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Alt 22.07.2017, 12:32
Mencey
 
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Internetfunde

Bitte nicht den Kopf schütteln

Von Christoph Rind

Ägyptens Herrscherin Kleopatra badete einst ihren Körper in Eselsmilch, die (zahlreichen) Verehrer schwärmten von ihrer samtigen Haut. Vom Zustand ihrer Haare ist nichts überliefert. Vielleicht aus Rücksicht auf geruchsempfindliche Naturen. Honig und Ei – damals Haarpflegeprodukte der gehobenen Schicht – müffeln schnell, wenn nicht großzügig und gründlich nachgespült wird.

Seit der Berliner Drogist Hans Schwarzkopf vor gut 100 Jahren das erste schonende Haarwaschmittel in Umlauf brachte, ist es üblich, den Kopfbewuchs regelmäßig einzuschäumen. Inzwischen mit Shampoo – einer genialen Wortschöpfung, die, kaum über die Lippen gekommen, ein Gefühl von Frische, Sauberkeit und Wohlgeruch verströmt.

So war das. Ab sofort wird radikal weggespült. Mitten im Zeitalter von "kein Fisch, kein Fleisch, kein garnix mehr" geht es auch dem Shampoo an den Kragen. "No-Poo" heißt die Bewegung, verbal verstümmelt und dank Internetbloggerinnen weltweit in Umlauf gebracht. Deren These vorneweg: Unser Haar, mit nichts als nur mit Wasser gereinigt, soll seidig, stärker und gesünder sprießen, ganz ohne moderne Kosmetik- und Chemietricks.

Wie bei allen Wundern gibt es allerdings auch hier einen Haken, quasi ein Haar in der Suppe. Bevor der Seidenglanz durchschlägt, brechen fettige Zeiten an. Die Talgproduktion der Kopfhaut arbeitet zunächst angestrengt gegen die minimalistische Behandlung an; die Redewendung, dass diese Erkenntnis "wie Schuppen von den Augen fällt", darf ausnahmsweise fast wortwörtlich genommen werden. Nach sechs bis acht Wochen soll das Gröbste überstanden sein.

Dann fühlt man sich wie Kleopatra – und kann verloren gegangene Freundschaften wieder auffrischen.

http://www.abendblatt.de/nachrichten...chuetteln.html
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Alt 23.07.2017, 10:10
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Wehe, Sie legen Klopapier falsch herum auf die Rolle
Von Volker Behrens
Sind Sie gerade sauer? Wenn ja, wissen Sie noch worüber? Das Internetportal spin.de wollte es von seinen Mitgliedern genau wissen und fragte: Was bringt euch auf die Palme? Tabellenführer in der Ärger-Bundesliga der Wutbürger sind mit 36,8 Prozent eher Kleinigkeiten: Dazu gehören falsch herum eingelegte Klopapier-Rollen, das Flipflop von Flip-Flops oder Apfelkau-Geräusche. Klingt konstruiert, aber das waren die Antworten.

So werden also die Spin-Mitglieder zu HB-Männchen. Es gibt aber auch Leute, die sich schon daran stören, wenn Menschen Dinge anders machen als sie selbst. Sie beißen nach dem blanken Haken, wie die Angler sagen. Sie sehen den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen. Oft geht so etwas mit einem akuten Toleranzmangel einher. Ihnen sei das Kinderbuch "Kopf hoch, Fledermaus!" von Jeanne Willis empfohlen. Sie macht darin klar, wie heilsam und erhellend es sein kann, wenn man sich mal in die Perspektive des anderen versetzt.

Für manche Zeitgenossen muss sicherheitshalber alles gleich groß, rechteckig und einfarbig sein. Und zwar im Garten und auf dem Schreibtisch. Schon ein Beet mit unterschiedlichen Blumen macht sie unruhig. Erst eine Faltbodenschachtel mit Kresse bringt sie wieder runter.

29,2 Prozent gaben übrigens an, sie würden sich nur über Substanzielles aufregen. Vielleicht. Oder es ist eine arrogante Antwort. Aber warum gehen die Menschen regelmäßig in die Luft? Sind wir alle verkappte Perfektionisten, die ihr Ziel nicht erreichen? Hoffentlich nicht. "Perfekten Menschen fehlt es an Fehlern", hat der österreichische Autor Ernst Ferstl erkannt.

http://www.abendblatt.de/nachrichten...die-Rolle.html
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Alt 24.07.2017, 16:57
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Wir müssen entschleunigen, aber schnell
Von Tino Lange
"Beschleunigung ist, wenn die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen" ist einer der berühmten Sprüche von Rallyesport-Legende Walter Röhrl. Der Regensburger, der gerade 70 geworden ist und damit genauso alt wie die Marke Ferrari, mag es immer noch schnell.

Aber vielen anderen ist unsere Zeit zu hastig geworden. Der Wunsch nach Entschleunigung lässt sich am aktuellen "Hygge"-Trend ablesen. Wohnung, Urlaub, Leben, Hobby, alles soll so "hygge" (dänisch für "gemütlich") sein wie ein Abend im Dänemark-Urlaub im August. Draußen Sturmtosen und Dauerregen, drinnen weicher Teppich, Naturmöbel (mundgebissen), Kaminfeuer, ein Pott Tee und ein gutes Buch oder das ab 21. Juni erhältliche Magazin "Hygge – Einfach glücklich sein". Die Glotze bleibt aus, denn die hyggelige TV-Reihe "Die schönsten Bahnstrecken Deutschlands" wurde leider vor vier Jahren eingestellt.

Immerhin gibt es noch die "Space Night" im BR-Fernsehen. Und auch der NDR macht es sich demnächst bequem. Die Sendung "Die Elbe. Ganz in Ruhe" begleitet am 5. Juni (12 Uhr) den Raddampfer "Kaiser Wilhelm" fünf Stunden lang auf der Fahrt von Bleckede bis zur Elbphilharmonie. Versprochen werden wenig Schnitte, Musik und Worte und behagliche acht Knoten (15 km/h) Durchschnittsgeschwindigkeit. Wandfarbe beim Trocknen zuzusehen dürfte mitreißender sein. Aber nicht so schön wie die Elbe, auch wenn das Wetter bei der Aufzeichnung am vergangenen Sonnabend ungemütlich war. Hoffen wir, dass es der Dampferkapitän nicht mit Walter Röhrl hielt: "Die wirklich guten Fahrer haben die Fliegen auf den Seitenscheiben."
http://www.abendblatt.de/nachrichten...r-schnell.html
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Alt 25.07.2017, 12:43
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Ordnung muss man wollen können
Von Joachim Mischke
Hab alles im Kopf, muss es nur noch aufschreiben. Um sich für *Mozarts Arbeitsweise zu qualifizieren, muss man mächtig begabt sein. Der Rest von uns kreist mit unschöner Regel- *mäßigkeit um die Aufgaben des *Tages, die sich auf dem Schreibtisch zur Papierbergkette des Grauens zusammenklumpen können. Da liegen sie dann. Liegen und liegen und kriegen Jahresringe, und die übelsten verwesen bis zur Rente vorwurfsvoll vor sich hin.

Kein Wunder also, dass die meisten Deutschen jetzt bei einer Umfrage des Lebenskünstler-Magazins "Apotheken Umschau" deutlich gegen diese schmerzhafte Selbsterkenntnis geantwortet haben: Fast jeder Zweite (42,1 Prozent) sagte, er würde als erste Aufwärmübung regelmäßig den Schreibtisch aufräumen. Ja nee, is klar. Wo diese beneidenswert charakterstarken Zeitgenossen arbeiten und wann das passiert, wurde jedoch nicht enthüllt. Es muss irgendwo sein, wo sie sehr aufgeräumt ganz unter sich sind. Denn der reinigende, beruhigend gereinigte *Anblick einer leeren Büromöbel-Fläche ist im Alltag etwa so selten wie ein Einhorn, das Glitzerstaub pupsen und *parallel "La Paloma" pfeifen kann.

Viele chronische Schreibtischplattenzumüller besitzen aber auch einen grundguten Charakterzug: Sie schämen sich für ihr fröhlich wucherndes Versagen. 47,3 Prozent finden das Chaos "regelrecht abstoßend", wurde herausgefunden. Aufräumen hilft also. Befördert werden aber hilft womöglich auch. Dann kann man, mit etwas Glück, alles ganz einfach wegdelegieren, bis man das Trump-Stadium erreicht hat. Dann sitzt man am fotogen leeren Weltenlenker-Tisch und braucht nur noch anzukreuzen: "Ja", "Nein", "Vielleicht".
http://www.abendblatt.de/nachrichten...n-koennen.html
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emsfee (01.10.2017)
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Alt 26.07.2017, 16:21
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Höhere Anzahlung bei Pauschalreisen

Man kennt das Problem: Das Urlaubsgeld ist noch in weiter Ferne, da verlangt der Reiseveranstalter bereits eine saftige Anzahlung für den Sommerurlaub. Einst gab es hier eine klare Deckelung in Höhe von 20 Prozent. Doch inzwischen gewährt der Bundesgerichtshof den Veranstaltern einen beträchtlichen Spielraum für deutlich höhere Anzahlungen - ein Spielraum, den er mit einem neuen Urteil noch vergrößert hat. (Az: XI ZR 260/15)

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen, und zwar gegen eine Klausel des Reiseveranstalters Tui, die den Kunden für bestimmte Pauschalreisen bei Buchung eine Anzahlung in Höhe von 40 Prozent abverlangt. Es geht dabei um Reisetypen mit den kryptischen Bezeichnungen X1-2-Fly und XTUI. Dahinter verbirgt sich ein Geschäftsmodell, das nach Auskunft des Deutschen Reiseverbandes seit Jahren stark anwächst - auch wenn traditionelle Pauschalreisen nach wie vor den Großteil ausmachen.

Solche Reisen stammen nicht aus den Kontingenten, welche sich die Veranstalter vor Saisonbeginn gesichert haben, sondern werden nach tagesaktuellen Preisen zusammengestellt - ein gerade verfügbarer Flug wird etwa mit einem Hotelangebot kombiniert. Genutzt werden solche Angebote entweder von Last-Minute-Reisenden oder, und darum ging es vornehmlich beim BGH, von Frühbuchern.

Das Problem: Die Veranstalter müssen bei solchen Reisen häufig in Vorleistung gehen. Vor allem die Fluggesellschaften verlangen bei dieser Buchungsart oft die sofortige Bezahlung oder mindestens eine hohe Anzahlung. Die Veranstalter begannen, dies in Form höherer Anzahlungen auf die Kunden abzuwälzen.

Der BGH hatte dies im Jahr 2014 gebilligt, übrigens im selben Verfahren, das nach einer Schleife über das Oberlandesgericht Celle nun erneut in Karlsruhe gelandet ist. Damit hat er die Tür für höhere Anzahlungen geöffnet - aber eben nur in dem Umfang, in dem die Veranstalter selbst in Vorleistung treten.

Erst 10, dann 20, jetzt 40 Prozent
Zwar war die Quote schon in den Jahrzehnten zuvor stetig gewachsen. 1987 hatte der BGH zehn Prozent Anzahlung für zulässig gehalten, 2006 schraubte er sie auf 20 Prozent - was damals nachvollziehbar war, weil die Kunden inzwischen durch einen "Sicherungsschein" gegen ein in der Reisebranche nicht so seltenes Insolvenzrisiko abgesichert waren. 20 Prozent war immerhin eine klare Grenze. Das Urteil von 2014 war dann die Abkehr von der Klarheit. Seither können die Veranstalter Rechnungen aufstellen, in welcher Höhe sie für bestimmte Reisen "typischerweise" selbst Geld vorstrecken müssen. Der Keim für neue Streitigkeiten war damit gelegt.

Mit dem neuen Urteil hat der BGH nun zwar ein paar Vereinfachungen versucht, zugleich aber seine Rechtsprechung noch erweitert, und zwar zugunsten der Reiseveranstalter. Damit dürften nun auch Vorauszahlungen in der Nähe von 40 Prozent möglich sein. Erstens dürfen die Veranstalter fortan auch Provisionszahlungen an die Reisebüros in Anschlag bringen. Und zweitens dürfen sie, wenn die eigenen Vorleistungen sehr heterogen sind, auf Mittelwerte zurückgreifen.

Nach eigenen Angaben muss Tui bei 90 Prozent der Flugbuchungen in Vorleistung gehen, bei den verbleibenden zehn Prozent nicht. Laut BGH muss bei der Anzahlung nun nicht unterschieden werden, ob die gebuchte Reise in die eine oder andere Kategorie gehört. "Wir haben mehr an Durchschnittsberechnungen zugelassen, als wir das ursprünglich gedacht hatten", sagte der Senatsvorsitzende Peter Meier-Beck. Einzig wegen einiger Details bei den Hotelkosten ist der Fall ans OLG zurückverwiesen worden.

"Der Verbraucher jetzt weiß gar nichts mehr"
Aus Sicht des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen führt diese Rechtsprechung in eine kundenfeindliche Unübersichtlichkeit. "Der Verbraucher weiß jetzt gar nichts mehr", sagt die Rechtsexpertin Kerstin Hoppe. Auch für die Verbände sei es kompliziert, die Zulässigkeit von Anzahlungsquoten zu beurteilen. "Wir müssten von den Veranstaltern Unterlagen anfordern, die diese als Geschäftsgeheimnis ansehen." Hinzu kommt das Prozessrisiko: Klagt ein Verband auf Verdacht gegen solche Klauseln, kann er auf den Kosten sitzen bleiben.

In der Verhandlung in Karlsruhe schien es, als sei dem BGH angesichts seiner Rechtsprechung selbst nicht so ganz wohl. "Vielleicht waren wir mit den Verhältnissen nicht hinreichend vertraut, als wir skizziert haben, wie man dieses Feld bewältigen könnte", gestand der Senatsvorsitzende ein.

Für Klarheit könnte der Gesetzgeber sorgen - doch der hat diese Chance erst einmal verpasst. In einer nächstes Jahr in kraft tretenden EU-Pauschalreiserichtlinie finden sich keine Prozentsätze zulässiger Anzahlungen.

http://www.sueddeutsche.de/reise/bun...isen-1.3602321
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Alt 27.07.2017, 06:24
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Pauschale Gebühr für SMS-Tan ist unzulässig

Kunden müssen nicht jede Gebühr für SMS-Tan akzeptieren, hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Wenn die Nummer aber tatsächlich für eine Transaktion genutzt wird, sind auch zusätzliche Kosten gerechtfertigt.
Die Verbraucherzentralen hatten gegen eine Kreissparkasse geklagt, die bei einem Onlinekonto zehn Cent extra pro Tan verlangt hatte.
Wer sich beim Onlinebanking seine Transaktionsnummer (Tan) per SMS zuschicken lässt, muss dafür nicht jedes Mal Gebühren zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az.: XI ZR 260/15). Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gegen die Extragebühren geklagt.

Der Verband ging stellvertretend gegen die hessische Kreissparkasse Groß-Gerau vor, die zusätzlich zu den Kontogebühren von zwei Euro pro Monat für ein Onlinekonto noch zehn Cent extra pro SMS-Tan verlangt hatte. Ein Argument der Verbraucherschützer: Ohne Tan-Nummer könne der Kunde überhaupt keine Überweisung durchführen, die zusätzliche Gebühr sei daher eine unangemessene Benachteiligung und müsste eigentlich inklusive sein.

Dieser Argumentation folgte der BGH in seiner Entscheidung nicht, blieb aber grundsätzlich seiner Linie bei den Bankgebühren: In der Vergangenheit war das Gericht hier mehrfach eingeschritten. So erklärte es zum Beispiel Entgelte für Konto-Überziehung, Barabhebung, Depotwechsel oder die Bearbeitung von Freistellungsaufträgen für ungültig.

Kunden zahlen auch, wenn sie die Tan gar nicht verwenden
Die Sparkasse hatte darauf hingewiesen, dass den Kunden insgesamt fünf Wege zum sicheren Online-Banking zur Verfügung gestellt würden, darunter die klassische Nummernliste auf Papier oder ein Tan-Generator. Vier davon seien in der Kontogebühr enthalten, die fürs Online-Banking erhoben würden. Einzig der Service einer SMS-Tam sei zusätzlich kostenpflichtig - eine "besondere Zusatzleistung", um dem mobilen Menschen die Erledigung seiner Bankgeschäfte von unterwegs zu ermöglichen.

Das Gericht betonte zwar, grundsätzlich seien zusätzliche Gebühren in Ordnung - allerdings nur, wenn die Tan auch tatsächlich für eine Überweisung benötigt werde. Es störte sich deshalb vor allem an der Formulierung im Vertrag: "Jede SMS-Tan kostet 0,10 € (unabhängig vom Kontomodell)", steht dort. Kunden müssten also nicht nur zahlen, wenn sie eine Überweisung tätigen - sondern auch, wenn sie die Tan für andere Kontoaktionen benötigen oder sie gar nicht verwenden, etwa wegen eines begründeten Betrugsverdachts, bei einem Fehler im Onlinebanking oder weil die Tan nach einiger Zeit abgelaufen ist. Ob die Klausel in dem konkreten Fall der Kreissparkasse Groß-Gerau auch tatsächlich so angewandt wurde, muss laut dem Urteil das Berufungsgericht klären.

http://www.sueddeutsche.de/geld/giro...ssig-1.3602205
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Alt 28.07.2017, 06:27
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Udo und der Deppen-Apostroph

Wer nichts zu schimpfen hat, der schimpft auf das Wetter. Entweder ist es zu heiß, und die Kollegen von den lauten Blättern prophezeien die Ausbreitung der Sahara bis an den Rand der Außenalster, oder es ist zu kalt, sodass sich ausgerechnet im Wahlkampf die Warnung vor der Erderwärmung nicht stimmenmehrend unterbringen lässt. Oder es ist zu nass, viel zu nass, wobei sich die Fluten in Hamburg nicht nur von oben, sondern auch von unten aus geborstenen Wasserrohren ergießen. Doch irgendwann hat es sich ausgeschimpft beim Wetter. Als allerletzter Ausweg bietet sich an, auf die Post zu schimpfen. Das war schon vor vielen Hundert Jahren so, als der Bürgermeister mit dem Ochsenziemer auf den Postillion eindrosch, weil die Postkutsche drei Minuten zu spät durch das Stadttor gerumpelt war. So genau nehmen wir es heute nicht mehr. Im Umland warten ganze Dörfer seit Tagen auf ihre Briefe, weil die Postbotinnen Urlaub haben. In einer Gemeinde sollte die Vertretersitzung abgesagt werden, weil die Einladungen nicht zugestellt worden waren. Offenbar fehlt es der Deutschen Post an Personal.

Dafür ist sie auf anderem Gebiet weitaus großzügiger ausgestattet, etwa mit überflüssigen Schriftzeichen. Auf einer 70-Cent-Sondermarke mit Lindenberg-Selbstporträt zugunsten des katholischen Bonifatiuswerks finden wir die Aufschrift "UDO'S 10 GEBOTE". Auweia! Genitiv-s mit Apostroph? So etwas nannten wir früher einen Deppen-Apostroph. Konrad Duden rotierte in seinem Grab. Erst als er hörte, dass die Post verantwortlich sei, murmelte er "Ach so!" und lag wieder still.

Schon Cicero wusste: Ein Brief errötet nicht – nicht einmal durch einen Apostroph auf seiner Marke.

http://www.abendblatt.de/nachrichten...Apostroph.html
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Alt 29.07.2017, 08:34
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Und jetzt alle: Cheeeeese!

Von Silvia Stammer

Von wegen digitaler Blingbling und Modeblogger-Metaebene: Die wahren Influencer sind und bleiben die Hausfrauen. Jede Menge Instantmehl und Gramm auf Instagram, satte Einschaltquoten bei "Das große Backen" sind der Beweis. Demnächst wird die fünfte Staffel dieses Show-Baisers angerührt. Und während man noch die Fondantdecke des Schweigens über den Unterhaltungswert dieser klebrigen Masse breiten möchte, kommt eine der berühmten Forsa-Umfragen um die Ecke gekleckert, die sich eigentlich nur mit reichlich Bommerlunder verdauen lässt. Im Auftrag eines Unternehmens, das in Schichtkäse macht, fand das Marktforschungsinstitut heraus, dass bereits zwei Drittel der Deutschen mindestens einmal im Leben einen Käsekuchen gebacken haben. Was für eine Nachricht!

Allerdings fällt der Anlass dieser aufsehenerregenden Studie in eine Verwechslungskategorie, sagen wir mal, wie Gasthof und Gustav: Der "Tag des Käsekuchens", der am Sonntag in Amerika gefeiert wird, hat mit dem oberflächenbraunen deutschen Erzeugnis bei Ofenlicht betrachtet nichts zu tun. Das US-Original kommt mit Doppelrahmfrischkäse auf Keksbröselboden daher statt mit Quark und Eiern auf Mürbeteigboden. Das ist jetzt zugegeben Korinthen ..., also Rosinenpickerei. Womit wir bei der zweiten bahnbrechenden Erkenntnis wären: Die Mehrheit der Deutschen backt laut Umfrage den Käsekuchen mit Rosinen. Vor allem Männer mögen die verschrumpelten Trauben.

Die nächste Umfrage kommt bestimmt. Vielleicht zum "Tag des Hamburgers". Denn gute Hausfrauen wissen: Männer haben ein Herz aus Hack.

http://www.abendblatt.de/nachrichten...Cheeeeese.html
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Geändert von bugsi (29.07.2017 um 08:38 Uhr)
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emsfee (03.10.2017)
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Alt 30.07.2017, 11:00
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Werteverfall vor der Waschanlage

Von Andreas Hardt

Das sind nun alarmierende Nachrichten, die Weltbilder zum Einsturz bringen. Waren wir nicht immer davon ausgegangen, dass der Deutsche – also all die anderen, wir nicht – sein Auto über alles liebt? Und deshalb regelmäßig zu Schwamm und Schlauch greift? Alles muss hochglänzen, metallicsilber oder planetenblau, staubgrau geht gar nicht.

Und kennen wir nicht alle die Angebote – vom Vorbeifahren meist – der Hightech-Waschanlagen an der Ausfallstraße neben dem amerikanischen Schnellrestaurant? Chromglanz, Perlschutz, Unterbodenversiegelung, Motorenkosmetik, Innenraumshampoo, Felgenmassage – oder umgekehrt. Schon ab 7,50 Euro.

Und nun das: Fast jeder zweite Deutsche reinigt sein Auto weniger häufig als erwartet. Nur etwa dreimal im Jahr. Das hat der Autohersteller Ford in einer "Stimmungsumfrage" herausgefunden und teilt offiziell mit: Die deutsche Autohygiene ist mäßig ausgeprägt. Autohygiene! Mäßig ausgeprägt!! O weh, Werteverfall.

Hat das Auto etwa seinen Status verloren, als liebste, teuerste Anschaffung fürs Leben, die es zu pflegen und zu hegen gilt? Die Frau mag gehen, aber Hund und Auto bleiben hier?

Haben wir uns innerlich distanziert von Abgasschleudern und Dieselmanipulatoren, von Kartellverdächtigen und Stadtraumverstopfern? Ist das Auto nur noch Mittel zum Zweck?

Möglicherweise aber liegt der Rückgang der deutschen Autowäscher an etwas ganz anderem. Schließlich leben in den Städten immer weniger Vögel, die auf unsere Autos lösen. Und nach einer langen Autobahnfahrt kleben kaum noch Insektenreste an der Frontscheibe.

Wie gerne würde ich da wieder waschen müssen – sonnabends mit Schwamm und Schlauch.
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faro (08.09.2017), heinz1965 (01.10.2017), lo-rena (03.10.2017)
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Donald Trump über Puerto Rico:

"This is an island surrounded by water. Big water. Ocean water...
...This is a thing called Atlantic Ocean. This is tough stuff...
...This is an island sitting in the middle of an ocean. It's a big ocean. It's a very big ocean..

http://www.msnbc.com/rachel-maddow-s...nded-big-water

Also, Jungs und Mädels, passt gut auf, der Atlantik ist voll krass und seehr gefährlich.
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bugsi (01.10.2017), emsfee (03.10.2017)
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