ich plane im November einen 4-wöchigen Sprachurlaub in Puerto de la Cruz zu machen und habe im Internet mal nach Sprachschulen recherchiert.
Neben der FU Sprachschule, die ja offenbar auch hier im Forum aktiv ist, habe ich noch Don Quijote und Sothis gefunden.
Hier wurde zwar schon mal über Sprachschulen diskutiert, aber der Thread ist ziemlich alt. Wer kennt also eine dieser Sprachschulen und kann von seinen Erfahrungen berichten? Oder gibt es sogar jemanden der zwei dieser Schulen besucht hat und einen Vergleich anstellen kann?
Ich bin mehrmals bei Don Quijote gewesen und war sehr zufrieden. Man lernt dort wirklich viel in kurzer Zeit, aber man muss auch viel tun... 20 Std. die Woche (4 Std. täglich), Unterricht in Kleingruppen bis max. 8 Personen und fast durchgehend einsprachig, dazu Hausaufgaben - und am besten Wohnen in einer canarischen Familie, wo niemand weder englisch noch deutsch kann - das übt! Beim ersten Sprachkurs lief ich in der Familie dauernd mit Wörterbuch rum, um mich verständigen zu können.
Moin Stefan,
ich war schon 2 mal in der Don Quijote Schule und es hat mir sehr gut gefallen.
Beim ersten mal war ich in einer Familie, die waren aber nie da.
Beim 2 ten mal habe ich mir in der Nähe ein günstiges Hotel gesucht. Das war nur um die Ecke von der Schule.
Die 4 Stunden am Tag, wenn man Urlaub hat, sind schon sehr viel. Im Mai 2012 werde ich wieder diese Schule besuchen und nur Konversation nehmen. Das sind 2 Stunden von 13 Uhr bis 15 Uhr. Eine gute Zeit.Morgends kann man sich viel ansehen und dann am Nachmittag wenn es nicht mehr so warm ist an den Strand.
Ich wünsche dir viel Spass.
Melde dich mal wie es dir ergangen ist.
Ich kenne Sothis.
Betrieben von einem sehr netten "Jens" in seinem kleinen Hotel direkt am Hafen.
du kannst dort also beides haben < wohnen und unterricht.
Der Unterricht ist gut, indiduell und findet im Aufenthaltsraum statt. Kannst auch mal ne Einzelstunde einbinden, wenn irgendwas schwer fällt. Jens wohnt mit seiner vietnamiesischen Frau im Hotel (kannst da auch deinen Hund mitbringen) und spricht selbst fliessend spanisch. Er hat dieses Sothis hier mit ins Leben gerufen. CD gibt es auch.
Wenn du allein bist, kannst du auch gut mit ihm reden, für einen günstigen EZ Preis.
Habe mich für FU entschieden und diesen Montag meinen Sprachkurs begonnen. Wohne in einer WG um die Ecke, die günstig und dementsprechend okay ist. Die Teilnehmer hier sind fast ausnahmslos (zumindest im Moment) Mädels aus Deutschland, die noch sehr jung sind. Wer es etwas gemischter mag, ist vielleicht woanders besser aufgehoben...
Die Schule selbst liegt ruhig ca. 15 Min von der Playa Martianez und 5 Min von den Appartments. Sie ist nett eingerichtet und hat ein schnuckeliges und günstiges Cafe mit schöner Terrasse dabei.
Die Leute von FU bemühen sich sehr, allerdings weiß ich noch nicht, wie gut ich meine Sprachlehrerin finde. Hier spricht keiner der Lehrer ein Wort Deutsch, was Erklärungen manchmal etwas schwierig macht. Ich bin fortgeschrittener Anfänger und es wird Wert darauf gelegt, kein Deutsch zu sprechen - was ich grundsätzlich okay, aber manchmal etwas übertrieben finde (aber kann ja bei den anderen Lehrern anders sein). Genaueres kann ich vielleicht in ein paar Wochen sagen...
Nach einigen Wochen Unterricht kann ich etwas mehr sagen. Mir hat der Unterricht in der FU prinzipiell gut gefallen, die Lehrer sind gut vorbereitet und man lernt eine Menge. Natürlich hat jeder Lehrer seine Stärken und Schwächen, aber insgesamt bin ich zufrieden.
Für absolute Anfänger bin ICH immer noch der Meinung, dass es hilfreich ist, wenn Erklärungen auch in der Muttersprache oder zumindest in Englisch erfolgen (oder man zumindest ein Buch hätte, wo die Grammatik auf Deutsch erklärt würde). In höheren Klassen ist das natürlich nicht nötig und man sollte ganz klar spanisch sprechen. Ich habe nicht als absoluter Anfänger hier angefangen, aber es sind wirklich einige hier verzweifelt, wenn sie einen Lehrer erwischt haben, der nur Spanisch sprach. Aber es darf ja jeder für sich selbst entscheiden, was er gut findet und danach handeln :-)
Folgender Benutzer sagt Danke zu smilie für den nützlichen Beitrag:
Also ich habe mich jetzt für Don Quijote entschieden, ganz einfach aus praktischen Gründen, weil mein Apartment dort in der Nähe ist und ich nicht jeden Morgen 25 Minuten bergauf zur FU laufen will. Ich werde übernächsten Montag dort anfangen und kann gerne mal berichten wie es läuft...
So, ich hatte ja versprochen noch mal zu berichten. Ich war jetzt 2 Wochen in der Sprachschule Don Quijote.
Positiv: Es gibt genügend Schüler und Klassen, um das richtige Niveau zu finden. So war ich zuerst in einem A2-Kurs der mich eindeutig unterfordert hat und konnte problemlos sofort in einen paralellen B1-Kurs wechseln. Die Gruppen haben je nach Niveau ca. 4-8 Leute und es wird - egal welches Niveau man hat - nur Spanisch geredet, so dass man viel hören und sprechen muss und ein Stück weit Routine kriegt. In den Kursen sind viele junge Leute zwischen 20 und 30, ein paar ältere und einige Rentner, insgesamt eine gute Mischung.
Negativ: Was mir nicht gefallen hat, war dass man sich die ganze Woche (20 Stunden lang) jeweils nur mit einer einzigen Thematik befasst hat, bspw. in der ersten Woche Indicativo und in der zweiten Woche Subjuntivo. Wiederholungen von Thematiken die man früher mal gelernt hat gab es von den 20 Stunden vielleicht in der ganzen Woche insgesamt eine Stunde. Wenn man immer nur das gleiche macht wird es irgendwann langweilig und auch die Aufgaben waren dann teilweise die gleichen, nur in der ersten Woche in der Form des Indicativo und in der zweiten in der des Subjuntivo. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht, z.B. 10 Stunden pro Woche die neue Thematik (was ja immer noch viel gewesen wäre) und die anderen 10 Stunden Wiederholung von früheren Thematiken um hier einfach mehr Praxis und Routine zu bekommen.
Soweit meine Erfahrungen, ich bin nun wieder auf Gran Canaria und habe hier Einzelunterricht, aber das lässt sich natürlich schwer mit Gruppenunterricht vergleichen. Interessant wäre der Vergleich zur FU gewesen, aber da war ich leider nicht.
Übrigens: Die Kulturstunde mit der Don Quijote groß wirbt, war kaum besucht, von den 40-50 Leuten die schätzungsweise an der Schule gelernt haben, saßen in der Kulturklasse gerade mal 6 Leute und auch ich war nur einmal dort. Irgendwie hat man nach 4 Stunden Unterricht dann auch keine Lust mehr noch eine Stunde Kultur dranzuhängen.