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  #1 (Permalink)
Alt 16.09.2007, 19:56
Canario
 
Benutzerbild von deezwo
 
Registriert seit: 21.08.2007
Ort: endlich raus aus der Waldbrandzone
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Kolumnen

Ich habe da mal eine Frage: Warum gibt es so viele Menschen, die auf Kolumnen so überreagieren. Der Kolumnist an sich ist doch in erster Linie mal dazu da, sich auf unterhaltsame Weise mit allen erdenklichen (und für gewöhnlich auch trockenen) Themen des aktuellen Zeitgeschehens auseinanderzusetzen. Um aber auch die gewünschte Wirkung bei den Lesern zu erzielen, geschieht das meistens in einer sehr direkten und bissigen Art und Weise. Und genau hier scheiden sich oftmals die Geister. Während die Einen über die Wortwahl, den Schreibstil und die Kernaussage schmunzeln, regen sich die Anderen extrem darüber auf. Im Grunde genommen ist das Ziel dann erreicht: die Leute machen sich zu dem Thema Gedanken.

Oftmals ist aber leider zu beobachten, daß die Gedankengänge sich mehr um den Autor des Textes drehen, als um das behandelte Thema. Warum das der Fall ist, ist mir persönlich mal ein Rätsel. Ob sich gewisse Menschen da in ihrer Lebensideologie angegriffen fühlen, ob sie sich einfach weigern wollen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen oder ob sie Themen außerhalb ihrer Gartenhecke als Belästigung empfinden ist mir schleierhaft. Denn egal welcher Punkt zutrifft, vielleicht sollten diese Menschen mal darüber nachdenken, warum das denn so ist... .

Jetzt mal ernsthaft, ich habe noch nie eine Kolumne gelesen, die ohne jeglichen Grund irgendjemanden ernsthaft angegriffen oder beleidigt hat. Denn das ist niemals das Ziel. Trotzdem, egal ob in Deutschland oder hier, immer wieder waren sie der Grund für Streit um den Verfasser. Das muß nicht sein.

Deezwo
deezwo ist offline  
Folgender Benutzer sagt Danke zu deezwo für den nützlichen Beitrag:
brainstorme (17.09.2007)
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  #2 (Permalink)
Alt 17.09.2007, 17:35
Mencey
 
Benutzerbild von Die Wienerin
 
Registriert seit: 14.10.2006
Ort: Puerto de la Cruz
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Lieber Deezwo!

Ein Kolumne zu schreiben ist, wie Du richtig beschreibst, ein Denkanstoss, manchmal ein Wachrütteln, gefasste Meinungen vielleicht aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, Geschehenes in neuem Licht zu sehen, oder jemanden einen Spiegel vors Gesicht halten. Den Anstoß gibt natürlich, wie Du ebenfalls erwähnst, immer Gelesenes, Gesehenes oder Erlebtes und wird, in eine Geschichte verpackt, mit mehr oder weniger Humor oder Zynismus ausgeschmückt, niedergeschrieben und ist jedoch immer mit eigenem Gedankengut angereichert.
Doch, und hier scheiden sich unsere Geister, von dem Moment an wo jemand, und somit auch ein Kolumnist, seine Meinung äußert, muss er sich dem Risiko aussetzen, dass andere Menschen andere Meinungen haben. Und, wenn er sich vor Kritik fürchtet, so sollte er besser gleich mit dem Schreiben aufhören.
„Jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann“ heißt ein altes Sprichwort und birgt so unglaublich viel Wahrheit in sich.
Ich glaube kaum, dass es auf unserem Erdball irgend einen Autor, Schriftsteller, Journalisten oder Kolumnisten gibt, der für seine geschriebenen Worte uneingeschränkte Zustimmung erhält.
Kritik kann auch lehrreich sein – und zum Lernen ist es doch nie zu spät
meint die Wienerin
Irene-Christine Graf
Die Wienerin ist offline  
Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Die Wienerin für den nützlichen Beitrag:
deezwo (17.09.2007), Gomera (17.09.2007)
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  #3 (Permalink)
Alt 17.09.2007, 17:51
Canario
 
Benutzerbild von deezwo
 
Registriert seit: 21.08.2007
Ort: endlich raus aus der Waldbrandzone
Beiträge: 196
Abgegebene Danke: 74
Erhielt 48 Danke für 34 Beiträge
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Naja gut, dann muß man als Autor wohl damit leben. Ich selbst schreibe gerne und viel, und ich werde wohl af dieser schönen Plattform ein paar Texte veröffentlichen und Dir gerne gesellschaft leisten. Dazu nur eins: ich bin nicht halb so böse wie meine Zunge, wenn mich der Schreibwahn packt. Wer das weiß, wird viel Spaß haben. Ich freue mich zumindest schonmal sehr darüber, daß dieser Beitrag doch zumindest mal bei zwei Menschen Anklang gefunden hat.
deezwo ist offline  
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  #4 (Permalink)
Alt 17.09.2007, 18:28
Mencey
 
Benutzerbild von Gomera
 
Registriert seit: 21.08.2007
Beiträge: 968
Abgegebene Danke: 91
Erhielt 1,048 Danke für 339 Beiträge
Ein Beitrag sollte auch als Kolumne gezeichnet sein, dann ist eine gesunde Diskussison und ein Meinungsaustausch über die Aussage des Autors möglich.
Bin ja sehr gespannt auf Deine Kolumnen.
__________________
Gomera ist offline  
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  #5 (Permalink)
Alt 17.09.2007, 20:37
Mencey
 
Benutzerbild von Madee
 
Registriert seit: 06.02.2007
Ort: Austria
Beiträge: 524
Abgegebene Danke: 126
Erhielt 79 Danke für 65 Beiträge
eine Kolumne ist ein kurzer Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform, so will's uns wikipedia klarmachen.

Was ich an dieser Schreibform sehr schätze, ist, daß man die Dinge auch etwas überzogen und spitz formulieren kann. Also immer auch mit ein bißchen Augenzwinkern dabei.
Es ist eben auch dieses Unterschwellige, das manchmal nicht Genannte, das Übertriebene - eigentlich schwer zu definieren, wenn man nicht Journalistik studiert hat, das fasziniert.
Aber man kann das sehr gut unterscheiden von Realsatire, wie zum Beispiel " Wir haben eine Katze " , bei Megawelle grad der Renner. Die finde ich urkomisch

Deezwo, dann leg' mal los
Madee ist offline  
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  #6 (Permalink)
Alt 17.09.2007, 21:00
Mencey
 
Benutzerbild von Gomera
 
Registriert seit: 21.08.2007
Beiträge: 968
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Erhielt 1,048 Danke für 339 Beiträge
Zitat:
Zitat von Madee Beitrag anzeigen
Aber man kann das sehr gut unterscheiden von Realsatire, wie zum Beispiel " Wir haben eine Katze " , bei Megawelle grad der Renner. Die finde ich urkomisch
Einfach wunderbar!
__________________
Gomera ist offline  
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