Respekt vor dieser Entscheidung:
Immerhin sind in diesem Krieg bereits 43 deutsche Soldaten gefallen und wir wollten eigentlich dass nie wieder Krieg von Deutschland geführt wird.
Kann es sein dass es tatsächlich um wirtschaftliche Interessen der Waffenlobby geht.
Folgender Benutzer sagt Danke zu selmer für den nützlichen Beitrag:
Die Zufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist in einer Umfrage auf einem Tiefpunkt angelangt. Nach dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap sind noch 20 Prozent der Deutschen mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden.
Da hatten wir einen Bundespräsidenten der auch unbequem sein konnte, den Regierungsparteien gerne mal die Richtung anzeigte und nun geht er leider. Ich finde das ausgesprochen schade und sehe mit Sorge dem nächsten weichgespülten Politiker als Bundespräsident entgegen.
Man mag von ihm halten, was man will - im Kern seiner Aussage steckt viel Wahrheit. Wer sagt unseren Politiker was zu tun ist? Richtig, eine Lobby. Was zeichnet eine Lobby (mit Geld) aus? Richtig, sie will mehr davon. Schon als Mitglied der Rüstungsbranche hat man deutliche wirtschaftliche Interessen. Checkpoints in Afghanistan schützen deutsche Bahnhöfe nicht vor Bomben.
__________________ Edgar
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„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.“ Charlie Chaplin
Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu Bajuware für den nützlichen Beitrag:
Für mich einer der sympathischsten Politiker. Ein Politiker der nicht nur geredet hat , sondern auch was gesagt hat ! Er war sehr Volksnah und bodenständig . Schade, aber ich respektiere seine Entscheidung.
Folgende 3 Benutzer sagen Danke zu Tom2113 für den nützlichen Beitrag:
seinen heutigen schritt bedaure ich sehr. ich denke aber, dass er schon laenger hat abtreten wollen, er wartete nur auf den passenden anlass.
andererseits frage ich mich, ob der respeckt vor diesem amt es verbietet, sich auf aeusserungen des jeweiligen amtinhabers kritsch zu aeussern.
gruss bluebird
wenn jemand freiwillig von einem gut honorierten Amt zurücktritt, schätze ich das immer sehr positiv ein. Umgekehrt redet man ja oft, meist zu Recht, von Leuten, die "an ihren Stühlen kleben". Ist ja auch verführerisch, ein paar Jahre länger auf einem Posten auszuhalten, für den man nicht geeignet ist, wenn man dafür anschließend lebenslang eine um mehrere Tausend Euro höhere Pension erhält.
Andererseits: Das, was Köhler da als Grund für seinen Rücktritt angibt, seine Aussage, dass ein exportorientiertes Land wie Deutschland seine Handelswege militärisch frei halten muss, widerspricht dem Grundgesetz, ist menschenverachtend und völkerrechtswidrig. Wenn er das wirklich in Bezug auf den Kampf gegen die moderne Seepiraterie vor Somalia ausgesagt hätte, könnte ich der Aussage zustimmen. Allerdings hat sein Büro diese Definition nachgeschoben, er selbst hat sie in Afghanisten gemacht, als er zur dortigen Situation befragt wurde. Wieso sollte er dann plötzlich völlig grundlos und ohne jede Überleitung oder Erläuterung von einer völlig anderen Sache sprechen?
So gesehen ist sein Rücktritt gut. Denn wenn man uns im Ausland mit Berufung auf seine Aussage vorwerfen sollte, ein imperialistischer Staat zu sein, der, wie früher (Lebensraum im Osten!) sich andere Länder untertan macht, um selbst materielle Vorteile davon zu haben, können wir sagen: Das war ein Faux Pas eines ehemaligen Bundespräsidenten, der eben genau deshalb gehen musste, weil das nicht mehr unsere Politik ist.
mir ist der rücktritt völlig unverständlich und für mich ist die begründung des rücktritts nur vorgeschoben.
herr köhler hat doch nur ausgesprochen, was in der EU längst fakt ist.
das europäische parlament hat z.b. am 19. februar 2009 einen bericht des CDU-abgeordneten Karl von Wogau zur „Europäischen Sicherheitsstrategie“ verabschiedet. dort wird gefordert, dass die EU "eine starke und wirksame außen-, sicherheits- und verteidigungspolitik entwickeln muss, um [...] ihre interessen in der welt zu vertreten." anschließend benennt der bericht u.a. "die sicherheit der energieversorgung und der seewege" als ein zentrales interesse.
im lissabonner vertrag werden die mitgliedstaaten explizit aufgefordert ihre militätischen einrichtungen zu verbessern, eine militärische sondereingreifgruppe soll (oder ist schon?) gebildet werden etc. etc.
wenn herr köhler nun dafür kritisiert wird, dass er solche fakten ausspricht, dann könnte er m.e. diese kritik locker mit dem hinweis auf z.b. oben genanntes abschmettern und sicherlich auch noch mehr fakten und argumente finden, die seine aussage rechtfertigen. abgesehen davon muss auch ein staatsoberhaupt kritik vertragen und ggf. angemessen darauf reagieren. aber zurücktreten?
ohne zum verschwörungstheoretiker werden zu wollen vermute ich andere gründe für den rücktritt, die wir als normalbürger aber wohl nie erfahren werden.