Rund um die kanarischen Inseln sind die Seeigel zu einer beachtlichen Plage geworden. Wo sie sich ausbreiten, da bleiben leider Gottes nur weiße Kalkalgenböden zurück. Jeder, der rund um Teneriffa schon schnorcheln oder tauchen war, der diese Entwicklung auch schon gesehen. Die natürlichen Feinde, wie zum Beispiel der Papageifisch, werden ja fleißig vom Menschen gefangen. Die Populationen sind nicht leider nicht mehr stark genug, um die den Seeigelbestand einzudämmen.
Nun soll folgendes passieren: Die Inselregierung von La Gomera prüft gerade, inwiefern sich die Seeigel als Delikatesse eignen. Das berichtet derzeit die Zeitung "Teneriffa Express". Der Nutzen wäre dann gleich dreifach, denn zum einen würden die Fischer eine neue Einnahmequelle bekommen, die kanarische Küche wäre um eine Attraktion reicher, und die Seeigelplage könnte effektiv bekämpft werden. Derzeit machen das freiwillige Tauchtrupps, die losziehen um sie abzutöten.
Die internationale Küche kennt diese Tiere schon auf dem Speiseplan, als gefüllte Seeigel oder Seeigel Creme D´Oursin (ist wohl eine Soße zu Fischgerichten). Hat schon jemand Seeigel probiert? Ich noch nicht, aber wir Schnorchler finden den Ansatz richtig gut. Ein dickes Lob für so kreative wie sinnvolle Lösungsvorschläge an die Inselregierung La Gomera. Was meint Ihr?
ich hab vor 30 jahren schon in ex-jugoslawien an der adriaküste seeigelrogen gegessen. also ich fands geschmacklich nicht so den brüller. essbar sind auch nur einige arten. ob die population der seeigel an den kanarischen küsten dazu gehört weiss ich nicht.
Das es eine zusätzliche einnahmequelle für die fischer werden könnte glaub ich nicht, viel zu leicht verderblich die ware und der absatzmarkt wird nicht so riesig sein dafür. warten wir es ab was die Prüfung der Inselregierung von La Gomera ergibt und ob sich die Seeigel als Delikatesse eignen.
Nachdem ich als Binnenland-Bewohner ( da gab es damals kaum echt frischen Fisch ) erst hier gelernt habe, alles was aus dem Meer kommt, zu geniessen ( "fast" alles ), gehört der Seeigel aber nicht dazu, genauso wie "Huevas" ( Fischeier/Rogen ) und einige sehr nach Meer schmeckende Muschelarte, wie etwa die "Navajas" ( Pfahlmuscheln ? ), und lebende "Ostras" ( Austern ) sind auch nicht so mein Fall.
Den Seeigel zu vermarkten wird schwierig sein, wegen der hohen Verderblichkeit.
Oftmals, bevor ich in einem Fischrestaurant einen bestimmten Fisch bestelle, frage ich eher nach "Pescaditos de playa", das sind unwillkürlich mit dem Netz gefangene Kleinfische ( oftmals auch als Beifang ), die man als Sortiment gemischt frittiert bekommt. Da hat es dann reichhaltige Auswahl an verschiedenen Geschmäckern, eben etwas für Alle, ist günstig und schmackhaft.
Im "El Tunel" in "San Andrés" ( bei Las Teresitas ) nehmen wir zuerst einen Teller "Camarones" ( gekochte Mini-Garnelen ) und dann so eine Platte "Pescaditos".
Die "Camarones" abzupellen ist unnötig und zeitraubend: da sie zusammengekrümmt sind, fasst man sie an den Beinchen an und beisst einfach den Rücken ab, wobei einem der Schwanz, die Beinchen und der Kopf über bleiben. Das bisschen Chitin, was man dabei mit zu sich nimmt, fällt nicht ins Gewicht und ist auch nicht schädlich. So verputzt man schnell so eine Tapa "Camarones".
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Rund um die kanarischen Inseln sind die Seeigel zu einer beachtlichen Plage geworden. Wo sie sich ausbreiten, da bleiben leider Gottes nur weiße Kalkalgenböden zurück. Jeder, der rund um Teneriffa schon schnorcheln oder tauchen war, der diese Entwicklung auch schon gesehen. Die natürlichen Feinde, wie zum Beispiel der Papageifisch, werden ja fleißig vom Menschen gefangen. Die Populationen sind nicht leider nicht mehr stark genug, um die den Seeigelbestand einzudämmen.
Nun soll folgendes passieren: Die Inselregierung von La Gomera prüft gerade, inwiefern sich die Seeigel als Delikatesse eignen. Das berichtet derzeit die Zeitung "Teneriffa Express". Der Nutzen wäre dann gleich dreifach, denn zum einen würden die Fischer eine neue Einnahmequelle bekommen, die kanarische Küche wäre um eine Attraktion reicher, und die Seeigelplage könnte effektiv bekämpft werden. Derzeit machen das freiwillige Tauchtrupps, die losziehen um sie abzutöten.
Die internationale Küche kennt diese Tiere schon auf dem Speiseplan, als gefüllte Seeigel oder Seeigel Creme D´Oursin (ist wohl eine Soße zu Fischgerichten). Hat schon jemand Seeigel probiert? Ich noch nicht, aber wir Schnorchler finden den Ansatz richtig gut. Ein dickes Lob für so kreative wie sinnvolle Lösungsvorschläge an die Inselregierung La Gomera. Was meint Ihr?
Das gefällt mir sehr gut -In Paris im Restaurant "le Cochon " gab es die roh auf Eis .Ich habe eine ganze reihe von Seeigel Rezepten ,die ich gerne wieder einmal kochen würde .Seeigel Risotto-gefüllte Seeigel,Pasta von Seeigel etc .Freue mich schon -vielleicht etwas fürs Silvester Menü -oder vielleicht machen wir eine Promotionen daraus -an die Top Restaurants und Top Küchenchef´s
Folgender Benutzer sagt Danke zu Hans-Joachim Figge für den nützlichen Beitrag:
Tja, wie man sieht, gehen die Geschmäcker doch weit auseinander. Ich selbst bin eh kein großer Fischesser, und das als Norddeutscher, der auf einer Insel lebt. Ironie des Schicksals . Aber wenn es einen Markt dafür gibt, dann sollte in meinen Augen der Versuch auf jeden Fall gestartet werden, da der Nutzen dieser Aktion ja unbestreitbar ist.
Auf unseren Schnorchel-Touren sollten wir auch schon mal welche auf Bestellung einsammeln, nur waren wir zu dem Zeitpunkt nicht sicher, ob das als Scherz gemeint war. Falls die hier vorkommenden Arten genießbar sein sollten, werde ich mich nicht weigern, sie auch einmal zu probieren, da bin ich offen für Neues.
Die "Camarones" abzupellen ist unnötig und zeitraubend: da sie zusammengekrümmt sind, fasst man sie an den Beinchen an und beisst einfach den Rücken ab, wobei einem der Schwanz, die Beinchen und der Kopf über bleiben. Das bisschen Chitin, was man dabei mit zu sich nimmt, fällt nicht ins Gewicht und ist auch nicht schädlich. So verputzt man schnell so eine Tapa "Camarones".
Das ist jetzt nicht DEIN ERNST La Torre ?
Die kann man wunderbar pulen wie die Krabben an der Nordseeküsteund am besten selbst kaufen...........in kochendes Salzwasser schmeissen.........einen Augenblick hochsimmern lassen, vorher eine (natürlich selbstgemachte)Knoblauchmayo auf den Tisch stellen ....auch Schalen mit heissen Wasser wo man sich die Finger säubern kann einen schönen Salat und eine gutes Glas trockenen Wein oder Schampus.......ein Festessen.
Seeigel werden in Japan als Delikatesse gehandelt !