Hallo
Wir haben gestern lange auf der Terrasse gesessen und uns gewundert, das der Mond hier auf dem Rücken liegt und nicht wie in Deutschland eine stehende Sichel hat. Kann mir jemand das erklären?
Danke Oerli
Geändert von Gaviota (08.04.2011 um 09:58 Uhr)
Grund: vom Lexikon verschoben
Oerli, du hast den Mond nicht erst seid gestern umgelegt, er hängt hier schon immer so lässig rum. Das kenne ich auch von Afrika. Ganz exotisch.
Ich persönlich möchte garnicht wissen warum; es ist einfach schön und für Märchen einfacher...
__________________
Bemüh dich nur und sei hübsch froh,
der Ärger kommt schon sowieso.
Wilhelm Busch
Kleine Meldung aus Süddeutschland: Hier lag er auch auf dem Rücken.
Das hängt mit den Umlaufbahnen des Mondes um die Erde und von Erde-Mond um die Sonne zusammen. Die liegen nicht in der gleichen Ebene. Dadurch steht die Erde nicht nur regelmäßig zwischen Sonne und Mond, was die Mondsichel verursacht, sondern manchmal auch etwas höher oder tiefer. Dabei "legt sich der Mond auch schon mal auf den Rücken".
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu lagarto66 für den nützlichen Beitrag:
als ich es das erste mal gesehen habe, habe ich schallend gelacht und mich dann erst gewundert....nun"warum liegt er auf dem rücken"? ist nicht weil er schläft, ist ja schliesslich nacht, nee, wir liegen südlich und zwar ziemlich südlich. Überall auf der Welt sieht man die gleichen Mondphasen nur die Orientierung des Mondes zum Horizont ändert sich mit der Position auf der Erde.
In den mittleren nördlichen Breiten, steht der Mond "aufrecht", so wie wir es gewohnt sind: Runde Seite nach rechts - beim zunehmenden, nach links - beim abnehmenden Mond.
In mittleren südlichen Breiten steht er "auf dem Kopf", der zunehmende Mond zeigt dort mit der runden Seite nach links.
Bildlich dargestellt: Man stelle sich einen Menschen vor, der auf dem Globus in Deutschland steht und zum Mond schaut, und einen zweiten in Australien.
Der Australier steht aus Sicht des Deutschen auf dem Kopf, sieht also auch den Mond andersherum.
der Deutsche k0ommt nach Australien und sieht den Mond also erst wie gewohnt, aber nach Ende der Reise "kopfstehend". Mit jedem Schritt nach Süden wird sich der Mond ein Stückchen weiter neigen, irgendwann liegt er flach über dem Horizont, und schließlich stellt er sich langsam auf den Kopf.
Hoffe damit deine frage beantwortet zu haben
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu chicharrera für den nützlichen Beitrag:
Gestern Abend lag er bei Stuttgart wieder auf dem Rücken. Das liegt im Gebiet mittlerer Breiten. Auf Tenerife liegt er auch nicht immer auf dem Rücken. Es hängt wie schon gesagt von der Position ab, die Sonne, Erde und Mond zueinander einnehmen. Dein Erklärungsmodell ist etwas zu einfach.
Folgender Benutzer sagt Danke zu lagarto66 für den nützlichen Beitrag:
Um die Verwirrung vollständig zu machen:
Am Samstag 16 Uhr lag der Mond auf dem Bauch.
Ich finde das exotisch wie Kaleika schon bemerkte.
Hatte er den Bauch etwas eingezogen?
Gestern Abend (wieder im Stuttgarter Raum) schien er "normal" zu stehen. Das lag aber daran, dass er als Halbmond im Zenith stand. An den vorhergehenden Tagen zog er seine Bahn näher am Horizont, und da lag er auf dem Rücken. Diese Position war gestern Abend relativ unverändert. De facto lag er also auch auf dem Rücken, obwohl es anders aussah.