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  #1 (Permalink)
Alt 14.05.2008, 19:44
Gesperrt
 
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Ort: Mala, Lanzarote
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Integration ? mal umgekehrt betrachtet

Ist schon eine Weile her, da wurde ich von Canarios gefragt, wie denn die Integration der Spanier in Deutschland klappt. Und da war ich erst einmal sprachlos (nicht nur, weil mir einige spanische Wörter gerade nicht einfielen – was bei mir des öfteren mal vorkommt) und musste lange nachdenken.

Das hat aber auch nicht wirklich geholfen, denn ich persönlich habe Spanier nie als 'Ausländergruppe' wahrgenommen. Also habe ich mal 'tío google' gefragt. Dieser - wie ich finde interessante Artikel - kam zum Vorschein.

Und neulich habe ich freudestrahlend mitgeteilt, dass in einem Artikel einer seriösen deutschen Zeitung steht, dass die Spanier sich in Deutschland allerbestens integriert haben, ....worüber sich alle übrigens sehr gefreut haben.

claudia

Geändert von aurora (14.05.2008 um 19:46 Uhr)
aurora ist offline  
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Don Quijote (14.05.2008), Flowerpower1211 (17.05.2008), zauberin60 (14.05.2008)
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  #2 (Permalink)
Alt 14.05.2008, 20:17
Mencey
 
Benutzerbild von Don Quijote
 
Registriert seit: 02.04.2008
Ort: Niedersachsen
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Seltsam.

Ich bin stolz auf ein Volk, dem ich nicht angehöre.

Don Quijote (Rainer)
Don Quijote ist offline  
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  #3 (Permalink)
Alt 14.05.2008, 23:50
Mencey
 
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Ist es nicht merkwürdig, da hat sich in den 70-iger Jahren niemand groß um die Integration gekümmert! Die Spanier haben es selbst in die Hand genommen und es hat funktioniert. Heute wird so viel angeboten und was wird daraus gemacht?
__________________
Grüße Bici
bici ist offline  
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  #4 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 00:03
Mencey
 
Benutzerbild von tallymann
 
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Zitat:
Zitat von Don Quijote Beitrag anzeigen
Seltsam.

Ich bin stolz auf ein Volk, dem ich nicht angehöre.

Don Quijote (Rainer)
Ja, das finde ich auch mehr als *Seltsam*. Da musst Du innerlich ja ganz schön zerissen sein um auf ein fremdes Volk stolz zu sein, anstatt auf sein eigenes!
__________________
tallymann klick

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tallymann ist offline  
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  #5 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 07:48
Mencey
 
Benutzerbild von Don Quijote
 
Registriert seit: 02.04.2008
Ort: Niedersachsen
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Zitat:
Zitat von tallymann Beitrag anzeigen
Ja, das finde ich auch mehr als *Seltsam*. Da musst Du innerlich ja ganz schön zerissen sein um auf ein fremdes Volk stolz zu sein, anstatt auf sein eigenes!
Nun, Tallymann,

ich habe nicht alles gesagt.

Mein Bruder war mit einer Spanierin verheiratet und lebte in Spanien. Auch nach seinem Tod habe ich noch Kontakt zu meiner ehemaligen Schwägerin und meinem Neffen.

Ganz so seltsam ist es also auch wieder nicht.

Don Quijote (Rainer)
Don Quijote ist offline  
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  #6 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 09:26
Mencey
 
Benutzerbild von Ulrich
 
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Erhielt 6,379 Danke für 1,384 Beiträge
ich frage mich immer, wie man stolz auf etwas sein kann,
was rein zufällig passiert ist.

und ist "integration" wirklich so wichtig?
wird es nicht eher zunehmend wichtiger, dass nationalitäten unwichtig sind
und ein globales zusammenleben und -denken entsteht, um die probleme in den griff zu bekommen, die die gesamte menschheit betreffen?
__________________
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http://www.brodde-foto.com/

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Ulrich ist offline  
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Don Quijote (15.05.2008), Flowerpower1211 (17.05.2008), hanspetergrubl (15.05.2008)
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  #7 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 10:24
Mencey
 
Benutzerbild von baiko
 
Registriert seit: 02.02.2007
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Globales Zusammenleben und - denken wird auch noch in nächster Zukunft utopisch sein, dafür sind die religiösen und politischen Unterschiede einfach noch zu gross. Wenn ich in ein fremdes Land komme dann muss ich mich integrieren sprachlich und auch mental, das heisst ja nicht das ich alles mitmachen muss - nur das ich es akzeptiere das die Bürgen dieses Landes es machen. Diese haben eben andere geschichtliche Hintergründe. Vor gerade mal 60 Jahren -also nocht nicht einmal ein Menschenleben - wurde der II. Weltkrieg beendet. Da sind noch viele Sachen zu klären und aus den Köpfen der Menschen zu verbannen, denn Unterschiede werden auch heute noch mistrauisch beäugt ( manchmal auch zu Recht)
Um so erstaunlicher finde ich das Spanier nicht so viele Probleme bei der Integration hatten, aber sie sind ja auch ein offenes Völkchen. Ich wünschte es gäbe mehr nationalitäten wie Spanien, das würde vieles vereinfachen. Nicht umsonst sind soviele Ausländer in Spanien - sie fühlen sich willkommen
__________________
Nos vemos


GELD : der beste Köder um nach Menschen zu fischen
baiko ist offline  
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bugsi (24.02.2012)
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  #8 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 12:32
Teneriffa Conquistador
 
Registriert seit: 08.08.2007
Ort: Puerto de la Cruz
Beiträge: 79
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Erhielt 25 Danke für 19 Beiträge
Heimat kann man lieben.
Stolz kann man nur auf etwas sein, daß man geleistet hat.
Wobei der Stolz auch die Quelle zahlloser gesellschaftlicher Probleme ist.
Er bringt auch Arroganz, Neid, Verachtung und Gleichgültigkeit hervor
und treibt oft die Menschen dazu, andere Menschen schlecht zu behandeln.

In der heutigen vernetzten Welt können Individuen und Nationen viele ihrer
Probleme nicht mehr eigenständig lösen. Wir brauchen einander und
sollten daher ein Gefühl universeller Verantwortung entwickeln. Es ist unser
aller Verantwortung, alle Lebewesen auf diesem Planeten zu schützen und zu erhalten, ihre schwachen Mitglieder zu stützen und schützend für die Umwelt
zu sorgen in der wir "Alle" leben.
Natascha ist offline  
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Don Quijote (15.05.2008), hanspetergrubl (15.05.2008)
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  #9 (Permalink)
Alt 15.05.2008, 19:22
Mencey
 
Benutzerbild von Don Quijote
 
Registriert seit: 02.04.2008
Ort: Niedersachsen
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Zitat:
Zitat von Ulrich Beitrag anzeigen
wird es nicht eher zunehmend wichtiger, dass nationalitäten unwichtig sind und ein globales zusammenleben und -denken entsteht, um die probleme in den griff zu bekommen, die die gesamte menschheit betreffen?
Zitat:
Zitat von Natascha Beitrag anzeigen
Wir brauchen einander und sollten daher ein Gefühl universeller Verantwortung entwickeln.
Ernest Hemingway, amerikanischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger von 1954, soll sich in einem Interview wie folgt geäußert haben:

------------------

Journalist: Stimmt es, daß Sie keine Europäer mögen?
Hemingway: Ja.

Journalist: Und Asiaten?
Hemingway: Mag ich auch nicht. Und keine Mexikaner, Afrikaner, Russen, Rothäute, Frauen, Australier und auch keine Amerikaner.

Journalist: Wen mögen Sie dann überhaupt?
Hemingway: Meine Freunde, egal, woher sie kommen.

-------------

Don Quijote (Rainer)
Don Quijote ist offline  
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Flowerpower1211 (17.05.2008), lobo (15.05.2008), Natascha (17.05.2008)
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  #10 (Permalink)
Alt 16.05.2008, 11:32
Teneriffa Conquistador
 
Registriert seit: 20.01.2008
Beiträge: 53
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Erhielt 10 Danke für 9 Beiträge
Ulrich spricht mir aus der Seele! Aber:

1. gab es da mal die mir unverständliche Frage - was hat das mit Teneriffa zu tun? *lach*

2. wie soll jemand auf die Frage wie man auf etwas stolz sein kann das rein zufällig passiert ist eine plaubsible Antwort finden der zB. sogar stolz darauf ist ein Fussballspiel gewonnen zu haben bei dem er noch nicht einmal mitgespielt hat? Menschen wie du und ich gehören anscheinend leider noch einer absoluten Minderheit an.

3. die Probleme der Menschheit müssen zuerst erkannt werden. Es gibt leider viel zu oft Aussagen wie: "Es ist doch alles gut so wie es ist." Da läuft das total ins Leere!

Die Frage der Integration ist aus meiner Sicht eher eine Philosophische, abhängig von der Perspektive aus der man die Dinge sieht. Es ist eben Bestandteil des Spieles der Dualität Macht auf Kosten und zu Lasten anderer auszuüben und das gelingt nur nach der altbekannten Methode Hass und Zwietracht zu säen. Das nicht zu erkennen und einfach zu glauben womit man durch die Massenmedien "abgefüttert" wird ist das eigentliche Problem! Es reicht doch völlig aus zu veröffentlichen wer die Guten und wer die Bösen sind und schon "wissen" das alle. Die Machthaber sind natürlich immer die Guten die die Bösen bekämpfen um für unsere Sicherheit zu sorgen. Dafür brauchen sie natürlich dann noch mehr Rechte - sprich Macht - die uns scheibchenweise entzogen werden und natürlich auch noch mehr Geld um noch mehr kämpfen zu können ...

Wer fragt schon danach ob wir überhaupt IRGENDWEN bekämpfen wollen??? Hat schon jemals ein Machthaber danach gefragt ob irgendjemand in den Krieg ziehen will??? Das genaue Gegenteil ist der Fall!

Dem steht gegenüber dass Verhaltensweisen die sich in Äonen in einem Lebensraum entwickelt haben nicht einfach in einen anderen "exportiert" werden können. Wenn ein Eskimo beschliesst in die ewige Sonne der Sahara "auszuwandern" und dort mit Nomaden zu leben so sind alle seine Fähigkeiten und Gewohnheiten dort natürlich nicht dienlich! Er wird schon sein Kanu gegen ein Kamel, seine Angelrute gegen einen Wassersack und die Säge mit der er Blöcke für ein Iglu aus dem Schnee schneidet gegen ein Zelt ersetzen und sich dem Leben der Nomaden anpassen müssen. Es liegt aber nicht an den Nomaden für die Integration des Eskimos zu sorgen - es ist alleine seine Sache dies zu erkennen und sich die für ein Leben in der Wüste notwendigen Fähigkeiten zu erwerben! Da liegt eben der Unterschied zB. zwischen den in Deutschland lebenden Spaniern, die zu einem Zeitpunkt kamen in dem es keinerlei Förderungen und dergleichen gab und den Einwanderern aus dem Osten, die ausschliesslich daran interessiert sind versorgt zu werden was klarerweise zu Ghettobildung führt in der alle in diesem Lebensraum nicht dienlichen Gewohnheiten weitergepflegt werden und die Fähigkeiten die in Westeuropa notwendig sind um aus eigener Kraft lebensfähig zu sein wie Bildung, Umgang und Kenntnis von technischen Einrichtungen des täglichen Lebens etc. aber gänzlich fehlen. Da gibt es zwei verschiedene Komponenten - die Eine ist die Menschliche. Der türkische Ziegenhirte ist vielleicht ein weitaus netterer und hilfsbereiterer Mensch als somancher unter uns - wenn wir ihn verstehen würden. Die Andere aber ist dass hier das was er ganz toll gut kann - Ziegen hüten - nicht gebraucht wird und das was er hier bräuchte um lebensfähig zu sein aber nicht kann. Wessen Problem ist das jetzt?

Da liegt der Unterschied zwischen einem Gastarbeiter, der Gast ist solange er Arbeit hat und sollte er keine mehr haben nurmehr Gast ist oder einem Asylanten dem für eine bestimmte Zeit Asyl gewährt wird bis die Gründe wegfallen einerseits und Staatsbürgern andererseits! Eine Staatsbürgerschaft muss eben an die Bedingung geknüpft sein in dem Lebensraum der freien Wahl auch tatsächlich lebensfähig zu sein - und zwar bevor sie erteilt wird!

Es leben zB. hier in Teneriffa viele Engländer, Deutsche, Franzosen etc. - wie viele Formulare gibt es hier in englisch, deutsch oder französisch? Bieten die Canarios kostenlose Spanischkurse für uns an und ähnliches mehr? Nein - selbstverständlich nicht ... sie wollen nur unser Geld, und zwar möglichst viel für Leistungen deren Standard häufig als suboptimal zu bezeichnen ist da die meisten noch nichtmal rechnen können, so gut wie keine Ausbildung haben aber sich an den Preisen derer orientieren die als Facharbeiter, Meister oder Studienabsoventen hierher kommen! Und dennoch, wie baiko sagt, fühlen sich alle willkommen - wenigstens als Gäste. Bei Residentias ist das etwas anders - da sind soeben Bestrebungen im Gange diese einzuschränken! Jedenfalls aber bezahlt kein Canario für Zuwanderer die hier nicht lebensfähig sind - es ist genau umgekehrt!

WIR haben viele Fehler gemacht die zu den heutigen Zuständen in Westeuropa geführt haben - der Grösste und noch immer weitverbreitetste WAR und IST alles zu glauben was uns diejenigen die vortäuschen unsere Interessen zu vertreten als "gut für uns" verkauft haben zu glauben! Da sind wir dann wieder bei Pan Europa von Coudenhove-Kalergi aus 1880 und Adam Weishaupt / Ingolstadt den kaum jemand kennt, denn sonst wäre somanches nicht so wie es heute ist ...

Zum Abschluss einer der Leitsätze derer die hinter den gewählten "Vertretern" stehen der zu denken geben sollte:

?Der Tod ist das unvermeidliche Ende aller, daher ist es besser, jene diesem Ende näherzubringen, die unseren Zielen im Wege stehen.?

Da sag ich mal: Herrhausen, Rowedder, Schleier, Barschel, Schäuble (nach dem Attentat auf der falschen Seite des Zaunes abgestiegen), Lafontaine ... bis hin zu Albino Luciani / Papst Johannes Paul I ...

(siehe auch: Offtopic - Wissenswertes, der kampf ums Öl. Macht und geopolitische Hintergründe über ein Jahrhundert. Daraus ist das eigentliche globale Problem und die Zusammenhänge ersichtlich.
Und: David A. Yallop - "Im Namen Gottes?". Der Mysteriöse Tod des 33-Tage Papstes Johannes Paul I. Tatsachen und Hintergründe. ISBN 3 499 61157 9)

Erst wenn wir das überwunden haben wird Friede sein können - die Voraussetzung nicht nur für ein globales Zusammenleben sondern darüber hinaus ein Zusammenleben mit den ungezählten Lebensformen des Universums die uns weit voraus sind indem sie Unterschiede achten und die Gemeinsamkeit des selben Ursprungs darüberstellen ...

Alles Liebe - Roland
Roland ist offline  
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