Brauche mal eure Hilfe bzw. eure Erfahrungen. Bei uns in der Urb. ist eine Nachbarin gestorben. Wir haben uns immer nur mal ganz kurz unterhalten. In Deutschland ist es ja so üblich zumindest eine Beileidskarte zu schicken. Wie wird das hier gehändelt. Kann mir das jemand weiter helfen. DANKE AA
Zur jetzigen Zeit ist das "duelo", die Totenwache, gewiss schon vorbei.
Die direkte Beileidsbekundung ist hier angesagt, allen Familienmitgliedern gegenüber, weit weniger ist es die briefliche, weil man auch weniger gut an Briefmaterial mit Trauerrand kommt, hat man nicht gleich eine "papaleria" nahebei. Auch hat man dann wohl Ausdrucksprobleme, z. B. den Korrekten Namen des Verstorbenen zu ergründen.
Die Totenwache, meist im kirchlichen "Tanatorium" ( Trauersaal ), wird von allerlei Samariterdiensten begleitet, man bringt eine Thermoskanne mit Kaffee, mit Einwegbechern oder ähnlichen Aktionen, je nachdem, wie bekannt man mit der Familie war.
Je länger man mit dabei bleibt, umso anerkannter bleibt man als mitbeteiligter, mitfühlender Nachbar. Dies führt auch zu weiterer Anerkennung als vollwertiges Gemeindemitglied, eine andere Religionszugehörigkeit ist in Canarias kein Betrachtungspunkt und man kann zur Trauerfeierlichkeit mit in die Kath. Kirche gehen.
Dort, oder zur Beerdigung ( der Einnischung ), bringt man einen Blumenstrauss mit, Kränze sind nicht notwendig.
Toleranz ist die Voraussetzung für jegliches Zusammenleben !
¡ El listo más listo, tendrá que reconocer que siempre habrá otro aún más listo !
Try to take it easy ! Make the best of your situation !
Geändert von LaTorre (22.08.2011 um 11:12 Uhr)
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Zur jetzigen Zeit ist das "duelo", die Totenwache, gewiss schon vorbei.
Die direkte Beileidsbekundung ist hier angesagt, allen Familienmitgliedern gegenüber, weit weniger ist es die briefliche, weil man auch weniger gut an Briefmaterial mit Trauerrand kommt, hat man nicht gleich eine "papaleria" nahebei. Auch hat man dann wohl Ausdrucksprobleme, z. B. den Korrekten Namen des Verstorbenen zu ergründen.
Die Totenwache, meist im kirchlichen "Tanatorium" ( Trauersaal ), wird von allerlei Samariterdiensten begleitet, man bringt eine Thermoskanne mit Kaffee, mit Einwegbechern oder ähnlichen Aktionen, je nachdem, wie bekannt man mit der Familie war.
Je länger man mit dabei bleibt, umso anerkannter bleibt man als mitbeteiligter, mitfühlender Nachbar. Dies führt auch zu weiterer Anerkennung als vollwertiges Gemeindemitglied, eine andere Religionszugehörigkeit ist in Canarias kein Betrachtungspunkt und man kann zur Trauerfeierlichkeit mit in die Kath. Kirche gehen.
Dort, oder zur Beerdigung ( der Einnischung ), bringt man einen Blumenstrauss mit, Kränze sind nicht notwendig.
Vielen herzlichen Dank für die genauer Erklärung. Wir haben leider erst vor ein paar Tagen vom Tod erfahren. Die Beerdigung soll wohl schon gewesen sein. Somit wird mir nur die Beileidsbekundung persönlich bleiben. Nochmals recht herzlichen DANK.
Als leider trauriger Anlass, bieten solche Nachbarschaftszusammenkünfte jedoch gute Möglichkeiten, sich als sozialer Nachbar zu präsentieren.
Es ist Sitte meist die ganze Nacht beieinander zu sitzen/ stehen, aber ohne Zwang dazu. Dabei sind meist die Männer draussen, vor der Türe, und sprechen über andere Belange, die Gelegenheit nutzend, während die Frauen drinnen den Trost spenden, dabei aber auch gute Kontakte erhalten.
Nachdem wird man auch zu merken bekommen, daß man in der Nachbarschaft als Zugereister noch mehr Zuneigung erfährt.
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