In den letzten 10 Jahren hat der Stromverbrauch - vor allem im Süden - gewaltige Ausmaße angenommen. Der Stromverbrauch wächst hier schneller als in allen übrigen Regionen Spaniens.
Stille Zeugen dafür sind die Windenergieanlage, die 92 rot-weiß-roten Strommasten an der Autobahn und die Umspannwerke.
Mich würde sehr interessieren, wie Teneriffa seinen Energiebedarf deckt. Ist TF energieautark? Wie setzt sich die bereitgestellte Energie prozentuell zusammen: Wasserkraft, fossile Energie, Windenergie, Atomkraft, Gezeitenkraft, Solarparks,.....? Wie hoch ist der Prozentsatz importierter Energie? Wie hoch ist der Prozentsatz erneuerbarer Energie? Wie sehen die Verbrauchsprognosen aus?
Im WWW habe ich kein vernünftiges Material zu diesem Thema gefunden. Weiß jemand von Euch Antworten auf meine Fragen? Mein Wissensdurst dankt im voraus.
don_e.
In den letzten 10 Jahren hat der Stromverbrauch - vor allem im Süden - gewaltige Ausmaße angenommen. Der Stromverbrauch wächst hier schneller als in allen übrigen Regionen Spaniens.
Stille Zeugen dafür sind die Windenergieanlage, die 92 rot-weiß-roten Strommasten an der Autobahn und die Umspannwerke.
Wier kann man an Strommasten erkennen dass der Energieverbrauch zunimmt?
Nur so interessehalber - warum interessiert dich die Energieversorgung auf Teneriffa ?
Steckt da was dahinter ?
Östereicher sind ja bekanntlich sehr einfallsreich in Bezug renovabler Energietechniken.
Also Butter bei die Fische - warum möchtest du über
die Energieversorgung auf TF mehr erfahren ?
ich kann dir deine Fragen nicht konkret beantworten, aber zum Teil beantworten sie sich wohl aus Überlegung heraus:
Wasserkraft:
Daszu braucht man Talsperren, m. W. gibt es keine auf TF und kann es auch keine geben.
Windenergie:
Die Zahl der "Windmühlen", die ich gesehen habe, ist gering. TF hat auch nicht die Fläche, um welche in größerer Zahl aufzustellen. Eine umfangreichere Verspargelung der Landschaft wäre zudem schädlich für den Tourismus. Und Offshore Windparks sind wegen der Tiefe des Meeres um die Kanaren herum nicht machbar.
Atomkraft:
Wenn es ein Atomkraftwerk auf TF oder einer der anderen Kanareninseln gäbe, wäre das wohl bekannt - und außerdem unübersehbar. Und da es sicher auch keine unterseeische Stromkabelverbindung nach Spanien gibt, fällt die aus.
Gezeitenkraft:
Gezeitenkraftwerke gibt es weltweit bisher nur ganz wenige, die meisten dienen Versuchszwecken. Wegen des geringen Tidenhubs an den Kanaren wird auch das wohl nicht machbar sein.
Solarparks:
Auch das müsste bekannt sein und wäre angesichts der Überschaubarkeit der Insel wohl unübersehbar. Und die private Nutzung des Sonnenlichts durch Solarzellen steckt in TF offenbar in den Kinderschuhen. Ich habe die letzten drei Wochen, die ich da war, gezielt darauf geachtet: Man sieht sie nur ganz vereinzelt.
Fossile Energie:
Ist angesichts des Vorgenannten wohl das einzige, das derzeit fast ganz dominiert.
Der aktuelle kanarische Energie-Plan "PECAN -Plan Energético de Canarias", bestimmt für 2011 die prozentuale Zusammensetzung der Energiegewinnung wie folgt:
77,6 % aus fossilen Resourcen ( Petrol/Rohöl )
14,9 % aus Naturgas
und nur
7,5 % aus erneuerbaren Resourcen, dies also dreimal unterhalb der Voraussicht durch die EU.
Dieser "PECAN" läuft nicht konform mit dem Volksbegehren, nein, er entstand auf dem "Reißbrett" der multinationelen Petro-Gremien, die hier das Sagen hat.
Ausgedehntere Info hier auf spanisch, zu weitschweifig um alles zu übersetzen:
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu LaTorre für den nützlichen Beitrag:
die Zahl der Strommasten hängt davon ab, wieviele Abnahmepunkte es gibt. Wenn der Verbrauch im Ort X zunimmt, erhöht man nicht die Zahl der Masten, sondern vergrößert den Leitungsquerschnitt.
Grüße
Luther
Folgender Benutzer sagt Danke zu für den nützlichen Beitrag: