Der spanischen Volkswirtschaft wurden allein im Monat März durch die 21 % Anteil (Kernkraft 19%) der kostenlosen Windenergie Ausgaben von 250 Millionen € erspart, die für fossile Energieträger aus dem Ausland importiert hätten werden müssen.
Delikat ist die Tatsache, daß durch die Windkraft Spanien in 2010 erstmals zum Stromexportland nach Frankreich wurde.
Die Kosten für 1 Megawattstunde lagen in Spanien bei 38 €.
In Frankreich - mit etwa 80 % Atomstrom im Netz, bei 47,50 E pro MWh.
Wenn die Zahlen wirklich auch nur annähernd stimmen, dann ist Spanien auf dem Weg der autonomen Energieerzeugung Deutschland weit voraus.
Sollte Hermann Scheer - der leider im Oktober verstorbene alternative Nobelpreisträger und Vater des erneuerbare Energien Gesetzes - doch Recht behalten ?
Führen volkswirtschaftliche und sozioökonomische Gründe rascher zum Energiewechsel als eine unerträgliche Diskussion über die Verlängerung von Atommeilern und den Bau von Großkraftwerken, die nur das eine Ziel verfolgen:
Die zentralistischen Strukturen der fossilen und nuklearen Energiewirtschaft für weitere Jahrzehnte zu zementieren !
Dazu passt auch das bald fertiggestellte Projekt die Insel El Hierro komplett regenerativ mit Strom und Süsswasser zu versorgen.
Vereinfacht: Windmühlen machen Strom, der verbraucht wird
Mit dem überschüssigen Strom in Windzeiten wird Wasser in ein hochgelegenen Krater gepumpt.
Wenn wenig Wind weht treibt eine Turbine die von dem hochgelegenen Wasser angetrieben wird einen Stromgenerator an, der dann Strom erzeugt
wenn die Windraeder und der Speichersee gross genug ist hat man auf diese weise immer strom, Wasser kann man mit dem Druck aus dem hochgelegenen Speichersee auch entsalzen (semipermeable Membranen, Osmose)
Vorallem die bergigen westlichen Kanaren sind für dieses Konzept ideal geeignet!
Selbst Deutschland will im Verbund mit Norwegen und der Schweiz so einen Verbund schaffen (Überschüssiger deutscher Windstrom wird in den Norwegischen Pumpspeicherseen gespeichert und bei Bedarf wieder in Strom verwandelt, man verlegt derzeit die erforderlichen Leitungen durch die See...
spanien hat für die regenerative Stromerzeugung sehr gute Bedingungen, viel Küste und viel Sonne
in D werden derzeit 20% des Stromverbrauchs regenerativ erzeugt, Wind, Wasser, Sonne, in dieser Reihenfolge und das wird immer mehr, selbst in China bauen sie riesige Solarkraftwerke in der Wueste...
Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu anotherdayinparadise für den nützlichen Beitrag:
Es ist für mich erstaunlich, daß offensichtlich verschiedene Zahlen über den Anteil erneuerbarer Energien in Spanien vorliegen.
Der nationale Netzbetreiber REE (Red Electrica de Espana) gibt folgende Zahlen und Anteilswerte heraus (auch für 2010). Wer kann es denn besser wissen ? http://www.ree.es/sala_prensa/web/no...px?id_nota=215
Weiterhin ist es verwunderlich, warum in Spanien höchstaktuelle Zahlen
(1. Trimester 2011) veröffentlicht werden können, in Deutschland aber immer noch mit Angaben von 2009 hantiert wird.
Der Zubau von Photovoltaikanlagen in D betrug allein 2010 mehr als 10 Gigawatt.
Also wurde mehr Leistung in einem Jahr angeschlossen, als bis 2009 gesamt installiert waren.
Warum können (wollen) Netzbetreiber in D keine aktuellen Zahlen liefern?
Wie kann der im IWR Artikel zitierte Staatsekretär Fabrizio Hernandez von zu erwartenden 20 % Windernergieanteil in 2020 reden wenn der Anteil in 2010 schon höher war?
Ist da etwa eher der Wunsch Vater des Gedankens?
Wie kann der im IWR Artikel zitierte Staatsekretär Fabrizio Hernandez von zu erwartenden 20 % Windernergieanteil in 2020 reden wenn der Anteil in 2010 schon höher war?
also in dem von mir verlinkten artikel spricht er von 14,6% windenergie.
wie auch immer. die zahlenmeldungen in spanien und deutschland sind
recht unübersichtlich und ich fürchte je nach wahltermin werden die
statistiken schöngerechnet.
Falls es jemanden interessiert, aber Spanien ist jetzt europaweit führend in der Einspeisung von Windernergiestrom.
Laut des Verbandes der Windenergiebetreiber (AEE) hat Spanien über 6000 Gigawatt/h in 2010 mehr eingespeist wie die bislang führende Nation Deutschland.
Und das, obwohl Spanien über 25 % oder fast 7000 Megawatt weniger installierte Leistung verfügt.
Weht der Wind so deutlich mehr in Spanien ?
Oder wird die Einspeisung in D von den Netzbetreibern bewusst behindert ?
Warum erfährt man solches nicht aus deutschen Medien ?
Aus dem Artikel der Opinion http://www.laopinion.es/economia/201...pa/338684.html
geht weiterhin hervor, daß die Anlagenbetreiber in Spanien mit 77 € pro erzeugte Mwh unterstützt werden - in D aber mit 92 € pro Mwh.
Tja, und bei einem niedrigeren Preis wird auch noch mehr produziert ?
Was läuft da wohl schief ???
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu tenman für den nützlichen Beitrag:
scheint Teneriffa weit hinter Spanien zu liegen, was die Nutzung der Windenergie und noch mehr der Sonnenenergie angeht. Und das obwohl hier die teuerste Primärenergie mit dem höchsten C02 Beitrag genutzt wird: Erdöl
Hier gibt es noch viel aufzuholen und man könnte hier auch sinnvoll Eu-Geld nutzen, statt damit den Bankensektor zu sanieren.
Aber selbst ohne Zuschüsse sollte sich das rechnen!