ich bin froh, auf euer Forum gestoßen zu sein, vielleicht könnt ihr mir helfen!
Habe im Oktober auf Teneriffa einen Steckling von einer Wanderung mitgenommen, der Weg wurde offensichtlich "bereinigt", denn die abgeschlagenen "Äste" lagen überall auf dem Weg herum. Mittlerweile wächst die Pflanze ganz gut hier und hat auch schon geblüht. Nach einigem Suchen im Internet bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass es eine Euphorbia ist, sie sieht der Euphorbia atropurpurea sehr ähnlich. Die Blüten sind jedoch gelb, und die Samen sehen aus wie eine Pusteblume! Vielleicht hilft das Foto auch:
Blöd, dass ich kein Foto gemacht habe, als sie geblüht hat...
Bin dankbar für jeden Hinweis!
Olbi hat recht. Das ist keine Tabaiba und gehört auch nicht zu den Wolfsmilchgewächsen. Der wissenschaftliche Name ist Kleinia nereifolia, also oleanderblättrige Kleinia, weil ihre Laublätter an die Blätter des Oleanders erinnern. Sie gehört zur Gattung Senecio, ist also ein Kreuzkrautgewächs. Die Einheimischen nennen sie Verode. Ihr Erscheinungsbild unterscheidet sich auffällig von dem typischer Senecien, die eher krautige Pflanzen sind und in mehreren solchen Arten auch auf Teneriffa vorkommen. Es ist in der Tat dem Bild einiger Wolfsmilcharten (Tabaibas) zum verwechseln ähnlich. Die ähnliche Wuchs- und Erscheinungsform von Tabaibas und Kleinia ist ein gutes Beispiel für konvergente, also gleich gerichtete Entwicklung nicht miteinander näher verwandter Pflanzenarten. Man erklärt diese Erscheinung mit der Anpassung an die Umweltsituation, in der diese Pflanzen nebeneinander existieren.
Typisch für Kleinia sind auch die Blattnarben auf den Stämmchen. Diese gibt es bei Euphorbien (Wolfsmilchgewächsen) nicht. Auch die Wolfsmilchblüte ist in der Regel wesentlich kleiner und unscheinbarer. Die Blätter des Verode werden übrigens von Eidechsen gefressen, die darüber auch einen Teil ihres Wasserbedarfs decken.
Werde mal versuchen, Fotos von den Blüten dieser interessanten Pflanzen einzustellen.
Folgender Benutzer sagt Danke zu lagarto66 für den nützlichen Beitrag:
Hallo lagarto66, ich zweifle natürlich nicht an Deiner Aussage. Jedoch hat unsere rote Tabaiba auch Blattnarben an den Stämmen (siehe Bild). Dass die oben abgebildete Pflanze keine Milch hat, konnte ich allerdings auch nirgends lesen. Anhand von Bildern ist es bei diesen beiden Pflanzen tatsächlich etwas schwierig.
Hallo bici,
natürlich hat die rote Tabaiba auch Narben an den Stellen, an denen früher einmal Blätter saßen. Das ist vermutlich bei allen blatttragenden Pflanzen so, die ab und zu ihre Blätter abwerfen. Aber das dadurch erzeugte Rindenmuster bei der Kleinia ist schon charakteristisch. Am leichtesten lassen sich beide Gattungen an ihren Blüten unterscheiden. Der Milchsaft der Euphorbiaceen ist natürlich auch ein gutes Merkmal. Aber damit sollte man vorsichtig sein; das Zeug ist bei fast allen Tabaibas ziemlich giftig und sorgt zumindest bei vielen Leuten für deutliche Hautreizungen.