.
Liebe Lenka, bin ganz Deiner Meinung,
aber mein Posting sollte keine Reklame für Kreuzfahrtchiffe sein, sondern nur ein Ereignis schildern, das so war wie es war. Nicht mehr und nicht weniger !
In einem anderen Forum habe ich kürzlich folgendes geschrieben :
Zitat:
Dinosaurier des Jahres
Der peinlichste Umweltpreis Deutschlands
Verliehen für 2011 an die Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises von NABU (Naturschutzbund Deutschland)
Zitat:
Ein einziger Ozeanriese stößt auf einer Kreuzfahrt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Pkw auf der gleichen Strecke
Aber selbst wenn die Schiffe ihre Abgase reinigen würden, bliebe immer noch eine verheerende Umwelt- bzw. CO2-Bilanz.
Nachlesen kann man das z.B. hier : http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/dinodesjahres/
Zufrieden ?
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Geändert von Robby (25.01.2012 um 00:14 Uhr)
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Ich weiß nicht, ob angesichts von 16 Toten und über 20 Vermissten, dass hier so angebracht ist. Besonders die Verlängerung der Rutsche bis zu den Rettungsbooten? Gehts sonst noch?
mit entsetzten Grüssen Gunnar
Zitat:
Zitat von Robby
Es begab sich am Freitag dem 13., als dieser unpäßliche Felsen vor der Insel Giglio die Costa Concordia unsanft aus ihren Kreuzfahrt-Träumen riß und auf den Bauch legte. Das traurige Schauspiel hat wohl jeder mitbekommen.
Die nächste Kreuzfahrt dieser Linie fand jetzt planmäßig mit dem baugleichen Schwesterschiff Costa Serena statt, führte nahe an der havarierten Costa Concordia vorbei durch das Mittelmeer bis auf die Kanaren. Und heute lag sie nun fast ausgebucht im Hafen von Santa Cruz de Tenerife und man wollte sich nicht vorstellen, wie es wohl aussehen mag, wenn so ein Monstrum fast waagerecht im Wasser liegt.
Im Hafen lagen gleich 3 Luxus-Liner friedlich hintereinander :
Rechts "Mein Schiff 1" von TUI, und links die MSC Fantasia
In der Mitte die Costa Serena : ____________________ Anhang 25014
Im Vordergrund das Lotsenboot (práctico = Lotse): ___ Anhang 25017
Ganz wichtig für das Kreuzfahrt-Flair, eine Rutsche : _ Anhang 25018
Und dann am Abend Ausfahrt aus dem Hafen : ______ Anhang 25019
Vielleicht sollte man mal daran denken, die Rutsche bis zu den Rettungsbooten zu verlängern ?
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Die Gans erwacht im fremden Forst, sie liegt in einem Adlerhorst. Sie sieht sich um und sagt betroffen: Mein lieber Schwan, war ich besoffen!
Bei den bisher 16 Toten in der Costa Concordia-Katastrophe wird es ja, leider, nicht bleiben.
Wenn man die aus diesem Unglück resultierenden, internationalen Erhebungen auslotet, kommen haarsträubende Tatsachen an die Oberfläche.
Unabhängig von den Urlaubsgepflogenheiten unserer Zeitgenossen, "jedem Tierchen sein Pläsierchen", sind die Beigaben im "Luxury-Class" Spiegelbild derselben: Amüsement a toda costa - auf Teufel komm raus.
So ist es kaum wichtig, beim Sicherheits-Check auf den Schiffdecks für das "probeweise" Anlegen der Schwimmweste vorher die Perleketten abzulegen, die Rolex zeigt an, wie lange diese "leidige" Prozedur dauert.
Genauso kommt das Finanz-Journal keinen Zentimeter weiter herunter, während die Stewardess im neuen Luxusliner die Notausgänge erklärt.
Mit ein paar dicken Scheinchen wird die Gunst der Crew schnellstens konditioniert, Kinder und Oldies werden sich zur Selbsthilfe empfohlen, man kann, noch in Abendgarderobe, wieder an Land, ins nächste Restaurant und feine Interviews geben, mit Krokodilstränen im Rever.
Böser, böser Felsen ? Nicht in der Seekarte vermerkt ? Welch ein qualifiziertes Märchen !
Machogehabe, vor der, NICHT an Bord registrierten, Geliebten, lässt das Steuer in Hand des Timonels, der Captains Order gewissenhaft ausführt und das Schiffchen auf Kratzkurs bringt.
Ein Glück, die Toten nun bedauernd, hat sich das Schiff nach Allen bekannter Anweisung der Rettungsorgane, in die "stabile Seitenlage" begeben.
Toleranz ist die Voraussetzung für jegliches Zusammenleben !
¡ El listo más listo, tendrá que reconocer que siempre habrá otro aún más listo !
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@ Robby: danke für den Bericht und die schönen Bilder von den Schiffen. Mir gefällt der Beitrag.
Dass die Serena, als Schwesterschiff der Concordia dabei war ist doch der Lauf der Dinge. Sicherlich ist es tragisch was da vor Italien passiert ist, aber deswegen kan man nicht die gesamte Kreuzfahrtindustrie verdammen.
Gleichzeitig finde ich den Beitrag von lenka11 hier absolut unpassend, um das Thema geht es hier nicht.
Oder sollen wir bei jedem Flugzeugunglück nicht mehr fliegen, schaut euch mal die Umweltbilanz der Flugzeuge an, wie kommt ihr demnächst nach TF ?
Mal schauen wenn in Cadiz die erste Galeeren zu Wasser gelassen werden, das ist dann umweltdfreundlich, könnte man sogar noch als SPA und Fitnesstraining verkaufen
Was macht ihr bei Autounfällen, wie am WE auf der A1 mit 30 Autos ? Zurück zum Fahrrad, zu Fuss gehen ??
Und damit ihr noch was zu gucken habt zeige ich euch noch eine aktuelle EDEKA- Werbung.......
__________________ wir waren vom 2. bis 27. März in Puerto...... aber wir kommen wieder !!
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Bitte verratet nicht, dass ich sie angeschmiert hab, sonst wird das alte Luder sauer.
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Zitat von LaTorre
So ist es kaum wichtig, beim Sicherheits-Check auf den Schiffdecks für das "probeweise" Anlegen der Schwimmweste vorher die Perleketten abzulegen, die Rolex zeigt an, wie lange diese "leidige" Prozedur dauert.
Genauso kommt das Finanz-Journal keinen Zentimeter weiter herunter, während die Stewardess im neuen Luxusliner die Notausgänge erklärt.
Mit ein paar dicken Scheinchen wird die Gunst der Crew schnellstens konditioniert, Kinder und Oldies werden sich zur Selbsthilfe empfohlen, man kann, noch in Abendgarderobe, wieder an Land, ins nächste Restaurant und feine Interviews geben, mit Krokodilstränen im Rever.
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Was wird sich nun ändern ?
Sicherheitseinweisung ..... läuft auf dem Schiff dann ähnlich wie beim "Saftschubsen- Aerobic" .....
was wird sich ändern......... nichts
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ich war immer nur auf kleinen schiffen unterwegs, meist bis 125 gaeste und zuletzt mit max 500 gaesten. gerade bei den kleinen, wurde die uebung unter echt-bedingungen simuliert. als die gaenge waren dunkel und es wurde nebel in die gange gebracht. im notfall herscht ja niemals festbeleuchtung etc.
bluebird
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Zitat von bluebird
ich war immer nur auf kleinen schiffen unterwegs, meist bis 125 gaeste und zuletzt mit max 500 gaesten. gerade bei den kleinen, wurde die uebung unter echt-bedingungen simuliert. als die gaenge waren dunkel und es wurde nebel in die gange gebracht. im notfall herscht ja niemals festbeleuchtung etc.
bluebird
und was hat das hier zu suchen ??
OFFTOPIC
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