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Mencey
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Hallo real_lejos,
zunächst einmal gebe ich Dir grundsätzlich recht – bei jedem Text sollte man bedenken, ob er zu manipulieren versucht, d.h. „mehr oder minder versteckt“ (zitiere mich hier selbst, s.o.) die Interessen bestimmter Gruppen als objektive Wahrheit zu vermitteln versucht.
Liest man den mit meinem bfr-Link zu öffnenden Text, dann könnte man zunächst vermuten, dass er die Interessen der Produzenten des Ceylon-Zimts wahrnimmt. Das weitere Lesen in dort verlinkten Dokumenten legt dann in der Tat die Vermutung nahe, dass er die Interessen der pharmazeutischen Produzenten vertritt, die Arzneimittel zur Blutzuckersenkung bei Diabetes mellitus Typ II herstellen.
Genau solch ein Effekt wird von dem im Permalink #10 (ohne Quellenangabe) genannten Werbetext genutzt: Der bfr-Text wird zur Wahrnehmung der Interessen der Firma charantea verwendet.
Mir kommt es allerdings darauf an, den Anspruch des Werbetextes zu relativieren und die Aussage von zauberin60 (Permalink #9) zu unterstreichen und zu entfalten. Und dazu ist der bfr-Link meines Erachtens geeignet. Der Text macht erstens deutlich, dass die Empfindlichkeit für Cumarin individuell unterschiedlich ist (übrigens ebenso wie die Sensibilität bezüglich des Aspirins). Es wird zweitens – und das ist beruhigend - aufgeführt, dass die toxische Wirkung von Cumarin (ich vermute allerdings nur innerhalb bestimmter, individuell unterschiedlicher Grenzen) reversibel ist.
Bei Arzneimitteln gibt es Beipackzettel, auf denen man über mögliche Nebenwirkungen informiert wird. Bei der Einnahme von Arzneimitteln sollte man also auf bestimmte Symptome achten und beim Auftreten dieser Symptome die Dosis reduzieren bzw. die Einnahme beenden. Bei Lebensmitteln, und zu diesen gehören ja u.a. Gewürze auch dann, wenn sie physiologisch deutlich wirksame Substanzen enthalten, gibt es solche Beipackzettel nicht.
Für mich ist daher dieser bfr-Text so etwas wie ein Beipackzettel für Zimt, der die Aussage von zauberin60 etwas differenzierter darstellt.
Zauberin60 hat ihren Hinweis wohl geschrieben, um auf mögliche Nebenwirkungen des „Fast-Allheilmittels“ (Permalink #1) hinzuweisen. Und noch einmal: Ich habe meinen Beitrag abgegeben, um die in Permalink #10 zitierte extreme Gegenposition (mit Werbungscharakter) zur Anfangsaussage (Permalink #1) zu relativieren.
Alles Gute
Rolf
P.S. Ich nehme seit mehr als 15 Jahren Aspirin, weiß von Anfang an um die Nebenwirkungen, habe aber bislang nicht einmal ansatzweise solche Wirkungen verspürt. Das liegt nicht daran, dass Aspirin grundsätzlich unschädlich ist, sondern daran, dass ich wahrscheinlich/hoffentlich zu der Gruppe von Menschen gehöre, bei denen diese Nebenwirkungen nicht auftreten.
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