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  #1 (Permalink)
Alt 17.01.2012, 18:17
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Arbeitslos oder Betrüger

Ich habe neuerdings etwas ketzerische Gedanken. Immer wieder hört man von 25% und mehr Arbeitslosen auf den Inseln. Immer wieder brauche ich Handwerker um meine Umgebung für mich passend zu gestalten.
Ich bevorzuge natürlich spanische Handwerker, denn mit vielen hiesigen deutschsprachigen "Meisterbetrieben" habe ich so schlechte Erfahrungen gemacht und öfters wurde ich bös über den Tisch gezogen. Nun, wenn ich mich an eine hier ansässige spanische Firma wende, werde ich immer wieder auf nächste Woche oder später vertröstet, angeblich hat man so viel zu tun. Bin ich jedoch bereit, anfallende Arbeiten am späten Nachmittag oder am Wochenende ausführen zu lassen geht alles plötzlich problemlos. Mit Schwarzarbeitern und Leuten ohne Vertrag wird dann alles anfallende bestens erledigt. Kürzlich erhielten wir in unserem Mehrfamilienhaus eine komfortable neue Sonnerieanlage mit Kamera beim Eingang und Monitoren in den Wohnungen. Die ganze Installation dauerte über 2 Wochen. Tagsüber werkelte ein einsamer Hilfsmonteur in der Gegend rum, am Abend nach 16 Uhr kamen dann die Fachleute für 2-3 Stunden. Am Ende waren alle zufrieden und wir können nun sehen wer Einlass begehrt. So gut so recht, ich mache mir aber doch etwas Gedanken. Logischerweise wird der Staat mit einer solchen Schattenwirtschaft um die Steuern betrogen und kann seinen Verpflichtungen nicht nach kommen. Das Ergebnis sehen wir täglich im TV. Selbst als Gäste auf diesen schönen Inseln sollten wir alles unternehmen um solchen Tun Einhalt zu gebieten und vieleicht auch mal die Polizei zu rufen, denn am Schluss bezahlen wir alle.
wildarthur ist offline  
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  #2 (Permalink)
Alt 17.01.2012, 19:45
Mencey
 
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Da fährst du aber die ganz dicke Kanone auf. Also, ich denke das gilt auch für TF, die Firmen haben allgemein gut zu tun. Das liegt zum einen daran, das nicht mehr so schnell eingestellt wird, wie es noch vor 4 Jahren der Fall war. Man versucht also, mit dem Stamm alles abzuarbeiten. Da kann es dann schon vorkommen, das ein "einsamer Monteur" bis 16.00 Uhr werkelt und dann die Kollegen oder auch andere Fachleute zu Hilfe kommen. Zum anderen, hat die Krise ebend die "ganz schlimmen Finger" zuerst erwischt.Denn, billig bauen bedeutet zweimal bauen. Mit dem Anzeigen, ob nun Resident oder nicht, davon halte ich mal gleich garnichts. Es ist einfacher, wenn du denn dazu in der Lage bist, eine ordentliche Rechnung, und auch eine Lizenz, die aussagt, jawohl Herr XYZ ist befähigt und berechtigt, diese und jene Arbeiten Sach- und Fachgerecht auszuführen, zu verlangen. Grundsätzlich war auch für Spanien, die Euroeinführung nur ein kurzer Segen und kann ein langer Fluch werden. Und wie meist, zahlt der kleine "Handwerker"-Mann die Zeche.

mit sonnigen Grüssen Gunnar

P.S.: Manche behaupten auch, dass neuerdings von den spanischen Firmen verstärkt auf die Zahlungswilligkeit der Kunden geschaut wird.Manche deutsche Kunden gelten dahingehend als schwierig. Ist nur ein Gerücht, könnte aber was dran sein.
__________________
Die Gans erwacht im fremden Forst, sie liegt in einem Adlerhorst. Sie sieht sich um und sagt betroffen: Mein lieber Schwan, war ich besoffen!

Geändert von Gunnar (17.01.2012 um 19:50 Uhr)
Gunnar ist offline  
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elfevonbergen (17.01.2012), juan (22.01.2012), Kaleika (20.01.2012), lagarto66 (18.01.2012), Natschi (17.01.2012), wildarthur (19.01.2012)
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  #3 (Permalink)
Alt 18.01.2012, 10:54
tom
Zugereister
 
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Hallo,

kann beides stimmen... oft sind die fachleute die die nach 16.00 uhr kommen in einen festangestellten verhältnis in einer anderen firma oder es ist wirklich viel zu tun im eigenen laden...
subunternehmer sind hier sehr sehr verbreitet ob schwarz oder weiß...

auf jeden fall sollte am ende eine offizielle rechnung mit rechnungsnummer und cif der firma sowie ausgewiesener icig unterschrieben vorliegen...
dann wird zumindest die mehrwertsteuer abgeführt und diese rechnungen fälscht hier niemend..
alle rechnungen an einen kunden im jahr, wenn sie die gesamtsumme von 3000 euro übersteigen sind meldepflichtig mit angabe der nie.
dies wird alles erfasst, auch in der eigenen einkommenssteuererklärung...
usw. usw.

gruesse
__________________

gib jeden tag die chance, der schönste deines lebens zu werden..
tom ist offline  
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Kaleika (20.01.2012), lagarto66 (18.01.2012), Natschi (19.01.2012), wildarthur (19.01.2012)
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  #4 (Permalink)
Alt 19.01.2012, 09:35
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Danke, Du magst in vielem Recht haben. Tatsache aber ist, dass sich hier eine unglaubliche Schattenwirtschaft entwickelt hat. gerade im Falle unserer Sonnerieanlage haben die am Abend dazu gekommenen Arbeiter offen und treuherzig erklärt, dass sie tagsüber in einer anderen Firma arbeiten. Als ehemaliger Unternehmer mit über 30 jähriger Erfahrung kenne ich die Auswirkungen solchen Tuns zur genüge. Sowie die Tatsache, dass nach getaner Arbeit bezahlt werden muss ist für mich selbstverständlich.
wildarthur ist offline  
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  #5 (Permalink)
Alt 20.01.2012, 07:58
tom
Zugereister
 
Registriert seit: 10.02.2008
Beiträge: 26
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hallo,

ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, genau das meine ich ja.... die feierabend-arbeiter sind genaugenommen schwarzarbeiter.
oft wissen die firmen in denen sie angestellt sind nichts von dem zuverdienst... diese arbeiter nehmen dem eigenen arbeitgeber die kunden weg..
und wenn mal einer von der leiter fällt oder vom dach.... musst du sie auf die strasse tragen und sagen sie sind über den bürgerstein gestolpert...
übrigens muss der betrogene arbeitgeber bei krankheit auch noch die lohnfortzahlung garantieren...
irre...
aber die kontrollen nehmen stark zu.. allein bei uns in puerto wurden in den letzten 2 moanten 3 kontrollen durchgeführt..

tom
__________________

gib jeden tag die chance, der schönste deines lebens zu werden..
tom ist offline  
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wildarthur (20.01.2012)
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  #6 (Permalink)
Alt 20.01.2012, 10:37
Mencey
 
Benutzerbild von LaTorre
 
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Alles Resultat der Billiglohn-Politik.

Suchst du Arbeit und bist bereit für einen Mindestlohn zu arbeiten, kannst du anfangen, mit einem Kurzzeit-Vertrag, sonst such ich mir einen aus unter denjenigen, die draussen anstehen.
__________________
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Toleranz ist die Voraussetzung für jegliches Zusammenleben !
¡ El listo más listo, tendrá que reconocer que siempre habrá otro aún más listo !
Try to take it easy ! Make the best of your situation !
LaTorre ist offline  
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jardinero (20.01.2012)
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  #7 (Permalink)
Alt 20.01.2012, 14:10
Zugereister
 
Benutzerbild von jardinero
 
Registriert seit: 08.06.2009
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Zitat:
Zitat von wildarthur Beitrag anzeigen
Danke, Du magst in vielem Recht haben. Tatsache aber ist, dass sich hier eine unglaubliche Schattenwirtschaft entwickelt hat. gerade im Falle unserer Sonnerieanlage haben die am Abend dazu gekommenen Arbeiter offen und treuherzig erklärt, dass sie tagsüber in einer anderen Firma arbeiten. Als ehemaliger Unternehmer mit über 30 jähriger Erfahrung kenne ich die Auswirkungen solchen Tuns zur genüge. Sowie die Tatsache, dass nach getaner Arbeit bezahlt werden muss ist für mich selbstverständlich.
Ich finde es ausgesprochen seltsam. dass sich jemand über Schwarzarbeiter aufregt auf dessen Grundstück bzw. im Haus wissentlich Schwarzarbeiter tätig waren.
Erst die Auftraggeber ermöglichen ja überhaupt, dass soviel "schwarz" gearbeitet wird!!!!!!
Meiner Meinung nach sind es auch oft die Unternehmen selbst, die eine Mitschuld an der Schwarzarbeit tragen, sei es, weil sie zu feige oder zu geizig sind mehr Leute einzustellen oder weil sie es nicht mehr nötig haben, "Kleinaufträge" auszuführen.
Die eigenen Mitarbeiter werden oft so mies bezahlt, dass sie von dem Hungerlohn, die ihm der "notleidende" Unternehmer bezahlt, nicht leben können, geschweige denn eine Familie ernähren können. Daher müssen sie nebenberuflich arbeiten.
Jeder gemeldete Arbeiter oder Angestellte zahlt Steuern.
Viele Unternehmer haben eine sehr kreative Buchführung, die ihre Steuerlast gegen Null rechnet. Diese Möglichkeit hat ein Arbeitnehmer nicht.
Ich bin bestimmt kein Befürworter der Schwarzarbeit, sie wird aber meist in großem Stil von Unternehmen und deren Subunternehmen gefördert, damit sie keine Sozialbeiträge für "ihre" Arbeitskräfte bezahlen müssen, von der Steuerersparnis mal ganz abgesehen.
Die Leidtragenden sind die Arbeitnehmer, sie bekommen im Alter weniger Rente und können den Arbeitgeber nicht mal belangen.
Fazit: Wenn ich Schwarzarbeit so schrecklich finde, darf ich es nicht dulden, dass welche auf meinem Grundstück stattfindet.
Dazu braucht es keine Polizei und andere staatliche Stellen, sondern Verantwortung als Auftraggeber!!!!!!!!!!!!!!!!
__________________
------------------------------------------------
Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, denn alles lebt durch sie.
Inschrift Eingang Botanischer Garten Berlin
jardinero ist offline  
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Freeman (20.01.2012), juan (22.01.2012), MemoriamJPFulda (26.01.2012), Perenquen (20.01.2012), Sanne (18.02.2012)
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  #8 (Permalink)
Alt 22.01.2012, 07:07
Mencey
 
Registriert seit: 06.01.2011
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Erhielt 305 Danke für 153 Beiträge
Zitat:
Zitat von tom Beitrag anzeigen
...
ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, genau das meine ich ja.... die feierabend-arbeiter sind genaugenommen schwarzarbeiter....
Besonders verwerflich ist diese Schwarzarbeit im Gesundheitsbereich: Ärzte an 1-2 Kliniken beschäftigt, manche noch mit consulta abends in der eigenen Praxis. Und das alles zu Lasten von ....xyz! Euch allen einen schönen Sonntag! Momentan ist es nicht so kalt in Deutschland - es geht, aber wenig Sonne.
toyka ist offline  
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elfevonbergen (22.01.2012), Freeman (24.01.2012), jardinero (23.01.2012)
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  #9 (Permalink)
Alt 24.01.2012, 14:03
Mencey
 
Benutzerbild von Freeman
 
Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 977
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Erhielt 440 Danke für 237 Beiträge
Wenn alle schwarzarbeiten würden wo soll denn dann all das Geld für all die Parlamentarier und Beamten, für die NGO's und die Integrationsindustrie, die Sozialhilfe und die Umweltschützer, die Polizei und den BND und alle die ausrangierten Bundespräsidenten und abgeschobenen EU Experten herkommen ?

Das wär ja alles nicht mehr finanzierbar und das wäre ja echt schlimm !
__________________
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http://www.youtube.com/watch?v=G3VdvTVswyU
Freeman ist offline  
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  #10 (Permalink)
Alt 24.01.2012, 16:22
Mencey
 
Benutzerbild von faro
 
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hola, bleibt mal alle auf dem boden der tatsachen .
ohne schwarzarbeit wäre unsere wirtschaft nie so schnell und so weit gekommen.
in den siebziger jahren hatte die schattenwirtschaft bebrummt wie selten davor.
jeder der konnte und wollte konnte am samstag einige mark nebenher verdienen.
dieses erwirtschaftete geld wurde wieder sofort investiert. man kaufte ein auto oder man ging zum ersten mal in urlaub. auch die kanaren bekamen davon ein großteil.
andere wirtschaftsgüter wurden angeschaft,die man sonst eventuell nicht gekauft hätte. ohne die schattenwirtschaft hätten viele kein haus bauen können.die unternehmer kamen mit der arbeit unter der woche nicht nach die nachfragen zu erledigen.den gesellen wurde das material von den firmeninhaber auf die schwarzbaustelle gebracht.
mit diesem nebenverdienst wurde fest gerechnet und auch eingeplant.und was ist heute ?
die kostenstruktur ist zu hoch. rentenbeiträge-krankenkasse-berufsgenossenschaft-gewerkschaft,alle wollen mehr-von wem ?
die sozialabgaben sind zu hoch. zum ende des monats ist kein geld mehr da,
dafür aber noch ein paar tage bis zum ersten.
es ist schon erstaunlich ,die am meisten schreien gegen schwarzarbeit
haben selbst nebenher gearbeitet oder arbeiten lassen.
ps. ich bin selbständiger handwerksmeister.
muchos saludos
faro ist offline  
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jardinero (24.01.2012), Mainzer (24.01.2012), Sanne (18.02.2012)
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