wenn nun in El Hierro bald der Ausbruch kommt, jetzt bereits Menschen zum Teil evakuiert wurden, Soldaten bereit sind, die Magma noch höher gestiegen ist, usw...
was kann das für unsere Isla bedeuten?
Hier hiess es: ein ziemlich hoher Wellengang (um es mal freundlich aus zu drücken) sei bald in Anmarsch. Ob das nun mit el Hierro zu tun hat? Auf der Isla ist ja auch reichlich Bewegung auf den Seismographen. Aber für El Hierro müssten doch die Wellen o.Ä. Richtung Amerika gehen?
Jedenfalls hoffe ich dass es keine Verluste dort gibt.
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Bemüh dich nur und sei hübsch froh,
der Ärger kommt schon sowieso.
Wilhelm Busch
wenn nun in El Hierro bald der Ausbruch kommt, jetzt bereits Menschen zum Teil evakuiert wurden, Soldaten bereit sind, die Magma noch höher gestiegen ist, usw...
was kann das für unsere Isla bedeuten?
Hier hiess es: ein ziemlich hoher Wellengang (um es mal freundlich aus zu drücken) sei bald in Anmarsch. Ob das nun mit el Hierro zu tun hat? Auf der Isla ist ja auch reichlich Bewegung auf den Seismographen. Aber für El Hierro müssten doch die Wellen o.Ä. Richtung Amerika gehen?
Jedenfalls hoffe ich dass es keine Verluste dort gibt.
Mal Schrittweise:
1. Die meisten "vorsorglich wegen der Steinschlaggefahr" evakuiert wurden sind wieder zuhause (in den Nachrichten gerade)
2. Für Teneriffa und alle anderen Insel bedeutet das nichts
3. Der Wellengang und Hochwasser ist um die Jahreszeit völlig normal (hat was mit dem Mond zu tun) kenn mich da aber nicht aus.
4. Das sich Seismographen auf einer Vulkaninsel ständig bewegen ist eher als normal zu bezeichnen.
5. Was für Wellen? Wir haben in El Médano schöne Wellen
6. Wenn es Opfer bei den Amis gibt - haben die ja einen grund unsere strategische Kampfinsel Perejil (Petersilie) anzugreifen
Alles halb so wild - haben aus einer Mücke einen Elefanten gezaubert.
Musst nur drauf achten wie die Herreños reagieren (gar nicht oder nur schleppend außer die die direkt an den Hängen wohnen)
Die Zentralregierung hat etwas sehr aufdringlich überdimensionierte Hilfe aufgefahren - schnell nochmal paar Hundertausend € verprassen und das wars. Über den Werbeeffekt im Ausland kann man sich streiten.
Gruss
O'Galego
Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu OGalego für den nützlichen Beitrag:
Eine, viellleicht unangebrachte, scherzhafte Bemerkung möchte ich dazu machen ( ich hau auch schon wieder aus dem Thread, Dammi ! ): die Gomeros hätten da eine "Ventaja" ( Vorteil ) - wenn das insuläre Elektrizitätsversorgungssystem ( vaya palabra ) da zusammenbräche, könnten sie sich per "Silbo" ( Pfeifsprache ) miteinander verständigen.
Toleranz ist die Voraussetzung für jegliches Zusammenleben !
¡ El listo más listo, tendrá que reconocer que siempre habrá otro aún más listo !
Try to take it easy ! Make the best of your situation !
Folgende 4 Benutzer sagen Danke zu LaTorre für den nützlichen Beitrag:
Möchte vielleicht etwas zur Versachlich beitragen. Was unter El Hierro zur Zeit passiert, ist schon ungewöhnlich. Ähnliche Ereignisse hatten wir 1971 auf La Palma und in etwas milderer Form vor 6 Jahren beim Teide.
Wer sich etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen will, sei mein Blog unter]http://elhierro1.blogspot.com[/url] empfohlen
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Lapalma für den nützlichen Beitrag:
Die Überschrift "Entwarnung" im Kanarenexpress ist natürlich irreführend.
Hier noch einmal mein hoffentlich jetzt funktionierender Link: http://elhierro1.blogspot.com/
Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Lapalma für den nützlichen Beitrag:
Wenn es auf El Hierro stärker grummelt, heißt das wahrscheinlich für Tenerife erst einmal gar nichts. Da ist die Entfernung zu groß. Nach überwiegend akzeptierter Vorstellung beruht der Vulkanismus auf den Kanaren nicht auf Rissen in der Erdkruste, wie sie aufgrund tektonischer Bewegungen entstehen. Diese sind beispielsweise für den Vulkanismus in Ostafrika oder vor Urzeiten im Rheintal verantwortlich. Die Kanaren und entsprechende andere Inselgruppen befinden sich wahrscheinlich über Hotspots im Erdmantel, an denen heißes Material bis dicht unter die Kruste gelangt. Da in unserem Bereich die Erdplatten von West nach Ost wandern, verlagert sich entsprechend nach und nach das Zentrum der Aktivität weiter nach Westen. El Hierro ist die westlichste und zugleich damit zusammenhängend die jüngste unserer Inseln. Was nichts anderes heißt, als dass sich diese Insel wesentlich näher am Zentrum des Hotspots befindet als Gomera oder gar Tenerife. Verstärkte seismische Aktivität auf Tenerife kann durchaus in Verbindung mit den Ereignissen auf El Hierro gesehen werden, sagt aber bestimmt nichts über bevorstehende Ausbrüche bei uns aus.
Ende August waren übrigens die Gaswolken, die der Teide ausstieß, vom 600 m niedrigeren Pico Viejo aus gut gegen den blauen Himmel zu sehen und zu fotografieren. Aktivität in dieser Stärke ist eher ungewöhnlich, aber gilt als kein Indiz für einen bevorstehenden Ausbruch.
Folgt man dem Zeitmuster der historisch dokumentierten Vulkanausbrüche, das etwa alle 100 - 120 Jahre einen vergleichsweise kleineren Ausbruch auf Tenerife verzeichnet (selbst wenn dabei vor über 200 Jahren Garachico teilverschüttet wurde), so wären wir jetzt wieder in einer solchen Phase erhöhter Ausbruchs-Wahrscheinlichkeit. Aber ob sich der Hotspot daran hält?
Plötzliche hohe und starke Wellen als Folge kleiner Seebeben sind auf den Kanaren nichts Ungewöhliches. Ihre Häufigkeit kann in Zeiten erhöhter seismischer Aktivität möglicherweise steigen. In Verbindung mit hohen Wasserständen oder einer für demnächst befürchteten weiteren Springflut (San Andres!) können sie schon eine Bedrohung an der Küste darstellen. Ich erinnere mich, dass in den mittleren 1960er Jahren in Puerto an der damals wesentlich stärker frequentierten Playa Martianez eine solche Flut über den ganzen Strand gestiegen ist und die Türen der heute nicht mehr vorhandenen Umkleide- und Sanitärräume im Keller des damaligen Cintra Pirata (später Cafe Columbus) total zertrümmert haben. Die Wellen erreichten damals die Höhe der Straße. Ich habe das übrigens nicht unmittelbar selbst beobachtet, das Ganze hat wohl in der Nacht stattgefunden, so dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu lagarto66 für den nützlichen Beitrag:
Das klingt ja alles ganz friedlich. Ein über mehrere Monate Lava spuckender Vulkan kann ja auch eine faszinierende Erscheinung und Touristenattraktion sein.
Meine Phantasie drängt mir allerdings wiederholt Szenarien auf, wie beim Krakatau - ein Vulkan der sich absprengt und dem Meerwasser erlaubt auf die Lava zu stürzen, oder Landmassen, die ins Meer rutschen. Das gäbe dann Wellen, die mehrere hundert Meter sein können. Darüber lohnt sich aber nicht nachzudenken, denn was gäbe es da noch zu tun?
Das klingt ja alles ganz friedlich. Ein über mehrere Monate Lava spuckender Vulkan kann ja auch eine faszinierende Erscheinung und Touristenattraktion sein.
Meine Phantasie drängt mir allerdings wiederholt Szenarien auf, wie beim Krakatau - ein Vulkan der sich absprengt und dem Meerwasser erlaubt auf die Lava zu stürzen, oder Landmassen, die ins Meer rutschen. Das gäbe dann Wellen, die mehrere hundert Meter sein können. Darüber lohnt sich aber nicht nachzudenken, denn was gäbe es da noch zu tun?
Matti
Auszuschließen ist eine verheerende Explosion sicherlich nicht, aber wohl eher unwahrscheinlich. Gran Canaria muss wohl mehrfach total verwüstet worden sein. Darauf weist die deutlich geringere Zahl endemischer Lebewesen verglichen mit dem jüngeren, aber wesentlich artenreicheren Tenerife hin. Der vermutlich letzte sehr aggressive Vulkan auf Tenerife war die Montaña Blanca, deren Explosion zum Abrutschen der Nordflanke und damit zur Entstehung des Orotavatals geführt hat. Das war aber schon, bevor Pico Viejo und Pico del Teide emporwuchsen. Seitdem ist es immer ruhiger geworden. Soweit ich weiß, ist beim Krakatau die Magma mit großen Wassermengen im Vulkan zusammengestoßen, was dann eine Dampfexplosion ausgelöst hat. Googelt mal ein bisschen danach, wenn Ihr mögt.
Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu lagarto66 für den nützlichen Beitrag:
gigante .. El Hierro, stand bis gestern im El Pais noch zur Debatte.
Gut Lagarto, dass du rechtzeitig wieder in die Heimat bist. Sonst müsstest du jetzt mit 187 letzen Kollegen deiner Rasse in ein neues, Bebensicheres Revier
Jedenfalls wurde eine neue Unterbringung gesucht, um diese letzten Exemplare zu schützen- obwohl sie mit Spinnen zusammen immer die ersten Lebenwesen sind, die es sich wieder heimisch auf dem frischen, heissen Lava machen. Spinnen ziehen ihre weiten Netze über das frische Lava, um wärmesuchende Tiefflieger (Insekten) einzufangen, Echsen ziehen nach und schon, höchsstens nach ein paar Jahren, geht es wieder rund....
Der Ort sol jedenfalls geheim bleiben, damit die teils mühsame, wissenschaftliche Arbeit von über 5 Jahren, um dieser ausgestorbenen Art, das Überleben zu ermöglichen- nicht umsonst gewesen ist.
Also, so weit weg scheint das Ausbruch- Dilemma noch kange nicht.
Wenn Menschen, die hier mit der lebendigen Erde, seit Generationen zurecht kommen müssen, das anders und lässiger handhaben, gibt es da viele gute Erfahrungen, denen man vertrauen kann. Aber Ratschlägen aufgepeppter Nachrichten, oder denen von Hobby-Vulkanologen, möchte ich da auch nicht folgen müssen.
Gut dass sich bei uns ITER ausgiebig breit geacht hat, mit guten Leuten, Kongressen und Veranstaltungen, internationales Renomée erreicht hat, um weiter über Vulkane auf zu klären.
Wir hatten neulich das Glück zu einem spanischen Arbeits- Kongress für die neuen 5 Vulkanrouten eingeladen zu werden; es war für mich hochgradig beeindruckend und hat mal wieder meine Meinung bestätigt, dass die Islenos nicht so faul und lässig sind, wie es von manchen gerne dar gestellt wird.
Dynamisch, spezialisiert und ernsthaft, inklusive dem jungen Projektleiter, wurde hier mit 40 Leuten ans Werk gegangen.
Aber das wäre ein anderes Thema.
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