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  #1 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 00:36
Luther
Gast
 
Beiträge: n/a
Gebrauch von Plastiktüten

Hallo,

der "Lidl-Thread hier im Forum, ist ja, was manche beklagen, vermutlich der längste, den es hier je gab. Das liegt aber u. a. auch daran, dass es zwischendurch Themenabschweifungen gab. Eine davon war der Diskussionspunkt "Gebrauch von Plastiktüten". Um den Thread nicht ins Unendliche zu verlängern, und weil das ohnehin nicht nur Lidl betrifft, klinke ich das dort aus und mache einen neuen Thread, diesen, daraus:

Zitat:
Zitat von bluebird Beitrag anzeigen
und meinen muell, was mache ich damit? ich glaube kaum, dass sich jemand freut, wenn ich ihn zum balkon abbi werfe in unser pool. und offen und stinkend in einem pappkarton will ich ihn auch nicht als keimschleuder im WZ stehen haben. obwohl cucas, und anderes getier wuerde sich vielleicht freuen, ich aber nicht!

ich will auch nicht immer in den teuren 3 euro stofftaschen, meinen muell samt tasche entsorgen!

man merkt, dass du nicht hier lebst und die gegebenheiten nicht wirklich kennst. hier habe ich weder muellschuecker noch muelltonne vor der tuer. Ich lebe auch nicht in einem dt. touri-bunker, und erst recht in nicht einem hotel.

muellentsorgung ohne plastikbeutel, seien es die aus dem supermarkt oder extra gekaufte geht hier nicht. wir haben hier ein anderes klima als in braunschweig, wo immer das liegen mag!
gruss bluebird
Hallo Barbara,

wenn du weiterhin und konsequent mit "bluebird" unterschreibst, rede ich dich vielleicht, obwohl du deinen Echtnamen als Anrede angeboten hast, wie früher bald auch wieder so an. Sonst wissen manche gar nicht, auf wen ich mich beziehe, wenn ich nicht sofort auf einen Beitrag von dir antworte. :-) Aber wenn ich, wie hier, deinen ganzen Beitrag als Zitat einbringe, geht's ja noch.

Also, ich bin kein Ultra-Grüner. In meiner Straße wohnt so einer, der guckt mich immer schief an, wenn ich mit dem Auto wegfahre und nicht mit dem Fahrrad. Trotzdem denke ich, dass Müllvermeidung, wo immer es ohne Klimmzüge machbar ist, sinnvoll ist. Und da spielt es keine Rolle, ob man dauerhaft auf TF lebt oder nicht.

Wenn ich da bin, wohne ich nicht im Hotel, sondern in Ferienwohnungen, wo ich mich, bzw. wir uns, selbst verpflegen. Ich kenne deshalb auch die Müllabfuhr-Situation.

Die meisten Leute werfen ihren Müll in Plastiktüten verpackt in große Container. Da weiß der Geier, was da drin ist, ich vermute, da wird nicht viel getrennt. Es gibt aber hier und da Papier- oder auch Glascontainer, andere sind mir noch nicht aufgefallen. Aber zumindest die beiden Materialien kann man also vom Gesamtmüll trennen.

Aber, im hier besprochenen Fall ging es ja ursprünglich nur um die Plastiktüten, die in TF weitaus bereitwilliger als in D herausgegeben werden. Es wurde ein Preis genannt, der deutlich unter deutschen Preisen liegt, häufig bekommt man sie auch ungefragt kostenlos. Deshalb ist auch der Müll in den Mülltonnen ständig in Plastiktüten.

Du schreibst, du wirfst Plastiktüten nicht "in die Botanik". Nun ja, aber, egal wo du sie hinwirfst: Es geht ja nicht um deine eine Tüte, sondern um die Millionen, die von 800.000 Tinerfeños im Laufe eines Jahres mit nach Hause genommen und anschließend irgendwie "entsorgt" werden. Entsorgt? Das ist so ein beschönigendes Modewort, denn in Wirklichkeit gibt es gar keine Entsorgung. Die "Sorge" wird nur umverteilt, du hast sie nicht mehr, dafür hat sie jemand anders. Und dieser jemand ist meist die Umwelt, die, in der wir alle leben.

Würdest du, wie von dir erwähnt, Kartons aus dem Laden mitnehmen, erzeugst du keinen vermeidbaren Müll, denn die Kartons sind sowieso da, und wenn du sie nicht "entsorgst", muss das der Laden tun. Pappe verrottet aber in ein bis zwei Jahren, Plastiktüten bleiben uns für Jahrhunderte erhalten.

Was aber spricht dagegen, dass du eine Tasche beim Einkaufen mitnimmst? Oder einen Stoffbeutel, der, zusammengefaltet, beim Hinweg keinen Platz einnimmt? Ich nehme auch manchmal Plastiktüten an, wenn ich ungeplant einkaufe und nichts bei mir habe. Ansonsten aber nehme ich mir immer Behälter mit, um hinterher nichts "entsorgen" zu müssen.

Plastiktüten sind eine Seuche. In Mexico, meinem Lieblingsland, wo ich öfter bin, habe ich schon gefrotzelt: "Woran erkennt man, wenn man durch die Wüste fährt, dass bald ein Ort kommt?" Antwort: "Daran, dass links und rechts in den Bäumen und Büschen oder an den Kakteen Plastiktüten hängen. Oder, wenn es keine Bäume und Büsche gibt, daran, dass sie zu Hunderten auf dem Boden entlang taumeln."

Der Grund ist, dass die Müllkippen, oft sogar die legalen, sich am Ortseingang neben der Straße befinden. Während der übrige Müll herumliegt, stinkt, und hässlich aussieht, werden die Plastiktüten vom Wind aufgeblasen und treiben davon, bis sie in irgendeinem Baum oder Busch hängen bleiben.

Das trifft aber nicht nur auf Mexico zu. Aus Indien habe ich dasselbe gehört, es wird wohl auf alle Entwicklungsländer zutreffen. Aber auch in Spanien (Kontinent) habe ich das schon gesehen. In einem afrikanischen Land, ich habe vergessen, welches es war, hat man kürzlich die Ausgabe von Plastiktüten aus den o. a. Gründen total verboten.

Wenn man in TF aus touristischen Gründen eine derart krass sichtbare Vermüllung vermeidet, überleg doch mal trotzdem: Wenn 800.000 Tinerfeños im Schnitt täglich eine Plastiktüte mit nach Hause nehmen, macht das rund 300 Millionen Tüten im Jahr. Wenn die nun 200 Jahre brauchen, bis sie verrotten, wie hoch wird dann der Müllberg, der sich in der Zeit ansammelt?

Das auszurechnen, überlasse ich aber dir! :-)

Gruß
Luther
 
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Thomas (16.02.2010)
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  #2 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 00:59
Zugereister
 
Registriert seit: 24.03.2008
Ort: Callao Salvaje
Beiträge: 45
Abgegebene Danke: 12
Erhielt 30 Danke für 15 Beiträge
Naja, ich würde meinen, dass 99% der Plastiktüten (wahrscheinlich sogar 99,8%) im Müll und nicht in der Natur landen. Soviel ich weiß, bzw. gelesen habe wird der Müll hier auf Teneriffa verbrannt. Also landen die Tüten nicht in der Natur. Das beim Verbrennen Schadstoffe entstehen ist wieder eine andere Sache. Mülltrennung halte ich für total überbewertet. Mittlerweile gibt es sogar schon in Deutschland Erkenntinisse, dass die von Menschen betriebene Mülltrennung nicht so effektiv ist, wie es die der Maschinen in der Müllverwertungsanlage. PS: Habe vor einigen Wochen gelesen, dass der Grüne Punkt und somit die Gelben Säcke in Deutschland vor dem Aus stehen, da zu ineffektiv aus oben erwähntem Grund.
kenny1310 ist offline  
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  #3 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 01:24
Luther
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Kenny,

natürlich landen viele Plastiktüten im Müll, aber genau das ist eben das Problem. Dass "Müll" nicht "Entsorgung" bedeutet, habe ich ja schon gesagt.

Auch Müllverbrennung ist ein Problem. In der Nähe meines Wohnsitzes gibt es eine solche Anlage. Ich habe sie kürzlich besichtigt, und mir haben die Haare zu Berge gestanden, was man da zu sehen und hören bekommt.

Das mit der Veränderung des "gelben Sacks", die vorgesehen ist, hast du offenbar falsch verstanden. Da geht es darum dass man bisher, jedenfalls in vielen Orten, Müll nach Papier, Glas, Metall, Plastik oder Verbundstoffen getrennt sammeln musste. Das ist in Zukunft nicht mehr erforderlich, weil man das automatengesteuert zielsicherer trennen kann, als es unaufmerksame oder gar faule Bürger bisher getan haben.

Gruß
Luther
 
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  #4 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 07:08
Teneriffa Conquistador
 
Registriert seit: 10.09.2008
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Erhielt 8 Danke für 7 Beiträge
müll von schiffen

ich war am 3.2. mit der msc fantasia für einen tag in teneriffa(der tag nach dem unwetter),an der anlegestelle wurden zwei 30 kubikmeter container mit müllsäcken vom schiff gefüllt. hoffentlich gingen die direkt in die verbrennung,und nicht in irgendeinen barranco.würde mich interessieren,ob die entsorgung in tf billiger ist als am festland.bei uns in wien kostet die entsorgung pro tonne müll ca.170.-euro.kennt jemand die preise in tf?
xado ist offline  
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  #5 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 07:42
Mencey
 
Benutzerbild von Michael
 
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Wie schon geschrieben, das ist ein schwieriges Thema. Zumal es z.B. Verbrennungsanlagen gibt die auf "gemischten Muell" angewiesen sind, damit das Feuer besser/effektiver brennt und man nicht noch zusaetzliche Energie zufuehren muss (was ja auch kontraproduktiv waere, sowohl oekonomisch als auch oekologisch). D.h. in solchen Regionen wird z.T. der zuvor vom Buerger muehsam getrennte Muell in der Anlage wieder in einen Topf geworfen...

Muelltrennung faengt da an richtig Sinn zu machen (auch in der Umsetzung) wo der getrennte Muell als Rohstoff angesehen wird. Dann naemlich gibt es jemanden, der interessiert daran ist, diesen Rohstoff zu sammeln und vernuenftig weiter zu behandeln. Aus diesem Grund kriegt man in vielen Regionen ja inzwischen Papiertonnen kostenlos ans Haus gestellt (formloser Antrag / Anruf genuegt) die ebenso kostenlos regelmaessig geleert werden. Warum? Weil der Entsorger der das anbietet das Papier als wertvollen Rohstoff ansieht, den er auf diese Weise schoen vorsortiert kostenlos am Strassenrand abholen kann...

Auch Glas und Kunststoff sind Rohstoffe, aus denen man wieder neue Dinge machen kann...
Michael ist offline  
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  #6 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 08:16
Mencey
 
Benutzerbild von bluebird
 
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wuerde ich die plastiktueten bei meinen wenigen einkaeufen nicht mitnehmen, muesste ich plastikmuellsaecke dazu kaufen. das ist, wegen deren groesse - meist 30 liter) eine mindestens dreifachgrosse menge an plastikmuell taeglich.

pappkartons kann und darf ich nicht tragen. sie haben keine henkel. und ich habe kein "tragetier" daheim. und was mache ich dann damit? dann muss ich die entsorgen und plastiktueten fuer den muell kaufen. im uebrigen, habe ich da, wo ich einkaufe, noch keine gesehen!

stoffbeutel habe ich keine, und wenn ich die dauernd waschen muss ( weil sie zb nach fisch stinken), belaste ich auch die umwelt.

aber ich schone die umwelt, indem ich nicht rauche und nur wenig esse!
gruss bluebird
bluebird ist offline  
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  #7 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 10:37
Gesperrt
 
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Zitat:
Zitat von Luther Beitrag anzeigen
Es geht ja nicht um deine eine Tüte, sondern um die Millionen, die von 800.000 Tinerfeños im Laufe eines Jahres mit nach Hause genommen und anschließend irgendwie "entsorgt" werden.
Hallo Luther aka Lothar V.,
Du bist des Spanischen mächtig, deshalb ein Vorschlag:

Bring genau dieses Thema in einem spanischsprachigen Forum ein , diskutier dies dort und bitte, bitte berichte uns.

Das Umweltbewusstsein deutscher Residenten oder Langzeiturlauber auf TF ist ausgeprägt!

Die meisten Kurzzeit-Touristen (-Urlauber) sind in Hotelanlagen untergebracht , sind versorgt und kaufen somit selten in Supermercados ein.

Zum Tütenproblem:
Man nimmt die kostenlosen Tüten beim Einkauf mit, nutzt diese wieder als Müllbeutel.

Du wolltest ja eine Berechnung von "Bluebird", bekommst nun aber eine von mir.

Was wiegt so eine kostenlose Plastiktüte ?
Ich kann es nur schätzen, da ich keine Feinwaage besitze.

Geschätzt ca. 4 gramm.

Diese Tüte (4 gramm) nutze ich, um Restmüll zu bündeln und transportieren zu können.

Wiederum geschätzt, bündel ich mit einer Tüte ca. 400 - 600 gramm Restmüll.

Die Tüte wird also mit 1 % (Gewichtsprozent) bewertet.

Vielleicht kannst Du aus meiner einfachen Rechnung erkennen, dass die Probleme woanders liegen .


Gruss
TF_Freedom
TF_Freedom ist offline  
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  #8 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 11:33
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Benutzerbild von Claudi
 
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Hallo Kenny1310,

der ganze Müll unserer Insel landet unverbrannt in Arico. Erst in 2008 wurden Millionen Euro in den Aushub einer riesigen Grube investiert.

Zum Thema PIRS (Zeitungsartikel auf spanisch):

http://www.laopinion.es/tenerife/200...rs/260444.html

Viele Grüße
Claudi
Claudi ist offline  
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bayernfranz (16.02.2010), Thomas (16.02.2010)
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  #9 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 11:56
Mencey
 
Benutzerbild von bluebird
 
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da wo ich wohne, bin ich zw april und november weit und breit die einzige "fremde". der gelbe container war immer bis oben voll, wurde aber zu selten geleert. da blieben nur noch die anderen tonnen, die jede nacht geleert werden. seit august stehen da 2 gelbe dinger und sie werden auch oefter geleert. ich will damit nur sagen, dass auch die nicht deutschen bereit sind, plastik und dosen extra zu entsorgen.
biomuellsammeln waere bei uns in der prallen sonne eine zumutung fuer alle, die daneben wohnen. sogar in De. sind diese tonnen nicht sehr gerne gesehen, da sie leider auch ratten und maeuse anziehen. das geht auf der insel vielleicht im "kalten"norden, hier aber nicht. vorallem, was soll dann die stadt damit? den teide aufschuetten!

es gibt gerade hier viel schlimmere umweltsuenden als die eine plastiktuete fuer den muell. angefangen bei den touribusse, die auch dann die motoren laufen lassen, wenn die touris 30 min. unseren strand anschauen. oder die vielen bauleichen! und auch die vielen hotels und wohnanlagen dort, wo es wegen naturschutz verboten ist!
gruss bluebird
bluebird ist offline  
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  #10 (Permalink)
Alt 16.02.2010, 17:22
Luther
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo zusammen,

@ TF_Freedom,

natürlich ist die Masse der Tüte im Vergleich zur Masse des Inhalts gering. Aber die Tüte ist leicht vermeidbar, der Inhalt zum Teil nicht. Aber, wie anderswo auch, die Menge macht's.

Da du die anfangs angekündigte Rechnung nicht durchführt hast, habe ich das gemacht: Meine gute Küchenwaage sagt, die übliche Einkaufstüte wiegt 16 g, eine "schicke" aus dickerem Plastik, in diesem Fall von Esprit, sogar 30 g, obwohl sie weniger als halb so groß ist.

Aber bleiben wir bei der normalen Einkaufstüte: Die von mir geschätzten 300 Millionen Tüten, die pro Jahr auf TF ausgegeben werden, mal 16 g, mal 400 Jahre*, macht 1.920.000 Tonnen.

Ich habe mir außerdem den Spaß gemacht, das Volumen einer Tüte zu ermitteln: Es sind 22 cm³. Das macht bei der genannten Menge und Zeit 2.640.000 m³. Dafür müsste eine Abfallgrube bei 10 m Tiefe 600 m lang und 400 m breit sein.

Die Spanier werden den Teufel tun, als sich von einem Ausländer erklären zu lassen, was sie für ihre Umwelt tun können. Ich möchte aber nochmals sagen, ich bin ohnehin kein Umwelt-Apostel, dafür bin ich gar nicht grün genug. Ich habe das Thema nur angesprochen, weil in dem Lidl-Artikel mehrmals von Einkaufstüten die Rede war, und es anscheinend als gute Tat betrachtet wurde, wenn sie preisgünstig oder gar kostenlos sind. In D kosten sie heutzutage meist 30 Cents, obwohl sie die Firma im Einkauf weniger als 1 Cent kosten. Das ist in dem Fall aber keine Raffgier, sondern soll vom Gebrauch abhalten.

In D, das stimmt, ist man umweltbewusster als in Spanien, das hat aber auch viele Entwicklungsjahre gekostet. Aber auch in Spanien tut sich was: Gerade in meinen Teneriffa-Tagen letzten Dezember, habe ich gelesen, dass Carrefour als erstes Unternehmen auf Teneriffa die freie Abgabe von Plastiktüten einstellt, auf dem Kontinent macht man das schon länger: http://www.wochenblatt.es/1000002/10...5/article.html

@ Bluebird

Natürlich ist Biomüll bei warmem Wetter nicht die reinste Freude, aber das trifft auf solchen, der sich zwischen anderem Müll befindet, genauso wie auf getrennt gesammelten zu. In meiner Stadt, dem dir unbekannten Braunschweig**, holt man Müll zweiwöchentlich, den Biomüll im Sommer aber wöchentlich ab.

Ratten und Mäuse werden nur von Komposthaufen und offenen Kompostern angezogen. Zu Biomülltonnen haben sie ja keinen Zugang, es sei denn, du bist eine Tierfreundin und sägst ein Mäuseloch rein. :-)

Natürlich gibt es auch andere Umweltsünden, und auch schlimmere, die anderen sind sowieso immer schlimmer als man selbst. Aber das muss einen nicht hindern, einen eigenen Anfang zu machen. Wie gesagt, keine Sorge, ich bin kein Umwelt-Apostel, warum ich diesen Beitrag angefangen habe, habe ich ja oben gesagt. Sollten wir uns mal bei Lidl oder Mercadona begegnen, gucke ich dezent weg, wenn du durch die Kasse gehst. :-)

Gruß
Luther

* Wikipedia: "Eine Kunststofftüte wird im Durchschnitt eine halbe Stunde lang benutzt. Nach ihrem Gebrauch bleibt sie etwa 100 bis 400 Jahre auf der Erde zurück. Selbst danach wird sie nicht vollständig biologisch abgebaut, sondern zerfällt nur in kleinere Teile."

In dem Beitrag http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikt%C3%BCte steht noch mehr Interessantes über die Schädlichkeit der Tüten, über Alternativen, und in welchen Ländern ihre Abgabe schon verboten ist oder erschwert wird.

** Du, Barbara, als Münchnerin, kennst Braunschweig nicht? Ohne Braunschweig würde es dich gar nicht geben, denn Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, Wohnsitz Braunschweig, hat München gegründet! Außerdem war Braunschweig langjähriger Wirkungsort von Lessing, Gauß und Raabe. Und dann hat der Österreicher, der 1923 durch den Marsch auf die Feldherrnhalle in München erstmals deutschlandweit bekannt wurde, hier 1932 seine deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Aber das bitte nicht weiter erzählen! ;-)
 
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kati (16.02.2010), windus1947 (21.02.2010)
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