An alle cetaceen-liebhaber und solche die es gerne werden wollen sind hier herzlich wilkommen........
Und nachdem ja das Jahr 2007 als das Jahr des DELFINS deklariert worden ist, freue ich mich von Euch über diese "Engel der Meere" zu lesen, infos auszutauschen, erlebnisse zu berichten, auch im esotherischem sinne.
Ich selber habe schon ein Buch geschrieben und ein Kapitel wurde auch schon publiziert, das 2.te ist jetzt im "Anmarsch".............und wenn eventuell ein reges interesse besteht werde ich dann in regelmäßigen abständen hier auszüge veröffentlichen........auch um ein Feedback/Kritik von Euch zu erhalten.......
......."Lasst uns Delfinisch leben".........
Dolfin71
Das wissenschaftliche Forschungsschiff Vell Mari ist ein in Spanien einzigartiges schwimmendes Krankenhaus fuer Meerestiere das 3 Monate lang die kanarischen Gewaesser erkunden wirdum festzustellen,inwiefern Unterwassergeraeusche die Meeressaeugetiere beeintraechtigen koennen.Zu diesem Zweck werden die Wissenschaftler wzei innovative Unterwassermikrophone verwenden,von denen es weltweit nur 23 Stueck gibt.Die Forschung die auf den Kanaren durchgefuehrt werden,gehoert zu dem Projekt "La Caixa a favor del mar"(La Caixa fuer das Meer).Das Schiff wird die Gewaesser zwischen Gran Canaria,La Gomera;Las Palmas und Teneriffe befahren und am 23.Maerz die ersten Ergebnisse der Studie veroeffentlichen.
um die Unterwassergeraeusche zu analysieren,wurden zwei Hightech-Unterwassermirophone installiert.Die sogenannten "Ears" wurden in Hawaii entwickelt und sind aeusserst praezise Instrumente,die es ermoeglichen Unterwassergeraeusche aufzunehmen,um ihre Auswirkungen auf die Tierwelt zu untersuchen.Die Mikrophone wurden noerdlich von Gran Canaria und suedlich von Teneriffe installiert,so dass die Ears die Unterwassergeraeusche zwischen den Inseln aufnehmen koennen.Ausserdem zieht das Segelschiff ein weiteres Mikrophon hiter sich
her.
Die Unterwassergeraeusche ist fuer das Ueberleben der Meeressaeugetiere extrem wichtig,da diese Tiere sich dank ausgestossener Schallimpulse orientieren,ihre Narung orten und sich untereinander verstaendigen.
Unterwasserlaem kann unter Umstaenden schwerwiegende Schaeden verursachen und dazu fuehren das sich z.B. Wale und Delfine nicht mehr orientieren koennen und an den Kuesten stranden.Sowohl die Geraeusche herkoemmlichen Schiffahrt wie auch militaerische Manoever mit der Verwendung von Sonargeraeten sind fuer die Meeressaeugetiere schaedlich.
Kommerzielle Schiffe sind nicht mit Sonargeraeten ausgestattet,die es ermoeglichen den Tieren auszuweichen.
Das Segelschiff ist ein schwimmendes Krankenhaus,welches ueber einen Operationssaal verfuegt,indem bisher 60 Schildkroeten behandelt wurden.Ein Laboratorium fuer Blut-u.Wasseranalysen sind ebenfalls vorhanden.Neben den Computern fuer die Analyse der Unterwassergeraeusche ist das Schiff mit verschiedenen Kameras ,einer schwimmenden Krankenbahre und anderen Geraete ausgestattet,die es ermoeglichen Delfine und andere Tiere auf hoher See zu behandeln.
Ein gestrandeter Delfin oder Wal befindet sich in einer lebensbedrohlicher Lage,so das ein tieraerztliches ausgestattetes Schiff,welches es erlaube,schnell zu dem Tier gelangen und erste Hilfe leisten,bevor sein Zustand sich noch verschlechtert.
Auf den Kanaren soll das Schiff auch ueber die Bedeutung der Erhaltung der Meerestiere aufklaeren,da die natuerliche Ressourcen der Meere gefaehrdet sind.Wenn die Fischerei sich weiterhin so entwickelt wie bisher,werden 90% der Fische die kommerziell nutzbar sind,im Jahr 2048 ausgestorben sein.
Als ich endlich auf Sardinien in Cagliari ankam war ich komplett erschöpft und dennoch spürte ich (anfangs noch unbewusst) ein starkes Kribbeln in mir. Mir war es egal ob mich diese Reise pleite machte oder riskant für meine Gesundheit wäre......ich nahm einfach jede Möglichkeit wahr ohne rational darüber zu sinnieren, denn für mich galt nur noch das "jetzt" und nicht mehr das "morgen". Und die Gedanken über die Therapie die mir nach dieser Reise noch bevorstand, "schaltete" ich einfach aus, und konzentrierte mich allein auf den jetzigen Moment.
Ich spürte nichts mehr von der Kälte Österreichs, die mich umgab wie ein dunkler Mantel, als ich in das Flugzeug stieg und meine "persönliche" Reise antrat. Diese Atmosphäre, in der Ankunftshalle in Cagliari, nachdem ich gelandet bin und mein Gepäck abholte, (die mich jetzt umgab) ließ ich auf mich einwirken.
Die Zeit steht still für mich und alles um mich herum bewegt sich wie im Zeitraffer. Das warme Licht der Sonne das durch die großen Scheiben scheint erwärmt mein Gesicht wie ein freundlicher Gruß.
Ich schließe meine Augen für einen Moment lang, um die Sonnenstrahlen in mich "mental" aufzunehmen........Zeitlos ist dieser Moment.
Ich nehme die Stimmen der Menschen die um mich "herumhuschen" nur noch als angenehmes Rauschen in meinen Ohren und in meinen Gedankengängen auf. Ich öffne meine Augen und Tränen laufen mir über meine Wangen und zum ersten Mal spüre ich so was wie Erleichterung in mir.
Ich beobachte die einzelnen Personen wie sie in der Ankunftshalle auf ihre Lieben warten um sie dann herzlich, nach vielleicht langer Abwesenheit, in Ihre Arme zu schließen und sich glücklich voller Freude in die Augen zu schauen, um (ohne Atempause) zu berichten wie es dem einem oder anderem in der Welt ergangen ist. Pärchen die sich nur in die Augen sehen, ohne ein überflüssiges Wort zu verlieren, wo allein nur der reine, pure, Gedanke zählt "ich bin jetzt hier mit Dir".
Die Kinder die aufgeregt zwischen den Erwachsenen hüpfen, weil sie es vor Spannung nicht mehr aushalten können den ankommenden Besuches eines Verwandten, jemandes Bekannten wieder zu sehen............."it´s a beautifull Day". Der Song von U2 fällt mir in dem Moment ein und verbinde ihn mit den Eindrücken die ich bei meiner Ankunft habe.
Als ich mich bückte um zu versuchen mein Gepäck auf einen Trolly zu schleppen, tippte mich jemand an meine Schulter und fragte, während ich mich umdrehte, ob ich der "Signor" Marni wäre. Ich drehte mich um und blickte in zwei lustig-funkelnden dunkelbraunen Augen einer Frau mittleren Alters, und vernahm sofort den Duft des Meeres der von ihr strömte und ihr keckes Lächeln, das ebenfalls vom Meer braungefärbte Gesicht, mir strahlte entgegen. Wir stellten uns gegenseitig vor und besprachen die weiteren Einzelheiten meines Besuches und der mir bevorstehenden Reise.
Marcella wusste schon von meiner Krankheit bescheid und half mir mit meinem Gepäck, das normalerweise, wenn ich gesund wäre für mich kein Problem darstellen würde, aber dadurch das ich sehr viel an körperlicher Kraft eben durch den Krebs und den daraus folgenden Therapien verlor konnte ich nur mühsam das Gewicht meiner Sachen auf und abladen.
Als wir ins Auto stiegen fragte sie mich ob ich schon Erfahrungen hätte auf See und ob ich jemals Delfine oder Wale in natura sah. Ich berichtete Ihr, während sie den Motor des Wagens anließ, von meinem ersten und bis jetzt einzigem Erlebnis auf offener See mit Delfinen auf Teneriffa. Seltsam, obwohl sie wie ein Formel-Eins Pilot durch den ?Italienischen? Verkehr fuhr strahlte Sie eine Ruhe aus und hörte meinem bericht aufmerksam zu. Als ich dann zu der stelle kam wo mich ein Delfin für einen Sekundenbruchteil an der Fußsohle "kitzelte" da gluckste sie vor lachen und verlor (so erschien es mir) fast die Kontrolle des Wagens.
Dieses Lachen von Ihr klang Frei und ungezwungen, nicht verkrampft oder begleitet von unnötigen Gesten, und es erklang wie eine Meeresbrandung in meinen Ohren.
Meine Angst flackerte auf wegen Ihres Fahrstils aber Sie beruhigte mich sofort und sagte nur zu mir "ab jetzt brauchst Du keine Angst mehr vor irgendetwas oder irgendjemand zu haben, Du wirst SEHEN"
Ihr Wort in Gottes Ohr dachte ich, und vertraute ihr mein leben an.
Wir Fuhren aus Cagliari raus entlang der Felsigen Steilküste, und ich bewunderte still und andachtsvoll die majestätische Vegetation die uns während der Fahrt umgab. Die Sonne tauchte die Landschaft in ein Farbenspiel aus Licht und Schatten. Die Luft war erfüllt mit würzig-salzigen Düften die buntgemixt in meine Nase strömten und mir einen nieser nach dem anderen bescherten nachdem ich das Fenster herunterkurbelte was wiederum Marcella zum Lachen brachte. Trotz der kalten Jahreszeit war es angenehm "warm" auf Sardinien.
Ich dachte nur noch "Oh Gott bitte nicht jetzt noch eine Erkältung".
Ich musste sehr Aufpassen auf mein Immunsystem das durch die Therapien sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber was sollte ich machen? In Wien konnte ich nicht bleiben da mich zumal ja auch meine ehemalige Partnerin verlassen hat aus welchen Gründen auch immer, zum selben Zeitpunkt als ich erfuhr das ich Krebs im Fortgeschrittenem Stadium hatte. Und ich wollte trotz sehr guter Gesundheitlicher Behandlung nicht Weihnachten alleine verbringen in meiner 46 Quadratmeter Wohnung.
Natürlich konnte ich mich genauso entscheiden zu meiner Familie zu fahren aber das wären dann für alle beteiligten keine Schöne oder Fröhliche Weihnachten weil der Krebs wie ein unheimlicher Schatten mich umgab. Und das will ich niemandem antun. Also was blieb mir noch an Möglichkeiten übrig um nicht als suizidgefährdet eingestuft zu werden, was sehr leicht passieren konnte nach alldem was ich aushalten musste in den letzten Monaten, ALLEINE.
Ich besann mich auf mein Faible für Delfine und meinen Träumen, nachdem ja die Person, die als letztes mir nahe stand, und der Krebs, mir alle Hoffnungen und Glauben an meinem Optimismus zum leben aus mir radikal Herausradierten.
Ich dachte mir, bevor der Krebs vollends mich und meine Seele auffrisst, will ich noch einmal Delfine in meiner nähe spüren, denn seit meinem ersten Erlebnis mit Ihnen, fühlte ich mich zu Ihnen hingezogen aus unerklärlichen Gründen.
Vollbremsung........
Ich wurde abrupt aus meinen Gedanken gerissen und dachte das jetzt meine "Stunde" geschlagen hätte mitten in der Pampa of nowhere.
Ich drehte mich zu Marcella um, um mich zu vergewissern das wir noch Lebten. Aber stattdessen blickte ich in ein ernstes Gesicht das Bände sprach. Auf meine Frage was denn passiert sei, sagte sie nur eines "hör mal Roberto, wenn Du wirklich diese Reise machen willst egal aus welchen Gründen oder Motiven, dann musst Du zuerst bereit sein deine Gedanken die Dich beschäftigen loszulassen und darauf vertrauen was kommt ohne vorher zu wissen WAS genau kommt sonst bringt Dir dieser Trip für Dich keine neuen Erkenntnisse für DEIN weiteres Leben, also hör auf darüber nachzugrübeln und fange an Dich zu Freuen auf das was Dir und den anderen Mitgliedern der Gruppe noch bevorsteht".
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.........Trotz Ihres Fahrstils hat sie anscheinend meinen nachdenklichen Gesichtsausdruck bemerkt und mich für den Moment "aufgeweckt", so dachte ich jedenfalls zuerst aber ich sollte eines besseren gelehrt werden, den Marcella ist ein Empath wie ich im späterem verlauf der Reise erfuhr und konnte meine Gedanken "mithören".
Als nun die Sachlage geklärt war, lies sie den Motor des alten Fiat Panda wieder an, der, nach meiner frage wie alt das Auto sei, fast auseinanderbrach sobald Sie mit dem Gaspedal spielte, und ich befürchten musste bald in einem "Cabrio" zu sitzen.
Sie Grinste nur und meinte solange noch Benzin im tank ist und 4 Räder noch den Asphalt berühren, solange wird das Auto fahren.
"Oje" dachte ich nur "das Abenteuer beginnt ja herrlich"...............
Wir Durchquerten das Hafendorf Pula das an einem Berghang nach und nach entstanden ist. Der Malerische Hafen wo die heimkehrenden Fischerboote gemütlich mit aller zeit der Welt dahindümpelten, während die Frauen und Kinder laut gestikulierend auf die Ankunft ihrer Männer an den Pieren warteten.
Die Sonne die sich als Spiegelbild auf der fast ruhigen Wasseroberfläche in tausend Farben brach. Ein lächeln huschte mir übers Gesicht wenn ich daran dachte wie es wäre einer dieser Fischer zu sein, und meine korpulente Frau würde in Kochschürze und Pantoffeln auf mich am Pier warten um mir den nächsten Fisch um die Ohren zu Hauen weil ich zu lange auf See war.
Ich Grinste auf einmal und begann innerlich zu kichern wie ein Kind, je länger ich mir diese Vorstellung in Gedanken, bildlich vor meinem Geistigen Auge vorführte.
Marcella, die mir versucht hatte etwas über diese Ortschaft zu Erzählen bemerkte mein Grinsen. Ich Entschuldigte mich sofort bei ihr um kein Missverständnis aufkommen zu lassen, und erzählte ihr was mir gerade durch den Kopf ging. Da fing sie auch an zu Grinsen was dann letztendlich in schallendes lachen ausartete von uns beiden.
Sie erklärte mir nur noch das wir uns beeilen müssen da wir ja bis nach Santa Margherita fahren müssen um den Rest der Gruppe zu erreichen weil ich der letzte Anreisende wäre der noch fehlte.
Wir fuhren wieder los so schnell es ging, und mittlerweile gewöhnte ich mich schon an die Geschwindigkeit meiner Chauffeurin die wie eine Lebensmüde die Kurven nahm.
Über eine Reihe von Hügelketten und Tunnel erreichten wir schließlich Santa Margherita am späten Nachmittag.
Kein Wort der Welt kann den Eindruckt beschreiben den ich von dieser Ortschaft hatte und ich sagte zu Marcella sie möge doch bitte anhalten weil ich dieses "Bild" in mich aufnehmen wollte.
Wir hielten an der Zufahrtstrasse oberhalb der Ortschaft an und parkten auf einem Feldweg daneben.
Ich stieg aus, auch um meine noch vorhandenen Knochen zu strecken die während der ganzen Fahrt in Mitleidenschaft gezogen wurden, Mama mia.
Santa Margheritta lag vor mir in einer Bucht, umsäumt von der hügeligen Landschaft wo der Wind über die langstieligen Gräser sanft in wellen dahinstrich, und dahinter erstreckte sich ein langer weißer Sandstrand der am ende an den Hafen anbindet der zum Dorf gehörte. Die Farben der verschiedenen Gebäuden und Häusern erinnerten mich an die kleine Spanische Hafenstadt Santander.Die Luft roch nach Meer und war erfüllt vom Geräusch des Signalhornes des Leuchtturms den der wind herüberwehte,...........wie ein entfernter Gruß während die Sonne sich langsam dem Horizont näherte und ihren schein auf das ruhige Wasser des Meeres spiegelte wo eine Explosion von Farben stattfand.
Ungeduldig machte mir Marcella zu verstehen das es langsam Zeit wäre um zum Ziel zu kommen. Ich streckte mich noch einmal durch um gleich darauf in den wagen einzusteigen und lauschte dem Ton des Signalhornes.
Als wir letztendlich am Hafen ankamen wurden wir schon von den anderen Mitgliedern freudig empfangen und obwohl ich die einzelnen Personen nicht kannte so wurde ich dennoch umarmt und auf italienische art freudig auf den Wangen links und rechts geküsst.
Wie sehr habe ich diese art von Begrüßung vermisst, einfach umarmt zu werden egal was oder wer DU bist ohne vorurteile oder ethische bedenken.
Ich wurde von Marcella den anderen vorgestellt, Pablo aus Spanien, Mattheo/ Gianfranco/ Carlo aus Italien, Joseph aus Australien, Giulia, Marzia, Sandra und natürlich Marcella, und Mirca aus England.
Wir 11 zusammen mit der Schiffsbesatzung ergaben also die Gruppe die dann für Tage, auf See gemeinsam eine Reise ins ungewisse machen um wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Erfahrungen zu machen die für jeden einzelnen wichtig werden sollten für den Rest des Lebens und darüber hinaus.
Da die Crew schon alles an Bord hievte fehlte nur noch meine Wenigkeit um meine Kajüte aufzusuchen das ich mir mit Joseph und carlo teilte und um meine Sachen zu verstauen während Gianfranco mir alles erklärte wo was an Bord zu finden sei.
An diesem Abend saßen wir in einer "Hafenkneipe" zusammen um erst einmal sich zu stärken mit frischem Fisch und Gemüse. Obwohl ich kein großer Fischesser bin so musste ich dennoch zugeben das diese Scholle die ich mir bestellte mir hervorragend schmeckte. Der duft von gegrilltem Fisch und das zart-würzige "Fleisch" zu schmecken wie es im Mund zergeht ohne Angst zu haben an einer Grete zu ersticken und dazu noch ein Hauseigener Weißwein der mit seinem herb-trockenen buquet den Geschmack des Essens vollendete. Dazu noch frisches Weißbrot direkt vom Ofen das serviert wurde mit ruccolasalat und Tomaten angerichtet mit reichlich Olivenöl.
Der abschließende obligatorische Grappa war das non plus ultra um noch einmal auf diese Zusammenkunft anzustoßen, .........wann war es das letzte mal das ich mich bei einem essen SO wohlfühlte??? innerlich wie auch äußerlich ohne druck und Hektik, ohne beängstigende Gedanken???.
Wir lernten uns näher kennen indem wir unsere letzten Ereignisse und Erlebnisse offen darlegten, genauso wie die im Meer lebenden Geschöpfe es tun weil es ja außer Wasser keine mentalen verstecke oder Barrieren gab hinter dem man sich verstecken konnte, auch ich kam an der reihe und ich machte kein Hehl draus was mir das damalige leben bis jetzt bescherte, Joseph meinte das manchmal das Schicksal sehr hart zuschlägt wenn man es am wenigsten erwartet, und ich erwiderte das vielleicht gerade mein "Schicksal" ein Motiv hatte so hart zu mir zu sein weil ich vielleicht noch meine Bestimmung, meine ganz persönliche Erkenntnis finden muss.
Das gab den anderen zu denken und Marcella schaute mich für einen kurzen Moment seltsam an, als ob sie mir mental sagen wollte das ich gerade den ersten schritt in "meine" Richtung ging..........
Mein Abenteuer begann......................
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4 Uhr morgens, ich spürte wie mich eine hand am oberarm sanft rüttelt während ich noch von einer schönen blonden Meerjungfrau träumte.........aber was für eine herbe Enttäuschung erlebte ich als ich das bärtige Gesicht von carlo über mir sah und mir sagte das wir in dreißig Minuten ablegen werden.....mir lief es kalt den rücken runter als ich mir carlo als Meerjungfrau vorstellte....
Als ich von meiner Koje ausstieg musste ich mich erst einmal am bett festhalten weil mein Körper und mein Gleichgewichtssinn noch nicht daran gewohnt waren nachts in einem schaukelndem boot zu schlafen. Ich hatte keine Schwierigkeiten damit im generellem sinne aber es ist auch nicht so das ich regelmäßig auf einem boot schlafe als Landratte.
Naja, ich wankte dann in die für mich viel zu kleine Waschnische um mich zu pflegen. Die kalten wasserspritzer die meine warme haut benetzten brachten meinen Kreislauf wieder in Schwung und ich musste ein paar Mal tief durchatmen um mich an das kalte Wasser zu gewöhnen, als ich mich dann doch letztendlich überwand meine durch den krebs entstandene Glatze unter den Wasserstrahl zu halten, ich empfand es sogar als sehr angenehm und wohltuend.
Ich musste mich beeilen den wir wollten noch gemeinsam an Deck beten, an den Schöpfer aller Dinge und bitten für eine gute Reise und eine bessere Rückkehr bevor wir ablegten und uns dann dem Frühstück widmeten.Ich stieg die kleine Leiter empor um an Deck zu gelangen. Welch eine ruhe noch herrschte, ungewöhnlich für mich als Großstadtmenschen der "krach" gewohnt war. Als ich aus der Luke stieg musste ich mich umdrehen um in Richtung Bug zu wanken wo sich langsam die anderen Mitglieder versammelten, und in jedem sah man noch ein Rest von Müdigkeit in den Augen aber gleichzeitig spürte ich auch eine gewisse Anspannung weil jeder es kaum erwarten konnte abzulegen und loszusegeln hinaus aufs offene Meer.
Als wir so im Kreis dastanden und uns an den Händen fassten und unsere Augen schlossen, da spürte ich zum ersten Mal ein gewisses Gemeinschaftsgefühl jedem einzelnem gegenüber und ich sandte dieses tiefgute innere Gefühl mental an die anderen weiter, und ohne zu ahnen ob es auch klappte, drückte mir Joseph, der zu meiner rechten stand, etwas fester meine hand und auch Marcella die zu meiner linken stand und meine hand hielt drückte etwas mehr als normal meine hand.
Ich erschrak, habe ich etwa tatsächlich etwas bei den anderen bewirkt??? Nein ich konnte, ich wollte es nicht glauben und schob es als Zufall ab......ich wurde jäh aus meinen Gedanken wachgerüttelt, denn Joseph hielt mich fest und versuchte mit einem Tuch etwas aus meinem Gesicht zu wischen.
Ich merkte erst etwas später was tatsächlich geschah, während des Gebetes als wir unsere Augen dabei geschlossen hielten, konzentrierte und focusierte ich mich so sehr auf dieses gute Gefühl in mir das ich spürte, ohne dabei auf Gianfrancos gebet zu hören, und durch diese starke Konzentration die ich mental an den anderen weitergeben wollte damit sie teilhaben an dem selben positivem Gefühl, platzte eine kleine Ader in meiner Nase und ich fing an zu bluten ohne es zu merken.
War es die aufgestaute Erwartung von mir an diese Reise und an die bevorstehende Begegnung mit Delfinen?? oder war es der seelische innere Druck den ich in all den Jahren an einem kalten unfreundlichen Ort gehortet habe und der jetzt durch dieses Gefühl explodierte?? Ich wusste es nicht und war noch dermaßen schockiert und benommen. Mirca meinte ich solle mich unter deck aufhalten und mich beruhigen bis wir aus dem Hafen sind. Ich folgte ihrem rat und Joseph begleitete mich zum Frühstücksraum wo ich erst einmal einen starken Kaffee trank.
Während ich die dampfende Tasse in den Händen hielt schaute ich Joseph an der mir zugrinste, ich fragte Ihn ob er etwas gespürt habe während des Gebets, weil er mir ja auf einmal die hand zudrückte genauso wie Marcella. Er sagte das meine Hand die Ihn hielt zuerst noch ganz kalt war und dann auf einmal sehr warm wurde und er so etwas wie einen schönen Impuls empfand der ihn fröhlich stimmte.
Ich schaute Ihn ungläubig an über den Rand meiner Kaffeetasse hinweg, anscheinend zu ungläubig denn er begann zu lachen. Sein Lachen erklang genauso frei wie das von Marcella und ich berichtete Ihm was ich am Vortag mit Marcella während der Anreise erlebte. Er hörte nicht auf zu lachen und so begann ich ebenso zu lachen weil einfach die Situation mich fröhlich stimmte ohne darüber nachzudenken ob ich mich vielleicht falsch oder richtig verhielt.
Mirca und Sandra kamen runter in den Frühstücksraum weil sie unser Lachen hörten. Daraufhin waren sie beruhigt nachdem sie sahen dass es mir wieder besser ging anhand meines Lachens.
Die Gruppe wurde von Marcella über meinen Gesundheitszustand informiert und deswegen waren sie etwas besorgt um mich als ich aus der Nase blutete.
So nach und nach kamen dann alle und Joseph und ich sahen es als unsere Pflicht an wenigstens das Frühstück für den Rest der Gruppe zu machen, da wir ja beide beim ablegen nicht anwesend waren.
Ich aß nicht viel weil ich unbedingt meinen ersten Sonnenaufgang auf dem Meer erleben wollte, also entschuldigte ich mich bei den anderen während ich aufstand. Ich ging an unserer Kajüte vorbei und holte mir noch meine Jacke um nicht an deck zu erfrieren durch den morgendlichen Fahrtwind der doch recht eisig mir entgegenwehte.
Aber der Anblick des Sonnenaufgangs lies mich die Kälte vergessen. Eine Explosion an Farben und Licht die langsam am Horizont emporkroch und sich auf der Meeresoberfläche in tausend kleine Farbenblitze spiegelte die mich blendeten.
Der Anblick dieses Magischen Naturschauspiels lies mich innerlich öffnen und erkennen wie klein und machtlos wir sind gegenüber Mutter Natur. Der Einfluss der globalen Industrialisierung mit all der Technik Manipulationen und Errungenschaften die wir für so genannte "wunder" halten, und uns letztlich doch noch zu unserer eigenen Ausrottung hinführt weil wir vergessen haben die Natur zu respektieren und zu schützen, wie es ja schon in der Bibelgeschichte uns aufgetragen wurde, hat uns vergessen lassen wie schön so ein Sonnenaufgang ist.
Ich blieb verzaubert von diesem magischem Moment der mir irgendwie auch kraft gab. Kraft weiterzumachen und niemals der Versuchung zu erliegen aufzugeben erst recht nicht wenn man Krebs hat auch wenn man alleine ist.
In dem Moment meiner Gedanken spürte ich Hände auf meinen schultern ruhen.....da standen sie nun, alle zusammen links und rechts neben mir um mit mir in diesen Sonnenaufgang einzutauchen........
Marzia begann auf einer flöte ein Lied zu spielen das genau in dieses Szenario passte, mit fröhlichen lang gezogenen weichen tönen begrüßte sie auf Ihre weise den tag. Mir fiel auf das Marzia nach einer gewissen abspielfolge gewisse Töne oder Tonblöcke immer wieder wiederholte. Ich wartete geduldig ab mit meiner frage was es damit auf sich hat das Marcia diese Töne spielt wovon ich überzeugt war sie schon einmal irgendwo gehört zu haben, denn dieser klang dieser Melodie erinnerte mich an ein vertrautes Gefühl was ich nicht einordnen konnte und dennoch................
Carlo und Sandra erzählten mir das Marcia Stumm ist, verursacht durch ein schlimmes Trauma in Ihrer Kindheit und sie nur durch Ihre flöte und Ihre Musik Ihre Gefühle und Emotionen zum Ausdruck bringen kann. Ich blickte auf Marcia herunter die auf den Planken im Lotussitz saß in ihrem graugelben Strickmantel und konzentriert in ihrem Flötenspiel versunken war, und ich empfand aufrichtiges Mitleid mit ihr.
Der Tag war schon im vollen gang als wir nach unserer ersten meditativen Versammlung uns an die arbeit machten. Es gab gewisse regeln zu beachten an Bord in Bezug der Arbeitsaufteilung, aber wir teilten uns die arbeiten auch ohne diese regeln auf, ein jeder machte das was wofür er fähig war.
Carlo, Mattheo und Gianfranco die vom Italienischem Meeresforschungsinstitut in Genua beauftragt wurden Untersuchungen und Tests im Meer zu machen, machten sich daran die verschiedenen Geräte am Schiff zu positionieren und in Funktion zu setzen. Oszillatoren, Unterwassermicrofone- und Lautsprecher, Reagenzgläser, unterlagen zur Statistikberechnung, spezielle Filter zur Überprüfung der Wasserqualität, Computer zur Datenerfassung, sogar eine kleine Unterwasserkamera hatten die dabei und sehr viele karten zur Positionsbestimmung der entnommenen proben des Wassers.
"Wow" sagte ich zu mir, "zum erstenmal roberto bist du auf einem schiff mit echten Wissenschaftlern und forschern unterwegs", es war spannend den Männern zuzuschauen mit welcher Genauigkeit und Zielstrebigkeit sie die verschiedenen Geräte aufbauten und sich dabei untereinander über ihr bevorstehendes vorhaben unterhielten.
Ich schnappte mir Eimer und Schrubber und versuchte so gut es ging das deck vom gestrigen "strassendreck" zu befreien da die Crew gestern ja das schiff belud bevor ich ankam. Es machte Spaß sich einer Aufgabe zu widmen ohne vorher zu wissen ob sie einem "passt" oder nicht, auf jedenfall hatte ich die Möglichkeit das schiff genauer zu erkunden während ich schrubbte. Pablo winkte mir zu von seinem Kommandostand, ich winkte zurück als ich mich umschaute und das weite des Meeres unter der prallen sonne beobachtete, ich schloss die Augen und reckte meine Nase in die Höhe um möglichst viel vom Duft des Meeres und des Windes in mich aufzunehmen um anschließend dann tief auszuatmen und spürte wie frei ich mich innerlich fühlte, ich spürte meinen Herzschlag, ich spürte beim einatmen wie die Luft in meine Nase strömte und weiter "floss" in meine Luftröhre bis in die kleinste "ecke" meiner Lunge die sich auffüllte und dabei mein Brustkorb anschwoll.......Bewusstes atmen pur.
Auch in verschiedenen arten der Meditation wie z.b. Yoga, Autogenes Training, Thai-Chi, Qi-Gong, Tantra usw. wird darauf geachtet, das zum gelingen einer jeden Meditationssitzung, das Bewusste Atmen-Ritual von sehr großer Bedeutung ist, um sich im inneren zuerst im ruhigen seelischem Gleichgewicht einzufinden, bevor man mit den verschiedenen Übungen beginnt, um sich seiner Eigenenergien bewusst zu sein und das daraus resultierende gewaltige potenzial das in jedem von uns vorhanden ist, hervorzuholen um Kraft und ruhe zu schöpfen, die in unserer mittlerweile schnelllebigen Welt lebensnotwendig ist um den "Alltag" zu bestehen. Sei es im beruf in der Partnerschaft oder auch im Krankheitsfall, es ist nicht "wahr", wenn wir manchmal nach einem schlechten tag oder Situation, dann sagen "ich habe keine kraft mehr", denn wenn wir tatsächlich keine "kraft" oder "Energien" hätten dann hätten wir es nicht einmal geschafft so einen Satz zu artikulieren ob verbal oder nonverbal. Im späteren verlauf meiner Reise erfuhr ich am eigenen leib welche Energien in mir "schliefen".
Wir Menschen vergessen viel zu schnell wie viel "kraft" potenzial wir in uns selbst haben und lassen uns viel leichter von den äußeren Einflüssen unserer Umwelt dazu verleiten vor uns selbst zu resignieren auf welche weise auch immer.
Ich gehörte genauso zu dieser sparte von Mensch und merkte erst jetzt das ich einer von "ihnen" geworden bin und ich letztlich dadurch "erkrankt" bin mental wie körperlich.
Marcella kam auf mich zu während ich Gedanken versunken weiter die Planken wischte, sie lehnte sich an die Reling und beobachtete mein tun. Ich habe sie anfangs nicht bemerkt und hätte sie beinahe mitgeschrubbt, so sehr war ich mit mir selber gedanklich beschäftigt.
Die Frau stellte mir ein Bein.......ich sah nur noch wie ich nach vorne "flog" und krampfhaft versuchte mich am stiel meines Schrubbers festzuhalten was mir nur zur hälfte gelang. Auf meinen Knien und Handflächen gelandet fluchte ich auf Italienisch und schaute zu Marcella hoch die mich frech angrinste. Ich wollte schon anfangen mich zu beschweren aber sie schnitt mir das Wort ab indem sie sagte das Maria sie geschickt hätte um mich wieder einmal "wachzurütteln". Mir fehlten die Worte in dem Moment, wie konnte eine Stumme Person, die zudem noch nicht einmal in meiner sichtbaren nähe war, spüren in welcher gedankenspirale ich mich befand?? Mir war diese Situation unheimlich und ich sagte das dann auch Marcella, weil ich das in meinem rationalem Gedankenschema nicht einordnen konnte. Sie setzte sich neben mich auf dem Boden und begann zu erzählen.......
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Dolfin71 für den nützlichen Beitrag:
Huuhu Roberto,
Dein Bericht hat so etwas wie eine Sogwirkung, man fühlt sich sofort in die Landschaft und die Ereignisse hineinversetzt - gratuliere, gut geschrieben
Bin wirklich schon neugierig wie's weitergeht, die Begegnung mit den Delfinen und auch der weitere Prozess der Ganzwerdung, Heilwerdung, Genesung..
Wünsch' Dir Kraft und Energie!
Licht, Lachen & Freude!
Liebe Grüsse Madee
Folgender Benutzer sagt Danke zu Madee für den nützlichen Beitrag: