30.000 Tonnen weniger Müll auf Teneriffa
Auf der Kanareninsel fallen im Vergleich zu 2008 rund 30.000 Tonnen weniger Abfälle an. Fortschritte beim Recycling von Glas. Gemeinden Güímar, Tacoronte und Los Realejos unterzeichnen Vereinbarung „Grünes Heim“.
Wie verhält sich eigentlich die propagierte Müllvermeidungskampangne mit der Aufstellung neuer, wesentlich vergrößerter Müllkontainer, die nun direkt vom Lkw aufgenommen werden können.
Man sieht sie in Massen in La Laguna z.B.
Warum werden Haushaltsgeräte eingesammelt, die dann doch auf der Deponie in Arico landen.
Organische Abfälle der Hotels werden zwar getrennt gesammelt, aber dann auch in Arico verklappt.
Vor Jahren wurde wohl die Nutzung von Deponiegas angedacht, aber meine Informationen sind, daß diese halt bis heute nicht stattfindet.
Die Entsorgungswirtschaft auf TF steckt noch in den Kinderschuhen.
Es scheint aber leider auf lange Sicht in die Richtung einer thermischen "Verwertung", also Müllverbrennung zu gehen, mit allen negativen Auswirkungen.
Wladimiro kann wohl auch nicht viel mehr tun, als kleinste Erfolge medienwirksam zu präsentieren.
Schade, denn gerade eine Insellage bietet doch die besten Möglichkeiten für die Entwicklung einer geregelten Entsorgung und Wiederverwertung.
Es wurde doch von NACHHALTIGKEIT geschrieben, oder ?
Heute kann man in der El Dia lesen, daß die kanarische Gewerkschaft comisiones obreras (CCOO) der autonomen Inselregierung vorschlagen, 20 Kompostierungsanlagen auf den Inseln zu installieren. Dabei könnten 2000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bei 1,23 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr werden nur etwa 10 % wiederverwertet. Der organische Abfall gelangt komplett unbehandelt auf die Deponien.
Die notwendige Separierung, der Bau und der Betrieb der fälligen Kompostierungsanlagen soll diese Anzahl der Arbeitsplätze generieren.
Bisher werden auf den Inseln lediglich 900 Tonnen Kompost im Jahr erzeugt und Canarias befindet sich damit an letzter Stelle der Provinzen in Spanien, sodaß sogar "Dünger" importiert werden muß.
All das würde eine Anpassung des Abfallgesetzes an Europäische Richtlinien und auch eine breite Informationskampagne für die Bevölkerung und natürlich eine Erhöhung der Abfallgebühren zur Folge haben.
Es ist für mich unerklärlich, warum ausgerechnet eine Gewerkschaft
auf solche fundamentalen Notwendigkeiten hinweisen muß.
Eine funktionierende Abfallpolitik auf solch begrenztem Territorium ist bei der Masse an Touristen nachhaltig wichtig.
Ich frage mich nur, wo solche Kompostierungs- oder auch Biogasanlagen
dann letztendlich genehmigt und gebaut werden sollen.
Die Umweltgutachten möchte ich zu gegebener Zeit sehen....
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu tenman für den nützlichen Beitrag:
Ein Gutachten für Kompost?
Wenn er richtig gemacht wird, ist er doch "dufte".
In Bonn ist eine große Kompostanlage direkt nebem dem Landschaftsschutzgebiet am Mondorfer Bach.
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Ich verliere nie die Gelassenheit,
ich kann sie nur nicht immer sofort finden!
mit dem kompost wurde vor jahren schon probiert,sind aber alle pleite gegangen,das liegt am preis,klassmann zum beispiel ist billiger wie er auf der insel erzeugt wird.
der hat hier auch pflanzerde und hummus,es gibt auch welchen von gomera,absoluter mist stinkt nach jauche und du findest reste von müll zb alte batterien
Folgender Benutzer sagt Danke zu olbi für den nützlichen Beitrag:
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Bei uns in Realejos sieht das so aus.
Es wurden überall Umfassungen gemauert, in die ein Glas, Plastik, Papiercontainer und ein Fach für Sperrmüll soll. Die Container sind teilweise schon vorhanden. Bei den anderen gemauerten Umfassungen stapelt sich der Sperrmüll. Er zwar regelmässig abgeholt, aber bei uns in der Straße fehlen auch noch die Container. Die Mauern stehen schon seit Februar. Mal sehen, ob wir noch Container bekommen.
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Servus
Baumgartner
"Bayern grüsst Teneriffa!"
Geändert von baumgartner (19.08.2010 um 14:29 Uhr)