Pilot wirft auf Lanzarote 120 Passagiere aus Flugzeug
Brüssel/Arrecife. Wieder Aufregung um die Billigfluglinie Ryanair: Nach einem Streit an Bord hat die Fluggesellschaft 120 Passagiere aus dem Flugzeug geworfen und auf Lanzarote zurückgelassen. Unter Aufsicht der spanischen Polizei musste die gesamte Gruppe von Jugendlichen und Studenten aus Belgien am Sonnabend die Maschine verlassen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Grund für den Platzverweis war ein heftiger Wortwechsel zwischen einem jungen Mann, der sich über das Gepäck beschwerte, und einer Stewardess. Kurzerhand ließ der Kapitän die Maschine räumen und startete schließlich mit einigen wenigen Fluggästen an Bord Richtung Belgien. Erst nachdem sich das belgische Außenministerium einschaltete, war Ryanair bereit, die Jugendlichen am Sonntag in kleinen Gruppen nach Belgien zurückzuholen.
Ryanair-Pilotin schmeißt Studenten raus
Selbst Meckern kostet extra
Eine Flugkapitänin verteidigte die geschäftlichen Interessen ihres Arbeitgebers vehement: Sie ließ Studenten, die nicht für ihr Übergepäck zahlen wollten, kurzerhand zurück. VON THOMAS STROTHJOHANN
Da kocht der Solidartrotz: Anstatt zusammenzulegen und das Übergepäck zu zahlen, rebellierten die Studenten - doch ein Flugzeug ist nicht die Uni. Foto: dpa
Im Flugzeug herrscht Diktatur. Das bekamen 104 Studenten der Freien Universität Brüssel am Samstag auf Lanzarote zu spüren, als eine Ryanair-Kapitänin sie vom Rückflug nach Belgien ausschloss. Sie hatten sich geweigert, die Kommilitonen auf der Insel zurückzulassen, die nicht für ihr übergewichtiges Handgepäck zahlen wollten. Der daraus resultierende Streit mit den Flugbegleitern dauerte drei Stunden, dann ließ die Kapitänin das Flugzeug von der Polizei räumen und flog mit den 64 verbliebenen Passagieren an Bord nach Charleroi.
Die Sache mit dem Übergepäck wird inzwischen weltweit sehr restriktiv gehandhabt.
Wir sind gerade mit Air Pacific von Los Angeles nach Fidschi geflogen und hatten ein zulässiges Handgepäck von 7 kg (Koffer: 22 kg).
Der Handkoffer wurde gewogen: 9 kg - keine Diskussion, es mussten 24$ bezahlt werden.
Dass ich nun über die Airline schimpfe, kommt mir nicht in den Sinn - ich hatte mich mit den Bedingungen (22 + 7 kg) vor dem Buchen einverstanden erklärt.
Die Studenten müssen sicher noch lernen, was ein Beförderungsvertrag ist.
Gruß aus Neuseeland,
Wolfgang
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